[Review] D'Addario - Mic Mute (Optogate)

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D'Addario Mic Mute (PW-IRMM-01)

Wer mit Live-Gesang arbeitet, kennt die typischen Herausforderungen: Becken-Bleed im Mikrofon oder eine Anlage, die an der Feedbackgrenze hängt, sobald niemand direkt ins Mikro singt. Genau hier setzt das D’Addario Mic Mute an – ein optisches Gate, das das Mikrofon je nach Abstand automatisch öffnet oder schließt.
Ich hab mir 3 dieser Teile gekauft, weil ich 3 Mikrofone damit bestücken will. Von der Verarbeitung sind sie alle identisch auf einem hohen Niveau. Da gibt es nichts zu mäkeln.


Verpackung

Die Verpackung ist komplett kunststofffrei gehalten, wenn man vom Bedruckten und der Versiegelung absieht. Absolut zeitgemäß.
In der Verpackung befinden sich:

– das Optogate
– eine kleine Transporttasche
– eine Players-Circle-Karte für Bonuspunkte

Das Bonusprogramm ist unkompliziert: Punkte sammeln, einlösen, fertig. Ich nutze das Bonusprogramm auch mit den D'Addario Saiten für meine E-Gitarre*. Zwei Saitensätze habe ich darüber bereits kostenlos bekommen. Nicht mal Versandkosten fielen an. Das ist mal eine angenehme Form der Kundenbindung.


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Funktionsweise
Das Gerät wird direkt zwischen Mikrofon und XLR-Kabel gesteckt und über die Phantomspeisung mit Strom versorgt.

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Es sendet Infrarotlicht aus, misst die Reflektion vom Gesicht der Person am Mikrofon und schaltet das Signal entsprechend frei oder stumm. Das wird auch mit einer kleinen LED angezeigt. Der Winkel in dem es arbeitet ist nicht besonders breit. Das kann man genauso als Vorteil auslegen (schaltet Präzise) wie auch als Nachteil (seitliches einsingen geht nur bedingt).

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Der Schaltabstand (Distanz) lässt sich über einen Sensitivity-Regler auf der Oberseite einstellen. Das Stellrad hat einen recht guten wiederstand. Es dreht sich eher nicht von alleine. Direkt dahinter sitzt ein versenkter Taster, mit dem das Gate komplett deaktiviert werden kann, sodass das Mikrofon dauerhaft aktiv bleibt.

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Ein ähnliches Produkt ist das Monacor PB-05E, das ebenfalls zuverlässig arbeitet, sich aber in mehreren Details unterscheidet.



Das Gerät

Offiziell wird das Gehäuse des D’Addario Mic Mute als Kunststoff angegeben. In der Praxis wirkt es allerdings deutlich hochwertiger: Optik, Haptik und Verarbeitung erinnern stark an eloxiertes Aluminium. Ohne eine eindeutige Herstellerbestätigung lässt sich das nicht endgültig klären, aber aus meiner beruflichen Erfahrung im Metallbereich spricht alles dafür, dass zumindest die äußere Hülle aus gebürsteten schwarz eloxiertem Aluminium besteht.

Nach dem Aufstecken auf das Mikrofon sitz das Optogate sicher und verriegelt auch XLR-Typisch. Man kann ein bisschen dran wackeln, aber das kann man auch an einem XLR Stecker. Grundsätzlich ist es eine stabile sichere Verbindung, bei der man nichts befürchten muss. Ich würde es als Bühnentauglich beschreiben. Natürlich gibt es Bauartbedingt einen gewissen Hebel auf die Mikrofonbuchse, aber da sehe ich nur bei wirklich sehr extremer Handhabung ein Problem.

Der Sensitivity-Regler lässt sich bequem per Hand einstellen. Es wird eine Nutzbare Entfernung bis zu 60cm angegeben (24"). Da das Stellrad einen vernünftigen Wiederstand hat, muss man schon recht gezielt dran drehen um es zu verstellen. Ein versehentliches drehen ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht sehr wahrscheinlich. Beim Monacor wird hingegen ein Kreuzschlitzschraubendreher benötigt. Das kann je nach Einsatzform ein Vor- oder Nachteil sein; im Zweifel hilft ein kleines Stück schwarzes Gaffa, um das Stellrad abzukleben.

Ein weiterer praktischer Vorteil des D’Addario ist der versenkte Schalter, mit dem das Mikrofon dauerhaft aktiviert werden kann. Dieser lässt sich leicht betätigen, aber man muss auch genau drauf drücken. Versehentliches Schalten ist nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Diese Funktion fehlt beim Monacor komplett. Die LED, ob das Mikrofon offen ist (Led an) oder nicht (LED aus) ist rot und nicht zu hell. Trotzdem schaut man immer wieder drauf. Aber auch hier kann ein kleines Fitzelchen Gaffa problemlos helfen. Man darf halt nur nicht die Sensoren verkleben.

Die Phantomspeisung, die zwingend erforderlich ist, wird auch an das Mikrofon weitergegeben. Das macht es für ein paar Mikrofontypen, die keine Phantomspeisung bekommen dürfen, unbrauchbar. Aber die werden eigentlich nie live für den Gesang eingesetzt. Trotzdem sollte man das immer im Kopf behalten.

Der mitgelieferte Transportbeutel ist ein ganz praktischer Schutz, wenn man es lose mit anderen Teilen irgendwo transportiert. Aber die Schnüre sollten nicht nur zugezogen werden, sondern auch mit einer Schlaufe fixiert. Ich ab alle 3 Geräte in je einem Beutel in die Bauchtasche meines Hoodies reingelegt. Die Schnüre waren nur zugezogen. Als ich sie im Proberaum wieder rausgeholt habe, waren 2 von 3 Mic Mutes nicht mehr im Beutel, weil sich dieser geöffnet hat.


Positive Erwähnungen im Internet

Es wird oft gesagt, dass dieses Gerät genau das macht, was es soll, nämlich als optisches Gate funktionieren. Mehrere Nutzer bescheinigen ihm eine hohe Zuverlässigkeit.
Des Weiteren wird die sehr einfache Anwendung (Plug & Play) oft hervorgehoben.
Das zugängliche Einstellrad für die Distanz wird häufig positiv erwähnt.
Die Phantomspeisung macht Batterien überflüssig.
Die IR-Sensoren lösen bei UV-Streulicht nicht so schnell aus, wie beim Mitbewerber von Monacor (PB-05E).
Die LED, die anzeigt, ob das Gate geschaltet ist oder nicht, ist recht unauffällig, aber sie hilft auch bei Bedarf.

Allgemein ist eine hohe Kundenzufriedenheit mit dem D'Addario Mic Mute im Netz nachzulesen.


Bekannte Probleme (aus dem Internet)

IR-Sensoren können prinzipiell durch sehr helles IR/UV-Licht gestört werden. Das ist technisch nachvollziehbar, tritt in der Praxis aber weniger häufig auf, als man erwarten würde. Dazu benötigt es schon wirklich starkes IR/UV-Licht. Das ist eher ein bauartbedingtes Thema, das grundsätzlich bei optischen Gates vorkommen kann. Da dieses Modell von D'Addario noch relativ neu auf dem Markt ist (Sommer 2025), gibt es speziell zu diesem Modell bisher keine negativen Eintragungen dazu (Positive aber schon).

Wie schon erwähnt, ist das Einstellrad je nach Situation ein Vor- oder Nachteil. Auch beim Transport kann es sich verstellen. Natürlich ist es auch für neugierige Finger nicht sicher. Doch wie gesagt: Ein kleines bisschen Gaffa wirkt hier Wunder. Auf der anderen Seite kann man live schnell nachregeln, wenn es irgendwie hakt.

Es ist auch wichtig, dass man sich direkt vor dem Mikrofon aufhalten muss. Seitliches Einsprechen würde das Gate nicht zuverlässig auslösen. Die Erkennung ist recht eng gebündelt. Sollte also ein Sänger gerne mit dem Einsingwinkel spielen, kann es schwierig werden mit dem Optogate.


Eigene Erfahrungen

Grundsätzlich machen die Teile genau das, was sie sollen. Das Verhalten ist einwandfrei reproduzierbar. Dies macht die Gates sehr zuverlässig.

Im Proberaum haben sich die Optogates als nur teilweise nützlich erwiesen. Der Teufel lag hier im Detail.
Bei den Gesangsmikrofonen vor dem Drumset funktionieren sie mit meiner Band allerdings sehr gut. Unser Sänger muss sich nur etwas umgewöhnen, weil seitliches Einsingen das Gate sehr schlecht oder gar nicht auslöst. Für mich war die Bedienung sofort logisch, und ich kann den Schaltpunkt inzwischen bewusst steuern. Das ist live wirklich praktisch.

Beim Schlagzeug zeigte sich dagegen ein unerwartetes Problem. Wir spielen mit InEar, und sobald das Gate öffnet, kommt der komplette Drum-Bleed plötzlich deutlich ins Ohr. Gerade Mikrofone für den Gesang nehmen die extremen Frequenzen vom Drumset gierig auf. Das führt zu einem starken Klangsprung, der unseren Drummer eher irritiert als unterstützt. Ohne InEar, also mit klassischen Amps oder Monitoren, wäre das wahrscheinlich unkritischer. Für unseren Drummer mit IEM ist es damit eher ungeeignet.

Die zweite Band in unserem Proberaum arbeitet ebenfalls mit IEM, hatte aber ein anderes Thema: Dort ist das Gesangsmikrofon steil (45° oder mehr) nach oben ausgerichtet. Dadurch „blickt“ das Optogate quasi über den Kopf des Sängers hinweg und schaltet nicht zuverlässig. Besonders in Pausen, wenn man für die normale Unterhaltung ein paar Zentimeter zurückgeht, ist die Stimme dann weg. Das lässt sich leicht korrigieren, aber so mancher Musiker möchte es so haben, wie es immer war – selbst wenn nur die Änderung des Mikrofonwinkels helfen würde.

Ich habe die Optogates auch abgesetzt betrieben, also mit einem Zusatzkabel (50 cm) zwischen Optogate und Mikrofon. Das geht grundsätzlich. Die Funktion verändert sich durch diese Umpositionierung auch in meinem Sinne. Leider sieht das aber recht unschön aus und ist vom Aufwand her nicht zu verachten. Gaffa ist quasi Pflicht, weil es keine brauchbare Klemme für das Optogate gibt. Das wäre tatsächlich ein kleiner Gamechanger: ein Zusatzhalter, um das Gate unter das Mikrofon klemmen zu können.

Ein weiteres Problem, das mir aufgefallen ist: Man kann das Optogate nicht auf jedes Mikrofon aufstecken. Unser Drummer hat früher über ein Mikrofon gesungen, das eigentlich für die Toms gedacht ist (sieh Bilder unten). Das hat in der Praxis gut funktioniert. Durch die Bauform dieses Mikrofons ließ sich das Optogate aber nur in einer einzigen Position aufstecken. Genau diese Position war jedoch nicht nutzbar, weil die Pinbelegung der XLR-Buchse dabei auf der falschen Seite lag.
Screenshot 2026-01-22 234625.png Screenshot 2026-01-22 234632.png
Das ist vermutlich ein Ausnahmefall, aber der Vollständigkeit halber wollte ich es erwähnen.


Eigene Erfahrungen - Live Betrieb

Im Live-Betrieb mit Bands, die das System vorher noch gar nicht kannten, lief alles nahezu problemlos. Es gab insgesamt drei Bands, und davon hatte nur ein Backgroundsänger die Angewohnheit, seitlich ins Mikrofon zu singen, was natürlich nicht so gut funktioniert hat. Alle anderen, die das Mikrofon ganz normal benutzt haben, hatten keine Probleme, Aussetzer oder Ähnliches. Die Dinger funktionieren live also. Auch die kurze Erklärung des Knopfes zum dauerhaften Einschalten war für die Musiker kein Problem. Im Gegenteil: Sie gab ihnen die Sicherheit, im Notfall selbst eingreifen zu können.

Im Live-Betrieb habe ich außerdem herausgefunden, dass ich die Optogates auch vom Mischpult aus auf Dauerbetrieb schalten kann. Ich muss dazu nur die Phantomspeisung ausschalten. Mit ein paar Sekunden Verzögerung schalten die dann stromlosen Optogates auf Dauerbetrieb um. Das ist eine sehr sinnvolle Grundeinstellung.

Es gab auch einen Sänger, der das Mikrofon in die Hand genommen hat. Auch hier gab es keine Probleme. Durch die Hand war das Gate natürlich dauerhaft offen. Das Optogate selbst saß immer recht fest und hat vor allem zuverlässig gehalten – sowohl am Mikrofon als auch in Verbindung mit dem Kabel.

Der erste Live-Einsatz war also sehr erfolgreich. Anscheinend bin ich im Proberaum auf mehr Probleme gestoßen, als sie im echten Live-Betrieb tatsächlich auftreten.


Mein bisheriges Fazit

Das D’Addario Mic Mute macht grundsätzlich genau das, was es soll, und das sehr zuverlässig. Ich werde die Geräte auf jeden Fall behalten.
Es gibt aber Einschränkungen, die man kennen sollte:
– seitliches Einsingen funktioniert nicht wirklich
– bei IEM kann das Zuschalten zu einem deutlichen Klangsprung führen, was bei uns allerdings nur beim Drummer aufgefallen ist

Ich werde die Optogates weiterhin einsetzen und den Bericht mit weiteren Erfahrungen ergänzen. Alles, was ich bisher mit den Geräten erlebt habe, spricht deutlich mehr für sie als dagegen. Es sind einfache, aber sehr wirkungsvolle Helferlein mit ein paar kleinen Einschränkungen. Sehr gut ist auch, dass man sie vom Mischpult aus dauerhaft einschalten kann. Da sich die Teile den letzten Zustand nicht merken, lässt sich das über die Phantomspeisung steuern. Standardeinstellung nach der ersten Stromversorgung ist immer "Gate an". Blöd ist das natürlich dann, wenn an dem Mikrofon Phantomspeisung benötigt wird. Dann ist Ausschalten keine clevere Option.
 
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"Du musst erst fünf andere User bewerten..." - Du kennst das. Egal, super Bericht. Danke dafür!
 
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Moin,

Ich habe auch eins und bin sehr zufrieden damit. Allerdings muss ich dafür - als Gitarrist und (Neben-)Sänger - meine Barhocker-Präferenz aufgeben, da ich auf dem Hocker nicht genug "ausweichen" kann, um es tatsächlich ruhig (Off) zu bekommen.

In allen Situationen wo man "bewusst" zum Mikrofon geht um zu sprechen/singen, ist das Ding aber Gold wert.

Gruß
Martin
 
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Dafür ist das Teil? Es erkennt, ob jemand vor dem Mikro steht? Wenn also ein Sänger und Gitarrist vor dem Mikro steht und einen Song lang fast nur Gitarre spielt, geht das Teil davon aus, dass das Mikro durchgängig benutzt wird. Ein simples Gate hinter dem Mikro erscheint mir effektiver.
 
Ein simples Gate hinter dem Mikro erscheint mir effektiver.
Wenn hinter besagtem Gitarristen dessen Amp oder ein Drumkit steht, dann ist es egal, ob der Mensch singt oder nicht. Das Gate wird immer aufmachen, denn das lautere Signal kommt dann immer aus dem Off (sprich vom Amp oder Drumkit) :evil:
Und wer sich sowas anschafft, der weiß auch wie die Funktionsweise ist und kann auch mal einen Schritt zurück oder zur Seite machen, wenn nicht zu singen ist.
 
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Das mit dem Drumkit ist ein valider Punkt. Wer aber einen Lautsprecher auf ein Mikrofon richtet, sollte kein PA anfassen.
 
Wer aber einen Lautsprecher auf ein Mikrofon richtet, sollte kein PA anfassen.
Mach ich regelmäßig schon seit über 40 Jahren, ein Mikro direkt vor der Box, so dass die richtig schön ins Mikro rein spielen kann. Das nennt sich dann "Amp Abnahme". Und trotzdem greife ich nach wie vor PA Systeme an. :juhuu:

Und ich versteh es auch, wenn der Gitarrist singt, dass der die Box dort hören will wo dann sein Kopf ist. Gut. das Gitarrensignal muss ja nicht von hinten kommen, aber wie sollen das Publikum sehen, welch toller Amp da benutzt wird, wenn der auf der Seite steht? Ach es ist manchmal schon sehr schwer heutzutage.
 
Lol, ja, die Ampabnahme hatte ich natürlich nicht berücksichtigt.

Für das, was der Gitarrensänger hört, gibt es Monitore, die stehen auf der anderen Seite des Mikros und sind deshalb eher unkritisch. Seinen eigenen Amp sollte man auf der Bühne eigentlich nicht hören.
 
Warm sollte man seinen eigenen Amp nicht auf der Bühne hören? dafür steht er ja auf der Bühne, sonst kann man Ihn ja gleich weg lassen :engel:
 
  • #10
Ich denke wir entfernen uns jetzt zu weit vom Thema. Da muss ich als Mod etwas bremsen. Hier geht es um die Review des Mic Mute und nicht um die Verwendung von Amps pro und contra, dafür gibt es auch noch die Gitarrenabteilung, wenn es notwendig ist.
 
  • #11
Weil der eigene Amp keine Abhöre ist und nur der Abnahme dienen soll. Nun ja, man könnte bei Direktabnahme jedenfalls den Lautsprecher weglassen. Das machen immer Mehr Gitarristen und Bassisten so, es erleichtert die Kontrolle über den Sound, sieht aber nicht so schön aus.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich denke wir entfernen uns jetzt zu weit vom Thema. Da muss ich als Mod etwas bremsen. Hier geht es um die Review des Mic Mute und nicht um die Verwendung von Amps pro und contra, dafür gibt es auch noch die Gitarrenabteilung, wenn es notwendig ist.
Ja, und wir disutieren über den Sinn des Gerätes und begründen unsere Meinung. Lautsprecher nicht auf das Gesangsmikro zu richten oder ganz wegzulassen, um Störungen zu vermeiden ersetzt das Gerät zumindest teilweise (je nach Bandkonfiguration auch komplett).
 
  • #12
Ich sehe solche Optogates auch oft wenn die Musiker IEM verwenden zur Bandinternen Kommunikation. Da haben die Musiker alle ein extra Mikro stehen, das mit so einem Optogate ausgestattet ist, damit sie im Fall des Falles ihren Kollegen etwas mitteilen können, das nur die Band hört und nicht das Publikum. Und da ist es auch sehr sinnvoll, wie ich finde, denn dann ist das Mikro immer ruhig und wenn der Musiker etwas sagen will, dann geht er halt mit dem Kopf zum Mikro. Das können die auch und verstehen auch die Wechselwirkung zwischen Kopf und Gate.
Klar, nicht jede Band braucht so etwas, aber es kann ein echter Problemlöser sein.
Nachteil, wie ich finde ist, wenn auf der Bühne ohnehin schon ein Heidenlärm ist, dass, im Falle dass ein so ausgestattetes Mikro über die PA geht, man urplötzlich diesen Lärm zusätzlich noch via Mikro in die PA jagt. Aber das Problem hat man auch wenn man ein Threshold getriggertes Gate benutzt.
 
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  • #13
Das Teil ist dazu da, ein Mikrofon stumm zu schalten, wenn es nicht in Benutzung ist. Das reduziert alle möglichen Nebengeräusche.
Bei mir wären das in 2 Bands Bandmitglieder, die nur ganz selten mitsingen.
Dafür steht das Gerät auf meiner Wunschliste. Dann muss ich nicht immer Mute-Unmute mitdenken, denn wir mischen uns von der Bühne.

(Die Funktion ist übrigens unabhängig davon, ob da jetzt ein Sautsprecher hinstrahlt, oder nicht - auf jeden Fall deterministischer als ein Gate, das eventuell zu früh aufmacht und irgendwelche Soundfetzen überträgt, oder das zu scharf eingestellt sit, dass ein Sänger, der nicht nah genug dran ist, nur in Sprachftzen übertragen wird. Dieses Gerät spziell ist gerade Favorit, weil verschiedene Berichte die Zuverlässigkeit loben).
 
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  • #14
Da haben die Musiker alle ein extra Mikro stehen
Ich stelle mir gerade vor, wie bei einer Band zehn Mikros auf der Bühne stehen, von denen fünf fast nie benutzt werden. Schräg. Dafür gibt es bessere Lösungen. Für die Moderation: Auch hier sehe ich keinen sinnvollen Einsatz von der Gerät.

Ich komme, nachdem ich alle bisherigen Argumente gelesen habe, zu dem Schluss, dass sowas in nur wenigen Fällen nützlich ist. Sogar auf einen Mute-Schalter zu treten geht meistens schneller als zu einem (zweiten) Mikro zu gehen. Die scheinbare Automatisierung ist leider keine. Aber für die, die sowas brauchen ist es schön, dass es das gibt. Mit Nischenprodukten sind wir aus verständlichen Gründen leider unterversorgt. Ich habe mir auch schon oft den Wolf gesucht nach eher außergewöhnlichen Lösung. Meistens Fehlanzeige.
 
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  • #15
Dafür ist das Teil? Es erkennt, ob jemand vor dem Mikro steht? Wenn also ein Sänger und Gitarrist vor dem Mikro steht und einen Song lang fast nur Gitarre spielt, geht das Teil davon aus, dass das Mikro durchgängig benutzt wird. Ein simples Gate hinter dem Mikro erscheint mir effektiver.
Ein normales Gate arbeitet nicht so zuverlässig wie die Optos, außerdem hast du grundsätzlich eine Öffnungsphase, die besonders bei Vocals ziemlich nervig sein kann. Bei dem Opto musst du nur rechtzeitig vor dem Mikro sein. Außerdem musst du ein klassisches Gate immer wieder leicht anfassen von Location zu Location, die Bühnenlautstärke kann immer etwas anders sein und ein "one settings fits all" ist da deutlich schwieriger.

Wir nutzen solche Teile in unserem InEar Kontext schon sehr lange und die sind bei 3 Backing Vocals, die teilweise an unterschiedlichen Stellen was machen ein kompletter Segen für den InEar Mix und ebenso für unseren FOHler. Der kann dann nämlich mehr von den schönen Becken Sounds rein mischen.

Ich stelle mir gerade vor, wie bei einer Band zehn Mikros auf der Bühne stehen, von denen fünf fast nie benutzt werden. Schräg. Dafür gibt es bessere Lösungen. Für die Moderation: Auch hier sehe ich keinen sinnvollen Einsatz von der Gerät.
Ja, das macht aber auch eigentlich keiner. Wir haben zum Beispiel für unsere Bühnencrew am Rand ein Mikrofon stehen mit Opto Gate, wenn irgendwas ist, kann einfach einer aus der Crew ran und kurz was ansagen. Ein normales Schalter Mikrofon tuts natürlich dabei auch, aber den lässt dann gerne irgendjemand an und dann hast du den ganzen Müll die ganze Zeit auf dem InEar.
 
  • #16
Mir als Gelegenheitsbackgroundsänger wurde auch seitens Tontechniker das Opto empfohlen. Nachdem ich mich gerne bewege falle ich selber nämlich als Abschattung für Störgeäusche aus.
Wenn man beim Besuch von Konzerten auf solche Details achtet, ist es auch gar nicht so ein Nischenprodukt. Royal Republic verwenden es z.B. auch bei den Mikros von Hannes und Jonas. Und wenn so große Bands solche Helferleins nützen, können diese nicht so schlecht sein denke ich mir.
 
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  • #17
Wenn man beim Besuch von Konzerten auf solche Details achtet, ist es auch gar nicht so ein Nischenprodukt. Royal Republic verwenden es z.B. auch bei den Mikros von Hannes und Jonas. Und wenn so große Bands solche Helferleins nützen, können diese nicht so schlecht sein denke ich mir.
Die Dinger gibt es ja an sich schon ewig, nur mit der weiten Verbreitung von InEars sind die sehr Mode geworden. Wenn man sich Aufzeichnungen der großen Festivals anschaut sieht man die ständig.
Btw. ich kenne beide Systeme, von DAddario und das sehr verbreitete OptoGate und ich finde das DAddario auf den ersten Blick besser, bei dem OptoGate braucht man einen winzigen Schraubendreher für die Einstellung und das DAddario sitzt meiner persönlichen Meinung nach besser auf dem Mikrofon und sieht auch einen Schnuff stylischer aus durch die Form. Aber nur ne persönliche Meinung. :)
 
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  • #18
Schau einfach mal diesese Video an.

View: https://www.youtube.com/watch?v=eIi_GbFa_nw&list=RDeIi_GbFa_nw&start_radio=1
Fast jedes Mikro der Sänger ein Optogate.
Und die haben ganz sicher einen Techniker am Pult. Der hat nur soviele Signale gleichzeitig zu beaufsichtigen, dass dem die Entlastung ganz sicher hilft.

Mehrere Mikros (also individuell für jeden Sänger, auch nur Teilzeit Background) erlaubt es, die Mikros individuell einzustellen. Dann braucht man nur noch Mute/Unmute, und wenn das ein Optogate automatisch macht, um so besser. Ich würde das auch vorziehen - jder ein eigenes Mikro, selbst wenn es nur für die interne Kommunikation ist. Und je weniger Interaktion von Hand erforderlich - desto besser. Natürlich kann man ein Mikro per Schalter am Mikro ider Fußtaster muten/entmuten, aber das ist eine extra Aktion, während ich mit Gitarre in der Hand einfach zum Mikro gehen kann (siehe Doobie Brothers im Video). Das ist organisch und erfordert keine extra Aufmerksamkeit, oder die Hand von der Gitarre zu nehmen.

Für mein XR18 habe ich eine Fernbedienung mit dem BCR2000 und da ist zugreifbar: Fader, Mute, und die Master Volumen von Main und Monitoren.
Da schalte ich während des Gigs eben an und aus. Und wenn ich bei den "selten Sängern" nichts unternehmen muss, entlastet das ungemein.
Der Matsch aus offenen, aber nicht aktiv genutzten Mikrofonen ist nicht zu unterschätzen.

Beim kleinen A&H ZED10FX habe ich keine Mutes und die vermisse ich dort sehr. Eigentlich braucht man voreingestellte Settings und schaltet frei, wenn man das Seignal braucht. Auch hier ist eine Automatik wie ein Optogate segensreich.
 
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  • #19
Schau einfach mal diesese Video an.
Ist zwar jetzt komplett OT, aber die Truppe ist nach wie vor super drauf, tolle Version eines tollen Songs. Und es zeigt auch dass trotz zwei Drummer und drei Gitarren der Sound nicht zusammenbrechen muss. Cool, danke für den Link.

BTT: Klar ist ein Optogate nicht für alle Gelegenheiten notwendig und wenn man für sich keinen Vorteil sieht, lässt man es einfach weg und gut ist es. Aber es kann ein wirklich pfiffiger Problemlöser sein, vor allem dann wenn man alle Hände (und Füße) fürs Musizieren braucht, z.B bei Keyboardern und Drummern. Da helfen Muteschalter bzw -taster auch nicht wirklich und den muss man zur richtigen Zeit treffen. Mit dem Optogate ist es einfach. Geht man zum Mikro, schaltet es sich ein, geht man weg ist es wieder aus.
 
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