Kann man Blues mit der Bratsche spielen?

Bluesbastard
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Hallo Streicher,
ich bin Bluesbassist (E-Bass) und meine Freundin hat nach einer Ewigkeit abstinenz ihre alte Bratsche hervohrgeholt. Und ich muß sagen sie kann es immer noch. Allerdings nur und wirklich nur nach Noten.
Nun meine Frage: gibts sowas wie Blues Noten für Bratsche / Viola? Es gibt ein Canned Heat Video da spielt Clearence Brown einen Blues auf der Geige und das hört sich richtig gut an.
Wir würden halt gern mal zusammen jammen, da sie den Blues genauso liebt wie ich, bloß findet sie den Zugang nicht.

hat jemand Erfahrung?
 
Eigenschaft
 
Such mal nach Kronos Quartett, die haben auch so einige Blues und Rockklassiker in ihrem Repertoire. Ich kann hier gerade nicht gucken, sonst hätte ich schon evtl. einen Link parat.
 
Einen Link habe ich parat, wenn auch zu einem Cellostück :)

 
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Hi Bluesbastard,

hier ist ein link für Noten
http://www.musicroom.com/browse/genre.aspx?category_id=store1_arrangementgroup6_arrangement81_genre3

hier ein Tutorial, allerdings für Geige, mit ein bisschen kreativer Abwandlung eventuell auch für Viola brauchbar.
http://fiddlerman.com/tutorials/blues/

Und für eine eher sinnlich praktische Rangehensweise z.b. Voodoo Cild von Hendrix auf Viola. Anlage an - und Freund rausschmeissen:evil:, und mitspielen. Halte ich bei Blues auch für die bessere Rangehensweise, sonst gewöhnt man sich da ja auch wieder die Noten an. Und gerade bei Blues an Noten kleben….. mh, ich weiß nicht. Wäre ja vielleicht ne Möglichkeit mit dem Blues ne freiere Facette des Musizierens zu entwickeln.

Grüße
Kylwalda
 
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Cool, danke Leute! mal schauen ob ich Sie damit inspirieren kann. Auf jeden Fall ist das ein tolles Instrument!!
 
Hallo Bluesbastard,
das ist zwar ein alter thread,aber Blues ist noch älter ;).
Ich kann dir folgendes Heft empfehlen :
"Blues fiddling classics" by Craig Duncan,erschienen 1994 bei MelBay.
Es beinhaltet 25 Bluessongs unterteilt in 5 Stilistiken und besteht aus 58 Seiten.
Das Gute für Streicher ist die Notation von Soli zu jedem Stück.
So bekommt man einen guten Eindruck der typischen Stilelemente;Texte und kleine Geschichten zur Herkunft der Songs sind auch dabei.
Im Prinzip sehe ich das Problem des "an den Noten Klebens" genauso wie Kylwalda,
allerdings habe ich die Erfahrung gemacht,dass ich mich mit Noten eher weiterentwickeln kann.
Habe ich die Stilelemente erstmal gelernt,kann ich sie in der Improvisation frei einsetzen.
 
Es ist einfach die Frage, was für ein Typ von Musiker man ist:

- der "visuelle Typ" braucht Noten, kann dann davon ausgehend über Skalen auch Zugang zur Improvisation finden,

- der "audielle Typ" findet seinen Weg über das Gehör, ist beim Einstieg in die Improvisation zwar etwas schneller, trifft dann aber auch auf Grenzen, wenn der Zugang zu den Skalen nicht klappt.

Beide Typen haben Vor- wie auch Nachteile, wichtig ist eher, sich selber in dem System zu verorten, da sich darüber die Methodik des Lernens stark ändert.
 
Gemeinsam jamen von Noten ist nach meinem Begriff ein Widerspruch.
 
Bluesbastard könnte die Grundtöne spielen und seine Freundin die notierten Stimmen.
Nach einer Weile könnte dann die Freundin anfangen,von der Notation abzuweichen und kleine Melodien zu improvisieren.
Notierte Songs können harmonisch analysiert werden,um die typischen Stilelemente zu erkennen.
 
fiddle
  • Gelöscht von cello und bass
  • Grund: manchmal brauchts Tonübungen ;)
...das war aber jetzt nicht soooo nett...
Jeder hat eine andere Methode zu sowas Zugang zu finden und die Frage war jetzt doch völlig ok, nichts wo man sich drüber aufregen müsste.
Wenn man nicht Antworten will, muss man das ja auch nicht, aber andere Streicher in eine Ecke stellen, vorallem, wenn sie gerade wieder Freude an ihrem Instrument bekommen, ist nicht der liebevolle, helfende Ton, der in solch einem Forum herrschen, bzw. "tönen" sollte :)

Vor langer, langer Zeit, als ich meiner Geige fast überdrüssig wurde und nur noch Gitarre "rocken" wollte, brachte meine Tante damals für unser "Verwandtenquartett", bestehend aus pensioniertem Theatercellist und -Geigerin (in Form von Großonkel und -Tante), meinem Bruder und mir (damals Schüler) einige Ragtimes mit. "Der Entertainer" und noch paar andere....
Die spielten wir dann einfach von Noten... auf Neudeutsch "Jammen"... und es machte Spaß...
Auf jeden Fall zeigte es mir, dass man auf der Geige nicht nur alte, ernsthafte Musik machen kann :)
Letzten Endes hat mich das damals unter Anderem dazu bewogen meine Geige zu "elektrifizieren" und mit in die Band zu nehmen. Dort improvisierte ich drauflos und merkte, dass hierfür keine Noten nötig sind.
Wenn man die Tonart weiß, die passende Tonleiter, bzw. deren Töne kennt und diese für das Improvisieren als "erlaubt" deklariert und dann mit diesen Tönen einfach Melodien bildet, Rhythmen auf ihnen "erfindet" und sich somit von den Noten löst, kann man schnell Spaß an der eigenen Kreativität bekommen und fühlt sich schnell sicher :)
Ob man dazu die komplette Tonleiter verwendet, oder nur die Töne der Pentatonik, das kann man Stück für Stück für sich entdecken :)

Nicht entmutigen lassen! Weiter machen! Es gibt viel zu wenige Streicher, die aus der Klassik "ausbrechen" und "ihr" Instrument auch für "ihre" Musik einsetzen!!!
 
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