das geistige Auge - die Erleuchtung

von Fingertricks, 23.10.16.

  1. Fingertricks

    Fingertricks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.16   #1
    Das isses - meine ganz persönliche Akko-Erleuchtung !

    Jetzt habe ich für mich herausgefunden, wie ich für mich am besten Akko spiele.

    Erst mal wie es bisher ging :
    --> vom Notenblatt: o.k., wird immer besser, ist aber ein dünnes Süppchen, fehlt (für mich) totale die "Würze"
    .......(hat was "reprodutives" - das ist sicher bei anderen anders).
    --> auswendig ist gut, verliert sich aber schnell ions Ungewisse, wenn man abgelenkt oder unter Druck ist.
    .......quasi nicht ungefährlich, kann ganz plötzlich weg sein (black out).

    Und jetzt - gerade gekommen bei:
    --> da spiele ich "Wiien Wien nur Du allein" und singe
    --> schliesse die Augen
    --> und habe vor dem geistigen Auge den VerlAUF; Noten & Tastatur.
    --> greife dabei ganz sicher, als ob ich wie ein Chamäleon links und rechts auf die Hände schauen würde.

    Und das ist es für mich - derart bekommt man eine hohe Sicherheit,
    bleibt zuverlässig im Stück,
    und kann sich gleichzeitig volle auf die Interpretation & Dynamik einlassen.

    Das wird auch das Gehemnis der vielen blinden Pianisten sein.
    (z.B. Ray Charles, George Shearing, Stevie Wonder)
    Manche konnten ja in der Jugend noch sehen, manche nicht.
    Dieses geistige Auge ist erst mal schwieriger als vom Blatt spielen oder auswendig lernen;
    wenn man das dann aber hat, dann ist das ganz toll.
    gerade beim Akko, wo man ja so viele supetrfeine musikalische Möglichkeiten haben kann.

    Also probiert es mal.
    Augen zumachen, Noten-Tastatur-Knöpfe-Hände-Insdtrument wie einen Tagtraum mit mehreren Dimensionen vor dem geistigen Auge,
    und los geht´s.
    Wie eine mehrdimensionale Matrix, wo man alles gleichzeitig sieht.



    P.S.1:
    Da könnte man nun mit geschlossenen Augen spielen,
    und damit man auf die Zuhörer nicht unhöflich oder komisch wirkt,
    da gibt es doch so Faschingsbrillen,
    auf die knalloffene Augen aufgemalt (Mitte kleines Löchlein) und darüber Augenbrauen aufgeklebt sind.........
    ===> sollen wir eine Sammelbestellung machen, Grosspackung für das Akko-Form ?

    P.S.2:
    Zwischendurch mal aufs Blatt oder Tastatur blinzeln ist gut,
    aber dann gleich wieder Augen zu;
    dann lerne und merke ich auch wo die Bruchstellen sind.

    P.S.3:
    Witzig & gut ist auch das:
    Wenn man sich vergreift ist das leicht lösbar.
    Man merkt sofort, dass man falsch ist,
    udn kann dann vor dem geistigen Auge gleich korrigieren,
    im Rhythmus, so dass man es eigentlich kaum mekrkt.

     
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  2. Tobias_1973

    Tobias_1973 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.16   #2
    Ich spiele vorwiegend auswendig. Nach einiger Zeit habe ich die Stücke so verinnerlicht, dass sie einfach von selbst laufen. Dabei ist es dann recht egal ob ich die Augen auf oder zu habe, meist starre ich irgendwohin und spiele. ;-)
    Wie Du schreibst: der Ausdruck wird einfach viel besser, wenn man nicht ablesen muss. Man hat mehr Gehirnkapazitäten für das eigentliche frei: zu spielen.
     
  3. folky Tom

    folky Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.16   #3
    Ja, das macht auch am meisten Spaß! Ich tue mich damit etwas schwer, als gelernter Notenleser. Hängt sicher auch mit der mangelnden Übung zusammen. Wenn ich aber auswendig spiele flutscht es meist viel besser und ich tue mir mit Variationen, Verzierungen viel leichter. Zusammen mit anderen musizieren läuft auch deutlich besser, wenn alle auswendig spielen - etwa in einer Band oder Session. Orchester sind natürlich eine andere Baustelle.
     
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  4. Tobias_1973

    Tobias_1973 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.16   #4
    Es fiel mir dazu noch ein: Du hast wahrscheinlich gerade entdeckt, dass Du ein sogenanntes "fotografisches Gedächtnis" hast. Glückwunsch dazu - ist recht selten. Wenn Du das weiter schulst, wirst davon sicherlich sehr profitieren können.

    So ging es mir anfangs auch. Allerdings habe ich recht bald bemerkt, dass ich viele meiner Akkordeonstücke eigentlich bereits auswendig kann, ich das Notenblatt sozusagen nur noch als "Erinnerungsstütze" betrachte und nicht mehr Note für Note. Ab da habe ich die Noten mehr und mehr beiseite gelegt und habe einfach auf diese Fähigkeit vertraut. In meinen letzten Sommerurlaub wollte ich es dann wissen und nahm nur das Akkordeon mit, aber keine Noten. Ich hatte eine tolle Zeit mit dem Instrument. War richtig befreiend, so zu spielen und etwas, was ich mir immer gewünscht hatte. :-)

    Viele Grüße,
    Tobias
     
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