Blockflöte Verstärken für experimentelle Sounds

von GeorgHendrix, 14.01.16.

  1. GeorgHendrix

    GeorgHendrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #1
    Hallo,

    ich spiele hobby- und amateurmäßig in einem "Ensemble", dass sich vorwiegend experimentellen und noisigen Klängen widmet und dabei viel mit elektrischen Instrumenten wie E-Gitarre, Drum Machine und Syntheziser arbeitet. Ich habe letztens mal meine alte Alt-Blockflöte aus der Kindheitszeit ausgegeraben und ein wenig damit gespielt. Ich hatte dann die Idee, die Flöte mal mit zur Probe zu nehmen, um zu gucken, ob sich damit was machen lässt. Da das Soundvolumen unserer Formation das der Flöte (eine billige Yamaha aus Kunststoff) natürlich bei Weitem überschreitet, musste ich sie verstärken. Ich habe das dann über ein Gesangsmikrofon getan, welches über ein Mischpult mit zwei Lautsprecher-Boxen verbunden war. Hat auch schon ganz gut funktioniert, auch wenn das natürlich ziemlich umständlich von der Handhabung her ist.
    Ich wollte deswegen nachfragen: könnt ihr ein gutes Instrumentenmikrofon für die Alt-Blockflöte empfehelen, mit dem man sie über die PA-Anlage abnehmen kann?
    Alternative würde mich auch interessieren, wie man es bewerkstelligt, die Flöte über einen Gitarren-Verstärker zu verstärken, wie müsste man hierbei vorgehen? Ich weiß, dass das soundtechnisch porblematisch ist, aber für experimentelle Zwecke stelle ich mir das ganz interessant vor.

    Ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen.

    Gruß.
     
  2. Ralinem

    Ralinem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #2
    Hallo erstmal, ein wenig habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt, aber keine eigenen praktischen Erfahrungen.

    Ich kenne 2 Quellen, die Du Dir erst einmal anschauen kannst:

    Der Mikronfonhersteller Shure hat ein Video, wo die Positionierung eines Microfons für Studioaufnahmen gezeigt wird; die 2 Shure Micros kosten aber 250€ und 1000€.
    https://shuredeutschland.wordpress....onierung-einer-blockfloete-weihnachtsspecial/

    Der Blockflötenhersteller Küng hat auf seiner Website ein PDF für eine Bühnenmicrofonlösung, also ähnlich wie das der Flötist vom "Wilden Holz" macht:
    http://www.kueng-blockfloeten.ch/cms/fileadmin/user_upload/FAQ/Verstaerken.pdf


    Für Alternativen für Micros müsstest Du Dich an die anderen Unterforen der Micro- und Verstärkerspezialisten wenden:

    https://www.musiker-board.de/forum/mikros-tonabnehmer-effekte-verstärkung.464/

    evtl. folgendes oberhalb des Labiums mit Gummiband o.ä. befestigen:
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.01.16 ---
    Besonders experimentell wird es, aber auch sehr viel teurer, dann mit EWI (Blaswandler) siehe hier: https://www.musiker-board.de/forum/ewi-blaswandler-wind-controller.679/

    Oder mit der Mollenhauer Elody: http://www.mollenhauer.com/de/neu-elody-flute#.VpfMKVmFFyU
     
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  3. Lisa2

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    Erstellt: 14.01.16   #3
    Hallo GH
    Ich habe mich diesbezüglich auf den Blockflötenfesttagen in Stockstadt (2015) umgehört.
    Dort favourisierten die Gesprächspartner Headsetlösungen, wie man sie beispielsweise beim Flötist der Gruppe "Wildes Holz" sieht. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass man beim Instrumentenwechsel das Mikro nicht mit dem Instrument zusammen weg legt.
    Für technische Details habe ich mich bislang nicht interessiert.

    Wenn Du dafür tiefer in die Tasche greifen magst, wäre die Mollenhauer Elody eine wirklich tolle Geschichte. Ich habe auf der Frankfurter Musikmesse beobachtet, was damit alles geht und in Stockstadt damit auch etwas herumgespielt. Mich reizt die elektronische Verfremdung der Flötenklänge jetzt musikalisch nicht so, finde aber trotzdem faszinierend, welche Klangwelten sich da mit der Blockflöte eröffnen.

    Vielleicht verschiebt ein Moderator den Thread in die "Tonabteilung". @Musicanne @zonquer?
    Gruß
    Lisa
     
  4. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 14.01.16   #4
    Ist wirklich nicht böse gemeint, sondern deine Vorgaben: billige Kunststofflöte, experimentelle Klänge und Wiedergabe über Gitarrenamp und (was für eine eigentlich) PA.

    Was genau sollen denn die Kollegen vom Recording bei solchen Vorgaben diskutieren, DPA d:vote, Neumann, Sennheiser, Audio Technica...?

    Deshalb mein Tip: nimm eine Auswahl unter Mikrofonen nach deinen bevorzugten Kriterien vor (Budget, Mikro auf Ständer, Klein- oder Großmembran vs. Mikro mit Montage am Instrument usw.) und lese dazu die Käuferbeurteilungen bei Thomann.

    Wenn dann noch Fragen offen bleiben, die hier keine Flötist/inn/en beantworten können, dann schiebe ich es gerne ins Recording oder dorthin, was auch immer mit "Tonabteilung" gemeint sein mag. :nix:

    Gruß Claus
     
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  5. blockarina

    blockarina Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.16   #5
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  6. GeorgHendrix

    GeorgHendrix Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.16   #6
    Danke für die Antworten. Und auch Danke für das verlinkte Material, da finden sich schon viele Hinweise.
    Das t.bone Ovid System CC 100 scheint für meine Zwecke ganz gut geeignet zu sein. Ich werde mir aber auch nochmal diverse Head-Phone-Style-Varianten anschauen, wobei ich befürchte, dass die etwas zu teuer werden. Könnte mich hier jemand mit einem Link zu einem passenden Modell versorgen?

    Die Flöten mit dem integrierten Tonabnehmer von Mollenhauer wären für mich vermutlich eine tolle Lösung, aber die sind eindeutig zu teuer (nebenbei: ziemlich seltsames Design, aber egal).

    Die genauen Charakteristika der PA kenn ich jetzt gar nicht, müsste ich bei nächster Gelegenheit nochmal einen Blick drauf werfen. Die beiden Lautsperecher-Boxen sind aber, so viel kann ich sagen, aktiv.
     
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