- 27.04.20
- 07.03.04
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- Bärlin
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Dem Holz wird tatsächlich ausschließlich die Feuchtigkeit wie beim Gefrierbrand entzogen. Dass die Zellwände dabei knacken und es zur Verdichtung kommt hab ich ja oben auch schon geschrieben.
Dass das so bleibt, wage ich auch zu bezweifeln, aber die Zellen sind trotzdem komprimierter und das bleibt auch erhalten.
Dafür werden Mythen hochgepusht, das man stellenweise beim Lesen von manchem Artikel nicht weiß, ob man sich vor Schmerzen winden soll, oder es einfach nur bei einem lauten Auflachen beläst.
Also für mich ist alles tauglich, was dem Erhalt/der schonung der Natur hilft und dabei gleichzeitig unser alles Hobby möglich macht.
Wenn ich durch Phenol einen Edelholzbaum weniger fällen muss (und die Nebenprodukte nicht umweltschädlich durch Gift etc.) finde ich das super.
Ich finde auch super, dass man mit Cryo aus billigem Holz was anständiges herausholen kann.
Das alles ist für mich Antrieb, sich mit solchen Techniken zu befassen und ich finde auch, dass in der allgemeinen Gitarrenbau-Welt ein wenig mehr Respkt vorm Holz angemessen sein könnte.
FSC ist eine nette Sache, aber auch ein naiver Glaube zugleich. Wenn wir 200 Jahre alte Bäume fällen, braucht die Wiederaufforstung ebenfalls 200 Jahre 😉
@Burki
Ich muss Dir zum ersten Mal widersprechen....
Wir haben ja ne komplette Untersuchung mit allem was das Unilabor zu bieten hatte angestellt. Dem Holz wird tatsächlich ausschließlich die Feuchtigkeit wie beim Gefrierbrand entzogen. Dass die Zellwände dabei knacken und es zur Verdichtung kommt hab ich ja oben auch schon geschrieben.
Dass das so bleibt, wage ich auch zu bezweifeln, aber die Zellen sind trotzdem komprimierter und das bleibt auch erhalten.
Bei der Cryo-Behandlung sollte man übrigens keine Spannungen auf irgendwelchen Teilen lassen. Das geht in die Hos' und endet mit Verzug, Bruch und Riss.
Die meisten Gitarristen probieren solche Neuerungen meist nur höchst ungern aus. Noch nie in der Hand gehalten, aber gleich mal das Vorurteil "das kann ja nix dolles sein" ausgepackt. Das klappt in dem höchst konservativen Religion "Gitarrist" sehr gut und wird von vielen Seiten noch verstärkt, aber statt selbst eigene Erfahrung zu sammeln, hängt man sich nur an die Meute ran und das Veurteilen (Neudeutsch: bashen) beginnt.
Neue Systeme haben es meiner Meinung nach unglaublich schwer und es scheint so, das viele Gitarreros im Bezug auf die Technik in den 50er/60er Jahren hängen geblieben sind. Das gilt für die Form der Gitarre, die Tonabnehmer bis hin zur Verstärkertechnik.
Alles "Andere" wird da erst einmal in Grund und Boden getreten, von Transistorenverstärkern, über alternative Materialien, Tonabnehmer, Bridges, Tremolos bis hin zu kompletten Herstellern. Getreu dem Motto "was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht", was ja an sich kein Problem ist, solang man eben selbst auf die Neuerungen einhackt, ohne ihnen selbst einmal die Chancen sich zu beweisen gegeben zu haben.
Ich will da mit Sicherheit nicht alle Gitarristen über einen Kamm scheren, trotzdem sind solche "bash"-Gespräche, egal ob real oder virtuell, an der Tagesordnung.
Das es nicht immer Ahorn, Palisander oder Ebenholz sein muss, beweisen ja auch andere Hersteller, wie z.b. Hagstrom mit ihrem "Resinatorwood", oder Hersteller wie Flexwood, die einfach mal andere Wege gehen. Gab aber auch in der Vergangenheit genug Hersteller, die mit innovativen Instrumenten grandios gescheitert sind.
Dafür werden Mythen hochgepusht, das man stellenweise beim Lesen von manchem Artikel nicht weiß, ob man sich vor Schmerzen winden soll, oder es einfach nur bei einem lauten Auflachen beläst. Gutes Beispiel: Der wahnsinnig gehypte Tonabnehmer von Gibson, genannt PAF. Wenn man sich da ein wenig mit der Geschichte befasst, kann man nur müde lächeln, wenn der gefühlt 100000ste Hersteller, wieder einen Tonabnehmer herausbringt, der klingen soll wie ein klassischer PAF, den es aber so niemals gegeben hat, da die "klassischen PAFs", die gebraucht für ein Vermögen verhökert werden, eigentlich niemals gleich waren. Unterschiedliche Wicklungsanzahl (da gewickelt wurde, bis der Spulenkörper voll war), verschiedene Magnete (es wurde genommen, was man günstig bekommen hat) und nicht zu vergessen praktisch bei jeder Spule ein unterschiedliches Wicklungsbild, da die Teile eben handgewickelt worden sind und da jeder so ein bisschen seinen eigenen Stil hatte. Und genau deren Übertragungscharakteristiken, will man in einen Tonabnehmer gepackt haben? Das bezweifel ich mal ganz stark 😉
Was haben wir denn ansonsten zur Zeit, wenn eine neue Gitarre auf den Markt geworfen wird? Den 'zigsten Klon einer Strat, Tele, ES oder Les Paul.
Ich habe mit großem Interesse z.B. die immer wieder aufflammende Diskussion in amerikanischen Foren bezüglich der Gibson Richlite-Fretboards verfolgt. Der durchschnittliche "TelePaula-und-sonst-nix-Pentatonic-noodler" brüllt sofort "kommt mir nicht auf die Gitarre, niemals, nur Ebony etc.". Viele Profis und auch Gitarrenbauer haben bestätigt, dass diese Richlite (oder "Phenolic", wie z.B. bei Steinberger, Martin u.a.) Fretboards beim Spielen und Hören nicht von den edlen harten Hölzern zu unterscheiden sind, es also durchaus eine valide Alternative ist, vor allem weil sie bei weitem nicht so schnell Beschädigungen und Spuren zeigt und auch beim Entfernen der Bünde nicht so leicht splittert. Tatsächlich bestehen diese Phenolic Fretboards auf einer Papierbasis, also auch erstmal ein natürlicher Grundstoff, der dann eben einer weiteren Behandlung unterzogen wird. Aber in der allgemeinen Auffassung ist das "Plastik" und wird abgelehnt.
Und der nächste Schritt in der Verwendung homogener Materialien (wenn das nämlich das Ergebnis der Cryo-Behandlung ist) wäre dann z.B. Carbon, aber damit fange ich jetzt gleich gar nicht an… 😉
Bernd
Interessant finde ich ja vor allem dass die Klangverbesserung durch wechselnde Umwelteinflüsse (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) bewirkt werden soll. Wir versuchen ja im Allgemeinen speziell unsere teuren Gitarren wie rohe Eier zu behandeln und möglichst von jeder Schwankung der Umgebungseigenschaften abzuschirmen. Mit einem Koffer und einem Feuchtigkeitsspender klappt das bei Spielern die ihre Gitarren nur zu Hause benutzten auch ziemlich perfekt. Vielleicht wäre es deswegen schon eine gute Idee etwas lockerer mit seinen Instrumenten umzugehen und sie eben nicht ständig im Koffer zu verwahren... 😎
Einer der besten Beiträge, die man zum Umweltschutz beitragen kann ist meiner Meinung nach langlebige, wertstabile Produkte herzustellen. Ich finde in gewissem Umfang darf man dafür auch mal einen Baum fällen wenn das Produkt (Gitarre) dann jahrzehntelang genutzt werden kann ist das eine verantwortungsbewusstere Nutzung als wenn Massenware schon nach kurzer Zeit auf dem Müll landet.
Wenn man also durch Cryo "einfacheres" Holz auf ein "wertvolleres" Niveau bringen kann und dann noch ein hochwertiges Instrument draus macht, warum nicht.
Dann finde ich das durchaus sinnvoll.
Mich hatten zwar die Ergebnisse aus dem Video nicht so sehr überzeugt, aber OK das ist nur mein persönlicher, subjektiver Eindruck gewesen.
Dafür werden Mythen hochgepusht, das man stellenweise beim Lesen von manchem Artikel nicht weiß, ob man sich vor Schmerzen winden soll, oder es einfach nur bei einem lauten Auflachen beläst. Gutes Beispiel: Der wahnsinnig gehypte Tonabnehmer von Gibson, genannt PAF. Wenn man sich da ein wenig mit der Geschichte befasst, kann man nur müde lächeln, wenn der gefühlt 100000ste Hersteller, wieder einen Tonabnehmer herausbringt, der klingen soll wie ein klassischer PAF, den es aber so niemals gegeben hat, da die "klassischen PAFs", die gebraucht für ein Vermögen verhökert werden, eigentlich niemals gleich waren. Unterschiedliche Wicklungsanzahl (da gewickelt wurde, bis der Spulenkörper voll war), verschiedene Magnete (es wurde genommen, was man günstig bekommen hat) und nicht zu vergessen praktisch bei jeder Spule ein unterschiedliches Wicklungsbild, da die Teile eben handgewickelt worden sind und da jeder so ein bisschen seinen eigenen Stil hatte. Und genau deren Übertragungscharakteristiken, will man in einen Tonabnehmer gepackt haben? Das bezweifel ich mal ganz stark 😉
Ich persönlich gege nur ungern viel Geld für eine teure Gibson aus, wenn ich dafür nicht ein Instrument in absolut traditioneller bauweise erhalte.
Mir geht es auch um das Erlebnis Gitarre.
So, dann hast Du also mindestens 11 Gitarren.🙄

Ich persönlich würde nicht im Traum daran denken, Kryotechnik zu nutzen, selbst wenn es kostenlos wäre.
Ich bin davon überzeugt, daß hier nur ein weiterer künstlicher Markt geschaffen wird und dafür sind anscheinen schon einige repräsentante Jünger rekrutieret.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, daß natürliche Temperaturwechsel den Vollholzelektrogitarren eher nützlich sind als ihnen schaden, sofern man Lackschäden in Kauf nehmen will/kann.

ich denke, das du Recht hast. Eine Laboruntersuchung in Form eines Mikroskops ist da nicht notwendig.Ich persönlich würde nicht im Traum daran denken, Kryotechnik zu nutzen, selbst wenn es kostenlos wäre.
Ich bin davon überzeugt, daß hier nur ein weiterer künstlicher Markt geschaffen wird und dafür sind anscheinen schon einige repräsentante Jünger rekrutieret.
Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, daß natürliche Temperaturwechsel den Vollholzelektrogitarren eher nützlich sind als ihnen schaden, sofern man Lackschäden in Kauf nehmen will/kann.
Grüße
Burki
ne echte Gitarre möcht ich schon, sonst macht's mir keinen Spass. 😉
Also die Strat, Les Paul, Telecaster ... das sind Formen die eigentlich immer wieder erfolgreich zum Einsatz kamen.