CORNELL Romany Plus Combo oder kleiner Fender?

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Chris Jetleg

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N'Abend Leute,

bin schon seit längerem am überlegen mir nen kleinen Combo mit Fendersound zuzulegen, den ich sowohl zuhause zum Aufnehmen als auch für kleinere Gigs nutzen kann (um nicht zu jedem Miniclub meine schweren Marshall/Orange Amps mitschleppen zu müssen). Im Rennen dafür sind nach wie vor der Princeton Reverb von Fender, allerdings interessiert mich mittlerweile auch sehr der Romany Plus Combo von Cornell - Pluspunkte gegenüber dem Princeton sind die Wattumschaltung von 10 bis 1/4 Watt (Endstufencrunch in Zimmerlautstärke) und der 12" Speaker.
Die für mich wichtigste Frage ist nun wie laut die 10 Watt aus einer 5881 Endstufenröhre nun wirklich sein können und ob das gegen einen Drummer in einer Rockband reichen könnte?
Hat jemand diesen Amp schonmal gespielt? Die Soundclips bei Youtube find ich sehr geil, allerdings ist das alles recht jazzig/bluesig und ich würde ihn eher in old school Rock manier nutzen und schöne crunchige Riffs und singende Soli rausholen wollen...

thx und Gruss
 
hooty

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Hallo,

so lange Du keine cleanen Sounds brauchst könnte das schon funktionieren. Ich persönlich halte aber 10 Watt trotzdem für ein bißchen wenig, um Live (ohne Abnahme) zu spielen...

Gruß,
hooty
 
MAI

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Der Romany Plus klingt sehr dunkel. Ist also im jazzig-bluesigem Gebiet am Besten aufgehoben. Sehr guter Amp mit einem sehr speziellen Einsatzgebiet.

Theoretisch kommst Du damit gegen einen Drummer schon an, wenn es nicht gerade ein regelrechter Drescher ist und Du nicht gerade Cleansounds mit einer höheren Lautstärke erwartest.
 
Chris Jetleg

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Danke für die Antworten - hab heute nen Princeton Reverb probe gespielt, das Teil macht ganz schön Alarm für die Größe und den 10er Speaker. Denke der Cornell müsste ähnlich laut gehen, hat zwar 5 Watt weniger, dafür aber nen 12er Lautsprecher, oder?

Du schreibst der Cornell klingt ziemlich dunkel - dann müsste der doch eigentlich ganz gut für angezerrte Rocksachen (jetzt mal so im Sinne von Keith Richards Riffs), oder?
 
Chris Jetleg

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...nur noch ein kurzer Nachtrag - hab mir jetzt den Cornell gekauft! Der erste Eindruck ist der Wahnsinn - in vielen Belangen der beste Amp den ich je gespielt habe. Er schein auch laut genug für kleine Gigs und Bandproben zu sehen und mit der Leistungsdrosselung hat man den geilsten Fender Tweed Endstufencrunch auf Zimmerlautstärke. Das Teil zerrt auch dermaßen harmonisch... Ok, ich gerate ins Schwärmen, werde demnächst mal ein objektives Review abliefern, aber eins kann ich schon sagen - nen besseren Fendersound hab ich in dem Preisbereich (das Teil ist Handwired!) noch nicht gehört!
 
H

Herbert Trinko

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Hi Chris,
bin am überlegen mir ebenfalls einen Cornell Romany Plus zu kaufen. Hätte eine Frage an dich: ist die Leistungsreduzierung eine tatsächliche Drosselung der Lautstärke, sodaß man im Wohnzimmer eine Endstufenzerre erreichen kann, oder reduziert sich nur der Headroom (lt. Denis Cornell ist es von beidem etwas. Danke für deine Antwort. Gruß Herbert
 
Chris Jetleg

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Hi Chris,
bin am überlegen mir ebenfalls einen Cornell Romany Plus zu kaufen. Hätte eine Frage an dich: ist die Leistungsreduzierung eine tatsächliche Drosselung der Lautstärke, sodaß man im Wohnzimmer eine Endstufenzerre erreichen kann, oder reduziert sich nur der Headroom (lt. Denis Cornell ist es von beidem etwas. Danke für deine Antwort. Gruß Herbert

Hi Herbert,

Also in der niedrigsten Stufe kriegst Du schon auf Wohnzimmerlautstärke ne ziemlich fette Verzerrung hin - ich benutze allerdings im Wohnzimmer trotzdem nen Booster (Xotic BB Preamp), da der Amp erst ab einem bestimmten Pegel (der allerdings nicht wirklich hoch ist) seinen vollen Klang entwickelt und mir gefällt es leise mit dem BB Preamp etwas besser - ist aber Geschmacksache. Man kriegt auf jeden Fall auch schon mit ner Vintage Strat auf Wohnzimmerlautstärke nen fetten Leadsound raus.
Ich habe den Amp mittlerweile übrigens auf diversen Livekonzerten dabei gehabt und es ist immer wieder erstaunlich wie laut, druckvoll und durchsetzungsfähig das Teil klingen kann. Für größere Clubs hab ich mir noch ne Extensionbox mit nem G12h-30 Speaker gekauft - damit reicht das wirklich für fast alle Situationen. Ich habe es bisher auf jeden Fall keines Falls bereut den Amp zu kaufen. Gefällt mir immer noch so gut wie am ersten Tag!
 
H

Herbert Trinko

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Hi Chris,

Danke für deine rasche und ausführliche Antwort.

Du kannst mir sicher auch die Frqge bezüglich des fehlenden Einschleifweges beim Cornell und der Verträglichkeit mit Pedalen( z. B. MXR Carbon Copy Delay) beantworten. Verwendest du Pedale, wenn ja welche und in welcher Reihenfolge.

Danke für deine Mühe

Herbert
 
raphrav

raphrav

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Hi,

ich bin weder Chris noch hab ich den Amp, aber ich kann dir ein paar Takte dazu sagen:
Ein Einschleifweg macht bei einem Verstärker, der seinen Sound und die Verzerrung aus der Endstufe holt, keinen wirklich großen sinn. Denn im Einschleifweg wäre der Effekt dann immer noch vor dem maßgebend klangbildenen Element und es würde nicht groß anders klingen als vor dem amp.

Ich selbst spiele auch (fast) nur noch einkanaler in verschiedenen leistungsklassen und verwende trotzdem ein delay, genauer gesagt eine echo base, also ein klangfärbendes (mit LFO und clipping).
es klingt vor dem amp anders als in einem Effektloop, die repeats haben deutlich mehr headroom. ergo musst du die etwas leiser stellen und dich darauf einstellen, dass sie nicht so verzerrt sind wie das originale signal. aber es funktioniert vor dem amp bestens und klingt auch richtig gut, wenn auch etwas anders.

sonst, zu meinen erfahrungen mit effekten vor einkanalern: ich brauche weniger als früher bei zwei- und dreikanaligen amps, reihenfolge heute bei mir vor einkanalern: Gitarre - Cry Baby - diverse Booster und Verzerrer (kann ich noch nichts genaues sagen, habe da seit meinem umstieg noch nicht den richtigen gefunden) - EA Tremolo - Echo Base (s.o.) - Amp. That's it!

Grüße,
Raph
 
H

Herbert Trinko

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Hallo Ralph,

danke für deine Info. Hilft mir sicher bei meiner Kaufentscheidung.
Gruß
Herbert
 
konsta

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Auch wenn die Suppe hier schon kalt ist ... lieber was anhängen, als neues Thema. Vielleicht steht ja mal wieder jemand vor der Entscheidung, welcher Amp es nun sein soll.

ich habe auch einen Cornell Romany Plus mit der alten Leistungsreduzeirung (10; 2,5 und 0,5 Watt).
Vom Sound her ist der Amp in der "Werkseinstellung" mit dem Jensen Chicago CH12/70, so empfinde ich das jedenfalls, deutlich dunkler als die Fender Amps, die ich andernorts anspielen konnte, was aber alles Reissues bzw. Neukreationen waren, oder, was ich so auf Konzerten oder via Youtube gehört habe. Um den Sound etwas aufzuhellen, mehr hohe Mitten und Höhen zu haben, habe ich auch mit Röhren (6l6 und 6v6) rumprobiert. Schließlich habe ich einen Jensen C12Q eingebaut, der das Ganze deutlich mehr in Richtung Fendersound bringt. Die Höhe und vorallem die Mitten sind kräftiger, der Bass nicht mehr ganz so fett, aber noch ausreichend. Das war deutlich billiger, als einen Fender Princeton Reverb zu kaufen. Die Sovtek 5881 wxt hilft auch und liefert deutlich mehr Höhen als die JJ Tesla 6l6gc, die ich auch ausprobiert habe. Der Amp ist durch den Speaker auch ein kleines Stückchen leiser geworden, was aber verkraftbar ist. Vielleicht wäre das bei einem C12N anders. So, wie der Amp jetzt ist, gefällt er mir. Den alten Speaker behalte ich aber, falls ich doch wieder das Urzustand vermisse. Ich finde bei dem Amp auch, dass die einzelnen Seiten gemeinsam angeschlagen sehr transparent klingen und nicht so matschig, wie ich das bei manchem Fender im Laden erlebt habe. Aber auch das ist Geschmackssache. Stark verzerrt fuzzt es immer noch deutlich, mag aber auch das.

Was mich über die Jahre am Cornell Romany Plus etwas Nerven gekostet hat, war, das hier und da immer wieder Vibrationen zu hören waren, und zwar bei bestimmten Tönen und ab einer bestimmten Lautstärke. (Der Ampbastler meines Vertrauens meint, dass bei Combos dergleichen immer auftauchen kann und man halt dann basteln muss.) Nachdem ich alle Stellen, an denen Holz, Metall oder Plastik aufeinander liegen, mit aufklebbaren Filz oder Fensterisolierband versorgt hatte, hörte es zunächst auf. Dann entdeckte ich, dass auch die Plastik-Front/Kopfplatte, auf der sich die Knöpfe befinden, und die auf dem Chasis aufliegt, eben auf diesem "tanzt". Ich hab dann dort noch leichtes Füllmaterial untergeschoben und jetzt höre ich tatsächlich nur noch, was auch sein soll. Bei dem Amp merkt man auch, wie laut der Hum von Singlecoils ist. Wenn ich den Volumeregler an der Gitarre ganz zu drehe, rauscht gar nichts mehr. Da ist Totenstille. Das war bei fast keinem Fender im Laden so. Und sowohl der Deluxe Reverb (RI) als auch der Princeton Reverb (RI) haben vor vibriert, wenn der Bassregler die 5 überschritt, dass ich die für unverkäuflich halte. Vielleicht lassen die sich auch mit Tricks zähmen, ich war aber echt von den Socken. Als ich letztens die 68er Reissues anspielte, war das kein Deut besser. Und das bei den Preisen, die Fender seit einigen Jahren kontinuierlich hochschraubt, als ob der Dollar bei 1 Euro 80 ist. Da müssten die Kits und Clones mit PTP ja weggehen wie warme Semmel.

Im Ürbigen: Als der damals direkt aus England kam und ein Poti auf dem Transport abgebrochen war, bot mir Mr. Cornell an, dass ich die Kosten der Reperatur (60 €) trage und ich mir im Gegenzug eines von seinen Pedalen kostenlos aussuchen kann. Auf Frage zu seinem Amp antwortet er in der Regel innerhalb von 2 Tagen.
 

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