DBX Drive Rack Pa 2 und hallige Räume / Turnhalle

von HPSchmid, 09.04.18.

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  1. HPSchmid

    HPSchmid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.18   #1
    Hallo

    Eine befreundete Band hat im Herbst in verschiedenen Turnhallen einige Auftritte.
    Sie sind Anfänger im PA Bereich und im einstellen noch nicht so durch.

    Eine Halle kenne ich, da ist auf 3 Seiten OSB verbaut und die virte Seite ist eine Fensterfront, an der jedoch ein schwerer Vorhang gezogen werden kann.

    Nun ist die Frage aufgekommen ob ihnen das Drive Rack PA2 für die "Grundeinstellung" finden helfen würde , oder eher Kontra Produktiv sei.
     
  2. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.04.18   #2
    Das DBX DriveRack PA2 ist da eher hilfreich, wenn man das passende Messmikrofon hat. Natürlich muss man auch lernen, wie man DAMIT umzugehen hat, aber die Anleitung erklärt das ganz gut, und generell ist das Gerät (über iPad o.ä.) leicht zu bedienen, jedenfalls viel leichter als alle anderen Geräte von dbx. Wo möglich, sollten die Vorhänge zugezogen werden. Bedenkt aber, dass auch so ein Apparat keine Wunder wirkt, und am ehesten hilft es noch, wenn Ihr das Geld in einen erfahrenen Tontechniker investiert.

    Zwei Dinge will ich hier nochmal sagen. Zum einen: Viele Leute denken, sie können komplexe Probleme, die sie nicht wirklich verstehen, mit Equipment lösen, welches sie nicht wirklich kennen. Üblicherweise wird dadurch das Desaster noch vergrößert. Ein Techniker mit 20 Jahren Mixerfahrung wird in jedem Fall ein besseres Ergebnis erzielen als so ein Gerät. Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen ausser durch noch mehr Erfahrung.
    Zum zweiten: In einer akustisch schwierigen Location wird man mit erschwinglicher Technik und erschwinglichem Personal keinen astreinen Sound bekommen, das wird üblicherweise so Schulnote 3 - befriedigend (aber eben weder gut noch sehr gut). Akustik ist ein Teilbereich der Physik, und diese kann man nicht überlisten und schon gar nicht gegen sie arbeiten.

    Ich hoffe, Ihr seid jetzt nicht zu arg enttäuscht. Turnhallen sind keine leicht zu beschallende Location, akustisch sind die meistens ganz mies. Als Band muss man sich aber leider durch eine Menge mieser Gigs durchkämpfen, bevor man an die guten Gigs kommt.

    Hier noch ein paar Tipps für Gigs in akustisch schwierigen Locations: http://www.mix4munich.de/mix_halliger_raum.htm
     
  3. HPSchmid

    HPSchmid Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.18   #3
    Danke für die Antwort.
    Das werde ich ihnen so weitergeben.
    Deine Tipps aus dem Link habe ich ihnen schon gezeigt:).

    So wie ich das verstanden habe , kenne das PA2 nicht, soll das Gerät die Korrektur anzeigen und sie wollen im Vorfeld daraus lernen können was, wo und wieviel....
     
  4. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.18   #4
    So ein RTA bzw. Einmessknecht hilft nur wirklich, wenn der Raum akustisch kein Himalayagebirge mit viel Halalalalalallllllll ist. So etwas stört die Messung enorm und kann mit solchen Geräten nicht kompensiert werden, vor allem da diese Geräte bzw. das was sie tun für etwas ganz anderes gedacht ist, nämlich das egalisieren von Raummoden, also Frequenzüberhöhungen und damit zur akustischen Linearisierung der PA dienlich ist. In einem halligen Raum funktioniert das aber nicht bzw. das Ergebnis ist dann oftmals sehr sehr dünn oder anderes herum die höheren Frequenzen sind deutlich zu laut. Ich würde es also lassen und mich auf meine Ohren verlassen oder eben einen geübten Mischer ans Pult stellen bzw. sich die PA bei solchen Events samt Bedienpersonal stellen lassen.

    Das was mix4munich schreibt ist schon OK, allerdings sollte man noch folgendes Anmerken. Hallige Räume kann man auf zwei Arten begegenen:
    1. Man versucht den Raumhall soweit in den Mix zu integrieren, so dass es homogen ist. Das meint man auch mit "schlankem Mix". Den Raum so wenig wie möglich aber so viel als nötig anzuregen und die Raummoden ordentlich bedämpfen.
    2. Den Raum pegelmässig überfahren, also so viel Direktschall zu produzieren, als dass der Diffusschall keine Chance hat. Dies erreicht man nicht nur mit ordentlich Power, sondern vornehmlich auch mit einer exakten Ausrichtung und gut richtenden LS Systemen.

    Hilfreich bei halligen Räumen sind auch Delaylines. Damit kann man den Pegel begrenzen und hat dennoch genügend Direktschall. So etwas ist aber schon mehr Aufwand, als nur von vorne zu beschallen, da man mehr an LS braucht und auch das ganze noch aufeinander abstimmen muss.
     
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