Boost-Channel-Reperatur

von cyberbob, 21.05.07.

  1. cyberbob

    cyberbob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.07   #1
    Hallo,

    ich habe hier einen Marshall Combo G80R CD, bei dem der Boost-Channel nicht mehr funktioniert.
    Ich habe das Dingens mal auseinander gebaut und mir fielen sofort die roten Bauteile ins Auge, die von einer leicht gelblichen Masse umgeben sind. Ob es was ausgelaufenes oder ob es Kleber ist, weiß ich nicht so recht.
    Außerdem scheint einer der Bauteile locker zu sein, wenn ich mit dem Schraubenzieher im eingeschaltetem Zustand dagegen tippe, wackelt das Ding zwar, es kommt aber aus dem Combo kein Mucks, kein Knacken oder Rauschen heraus....


    Und jetzt mal meine Frage zu der Reperatur von dem Teil: Meint Ihr, es reicht aus, wenn ich das lockere Bauteil (vermutlich ein Kondensator nach der Beschriftung) wieder anlöte oder sind größere Maßnahmen von Nöten?

    Ich habe auch ein Foto von der Platine gemacht http://img524.imageshack.us/img524/7973/img2377wv7.jpg

    Gruß
    cyberbob
     
  2. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 22.05.07   #2
    Das ist meiner Meinung nach ein Kleber, der zur Fixierung der Bauteile vor dem Löten dient. Der C43 und auch die anderen roten Dinger sind Folienkondensatoren. Da kann also nichts auslaufen.
    Wenn da wirklich ein Bauteil locker ist, kann das natürlich die Ursache sein. Am Besten siehst Du Dir die Platine mal von der Unterseite an. Wenn da eine Lötstelle nicht in Ordnung ist oder gar ein Beinchen im Lötauge wackelt, hilft etwas Lötzinn und ein heißer Lötkolben.

    Die gesamte Schaltung um IC3 und IC4 scheint die Verzerrerstufe zu sein. LED5 und 6 sind vermutlich die verwendeten nichtlinearen Bauelemente. Da ist eigentlich nichts drauf, was mal eben schnell kaputt geht. Es sei denn, da ist Überspannung im Spiel.
    Das könnte durchaus sein.
    Das kann man erst sagen, wenn die Wackelkontakte beseitigt sind.

    Generell gilt hier auch, daß man einen Reparaturversuch mit Vorsicht betreiben sollte! Du erweckst nicht den Eindruck, als ob Du von Elektronik besonders viel verstehst.

    An dem betreffenden Schaltungsteil liegen zwar nur Kleinspannungen, aber ein falscher Griff in Richtung Netzteil kann da schon gefährlich werden, wenn das Gerät eingeschaltet ist.

    Mit dem Löten muß man auch vorsichtig sein. Wer so etwas noch nie gemacht hat, der klebt entweder, statt zu löten oder er macht die Lötstelle so heiß, daß sich die Leiterbahn von der Platine löst. Damit wäre der Schaden dann größer als vorher.

    Wenn Du mit den notwendigen Tätigkeiten also nicht vertraut bist, dann such Dir lieber jemanden, der sich damit auskennt.

    Ulf
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.07   #3
    Also nach kleber sieht das nicht wirklich aus, von der Farbe her sieht es eher aus wie Flußmittelreste, also wie wenn jemand da rumgelötet hat.

    Geklebt werden nur SMD-Bauteile beim Reflow-Löten weil die auf die Unterseite der Platine angebracht werden, mit bedrahteten Bauteilen macht man es nicht da es nicht notwendig ist - die werden immer nur von der Oberseite montiert, also stehend/liegend.
     
  4. cyberbob

    cyberbob Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.07   #4
    Ich habe den Lockeren Kondensator jetzt grad eben angelötet, er war total locker. Es geht aber immer noch nicht. :-(

    @DerOnkel: In der Tat habe ich mich am Anfang meines Informatikstudiums mit ET auseinandergesetzt - allerdings nur in der Theorie. Einen Kondensator habe ich damals nie zu Gesicht bekommen und im Labor haben wir damals nur mit Steck-Bausteinen gearbeitet....

    Wenn ich geeignetes Messwerkzeug hier hätte, täte ich das Gerät mal durchmessen, aber mangels Kenntnisse im Verstärkerbau wüsste ich da nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht werde ich mir was anlesen, wenn wieder Semesterferien sind....
     
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