Daumen (und anderes)

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Misses Moon
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Hallo zusammen!

Ich spiele seit ca. einem Jahr E-Gitarre. Hin und wieder frage ich einen Bekannten um Rat, aber überwiegend versuche ich es einfach durch Üben, Üben, Üben.

In einigen Threads klang meine Frage schon an - aber nicht so direkt.

Also: ich habe mir angewöhnt, dass der Daumen von oben auf dem Griffbrett liegt. Ich habe damit das Gefühl, dass das Ganze "stabiler" wird - speziell z.B. bei Akkorden wie C-Dur.

Dadurch habe ich aber immense Probleme, schnell genug auf Barree-Griffe umzugreifen, weil ich dann ja den Daumen in eine komplett andere Position bringen muss.

Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem Musiker (eigentlich Schlagzeuger, spielt und unterrichtet aber auch Gitarre) der mir sagte, ich solle versuchen, den Daumen Richtung kleinem Finger auszurichten (ich weiß nicht, ob das jetzt so verständlich ist??). Ich versuche das jetzt, aber finde es extrem schwierig und die Schmerzen im Handgelenk, die ich eigentlich überwunden glaubte, sind auch wieder da. Natürlich funktioniert aber der Wechsel zum Barre viel besser. Dafür kann ich so irgendwie kein C mehr greifen ...:-(((

Meine Frage: ich weiß bzw. sehe bei Konzerten, dass viele Gitarristen mit dem Daumen von oben greifen. Was ist wohl als relativer Anfänger besser: meine Technik nochmal umzustellen und den Daumen hinter den Hals zu legen oder lieber den schnellen Wechsel (z.B. C Daumen oben zu Barre Daumen mittig) zu üben???

Nächste Frage: ich habe am Anfang nur im Sitzen gespielt und erst seit 2-3 Monaten im Stehen. Im Sitzen habe ich die Saiten ja ziemlich im rechten Winkel zur Schlaghand. Im Stehen stelle ich die Gitarre steiler an (sonst kann ich gar nicht greifen) und speziell beim Wechselschlag bzw. hier beim Aufschlag klingt die hohe E-Saite ganz fürchterlich, weil ich sie viel stärker und irgendwie schräg erwische. Gibts da einen Trick bzw. Übungen oder ist das nur eine Frage der Zeit (mir ist schon klar, dass man einfach viel üben muss - aber vielleicht mache ich ja auch eien grundlegenden Fehler??)

Und eine letzte Sache: ich bin immer total demotiviert, wenn ich in irgendwelchen Foren lese, dass das "erste Lied" auf der Gitarre z.B. Basket Case war .... wie bitte soll das als Anfänger in dem Tempo + Abdämpfen etc. gehen???? Oder bin ich so ein Antitalent (das bin ich - keine Frage :))) Aber die können doch nicht alle solche Naturtalente sein, oder????)

Sorry für die vielen Fragen und Danke an alle, die zumindest Eine beantworten!

LG
 
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Frostbalken
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Die Sache mit dem Daumen ist eher eine Geschmackssache, finde ich. Die "RIchtige" Spielhaltung ist eigentlich den Daumen hinter dem Griffbrett zu haben, aber ich greif dennoch lieber so wie du. Das umgreifen zum Barre ist eine Übungssache, mit der Zeit kriegt man das auch schnell und sicher hin.
Und das einige meinen, sie könnten solche Songs als Anfänger ganz leicht lernen, halte ich meist für falsch. Z. B. ist Basket Case objektiv gesehen nicht allzu schwer, aber dn Song sauber, flüssig und mit passenden Betonungen zu spielen, ist für einen Anfänger dann doch nicht so leicht. Also nicht verzagen.
 
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ich bin auch der meinung das es keine richtige daumentechnik gibt ( der blitz soll mich treffen wenn ich falsch liege)^^ ich mach das genauso wie du ( wenn ich das richtig verstanden habe)^^ und barrees nerven mich genauso am schlimmsten find ich n F barree aber das is ja nebensache^^ .... das mit den Anfängern sehe ich so.. die leute die sowas erzählen haben an der Gitte nix verloren und sollten lieber Songwriter werden die habens nämlich mehr drauf mit geschichten erzählen und so anstatt die saiten zu zupfen:screwy:
 
wasa
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Also ich leg meinen Daumen hinterm Griffbrett parallel zum Hals.....so solls ja angeblich richtig sein....
Aber eigentlich sollte es keine Probleme geben, auch wenn man den Daumen aufs Gbrett legt.

Zum Thema Barre: Spiel doch so wie ich: Ich hab gar kein F-akkord gelernt, weiss nich wie er geht und mussihn auch nicht greifen :D
Sonst immer nur PCs ^.^

wasa
 
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lol immer nur PC's das wird n bissl langweilig denke ich mal, einfacher isses definitiv aber von dem dauerspaßfaktor her??? na ich weiss nicht:screwy:;)
 
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Mal eine Begründung von meinem damaligen Gitarrenlehrer:
Wenn der Daumen den Hals nicht umgreift, sondern als reine, lockere Stütze auf der Rückseite des Halses liegt, kannst du ohne große Bewegungen der Hand große Entfernungen auf dem Griffbrett überwinden. Dies geschieht durch einfache, kleine Drehungen des Daumens.
Was passieren kann ist auch, dass durch übergreifenden Daumen gewissermaßen ein Greifreflex ausgelöst wird, du also mit zuviel Kraft greifst, verkrampfst und die Töne schief klingen können, da du die Saiten zu sehr niederdrückst.

Im Sitzen habe ich mir es damals so angewöhnt. im Stehen greife ich aber trotzdem gelegentlich und unbewusst auf die "schlechtere" Haltung zurück ;)
 
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wasa schrieb:
Zum Thema Barre: Spiel doch so wie ich: Ich hab gar kein F-akkord gelernt, weiss nich wie er geht und mussihn auch nicht greifen :D
Sonst immer nur PCs
Hast du die auch geweigert schreiben zu lernen weil du Diktate nicht magst (nur n Beispiel, ich seh ja, dass du schreiben kannst)? Jedenfalls, etwas nicht zu lernen damit man es nicht machen muss ist definitiv der falsche Weg. Barrés sind nach ner Weile auch keine Herausfprdeung mehr, also dranbleiben.

Sollte ich evetuell Ironie übersehen haben, ignoriert meinen Post einfach;) .
 
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Wieso denn eigentlich unbedingt Barré?

Solange es nur der verschobene F-Dur-Akkord ist, kannst Du ja zum Üben auch die tiefe E-Saite einsparen, oder? DAnn greifst Du nur die h- und die e-Saite mit dem Zeigefinger, und die Welt sieht anders aus.

Wenn Du Dich gelenkiger fühlst, kannst Du den Griff dann immer noch verlängern...
 
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Naja, die E-Saite beim üben einsparen ist auch nicht so gut, da übt man doch was anderes.
Das ist so ähnlich, wie nur Powerchords zu spielen, weil die kompletten Akkorde zu schwer sind.
Hier ist einfach nur üben gefragt, die Kraft und die Beweglichkeit in den Fingern kommt dann schon mit der Zeit.
 
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Misses Moon
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Vielen Dank erst mal für die Antworten. Habe aber schon befürchtet, dass es DIE Antwort nicht geben wird.:(

Das Problem sind ja nicht die Barres an sich - soooo schlimm find ich die gar nicht, sondern nur der "lange" Weg des Daumens beim Umgreifen.

Was passieren kann ist auch, dass durch übergreifenden Daumen gewissermaßen ein Greifreflex ausgelöst wird, du also mit zuviel Kraft greifst, verkrampfst und die Töne schief klingen können, da du die Saiten zu sehr niederdrückst
Das find ich sehr interessant - glaube, dass geht mir auch so.

Im Sitzen habe ich mir es damals so angewöhnt. im Stehen greife ich aber trotzdem gelegentlich und unbewusst auf die "schlechtere" Haltung zurück
Und auch mit dem Sitzen gehts mir ähnlich - da kann ich eher den Daumen locker von hinten auflegen - die Stabilität hab ich da ja ohnehin ... aber im Stehen :rolleyes:

Egal - werd mich schon irgendwann (hoffentlich) intuitiv entscheiden, was besser für mich ist.

LG
 
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Auch wenns vllt schon zu spät is:


Variante 1 - Daumen über dem Griffbrett:

Ich persönlich "verwende" diese Variante nur sehr selten, da ich sie ziemlich unkomfortabel finde

h2.jpg



Variante 2 - Daumen hinter dem Griffbrett I:

So spiele ich meistens, ist finde ich am gemütlichsten^^
(Das man den Daumen sehen kann habe ich mehr oder weniger zu Demontrationszwecken arrangiert.;)

h1.jpg



Variante 2 - Daumen hinter dem Griffbrett II:

Verwene ich auch selten, der Daumen ist parallel zum Griffbrett

h3.jpg


Es läst sich sagen, jeder wie er will. Wenn du dir auf eine gewisse Art und Weise leichter tust, dann spiel auch so^^, ich persönlich spiele immer mit dem Finger hinter dem Griffbrett, obwohl ich in den ersten Gitarrenwochen den Finger darüber (Variante 1) hatte.

Das sind zumindest die 3 Varianten die ich kenne und (nicht) verwende.:great:
 
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NomiNatriX
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Das ist ja hervorragend diese Abbildungen ;-)

Also barré Akkorde spiele ich mit dem Daumen hinter dem Griffbrett, ungefähr so wie in der zweiten Abbildung nur den Daumen wesentlich tiefer und der Handballen liegt schon garnicht am Griffbrett an. ;-)

Bei den normalen (sag ich jetzt einfach mal so) Akkorden spiele ich mit dem Daumen über dem Griffbrett. Find ich bequemer, da man so auch die E-Saite günstig amdämpfen kann ;-)
 
داود
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Mh ich mache es meistens so, dass ich die daumenlage variiere während dem Spielen.
Ich glaube da soll man sich nicht fixieren
ich habe z.B. Al di Meola in der Position 1 extrem schnell spielen sehen.
Aber andere wieder in Position 2. Position 3 scheint nicht so häufig zu sein.
 
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Hi,
was das Greifen angeht folge ich einer einfachen Regel: Greife immer so, wie es für dich bequem ist. Auch wenn du den Daumen mal ändern musst. Nach einer gewissen Zeit und Übung klappt das. Gitarre spielen ist einfach Übungssache. Es sieht immer sehr leicht aus, aber ohne Übung geht es einfach nicht. Das Gitarre spielen sollte für dich immer bequem sein und bleiben. Um so mehr du übst, umso bequemer wird es mit der Zeit. Solltest du Schmerzen haben, entspanne am besten deine Hand und probiere verschiedene Varianten aus, bis du die bequemste/schmerzfreieste für dich gefunden hast.
Nochwas: Niemand kann dir sagen wie du zu spielen hast, da jeder einen anderen Körperbau und unterschiedlich trainierte Muskeln und Sehnen hat. Der Sound kommt aus den Fingern und wenn du dir beim Spielen einen abquälst, dann klingt das auch so. Also: Probiers mal mit Gemütlichkeit...

Zum Anschlag im Stehen:
Ich habe auch schon festegestellt, dass sich im Stehen der Anschlagswinkel zu den Saiten verändert und es dadurch anders klingt. Abhilfe habe ich geschaffen indem mein Anschlag im Stehen mehr aus dem Arm als aus dem Handgelenk kommt. Es ist aber ein bischen von beidem^^ Schau dir mal Billy Joe Armstrong (von Green Day) beim Spielen an. Der macht das genauso. Das sieht zwar manchmal aus wie Hardrock-gepose, aber es ist einfach einfacher.
Hier ganz gut zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=trY8YWybsJg&search=green day
(Im Gegensatz zu Heute sieht er da ganz schön..."Dick" aus...)

Hoffe ich konnte weiterhelfen.

MfG

Soni(c)
 

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