Das Rabbit Hole „Guitar Speaker“…. wahrscheinlich das schlimmste von allen……

  • Ersteller Gast28734
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Mein größter Fehler mit der Gitarre war es so viel Zeit für Gear zu verschwenden anstatt auf die Musik zu achten. Macht nicht den gleichen Fehler!!!!!! ... Lass den Scheiß mit dem Gear. Kauf Dir eine gute Gitarre, einen guten Röhrenamp, einen TS und eine Box mit einem V30 und konzentriere Dich auf die Musik!

Da das oben völlig richtig ist, verstehe ich das unten nicht. Und das andere, extrem Aufwändige ist doch eigentlich um so mehr an diesen Erkenntnissen (die btw. auch meine sind) vorbei.

Mittlerweile habe ich mir die ToneX App gekauft und mein Gear gecaptured. Die Captures sind so gut, dass ich mir vorstellen kann, dass die Amps in ein paar Jahren gar nicht mehr gebraucht werden. Im AB-Vergleich kann ich keinen Unterschied zwischen den Recordings über ToneX und the real deal feststellen.
 
Er will halt immer die Dinge so demonstrieren, dass er Recht behält,
Das nennt man wohl das bekannte mathematische Prinzip, das da heißt: "Beweis durch Beispiel, o.B.d.A". :LOL:
ohne Beachtung der Aufgabenstellung :p

s. auch sein aktuelles Video - 10 verschiedene Gitarren, wieder mit diesem greisligen Sound eingespielt und keiner wird im Blindtest sagen können, welche welche ist, weil alles mehr oder weniger gleich klingt.
Herzlichen Glückwunsch, er hat eine Amp-Einstellung gefunden, die 10 verschiedene Gitarren absolut gleich klingen lässt, vollkommen egal was sie an Frequenzen und Pegel liefern.
 
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Das letzte mal, dass das ging, war beim Tom Scholz Rockman......:D
 
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Deshalb werde ich es auch nie verstehen, warum manche hier im Forum das regelmäßig abwerten, wenn über solche vermeintliche "Spitzfindigkeiten" diskutiert wird und dann mit dem vielfach beklatschten "Ich mache lieber Musik als zu basteln" daherkommen. Na klar, dann verkauft man vielleicht auch schweren Herzens seine eigentlich sehr gute Les Paul, nur weil sie ein 300k (statt eines 500k) Volume Potis verbaut hat und man das halt nicht auf dem Schirm hatte, dass es ggf daran lag, dass der Klang immer ein wenig zu mumpfig war.
Was Du meinst ist dann aber: "Ich bin lieber doof als zu basteln." :juhuu:
 
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JETZT ABER >>>> gebe ich als blutiger E-Gitarrenanfänger mal meinen Senf dazu:

Ich habe mir vor knapp 11/2 Jahren eigentlich mehr um meine Frau zu ärgern (viel zu viele Schuhe) 🤣 eine billigst E-Gitarre (Vision) samt Verstärker, „Gigbag“, Gurt, Kabel und Plektren im bösen Internet bestellt. Mir als Gitarrero unbewandertem, aber technisch und handwerklich hochbegabten Architekten mit vorheriger Tischlerausbildung war schnell nach dem Auspacken klar: Plektren Geschmackssache, Gurt Mist, Kabel gebrochen, Verstärker. Verstärker, naja, mein altes leider in die ewigen Jagdgründe eingegangenes Volldampfradio hatte mehr Klang nach dem „Warmup“. ABER die Gitarre war handwerklich einwandfreier verarbeitet und eingestellt, als ich es erwartet hatte. Sie hält die Stimmung, Oktavreinheit paßt etc.. Als passionierter, immer noch, Handwerker und Bastler mußte ich stark an mich halten dem grottig klingenden Verstärker nicht zu Leibe zu rücken. Ich wollte ja „meinen“ Sound, den ich immer im Kopf hatte, ohne wirklich spielen zu können. Wahrscheinlich hätte ich ein Vielfaches des Wertes der Gitarre und des Verstärkers in alles mögliche Gear, Lautsprecher etc. hineingesteckt, ohne nennenswertes Ergebnis.
Dann habe ich mehr „ausversehen“ ein Valeton GP100 MultiFx „gebraucht“ gekauft und konnte damit sogar meinem Verstärker annehmbare Sounds entlocken. Jetzt hatte ich „meinen“ Sound und der war eher spartanisch > Overdrive und WahWah. Aber für mich zu viel Kabellage auf dem Boden. Jetzt hatte ich das Glück einen seeeehr günstigen, gebrauchten, aber tadellosen Fender Mustang I V2 zu bekommen, nur noch schnell „meinen“ Sound (59‘ Bassman mit Overdrive und und Autowah) anpassen und ich bin glücklich. Naja, spielen muss ich ja schon lernen, aber dafür habe ich jetzt ja viel mehr Zeit.
Versteht mich nicht falsch, die Suche nach „dem“ Sound ist sicher eine sehr persönliche Sache und natürlich die persönliche Bastelleidenschaft ist nicht zu unterschätzen oder zu verachten. Viele Gitarren, Verstärker und Tretminen im Zimmer sind ja optisch auch für mich Puristen schon mal anbetungswürdig.🤣
Aber > in Zeiten von günstigen Modellelern ala Mustang oder die nicht ganz günstige Garde wie Kemper und Co. kann man doch einiges an Lehrgeld sparen und die Suche nach „dem“ Sound stark verkürzen……. Wenn man denn will🤣
Und BTW. konnte mir das Bastel nicht verkneifen, weil ich unbedingt wissen wollte wie sich ein Humbucker im Vergleich zum Singlecoil anhört, das Ergebnis seht ihr im Profil.
Ihr wisst ja aus Erfahrung, wie sich das anhört🤣
 
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Tom Scholz Rockman

Witzigerweise gibt es in US Foren immer wieder Leute, die genau einen solchen suchen.
Scheint wohl einen gewissen Kult Charakter zu haben.

Glenn hat übrigens keinen echten Amp genutzt, sondern irgendeine Software für diese Sounds.

"Ich bin lieber doof als zu basteln."

Immerhin sind es ja die lieben "Bastler", die dann den Leuten, die hier über ihre mumpfig klingende Gitarre klagen, auch mal den entscheidenden Tipp geben, dass es ggf. an den Poti Werten liegen könnte. :)

Aber > in Zeiten von günstigen Modellelern ala Mustang

Viele, die in den letzten 20 Jahren angefangen haben mit E-Gitarre, haben in der Tat auch einen Modeling Amp als Einstieg gekauft.
Und der wurde auch gerne genau mit dem Argument empfohlen "Wenn du noch nicht genau weißt, was dir gefällt, kauf dir doch einen Modeling Amp, damit deckst du eine große Bandbreite an Sounds ab" - und natürlich kosten die idR auch weniger als Vollröhrenamps. Aktuell sind solche Amps wie der Boss Katana in der unter 400 Euro Preisklasse auch Dauerbrenner in den Amp Kaufberatungsthreads.

Und dir hätte man hier als Anfänger vermutlich auch eine HSS Strat vorgeschlagen, weil noch flexibler als mit drei Singlecoils. ;)
 
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Also grundsätzlich: Ich finde es gut dass in den letzten Jahren - auch in der Gitarren-Nerd-Szene die gerne FRFR und wasweißichnoch spielt - mal die Erkenntnis aufgekeimt ist dass die Box als letztes Element in der Soundkette ohne Zweifel das wichtigste Element des Gesamtsounds ist. Was nicht heißen soll, dass man hier besonders viel Geld ausgeben muss, aber es muss halt zu dem passen was man spielen möchte.

Beispiel aus meiner Anwendung: Ich spiele schon seit fast 10 Jahren die gleiche Box, eine H&K GL212 (die schräge, nicht die gerade mit Bassreflex) mit WGS-Speakern. Die Box kostet auf dem Gebrauchtmarkt 200€ (also weniger als der Gebrauchtwert der Speaker darin) und die WGS haben mich damals vllt. 160 gekostet.
Und entgegen des Duktus, der auf kleinen Clubkonzerten oder Proben zu denen man eingeladen wird so herrscht, "Bring deine Gitarre und Topteil mit, Box steht hier eine) leg ich großen Wert darauf, immer über meine Box zu spielen und die zur Not auch mitzuschleppen?

Warum? Oft genug hatte ich schon das Vergnügen dass dort Random-Kram wie Harley Benton, Framus oder abgerockte 1960er rumstanden. Dann stehste da mit Gitarre für €€€, Amp für €€€, Effektboard und das ganze Setup klingt wie nasse Füß, egal was man einstellt. Ich würde wahrscheinlich besser klarkommen wenn ich mit meinem Multi-FX und ner schlecht eingestellten Epi Paula, nem Peavey XXX und eben meiner Box spielen müsste.

Das umgedrehte Erlebnis hatte ich letztens als ich einen defekten alten Marshall 8040 Valvestate repariert hatte und testen wollte. Den Standard-Speaker mit Combo konnte man in der Pfeife rauchen, aber über die 2x12 kam sofort der "Symbolic"-Flavour dazu :ugly:.
 
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Nun, eventuell hätte ich korrekterweise "meines" schreiben sollen, da ich sicherlich genretechnisch nicht als Repräsentant für alle Musikgenres gelten kann und will.

Mit der Musik und dem dazugehörigen Gitarrensound mit dem ich mich auskenne würde ich das allerdings fast schon "so bestimmt" behaupten. Wie gesagt, es spielt grundsätzlich erstmal keine Rolle dass man bestimmte, besonders hochwertige Gitarrenspeaker verwendet oder "genau diesen", was ja bei V30s oft behauptet wird. Wenn man aber ein Gedankenspiel durchspielt, man müsste Komponente X aus der Soundkette rausnehmen und durch etwas zufälliges ersetzen, dann seh ich bei den Speakern oder generell der Box das größte Potenzial, da was zu zerstören/verschlimmzubessern.

Ich hatte schon Zusammenkünfte, da wurden Tool-Covers geschmettert über nen Marshall SC20 mit nem Metalzone davor und der einzigen Lefthand-Epiphone die man gerade so auftreiben konnte...alles kein Problem weil ne 2x12er ENGL in der Ecke stand. Mit meinem eigenen Setup, aber über eine 4x10er von nem alterwürdigen Bassman hätte ich da meine Zweifel gehabt ob's die Jensens so gebracht hätten.
 
Ich habe einen Fender Vibrolux Reverb auf dem Werkstatttisch. Offenbar ein (ehemaliger?) TAD-Bausatz, zumindest das Eisen und diverse Kondensatoren, alles PTP-aufgebaut und verdrahtet.

Technisch ist die Kiste etwas schlampig verlötet, ist aber unter'm Strich korrekt aufgebaut (von TAD-typischen Abweichungen mal abgesehen, was aber ok ist).

Der Amp hat zwei Eminence-Speaker drin. Er klingt sowas von völlig weg vom Original, dass es einen nur so schüttelt. Nichts von dieser Dreidimensionalität eines Originals. Viel zu basslastig (und der verbaute TAD-Federhall ist überdies nur dicht, aber ansonsten völlig leblos). Wie schon geschrieben: rein technisch ist die Kiste in Ordnung. Holzgehäuse, kein MDF. Ohne prophetisch zu klingen: Ich bin mir absolut sicher, dass dieser Amp erst und nur mit anderen Speakern eine erfolgreiche klangliche Aufwertung in Richtung des Originals bekommen wird.


Jou, feine Kiste! (y):D
 
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Glenn hat übrigens keinen echten Amp genutzt, sondern irgendeine Software für diese Sounds.
Das war mir nicht so klar und damit hat sein Video eigentlich gar nichts zum Thema Pickups beigetragen, sondern nur wieder einmal vor Augen (äh, Ohren) geführt, dass man durch Software Processing mit ungünstigen Einstellungen v.a. bei Gain und EQ und anschließender Youtube-Kompression so ziemlich alle Soundfeinheiten glattbügeln bzw. angleichen und dadurch egalisieren kann. Leider zieht er daraus die vollkommen falschen Schlüsse - aber mei, es bringt halt Klicks und Traffic und Pluspunkte im Algorithmus. :sneaky:
 
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Völlig Banane dieses Video!
 
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...ich denke, dass all diese Theorie vollkommen an der Praxis vorbei geht....so manche Gitarre/Box/Amp sowie Effekte usw. die im Laden und zuhause gut, ja sogar sensationell geklungen haben, haben sich in der Bandprobe nach nicht mal ner Minute klanglich regelrecht zerlegt und als praktisch untauglich erwiesen, weil sie verwässerten und dir den Druckpunkt unter den Fingern wegzogen...zumindest ging mir das oft so!

Ich denke solche Videos sind was für Nerds die zuhause das Gras wachsen hören...und leider sehr weit entfernt von der musikalischen (Band-) Praxis - vor diesem Hintergrund muss ich mich der bananigen Meinung von Tony vollkommen anschließen..
 
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Ich sag immer: alte Musik (Blues, Rock etc.) alte Ampkonzepte (Einkanaler) und alte Speakerkonzeptev (z.B. Greenback, Alnico etc) passen gut zusammen sowie neue Musik (Metall, Stonerrock etc.) neue Ampkonzepte (Mehrkanaler) und neue Speakerkonzepte (Vintage 30, Neodym etc.) passen gut zusammen. Fängt man an zu mischen wird’s schwierig, ein alter Blackface Fender über Vintage 30 oder ein Mesa Rectifier über Greenbacks wird immer problematisch sein. Letztendlich bleibt meiner Ansicht nach hier nur probieren geht über studieren. Ich persönlich bin in der glücklichen Lage, mit 25 Gitarren von der 58er Strat bis zur 2022er Rock N Roll Relics und vom 71er Marshall Halfstack bis zum 2017er Soldano kein Problem zu haben das entsprechende matching pair zu finden um Blues, Hardrock oder Metal zu spielen. Was mich limitiert ist dann eher mein eigenes Können als Gitarrist.
 
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Ach was, Rabbithole... einfach der ganz normale Wahnsinn:D

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Tolles Sortiment @gutmann :great: Da wüsste ich welche ich behalten bzw. einbauen würde ;)
 

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