Bremer Staats-Theater flutet die Freie Bremer Musikszene

von peter apel, 13.04.07.

  1. peter apel

    peter apel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.07   #1
    hi, hier in bremen ist gestern für ca. 80 musiker der nasse supergau passiert, 700 000 Litern Wasser (aus bühnenbau Bremer Theater) suchten nach Mauerbruch ihren Weg, und fanden Musiker und deren EQ.

    hier die presse
    http://www.taz.de/pt/2007/04/12/a0219.1/text

    http://www.weser-kurier.de/btag/btag_1348.php?artid=2007041201954
    http://www.weser-kurier.de/btag/btag_1348.php?artid=2007041200985

    aber erstmal die realsatire aus sicht eines geschädigten

    http://www.peterapel.de/WasserSpiele11.4.7/

    die versicherung (zeitwert) zieht uns alle hier jetzt total über den tisch. wer hat tipps? wer möchte in der bremer medienlandschaft etc. selbständig seine entrüstung einbringen?
    reihenweise werden hier jetzt langjährige musikerexistensen weggekloppt, aber beim verursacher (bremer theater) selber alles kein problem : the show must go on.

    hier sind alle jetzt total fertig und hilflos. versuchen jetzt mit einem rechtsanwalt und gegengutachter gegenzusteuern, aber die zeit rennt superschnell (aus seiten der theaterversicherung) es gibt erstaunlicherweise auch keine untersuchung der schadensursache. welcome to the matrix..... feel free - to be fucked. (sorry)
     
  2. Hans_3

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    Erstellt: 13.04.07   #2
    Keine Panik. Ist ja erst 1 Tag her. Da wird es noch einiges zu klären geben. Kühlen Kopf bewahren, zusammenhalten, Mieterinteressengemeinschaft gründen, gemeinsam z.B. gegenüber der Presse, Vermieter, Theater etc. auftreten. Lobby schaffen. Nicht unter Druck setzen lassen. Nicht vorschnell Schadensregulierungen unterschreiben. Rechtliche Lage klären lassen. usw. Also: Erstmal kühlen Kopf bewahren.
     
  3. peter apel

    peter apel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.07   #3
    Kafkas Welt ist ein Welttheater. Ihm steht der Mensch von Haus aus auf der Bühne. Walter Benjamin

    Regisseur Johann Kresnik zum Wasserdesaster : "Die Einwanderer in Amerika hatten ja auch einige Schwierigkeiten zu überwinden."

    AMERIKA
    Johann Kresnik / Libretto: Christoph Klimke
    http://www.bremertheater.com/
    Premiere am 14. April 2007

    Der fahrlässig verursachte Theater-Tsunami
    http://www.peterapel.de/WasserSpiele11.4.7/

    Bilderbogen einer bitteren Kultur-Posse
    Bremer Staats-Theater flutet die Freie Bremer Musikszene
    oder: "Wie massiv kann ein Hohlraum sein"

    Presseartikel zum Thema
    http://www.peterapel.de/WasserSpiele11.4.7/presse.htm
    --------------------------------------------------------------------------
    PETER APEL Gitarrist - Komponist - Performer
    Projekt-Studio / Privat-Musikschule "tonbetrieb"
    im Künstlerhaus Güterabfertigung
    Am Güterbahnhof, 28195 Bremen
    0421/165 36 86 (AB)
    mail@peterapel.de http://www.peterapel.de
    --------------------------------------------------------------------------
     
  4. peter apel

    peter apel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #4
    taz Nord vom 12.4.2007
    "Unsere Sachen", stellt Theatertechniker Nitsche fest, "haben gehalten." Nur eben die Wand nicht: Die sah aus wie durchgemauert. Einen Hohlraum hatte niemand dort vermutet, auch die Baupolizei nicht, die grünes Licht gegeben hatte fürs Einrichten des Bassins. Ein Fall für die Versicherung.


    taz Nord vom 14.4.2007
    Man sieht Bilder von weggesprengten Steinen, nassen Schlagzeugen - und einen Gullideckel, der auf etwaige "Sollbruchstellen" respektive Rohre und Hohlräume in Kresniks Wasserbassinwand hätte aufmerksam machen können. "Genau daneben haben wir eine Probebohrung gemacht", weist ein Theatersprecher den Verdacht auf Fahrlässigkeit zurück.
    Das Bauressort betont unterdessen, es sei lediglich für die feuerpolizeiliche Abnahme der Halle sowie die Überprüfung der Fluchtwege zuständig. Die statische Einschätzung des gefluteten Gleisbetts sei allein Sache des Theaters gewesen.

    also, das hat zumindest das öffentliches generve sprich pressearbeit unserseits gebracht, klärt doch etwas die Sachlage. aBer ob das irgendwen offizielles auf den plan ruft?
    Obwohl es mir keinen spaß macht, fange ich an spruch zu glauben: wo kein kläger ist kein richter....und damit auch nur ein verfahren nach gutdünken und macht.
     
  5. peter apel

    peter apel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.07   #5
  6. RfC

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    Erstellt: 15.04.07   #6
    Hm, also so wie ich das sehe ist das natürlich für die Betroffenen eine Katastrophe. Ganz klar.
    Aber die Stadt hat sich doch nicht quergestellt, sondern direkt die Versicherung eingeschaltet, oder? Mehr kann sie jetzt leider auch nicht mehr wirklich machen, so blöd das jetzt ist.
    Und da ist es jetzt wie leider bei allen Schadensereignissen: man kann eben nicht alles ersetzen. Die Songs auf den Datenträgern kann auch die Versicherung leider nicht mehr draufzaubern.

    Etwas anderes ist natürlich die Schadensregulierung bei Sachschäden. Da würde ich der Versicherung ganz genau auf die Finger schauen. Macht Listen mit den Schäden, versucht den Wiederbeschaffungskosten (also die Kosten, die zur Wiederbeschaffung eines gleichwertigen Gerätes entstehen!) zu ermitteln und vergleicht unbedingt dann was die Versicherung da angibt. Die sind natürlich nicht sonderlich spendabel.

    Ich glaube nicht, dass die spärliche Beteiligung hier auf fehlendes Interesse oder mangelnde Anteilnahme zurückzuführen ist.
    Aber aus "rechtlicher Sicht" gibt es da jetzt leider wenig dazu zu sagen. Etwas anderes wäre es, wenn die Stadt aus irgendwelchen Gründen die Haftung abgelehnt hätte.
    So beginnt jetzt leider das Ärgernis mit der Versicherung, was häufig nicht gerade dazu beiträgt, die Katastrophe aus Sicht der Betroffenen irgendwie zu lindern.

    Gruß Chris
     
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