Danke für eure Antworten. Ich hab bis jetzt den Daumen meistens parallel zum Hals gehabt, aber ich hab nach längerem spielen (lustigerweise vor allem bei Moll Akkorden auf der E-Saite) ziemliche Daumenschmerzen bekommen. Wenn ich dazu was gesucht habe, liest man meistens, dass man zuviel Druck mit dem Daumen ausübt, und man stattdessen den Gegendruck mit dem Schlagarm erzeugen soll. Hat das nichtg den Nachteil, dass dann die Schlaghand weniger frei ist?
Was mich auch noch interessieren würde, sind die Dur-Akkorde mit dem Grundton auf der A-Saite: Manchmal liest man, man soll einfach Mittel- Ring und kleinen Finger verwenden für die D,G,H Saiten, und manchmal dass man mit dem Ring-Finger einen Barré über diese Saiten machen soll. Was sind da die Vor-/Nachteile dieser Methoden?
1. Probiere den Punkt zufindene wo der Ton richtig erklingt, du drückst warscheinlich über diesen Punkt hinaus, als E-gitarrist sowieso - da man da bei den meisten Gitarren kaum druck aufwenden muss. Immer darauf achten das du locker bist.
2. Gegendruck mit Schlagarm? Das ist in meinen Augen absoluter Blödsinn, das würde vorraussetzen das mein schlagarm dauerhaft beim spielen den korpus berührt, das macht manche schlagmuster ziehmlich schwer oder unmöglich. Ausserdem müsste ich dann wärend des anschlagens auch immer den gleichen druck aufwenden. Sowas wäre eher suboptimal.
Dein Daumen sollte an einer position sein der dir ein möglichst freies bewegen der anderne finger erlaubt und vorallem bequem ist. das du damit gegendruck gibst ist klar, aber eigentlich würd ich das eher als stabilisation verstehen als als ''druck'' - den wirklich drücken sollst du nicht.
3. Ja dur akkorde auf A-saite im barree - meh - nicht mein Ding. (ich vermeide barre sowieso soweit es geht, hauptsächlich aus klanglichen Gründen. Es gibt, in meinen Ohren, schönere alternativen. Wie auch immer, jedem das seine).
ich verstehe dein problem, es geht definitv beides, ersteres kam mir selbst immer komisch vor (ich habe auch recht große finger/hände) - es war einfach immer unbequem, geht aber gut und klingt richtig.
Ich mach, wenn überhaupt, es mit dem mini Barre auf dem Ring-Finger.
Du hast da dann höchstens das Problem das die hohe E saite evtl. nichtmehr klingt weil du diese mit dem ringfinger abstopst. (ich weiß das geht trotzdem, find ich aber wiedrum ebenso unbequem) Das ist Tonal nicht weiter schlimm da das in dem Falle immer die oktave der quinte wäre. Von der Klangcharakteristik wirkt der akkord dann leicht anders.
Bei der anderne Version hast du das Problem zwar nicht, dafür find ich es extrem unangenehm.
ich finde gut das du dich darum kümmerst und dich umschauhst, aber in so einemfall ist es denk ich am besten du spielst das was für dich besser klingt, und wenn du keinen unterschied im klang findest - spielst du das was für dich einfacher ist.
Lg