CME UF8 (keyboard newbie)

von madomat, 24.01.06.

  1. madomat

    madomat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #1
    Hi Leute,
    habe jetzt das CME UF8 heute bekommen. Soweit ist es wirklich ganz schick.
    Habe alles angeschlossen (über USB) und zusätzlichen Stromanschluss auch eingesteckt.
    Dann habe ich auf meinem PC Native Instruments Acoustic Piano installiert um nen ordnerlichen Sound zu bekommen. OK soweit kein problem. Das Keyboard wurde auch sofort nach der UF8 Treiberinstallation erkannt und ich konnte auch schon Töne erklingen hören. Nun zu den Problemen:
    1. Merkliche Latenzzeit obwohl ich eine Audigy 2 ZS Soundkarte habe.
    2. Bei den drücken von vielen Tasten oder längeren spielen geht entweder das ganze total ins Stocken oder es erklingen einfach nicht alle Töne.
    (3. Ich bekomme lustigerweise (kann daran liegen dass ne fette Soundanlage in unmittelbarer Umgebung ist) die ganze zeit Stromschläge wenn ich es nach kurzer Zeit wieder anfasse.
    Nunja ich hab wirklich keinerlei Erfahrung mit Keyboard und MIDI usw. Könnte IHR mir vielleicht kurz Hilfestellungen leisten und sagen wie ich diese Probleme lösen kann?
    DANKE!
    Markus
     
  2. groovejazz

    groovejazz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #2
    Das mit der Latenz müsste am Audio-Treiber deiner Audigy liegen. Schau mal ob es mittlerweile einen Asio-Treiber für die Karte gibt, den müsstest du beim NI Acoustic Piano auswählen können. Du musst eine kurze Latenzzeit einstellen, wenn das bei der Audigy überhaupt geht, das birgt aber die gefahr von Audio-Knacksern.
    Hab mich mit der Audigy an unserem Musikschulcomputer schon grün geärgert. Leiste dir wenn möglich eine Karte, die für Musiksoftware und nicht für Ballerspiele ausgelegt ist, z.B. was von M-Audio.
     
  3. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 24.01.06   #3
    benutzt du die ASIO-treiber beim Akoustik Piano?

    vielleicht hast du bei getretenem pedal die polyphonie überschritten...
    oder es hängt auch mit der nichtbenutzung des asio-treibers zusammen
    was anderes fällt mir im moment nicht ein...

    du meinst, wenn du das gehäuse anfasst? wenn ja, bist du sicher, dass es keine statische aufladung ist (wie man sie sonst manchmal beim anfassen von türklinken, autotüren etc. hat)? wenn ja -> umtauschen!!

    ich benutz auch ne audigy 2 zs und hab damit nicht das geringste problem gehabt bisher! keine knackser, keine merkliche latenz, nichts!
     
  4. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #4
    Ich kenne die besagte Audigy Karte leider nicht im Detail, vermutlich ist es aber das beste den ASIO Treiber (anstatt "Direct Sound") zu verwenden (nachdem du "PC" schreibst, geh' ich mal davon aus, dass du keinen Mac hast, da ist was anderes besser). Pass auch auf, dass du im NI Piano-Programm (du verwendest doch die Standalone-Verion und kein Plugin in einem VST-Host, oder?) wirklich die richtige Soundkarte auswählst, viele Computer haben auch noch eine on-Board Soundkarte, welche für diese Zwecke nicht geeignet ist. Bei den Audiooptionen sollte ausserdem irgendwo eine Möglichkeit angeboten werden, die Samplefrequenz und die verwendete Puffergröße einzustellen. (Dabei ist es so, dass sowohl höhere Samplefrequenzen als auch kleinere Puffer zu niedrigeren Latenzzeiten führen - entsprechend steigt aber auch die Last für die CPU, für niedrige Latenzzeiten muss der Computer also schnell genug sein, mit dem Instrument in der verkürzten Zeit "zurecht zu kommen" - anderenfalls kommt der Rechner irgendwann nicht mehr mit und es entstehen störende Aussetzer und Knackser. Versuch es vielleicht mal mit einer Frequenz von 44100 Herz (sollte der Standard sein) und einer Puffergröße von 128 oder 256 Bytes, damit solltest du ganz gut fahren.
    Das kann mehrere Ursachen haben.
    Das Akoustik Piano ist mit mehreren Gigabyte viel zu groß, um in einem Stück in den Arbeitsspeicher des Rechners zu passen. Deshalb lädt der Player nur den ersten Teil jedes Tons von vorneherein, spielt diesen ab, sobald auf eine Taste gedrückt wurde und lädt den Rest dann so schnell wie möglich von der Festplatte nach. Nun kann entweder
    1) die Festplatte zu langsam sein. (Dann wird der Rest des Klangs nicht rechtzeitig nachgeladen und der Ton bricht einfach ab). Da kann z.B. schon ein Defragmentieren der Festplatte helfen (am besten mit einem Programm wie O&O Defrag, welches Dateien, die im selben Ordner liegen physikalisch hintereinander auf die Platte schreiben kann, das reduziert die Seekzeiten) oder eine schnellere Platte von Nöten sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einfach einen größeren Teil jedes Samples im Arbeitsspeicher vorzuhalten und so der Festplatte mehr Zeit zu lassen, die Daten nachzuladen. (In Kontakt 2, der Vollversion des Samplers auf welchem der Akoustik Piano Player basiert gibt es dazu eine Einstellungsmöglichkeit in den Instrumentenoptionen. Defaultwerte sind z.B. 60 kB pro Sample)
    2) Es ist zu wenig Arbeitsspeicher vorhanden. Wenn man eine schnelle Festplatte hat, kann man umgekehrt zum Vorschlag in Punkt 1 versuchen, den im RAM vorgehaltenen Teil jedes Samples zu reduzieren. Ausserdem reserviert der Player einen Teil des Arbeitsspeichers um bereits geladene komplette Töne temporär zwischenspeichern zu können und z.B. bei Tonrepetitionen den jeweiligen Klang nicht jedesmal neu von der Festplatte laden zu müssen. Diesen Wert kann man in den "DFD Settings" (DFD steht für "Direct from Disk" also für "direkt von der Festplatte Abspielmodus") geändert werden.) (Ich habe das Akoustic Piano selber nicht und gehe immer von der Kontakt 2 Vollversion aus, vermutlich wird es ähnliches aber auch beim beiliegenden Player möglich sein)
    3) eventuell gibt es auch die Option z.B. keine Release-Samples (also den Klang der sich ergibt, wenn man den Finger wieder von der Taste nimmt) zu verwenden oder das Pedal durch Faltungseffekte zu simulieren, damit kann man die Festplattenlast auch noch mal ein gutes Stück reduzieren.
    4) die CPU ist zu langsam. Dem kann man abhelfen, indem man z.B. Effekte (sympathetische Resonanz, Faltungshall/Raumsimulationen etc.) abschaltet oder reduziert.
    5) Richte dir eine zweite Windows Installation nur für die virtuellen Instrumente ein, ganz ohne Virenscanner, Firewall, Internetanschluss (WLan Treiber etc.), minimalen Desktop-Effekten (klassische Oberfläche). Wenn du dich damit auskennst, kannst du noch unnötige Systemdienste ausschalten (Freigabedienste etc., da man da aber auch das System soweit "verkonfigurieren" kann, dass es nicht mehr hochfährt im Zweifelsfall an nichts drehen, was du nicht kennst.) Das spart eine Menge Arbeitsspeicher und hält andere Prozesse davon ab, unnötig zusätzliche Festplattenzugriffe zu verursachen.
    Ausserdem hast du so ein System das vom normalen Arbeitssystem abgekoppelt ist, nur für diesen einen Zweck optimiert ist und nicht durch "Softwareexperimente" verpfuscht wird. Wenn du (z.B.) das Klavierprogramm dann noch in den Autostartordner legst, dann kannst du den Rechner (von der Hochfahrzeit abgesehen) fast schon wie ein dediziertes Hardwaresoundmodul verwenden.

    Wenn sowohl zu wenig Arbeitsspeicher vorhanden ist, die Festplatte nicht durch übermäßige Geschwindigkeit punkten kann und obendrein die CPU noch zu langsam ist und keines der Optimierungsmittel geholfen hat, dann wird wohl kein Weg an einem Systemupgrade vorbeiführen. (Die empfohlenen Systemanforderungen auf der NI Seite sind eine gute Richtlinie)

    Zusammenfassend kann man also sagen: Ja, so eine computerbasierende Lösung kann am Anfang etwas mehr Aufwand machen, wenn's dann aber mal läuft hat man einen wesentlich besseren Klavierklang, als ihn heutige Stagepianos auch nur annähend bieten können. (Die Stage Pianos machen teilweise selbst heute noch mit "Triple-Strike" Samplepianos Werbung (das sind 3 bis bestenfalls 9 Samples/aufgenommener Taste), die neueren computerbasierenden Pianos sind mittlerweile bei knapp 100 ungeloopten Samples pro aufgenommener Taste angelangt...)

    Komisch, das sollte natürlich nicht sein. Stell's vielleicht mal wo anders hin, wenn der Effekt danach immer noch auftritt dann ist vielleicht was defekt, in dem Fall würde ich's unbedingt zurückbringen, nicht dass da was mit dem Netzteil nicht stimmt, das kann schnell gefährlich werden.

    NothanUmber
     
  5. madomat

    madomat Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #5
    Hallo!
    Ich möchte mich erst mal für die zahlreichen und sehr umfangreichen Antworten bedanken!
    Also in NI habe ich jetzt auf ASIO Treiber umgestellt. Nun gibt es hier mehrer verschiedene Outputs zwischen denen ich wählen kann: "SB Audigy ZS ASIO [AOOO]" sowie "SB Audigy ZS ASIO 24/96" und andere - wahrscheinlich für die OnBoard Soundkarte. (Die Onboard Soundkarte habe ich übrigens im BIOS ausgeschaltet also sollte diese nicht Probleme machen.) Nun gibt es noch die Option ASIO Config wo ich Latenzzeiten zwischen 500 und 2 ms einstellen kann. Standard ist 50 ms, aber welche soll ich wählen? Einfach ausprobieren?
    Im nächsten Register kann ich noch MIDI Output wählen. Da ist standmäßig alles ausgestellt. Scheint richtig zu sein oder?

    Nun zu dem zweiten Problem: Also mein System sollte hardwaremäßig keinerlei Probleme mit NI haben: 2gb CL2 DDR Ram und AMD 64 bit 3500+ sowie zwei 7800upm Samsung Festplatten. Ich finde leider keinerlei Einstellungen wo ich die Preload von den Sounds einstellen kann.
    Ich werde aber sicherheits halber erneut mit O&O Defrag mal defragmentieren und schaun wies danach läuft.

    Zu 3): Tja es kann eigentlich einfach auch statische Aufladung sein weil A) hier Laminat verlegt ist und B) sehr viele Elektronik rumsteht: Anlage, Breitbild TV, PC usw. Zudem ist noch seit es so kalt ist meine Heizung relativ sehr weit aufgedreht und die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig.. Trotzdem waren die Stromschläge schon ziemlich heftig... Naja ich werde es mal in ne andere Ecke stellen falls ich es doch noch mal auspacke und nicht gleich zurückgebe.

    Die Frage ist nur wie weit es sicht lohnt noch mehr Geld für das MasterKeyboard auszugeben, da ich eh diese ja wahrscheinlich noch in das Vergnügen eines Yamaha Silent-Pianos kommen werde. Nur wird dieses im Wohnzimmer stehen und da ist es etwas ungünstig den ganzen PC aufzubauen für Aufnahmen etc.

    Weiterhin VIELE DANK für euren super Support!
    Gruß
    Markus
     
  6. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #6
    Ich verwende 3 ms, das geht eigentlich ganz gut. (Alles was größer als sagen wir mal 10 ms ist, kannst du für sinnvolles Klavierspielen eigentlich schon fast nicht mehr brauchen.)
    Wenn du was hörst, dann sollte das stimmen. (Am Keyboard vielleicht noch eine halbwegs passenden Velocity-Kurve auswählen - da gibt's beim UF8 mit 4 Presets von denen zwei vollkommen unbrauchbar sind leider nicht viel Auswahl - vielleicht eine seiner größten Schwachstellen)

    Das sollte eigentlich wirklich reichen (hast du die zwei Platten als RAID geschaltet?). Was die Preload-Buffer Optionen betrifft, kann ich dir mangels Akoustik Piano leider nicht weiterhelfen (vielleicht kann man das da gar nicht einstellen oder muss in irgendwelchen Registry Optionen rumkramen, keine Ahnung)
    Die gewünschte Defragmentierungsvariante heisst "Complete/Name". (Hat den Nachteil, dass sie ewig dauert, da praktisch alle Dateien umgeordnet werden müssen. Von daher ist es von Vorteil, die Samples auf einer eigenen Partition - oder wie in meinem Fall sogar eigenen Festplatte zu haben, so kann man sich das für die normalen Daten sparen und bringt durch die tägliche Arbeit keine erneute Fragmentierung in die Sampledaten.)

    Also um bei der Klaviatur wirklich einen merklichen Qualitätssprung zu fühlen musst du schon mindestens das Doppelte bis Vierfache ausgeben. (Die Sachen, die mir alternativ gut gefallen hätten waren alle so im 2000 Euro Bereich) Ob sich das (gerade im Hinblick auf das in Aussicht gestellte Silent-Piano) lohnt, musst du letztlich natürlich selber entscheiden.

    NothanUmber

    P.S.: Für den (nicht unwahrscheinlichen Fall), dass keine der vorgefertigten Velocity-Kurven auf Anhieb perfekt passt (und man auch das NI Piano nicht ausreichend flexibel anpassen kann) lad dir von hier den "UF Editor" runter, damit kannst du beliebige Velocity Kurven selber zeichnen. (An sich hängt sich das Programm nur zwischen den USB-Treiber des UF und ein mitinstalliertes virtuelles MIDI-Device und setzt die empfangenen Velocity-Werte wie gewünscht um, von daher ist es nach wie vor sinnvoll, am Keyboard das am wenigsten unpassende Velocity-Preset auszuwählen (meiner Erfahrung nach Nummer 1), dann geht am wenigsten Auflösung verloren.) Nicht vergessen, im NI Piano das virtuelle Midi Device des UF Editors und nicht direkt das UF USB MIDI Device auszuwählen, ansonsten können die im Editor vorgenommenen Velocitykurven-Anpassungen keine Wirkung zeigen.
     
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