~ brauche Hilfe ~

von BittersweetWords, 18.07.08.

  1. BittersweetWords

    BittersweetWords Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #1
    Hallo liebes Forum,

    Ich bin 15 und wie viele andere hier versuche meine Stimme zu verbessern...
    Ich habe schon das ganze Forum nach Antworten auf meine Fragen
    durchsucht, aber einige Dinge verstehe ich noch nicht...

    1. Mit der Atemstütze.... Wenn ich tief einatme und meinen Bauch anspanne.. entweicht mir meine Luft trotzdem viel zu schnell..
    4-5 hat es aber glaubich bei mir geklappt, weil ich dann aufeinmal viel länger und mit mehr Gefühl singen konnte.
    Aber ich habe nun ein komisches Gefühl in meinen Hals...(mein Hals tut zwar nicht weh), aber ich spühre einen leichten Druck...ist das normal ? Bestimmt habe ich zu viel Druck auf meinen Kehlkopf ausgeübt (wenn ja wie kann ich das ändern?) oder kann das daran liegen, weil ich heute viel mit meiner Stimme geübt habe.... Wie lange darf man eig pro Tag üben? Bei mir ist das so, sobald ich singen möchte, singe ich ....

    meine 2 Frage ist:
    Wie kann man mit mehr Soul/Power singen...? Bekommt man mehr Power in der Stimme, wenn man mehr mit Gefühl singt ? Ich finde meine Stimme klingt immer sehr schwach und kindlich...

    Außerdem ist es extrem schwierig noch an Gefühle beim Singen zu denken, wenn man an so viele Dinge denken muss... Ich möchte doch einfach nur meine Gefühle beim Singen ausdrücken... (naja.. einfach?)
    Bringt es eigentlich was, wenn man sich auf einen Online Klavier Noten anhört und nachsingt ?? Kann man dadurch die Noten in jeden Song besser treffen?

    Jetzt brauch ich dringent eure Hilfe... :confused: :confused:
    Habt ihr Antworten für mich? Ich bin über jede Antwort glücklich...
     
  2. Butze

    Butze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #2
    Die Kurzantwort: Gesangsunterricht

    Paar Anmerkungen: deinem Text nach denkst du einfach zuviel nach beim Singen. Du brauchst nicht zu denken, jeder Versuch etwas bewusst zu machen, verkrampft irgendetwas im Körper und du raubst damit dem Körper die Chance sich beim Singen selbst zu organisieren.
    Zum Thema "Stütze": ich hasse dieses Wort. Es impliziert etwas statisches, weshalb jeder Unwissende meint man müsse irgendetwas anspannen oder sonst wo festhalten. In Wahrheit ist es mehr ein gleichmäßiges Fließen des Luftstroms, den man nicht bewusst mahcen muss. Das erlernt der Körper selbst mit der Zeit.
    Zu den Gefühlen: man denkt doch nicht an Gefühle... da steckt doch schon "fühlen" drin. Wenn du sie fühlst, dann kommen sie von ganz allein raus.
     
  3. Laudian

    Laudian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #3
    Butze da mal zustimmt.

    Aber 2-3 Dinge, die man schnell ausprobieren kann und an dessen Gefuehl man sich beim Singen gewoehnen kann.

    Wenn du einatmest versuch die Spannung im Bauch beizubehalten, eine Grundspannung in der Bauchmuskulatur haelt das Zwerchfell etwas zurueck und bringt dir damit mehr Zeit. Das ordentlich im GRiff zu haben braucht einiges Uebung, aber wenn du das mal im Gefuehl hast kannst du wesentlich laengere Toene ziehen. Eine Einstiegshilfe ist dabei dass du in Gedanken beim Einatmen bleibst (dadurch wird das Zwerchfell angespannt und bedingt auch die Bauchmuskulatur). Jetzt such dir einen fuer dich leicht singbaren Ton und versuch mit der Spannung im Bauch einen moeglicht gleichmaessigen Ton zu singen (Tonhoehe etc ist egal, geht nur darum, dass der Ton sauber und lang wird). Dabei aber nie ueberatmen und nicht bis zum allerletzten ausatmen, immer Reserven lassen. Unterstuetzen kannst du die Uebung mit Anspannen der Haende wenn du eingeatmet hast und erst wieder entspannen wenn du nach dem Ton ausatmest und nach dem neuen Einatmen wieder anspannen. (Wichtig, lass den Hals vollkommen offen, versuch wirklich nur aus dem Bauch zu singen. Was dein Hals dabei macht ist egal, der Ton darf nur mit der Luft aus den Lungen erzeugt werden).

    2. Betrifft den Gaumen. Wer laut singen will, muss den Ton aus dem Rachenraum umlenken damit er moeglichst vollstaendig aus dem Mund kommt. Dazu muss der hintere Gaumen angespannt werden, je hoeher der Ton desto mehr. Auch hier gibts ne "Stuetze". Denk an Gaehnen ... du oeffnest durch Gaehnen den Rachenraum (mehr Volumen heist mehr Resonanz und damit mehr Ton) und gleichzeitig wird der hintere Gaumen angehoben und damit auch angespannt. Denk also daran zu Gaehnen, dann bekommst du ein wenig das Gefuehl dafuer, wie sich Weite im Rachen anfuehlt, wenn du das Gefuehl mal hast brauchst du keine Bilder mehr sondern merkst einfach, ob der Raum ausreicht oder ob du mehr Raum schaffen musst.

    3. Die Zunge immer tief halten. Je mehr freier Raum im Mund ist, desto mehr Ton kommt durch. Also moeglichst Vokale ueben, immer versuchen so viel Platz im Mund wie moeglich zu schaffen. Auch hier hilft eine Tendenz zum Gaehnen, weil es den Kiefer senkt.
    Was hier helfen soll, versuch mit nem Korken im Mund zu sprechen. Anfangs wird da nicht viel verstaendliches bei raus kommen, weil die Zunge den Abstand nicht gewoehnt ist, aber mit der Zeit wird deine Zunge schneller werden ... d.h. du kannst den Vokalen dadurch mehr Raum geben, und die Zunge kann bei Konsonanten schneller den Luftstrom unterbrechen. Mehr Vokalzeit heisst hier wieder mehr Tonfuelle.
    Gute Uebung ist auch, die Textzeilen als Aneinanderreihung von den Vokalen im Satz zu sehen und quasi nur die Vokale zu sprechen/singen. dadurch bekommt man die wichtigen Uebergaenge zwischen den verschiedenen Vokalen besser ins Gefuehl.

    Eins ist immer wichtig. Die Stimme wird mit der richtigen Technik von ganz alleine Lauter. Du musst schaun, dass du sauber sprichst, dass du sauber Raum schaffen kannst im Rachen und dass du nicht versuchst den geringen Luftstrom im Hals zu formen, sondern den Luftstrom mit dem Zwerchfell und den Bauchmuskeln zu steuern, so dass der Halsbereich nichts mehr tun muss ausser schwingen. Die Gesangsuebungen solltest du dabei leise singen und moeglichst keine Kraft aufwenden. Das ist eine Umstellung am Anfang (hab ich auch gehabt als ich so angefangen hab, aber man kommt da rein.) und versuch nicht irgendwelche Effekte reinzubekommen. Einfach nur darauf konzentrieren einen moeglichst sauberen Ton zu bekommen.

    PS, etwas, was ich durch unseren Chorleiter gelernt habe, was aber immer ein guter Indikator ist, ob du zuviel Presst oder Zuviel Luft einsetzt. Taste mal deinen Hals nach dem Kehlkopf ab (vorsichtig natuerlich ;)). Und jetzt setz einen fuer dich ganz normalen Ton an. Der Kehlkopf muss dabei unten bleiben und darf nicht rauf rutschen. Sobald du mit dem Hals presst oder zuviel Luft hindurchschiebst wird der Kehlkopf nach oben wandern ... versuch immer so zu ueben, dass der Kehlkopf unten bleibt, dann bleibst du von der Kraft auf den Kehlkopf im gruenen Bereich. Das war uebrigens fuer mich der allerwichtigste Trick ... seither singe ich total entspannt. ;)

    Ich hoff es hilft dir was.

    PS ... das sind meine Erfahrungen und meine Stimme ist fit ;) Das stammt aus Buechern, von meinem Chorleiter etc ... ;) so falsch kann es nicht sein. Sollten andere da besser informiert sein, sollen sie es bitte sagen, wuerde dann auch gerne dazu lernen ... :)
     
  4. BittersweetWords

    BittersweetWords Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.08   #4
    Danke für die schnellen Antworten..!!!

    Ich versuche nun weniger Nachzudenken beim Singen..
    und Laudian deine Tipps sind Gold werd.. :)
    hab es sofort ausprobiert... mein Hals ist lockerer und auch die Töne klingen irgentwie besser..Es klappt zwar noch nicht perfect aber ich hab ja noch Zeit zum lernen.. :)
    Aufjedenfall großes
    Dankeschön :great:....!!!!!
     
  5. Laudian

    Laudian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.08   #5
    Immer Zeit lassen ... das wichtige ist nur, dass du dich frei fuehlst beim Singen und nicht das Gefuehl hast dich anstrengen zu muessen ... darauf muss man Anfangs achten, irgendwann wird es einem ins Blut ueber gehen, genau wie man ein Instrument auch irgendwann blind spielen kann ... braucht nur Zeit und Ausdauer beim Ueben. ;)

    Was mir grad auffaellt, Gefuehle beim Singen ... :)

    Was immer hilft, wenn man sich Gedankenstuetzen baut, bestimmte Bilder oder Geschichten, die man beim Singen "einspielen" kann ... das hilft sehr. Was sich da eignet und auf welche Art der Psyche am ehesten auf die Spruenge geholfen werden kann muss man fuer sich selber raus finden. Aber es hilft immer, wenn man beim Singen eine Form findet, wie man sich selber in die passende Stimmung versetzt, dann klingt die Stimme automatisch authentischer. Darf natuerlich nicht soweit gehen, dass man bei nem traurigen Lied anfaengt zu heulen oder aehnliches. :) Aber man kann sich in der Form schon gezielt in die richtige Stimmung versetzen. Ausprobieren hilft da. ;)

    Und was ich vorhin vergessen habe, trinken ... ;) Wasser, Tee, Saftschorle etc ... das haelt die Stimmbaender feucht weil beim Singen ja ne Menge Luft durch kommt die austrocknet. Und nicht laut singen. Laut wird man durch Technik und wenn die nicht da ist, kann man durch leises vorsichtiges Singen nicht so viel kaputt machen. ;)

    Einsummen in einer angenehmen Brustlage hilft uebrigens beim Einsingen auch Weite zu erzeugen ;)
     
  6. BittersweetWords

    BittersweetWords Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.08   #6
    Erstmal nochmal Danke... Deine Tipps bringen mich viel weiter...
    Jop ich will mir auch Zeit lassen..aber ich glaube je früher man anfängt desto besser... oder ?
    Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du die Technick zumindest etwas konntest?
    und ich habe noch 2 kleine Fragen..
    1. Wie sehr sollte man die Spannung im Bauch beibehalten? (Also einfach nach Gefühl oder mit viel Kraft?)

    2.Welche Songs sind für Anfänger zum lernen gut? (Deutsche oder leichte Englische?.......)
    Hat einer von Euch vielleicht mit einen Text gute Erfahrungen gemacht?
    Hoffe einer weiß eine Antwort.. ;)
     
  7. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 20.07.08   #7
    Hallo !
    "Spannung im Bauch" ist wiederum ein Ausdruck, der mir nicht gefällt.... die Gefahr, dass man die Bauchmuskulatur aktiv anspannt (und das mit Stützen verwechselt) ist groß - fürs Singen wäre das ganz falsch und bringt Dir vor allem nichts.
    "Stützen" kommt aus dem italienischen "appoggio", was eigentlich eher "anlehnen" bedeutet und es meiner Meinung nach auch besser beschreibt. Singen bzw. gestütztes Singen ist nicht starr, statisch oder festgehalten, ganz im Gegenteil, es ist etwas Flexibles, Durchlässiges - es hat natürlich auch mit Kraft zu tun, aber ich würde eher sagen, mit einem guten Muskeltonus statt mit verkrampftem Festhalten.
    Mach doch zunächst mal eine ganz einfache Übung: atme tief ein - mit tief ist jetzt nicht gemeint, dass Du dich bis zum Anschlag mit Luft vollpumpen sollst, sondern ins Becken, in die Flanken und in den Rücken atmen sollst. Versuche, die Weite des Einatmens beizubehalten, also nicht gleich wieder zusammenzufallen. Atme auf sssssssssssssss-t aus; versuche, die Luft möglichst lang und gleichmäßig ausströmen zu lassen. Wenn Du keine Luft mehr hast, setze einen Verschluss mit einem kräftigen "t" und lasse die Bauchdecken los. Versuche nachzuspüren, wie jetzt automatisch wieder Luft einströmt.
    Und erzähl mal, wie es Dir dabei gegangen ist.
    schöne Grüße
    Bell
     
  8. Butze

    Butze Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.08   #8
    Tja, aus eigener Erfahrung kann ich dir nur empfehlen: sing nicht das was du schon kennst, erarbeite dir neues Repertoire. Grade in der Lernphase schleppst du bei alten Liedern, die du schon gut zu kennen glaubst immer weiter alte Fehler mit bis sich das ganze einfährt und die Gewohnheit hinterher schwer zu ändern ist.
    Das kann dir bei neuen Stücken nicht passieren. Dort sollten deine Fortschritte direkt anschlagen. Nach ein paar Monaten kannste dich dann wieder alten Stücken zuwenden. Wenn du die Möglichkeit hast vor- und nachher Aufnahmen davon zu machen wirst du überrascht sein, wieviel besser deine Technik geworden ist. Wenn du das alte Lied durchgehend geübt hättest, wär dir der langsame schleichende Fortschritt entgangen und du würdest ihn vielleicht gar nicht bemerken ;)

    Zum Thema deutsch/englisch/etc.: das würde ich stark davon abhängig machen wie dialektfrei du singen kannst. Eigenes Beispiel: ich stamm aus ner rheinischen gegend und konnte nicht wirklich Laute auf -ich hochdeutsch singen... war immer mehr so -isch mit nem ziemlich flachen i. Das klang scheiße, also hab ich nur englisch gesungen. Nach einem guten Jahr hat sich mein I-Vokal stark verbessert und gleichzeitig kamen die hochdeutschen -ich laute wie von Zauberhand nach :) jetzt trau ich mich auch deutsch zu singen. Manchmal, wenn ich schlecht eingesungen bin, hab ist es aber immer noch leicht da. (ich würde letztens in einer kneipe sogar gefragt ob ich nicht von hier sei, weil ich so deutlich spreche!? lol ;)
    Wenn du dir also da noch nischt so sischer bischt :p nimm lieber englisch

    PS: allgemein ist es sowieso so, dass Sänger vor allem mit klassischer Gesangsgrundlage kaum Probleme haben andere Sprachen zu sprechen.. rein von der Aussprache her. Der Sprachapparat ist einfach besser organisiert als beim Durchschnittsmenschen.
     
  9. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.07.08   #9
    "Viel Kraft" klingt fuer mich nicht so gut, das klingt nach verspannen und das waer kontraproduktiv.
    Vielleicht hilft Dir die Vorstellung, Du seist eine Trommel - das untere Fell Dein Zwerchfell, das obere - hmm, muesste das Gaumensegel sein. Die willst Du auseinanderhalten (ist klar, wennn ne Trommel Lapperfelle hat, klingt's nach nix). Also ich wuerd sagen, mit Gefuehl und Kraft stuetzen :)

    Songs, die fuer Anfaenger gut sind - ich wuerd das nehmen, was in einer fuer Dich angenehmen Lage ist und Dir liegt, das spannst Du am besten selber. Im GU singe ich meistens auf irgendwelche Vokale, die gibt mir mein GL vor. Wenn ein Lied anliegt, z.B. fuer Solo, arbeiten wir dann noch daran.

    Das mit dem Kehlkopf kann auch nach hinten losgehen, wenn man sich dann drauf versteift und ihn mit Gewalt unten halten will. Bei sehr hohen Toenen kann man es imho nicht verhindern, dass er ein bisschen hochrutscht. Nur zu viel sollte es nicht sein. Aber ich wuerd mich mal mehr auf alle anderen Sachen konzentrieren und darauf achten, dass sich das Singen leicht anfuehlt, vor allem im Hals, ohne Druckgefuehl im Hals.

    Laudian, ich hab schon ne Saengerin heulen sehen bei einem Lied. Solange nur die Traenen still laufen und man ned schluchzen muss, geht selbst das. Man sollt halt die Gefuehle so weit unter Kontrolle haben, dass das Singen nicht beeintraechtigt wird.

    Edit: hab ich schon wieder zu lange gebraucht zum Schreiben ...
    Butze, mit der Aussprache und klassicher Gesang ist was dran. Seit ich GU habe, tu ich mich auch leichter mit anderen Sprachen, bild ich mir ein :) Ich find's allerdings ned gut, englisch zu singen, weil das Hochdeutsch ned sitzt - davon werd's Englisch auch nicht besser, es faellt nur den Deutschen vielleicht ned so auf ;) Da gaeng ich dann eher gleich auf Dialekt.
     
  10. Laudian

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    Erstellt: 20.07.08   #10
    Ist mir auch nicht unbekannt, wenn bisher aber eher aus Solokonzerten fuer Violine. ;) Auch da kommt man erst richtig an Grenzen und darueber raus, wenn man in der Gefuehlslage mit geht, bzw alles frei gibt, was man frei geben kann. ;)

    PS, die Bauchmuskelspannung war schlecht umschrieben ... meinte keine Verspannung, sondern die Einatemtendenz, also ein gedankliches Bild, das hilft die Luft kontrolliert abzugeben.
     
  11. BittersweetWords

    BittersweetWords Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #11
    Vielen Dank für die ganzen SUPER guten Tipps...Ich glaube jetzt habe ich es um einiges besser verstanden.... und werde sie so schnell wie möglich ausprobieren.. Denke aber trotzdem darüber nach Gesangsunterricht zu nehmen oder zumindest in einen Chor zu gehen :) Kann ja nicht schaden...
    Wenn ich die Übungen ausprobiert habe.. schreibe ich sofort wie es sich anfühlt... :)
    Habe gestern aber erstmal eine Pause gemacht, weil ich das mit der Stütze die ganzen letzten Wochen falsch ausprobiert habe,,, und ich glaube für meinen Hals ist eine Pause besser...

    hm* Eine allgemeine Frage(die vielleicht ein bisschen komisch klingt)
    Ich möchte auch gerne ein Instrument lernen..das ich mit singen verbinden könnte... nun frage ich mich was gut geeignet ist?
    Habe über eine einfache/klassische Gitarre nachgedacht.. oder über ein Keyboard, weil ich glaube eine E-Gitarre würde fürs singen nicht so viel bringen...anderswo hat eine E-Gitarre mehr Sound.. Was denkt ihr? Spielt einer von euch selbst ein Instrument?:)
     
  12. moniaqua

    moniaqua Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.07.08   #12
    Yupp. Floete (das eignet sich gar ned recht gut, um dazu zu singen ;) ), Gitarre (schon viel besser, weil man da auch stehen kann und den Mund frei hat), Zither (ehrlich gesagt, hab ich nicht wirklich ausprobiert, dazu zu singen, das waer aber mal reizvoll).
    Keyboard kann ich mir gut vorstellen, einfach, weil ich schon viele gesehen hab, die das auch im Stehen spielen. Gitarre oder (E)Bass ist auch ok. Harfe wird auch gern gemacht (die Iren), eigentlich alles, wo man einigermassen gerade steht/sitzt und den Mund frei hat.
    Aber - lern das eine sauber, lern das andere sauber und fueg dann erst zusammen, sonst kommst in den Wald :)
     
  13. antipasti

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    Erstellt: 21.07.08   #13
    "Für sich allein" zur Begleitung ist die E-Gitarre nicht so gut geeignet wie eine akustische. Deswegen solltest Du als Einstieg eher die akustische wählen. Es spricht nichts dagegen, sich später, wenn Du mal eine Band gründen willst, noch eine elektrische dazu kaufst.

    Als Begleitstrument zum "Akkorde schrabbeln und dazu singen" halte ich die Westerngitarre für geeigneter als die klassische Gitarre, zumal die Saiten dichter beieinander liegen. Aber das ist Ansichtssache.

    Es kommt auch darauf an, ob Du eher autodidaktisch Gitarre lernen willst: Also Akkorde aus Akkordtabellen rausfummeln und drauf los spielen oder richtig zum klassischen Gitarrenunterricht gehen möchtest. Im letzteren Fall ist das Angebot für die klassische Konzertgitarre größer.

    Ein "Keyboard" was ja vom 20-Euro-Plastik-Casio über die Heimorgel mir eingebauter Drummaschine bis zum High-Tech-Gerät alles mit einschließt, würde ich für den Anfang nicht empfehlen, dann schon eher das richtige Piano - egal ob digital mit gewichteten Holztasten oder "echt". Das Problem: in der Anschaffung nicht gerade mit dem Taschengeld zu finanzieren und sehr viel schwerer zu erlernen als die "Lagerfeuergitarre"...


    Es hängt am Ende von Deiner Motivation, Ausdauer und Deinem Geldbeutel ab. Fürs Klavier brauchst Du bestimmt Unterricht und Zeit. Und als 15-jähriger ist man gern mal "Heute voll dabei und morgen wieder alles ganz anders"...

    Fazit: wenn Du gern Deinen Gesang möglichst schnell und kostengünstig und ortsunabhängig begleiten möchtest, ohne Deine Eltern in den Ruin zu treiben, ist die Westerngitarre Dein Instrument. Bei anhaltender Begeisterung kann man immer noch mal wechseln oder das Equipment "aufstocken"

    Bei mir war es so:
    • Mit 14: Konzertgitarre (ohne Unterricht): 250 DM (also etwas 125 Euro)
    • Mit 14 1/2: E-Gitarre 210 EUR / Amp: 420 EUR
    • MIt 16 wg anhaltender Begeisterung: neue E-Gitarre und Amp: insg: 1200 EUR
    • Mit 19: Bass und Bassamp: ca. 1200 EUR
    • Zw 20 und 30: wechselnd: Digital-Piano: 750 EUR, neue Gitarren (Western und Elektrisch), Studio-Equipment usw

    Du siehst also: man kann klein anfangen. Und je nach Begeisterung (und Budget) wechseln, aufstocken und so weiter.

    Übrigens hab ich fast alles davon wieder verkauft, neu gekauft, eingetauscht usw. Bis auf meine kleine Konzertgitarre, mit der ich vor fast 30 Jahren angefangen habe. Die hab ich noch.

    ...
     
  14. Laudian

    Laudian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #14
    Nunja, Instrumente, ich spiele seit ich 7 bin Geige, habe schon mal nen Solokonzert gespielt etc ... ;) (Hatte alleine 9 Jahre Unterricht hab 10 JAhre Schulkonzerte und andere kleinere Auftritte gespielt)

    Im Moment orientier ich mich von Klassik auf Metal um sowohl Geigentechnisch wie auch Gesangstechnisch und werde in naher Zukunft noch ein paar Niescheninstrumente mitnehmen (Schalmei und Tinwhistle sind geplant). Evtl kommt noch mehr dazu, wir werden sehen. Ich spiele und singe halt das, was grad interessant ist auch wenns neue Instrumente sind.

    Wenn man was neues plant halt was kaufen, was qualitativ nicht sofort ausgelastet ist, sondern auch noch nach 1 Jahr Uebung Sinn macht, das erleichtert das motiviert bleiben erheblich.

    Ansonsten frag mal im Bekannten/Freundeskreis rum, vllt kannst du ja mal ein Keyboard oder ne Gitarre ausprobieren und schaun, ob dir die Haltung, die Moeglichkeiten als solches etc zusagen. Es eignet sich nicht jeder Koerper gleich fuer bestimmte Instrumente. Ansonsten hilft ein Anfragen in einem Musikgeschaeft auch mal, ob die dir Tipps geben koennen, evtl du da ein wenig ausprobieren kannst etc. ;)
     
  15. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.08   #15
    Hi,
    ich spiele Gitarre und Klavier und verwende beides gern, um mich damit beim Singen zu begleiten. Es gibt eher so typische Gitarrensongs, wo die Gitarre besser passt, und eher typische Klaviersongs, wo es umgekehrt ist.

    Bei der Gitarre geht es schneller, dass es wenigstens halbwegs vernünftig klingt. Etwas Akkorde schrammeln und passabel dazu singen, das klingt schon ganz gut. Beim Klavier dauert das länger.

    Wenn man dann erst mal Klavier spielen kann, ist es einfacher, mit dem Klavier auch mal eine Melodie auszuprobieren, sozusagen einen Song zu erarbeiten.

    Wenn man auf dem Instrument auch Melodien spielen will, ist das bei einer Konzertgitarre einfacher als bei einer Westerngitarre. Gehen tut natürlich beides.

    Ich würde an Deiner Stelle eher mit Gitarre anfangen. Gut wäre es aber, wenn Du mal ein paar Stunden nimmst, damit Du auch die Noten lernst und notfalls mal einen Ton auf der Gitarre spielen kannst, nicht nur Akkorde. Das hilft ungemein, um z.B. beim Singen Problemtöne zu lokalisieren und gezielt zu üben.

    Viele Grüße,

    SingSangSung
     
  16. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.07.08   #16
    ... nichts gegen Notenkenntisse, aber dazu sind sie doch eigentlich nicht gedacht. Lernen, wo sich welcher Ton auf dem Instrument befindet, ist natürlich die Voraussetzung. sowohl für Akkorde als auch für Töne und Melodien. Schließlich besteht jeder Akkord aus einzelnen Tönen, die man lokalisieren muss. Dazu braucht es aber nur eine Tabelle oder Grafik, keine Noten oder Unterricht. Der Lehrer wird das auch nur als "Hausaufgabe" verteilen.

    ...
     
  17. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.08   #17
    Viele, die ich kenne, spielen Akkorde nur nach einer Grifftabelle und wissen bei keinem einzigen Ton, wo er liegt.

    Was die Notenkenntnisse betrifft, so dachte ich an den Fall, dass man z.B. ein Notenheft besitzt mit LIedern drin, wo man mal die Melodie nachspielen möchte. Beim Realbook ist das z.B. sehr praktisch. Wenn man immer nur nach Gehör nachsingt (oder selbst Melodien sich ausdenkt) braucht man das nicht.

    Viele Grüße, ich fahr jetzt erst mal in Urlaub!

    SingSangSung
     
  18. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 22.07.08   #18
    Ojeh - solche kenne ich zum Glück gar nicht :)

    Dann mal gute Erholung
     
  19. BittersweetWords

    BittersweetWords Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.08   #19
    Dieses Forum bringt mich echt viel weiter =).. Danke für alle Antworten :)
    Ich glaube ich habe mich nun für eine Western-Gitarre entschieden..
    Für Rock, Blues, Pop usw.. eignet sich ja glaubich mehr eine Western - Gitarre als eine Konzert-Gitarre. Habe auch schon eine Seite mit einer Grifftabelle gefunden... http://www.gitarre-lernvideo.de/seite-grifftabellen.php Ich weiß nicht ob die gut ist, aber dort lerne ich erstmal die Akkorde usw..

    Nochmal eine Frage zur Stütze.. :)
    Ist es vielen von euch auch so schwer gefallen an Anfang ein Gefühl dafür zu bekommen...?
    Ich komme mir immer wie ein Luftballon vor, wo die Lust viel zu schnell wieder rausströmt.. (dabei atme ich gar nicht so tief ein bis ich keine Luft mehr habe! (sondern lasse immer etwas Platz)..
     
  20. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 22.07.08   #20
    Geduld, Geduld.... von heute auf morgen geht das natürlich nicht.
    Ich würde Dir raten, jeden Tag ein paar Minuten Atemübungen zu machen - wirklich nur ein paar Minuten, dafür aber konsequent. Du wirst bald feststellen, dass Du die ausströmende Luft immer besser dosieren kannst, der Luftstrom (z.B. auf ssssssss) immer gleichmäßiger und auch länger wird. Das ist zwar noch kein Gesang, hat aber einen positiven Effekt auf selbigen ;)
    schöne Grüße
    Bell
     
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