Cajon bei Auftritten naturgetreu abnehmen ohne Monitor-Rückkopplung

Weniger ist oft mehr. Runter mit der Bühnenlautstärke. "More me!" von allen schaukelt sich hoch bis es knallt - und vor allem wird es in den seltensten Fällen gut.

Ich hatte mal bei einem Stadtfest eine 6-köpfige Kneipenmusik-Truppe. (4 davon haben gesungen, einer hat Tin whistle und Dudelsack gespielt, Banjo akustisch abgenommen 2 oder 3 Gitarren). Die haben sonst oft komplett akustisch gespielt, aber auch mit PA und da waren sie wohl lauten Monitor gewöhnt. Auf jeden Fall wollten sie viel auf dem Monitor.
Ich bin dann beim Soundcheck mit dem Tablet bei allen vorbei und habe den Monitor so eingestellt, wie ich das selber and der jeweiligen Stelle gerne gehabt hätte - genug Informationen von allen, aber nicht so laut. Beim Check kam von allen das ok - es passt.
Nach dem Auftritt kam dann einer der Truppe und hat sich ausdrücklich bei mir bedankt. So einen guten Monitorsound hätte er ja noch nie gehabt.
Merke: weniger ist mehr - sie haben sich alle eher so gehört, als ob sie akustisch zusammen gespielt hätten - jeder von jedem und eben nicht viel zu laut.
 
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Hi,
ich würde sagen, ich habe über Euch erstmal genügend Input, ich habe jetzt Dinge im Kopf, die ich testen werde. Eure Tipps bzgl. Positionierung (Ort und Ausrichtung) sowohl des Cajon-Mikros, als auch der "zugehörigen" Monitor-Box, oder auch, mehr mit dem Equalizer versuchen, die Sache zu verbessern, haben mir schon Hoffnungs-einflößende Ansätze gegeben. :love:
Ich melde mich, sobald ich mehr weiß.
danke!
Kann aber sein, daß das diese Woche nichts wird, so daß ich mich dann auch erst nächste Woche hier mit Ergebnissen melden kann.

Ihr müßt bitte etwas trennen zwischen A) dem, was "irgendwer" sagt von wegen "ich brauche mehr XY auf meinem Monitor" und B) dem, was man an der Cajon braucht, um seinen Sound maximal gut kontrollieren zu können. Und klar könnte man im Fall A frech antworten "kriegst'e aber nicht!" :biggrinB:
Grundsätzlich ist die Problematik (natürlich) bekannt, daß man leicht in eine Endlosschleife kommen kann, jeder überdröhnt jeden, aber so krass ist das nicht. Da ist teils schon sehr viel Bühnenerfahrung vorhanden und wir haben auch schon mit einem erfahrenen Tontechniker gearbeitet, der seit Jahrzehnten Bands abmischt (der, der schließlich aufgegeben und wegen der Cajon zu in-Ears für alle geraten hatte).
Ein Problem gibt es tatsächlich immer nur mit der Cajon, mit den Gesangsmikros z.B. haben wir Null Probleme.
Und nur bei einer der beiden Bands bin ich für die Technik verantwortlich, und da achte ich von selbst drauf, nur so wenig wie möglich auf die Monitore zu geben.



Ich hatte auch noch nie Probleme mit einer Cajon auf der Bühne. Ist jetzt auch nicht mein Alltag aber es kommt schon mal vor.
Das sich der Spieler selbst hören muss kann ich in gewisser Hinsicht nachvollziehen, aber der sitzt ja direkt dadrauf. Da frage ich mich schon wie hoch der Bühnenlärm sonst so ist.
Es ist tatsächlich so, daß eine einzige akustische Gitarre auf einer Seite neben der Cajon diese schon übertönt für den, der auf der Cajon sitzt. Man kann krass auf eine Cajon draufschlagen, um sich mit Gewalt durchzusetzen, aber dann ist der Variantenreichtum des Sounds futsch, den eine gute Cajon eigentlich bietet.

zu dem, daß öfters kein Verstärker auf der Bühne ist:
Was hat euch zu dieser Entscheidung veranlasst? Es gibt natürlich Szenarien, bei denen das sinnvoll sein mag, z.B. wenn man sich entscheidet, nur IEM einzusetzen. Bei Verwendung von Wedges oder sonstigen Monitorboxen reduziert ihr aber die akustische Auflösung auf der Bühne ohne Not. Für mich der falsche Weg.
Ich kann den Leuten schlecht vorschreiben, wie sie spielen sollen. Und bei kleineren Events, wo Publikum auch direkt vor einem sitzt, sind Verstärker auf der Bühne problematisch, weil sie im Verhältnis zur PA zu laut sind. Dann hören die, die in der Nähe eines Amps sitzen, das jeweilige Instrument zu laut, und die auf der anderen Seite sitzen, hören es zu leise.
Und wie gesagt, ich bin nur bei einer der beiden Bands, die diese Cajon-Probleme haben, für die Technik verantwortlich.


Dann ist es für mich nicht wirklich realistisch, wenn man die Cajon so laut bekommen will, dass sie auch bei leise gespielten Passagen prominent und wohlkingend aus den Monitoren zu hören ist, damit sie das andere überlagert. Selbst wenn das irgendwie zu schaffen ist, was passiert dann in den forte Passagen? Dann ist die Cajon plötzlich extrem laut und allen fliegen die Ohren weg. (...)
Aber ich denke, dass es ja wohl so sein wird, dass alle anderen Instrumente nicht unbedingt forte spielen, wenn das Cajon piano gespielt wird. Das sollte wohl schon akustisch in einem vergleichbaren Kontext bleiben.
Klar ist es tendentiell so, daß in piano-Passagen der Cajon auch die anderen leiser sind, aber das ist nicht immer so. Es gibt Passagen, da ist die Cajon (für das Publikum!) ganz im Hintergrund, und welche, da ist die Cajon extrem im Vordergrund. Aber auch dann, wenn die Cajon für das Publikum nur ganz dezent zu hören ist, sollte sie aus den Moitoren klar herauszuhören sein, weil sie den Beat vorgibt.
Klar kriegen die das meist auch einige Takte lang hin, ohne den Beat auf dem Ohr zu haben, aber man will bei Live-Auftritten ja keine Experimente veranstalten. Andere Bands haben permanent einen Click auf dem in-Ear, um jedem den Beat zu geben...


Was noch gar nicht besprochen wurde ist das restliche Equipment. Was wird üblicherweise als PA, Monitore und Mischpult eingesetzt? Das kann auch einen erheblichen Einfluss auf die gesamte Situation haben. Kannst du da etwas dazu sagen? Und arbeitet ihr mit eigenem Techniker oder immer mit wechselndem Personal?
Wie gesagt, es geht schonmal um 2 Bands mit dem exakt identischen Problem, aber völlig anderer Technik. Und bei der einen Band (die, die in immer wieder wechselnden Besetzungen auftritt) bin (konstant) ich für die Technik verantwortlich, bei der anderen sind es wechselnde Personen an auch wechselnder Technik (z.B. je nach Größe des Events bezogen auf die zu beschallende Fläche).
Die Cajon-Probleme bestehen bei jeder Technik völlig identisch.


Ich glaube, da sind viele Sachen inzwischen korrigiert, ich habe eher nur noch Kleinigkeiten gefunden:

(...) wie laut ist laut genug und warum kann es nicht leider sein?

(...) da muss man sich per EQ eventuell was einfallen lassen, damit es nicht zu kümmern beginnt.

(...) Fullstacks in 50 cm Entfernung aufgebaut, die die Herde unbedingt via Endstufe realisieren wollten

(...) dass man sich da gut daran orientieren kann, mit welchem Ihr man telefoniert.
Teils hatte ich in der Originalversion wirklich nicht verstanden, was da gesagt werden sollte :unsure:

P.S.:
und was ich PeaveyUltra120 gefragt hatte von wegen was mit "linear" gemeint war, war Schrott, ich hatte mich verlesen, "in-Ear" hieß das ja...
 
Grund: ergänzt
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