Dem Drummer gehört die Band

  • Ersteller DarkStar679
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Dem Drummer gehört sicher nicht die Band, er ist aber meist der heimliche Dirigent.

Würde man in einem Song unmittelbar aufhören zu trommeln (ohne das es vorher abgestimmt wäre), wäre der Song spätestens 20 Sekunden später zu Ende.
Drummer und Basser halten das ganze zusammen, sind quasi die "Bodenplatte" eines Songs. Ist die nämlich instabil, fällt das Haus ein.

Auf Mitspieler hören: kommt drauf an, wo bzw. mit wem man spielt. In der eigenen Band, deren Mitglieder bestenfalls jahrelang schon zusammenspielen, weiß man, was die anderen wann machen. Das braucht man nicht zwingend (genau) hören.
Bei Open-Stage oder Jam-Session ist es meist so, dass man bestenfalls den Song irgendwie im Kopf hat (wenigstens Fragmente). Manchmal allerdings hat man nichts und dann muss man auf die anderen hören, soll es nicht nach Lärm sondern nach Musik klingen.

da ist die stimme schon weit prägender
zumindest meiner meinung nach,
Blöd nur bei Bands ohne Gesang. :D
 
Drummer und Basser halten das ganze zusammen, sind quasi die "Bodenplatte" eines Songs. Ist die nämlich instabil, fällt das Haus ein.
Sehe ich auch so.
Ein Haus ohne Dach ist aber auch kein Haus.

Ich habe für mich festgestellt: Wenn die Chemie in einer Band stimmt (alle!), dann ist das Ergebnis mehr als die Summe der Einzelteile. Ist bei jedem Mannschaftssport auch so.
Wird man auch bei jedem live-Gig mitbekommen.

Seit längerem bin ich in einer homerecording-Phase. Einige songs funktionieren so, dass ich alles spiele und die songs fertig mache.
Generell vermisse ich aber vehement das Zusammenspiel in einer Band, wo die Chemie stimmt. Das gibt dann die 5-10% mehr, die aus einem guten song einen Hammersong machen. Weil: mehr Einflüsse&Ideen, mehr Ineinandergreifen, mehr Tipps&Tricks an jedem Instrument = cream on top of the cake.

@DarkStar679 Freu Dich und genieß es - und haut rein!

x-Riff
 
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Wiewowatt?
 
dem drummer gehört die band.

...eine gewagte These...:gruebel:...

Das Spielen in einer Band ist Mannschaftssport. Ein herausragender Spieler macht noch keine gute Mannschaft. Wenn die anderen nicht mithalten können (oder wollen) wird es nicht wirklich was. Das Miteinander ist das Ziel.

...deinen "letzten Satz" sollte man in Stein meisseln und vor jeden Proberaum stellen... - ...Musik mit/ in einer Band ist Teamarbeit...!!!...:opa:...

Nö!!! natürlich macht es eine menge aus, wenn die rhythmische basis stimmt aber den charakter einens songs bestimmt doch eher der gesang.

...noch so eine gewagte These...:gruebel:...

Dem Drummer gehört sicher nicht die Band, er ist aber meist der heimliche Dirigent.

...das wird ja immer "spannender"...:gruebel:...

Drummer und Basser halten das ganze zusammen, sind quasi die "Bodenplatte" eines Songs. Ist die nämlich instabil, fällt das Haus ein.

...na endlich...:great:...

Bass und Drums halten das Bandgefüge zusammen - denn das ist die Basis, auf der sich ausnahmslos alle weiteren Bandmitglieder bewegen... - ...ein "Supersänger" sind genauso wie der "Supergitarrist" und der "Superkeyboarder" aufgeschmissen, wenn die Rhythmusmaschine nicht funktioniert. Folge - es klingt... - ...ähm...naja...also...

Allerdings, wenn die "Rhythmusmaschine" rund läuft, können alle anderen Bandmitglieder auf diesem Fundament brillieren - egal, welches Instrument, egal welcher Gesang... - ...ergo: ...wenn das "A&O" nicht funktioniert, wird alles Andere zum "!"...

Der Drummer ist sicher nicht automatisch derjenige, dem "die Band gehört", denn ohne das Bindeglied "Bass" zwischen "Rhythmus" und Gesang, Solo- und weiteren Rhythmusinstrumenten ist Musik für mich nicht vorstellbar... - ...daher hat der "Bass" auch die wichtige Aufgabe, genau dieses Bindeglied zu sein...

Um das zu können, ist Dauergrundtongeschrammel für den Bass zwar nicht falsch, aber eben auch nicht besonders hilfreich oder gar kreativ - das müssen Zwischenläufe her, Hinleitungen, teilweise auch melodieführende Zwischeneinsätze. Zum beispielsweise A-moll darf auch gerne ein C gespielt werden (der Klassiker), da A-moll eben aus den Tönen "A-C-E" besteht. Eine gute Voraussetzung hierfür ist es für den Bassisten, auch die Akkordlehre zu kennen - aus welchen Tönen bestehen denn eigentlich die gespielten Akkorde...

Das sind zwar nur meine Erfahrungen, aber Diese sind langjährig und fundiert - schlussendlich mache ich seit 54 Jahren Hobbymusik... - ...4 Jahre Grundausbildung, danach 6 Jahre weiterführende "Quasiharmonielehre" mit dem Akkordeon im Orchester (4.te Stimme = Akkorde hämmern) und schlussendlich dann der Bass (seit 44 Jahren mit mittlerweile 18 "Kinderlein")...

Musik besteht nicht nur aus dem Können von Einzelnen, sondern aus dem musikalischen Zusammenfügen aller Komponenten - nur (und nur) dann "klingt es auch" ...

P.:evil:
 
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naja, ich bin der bandleader und komponist.....ich wäre nicht so einfach zu ersetzen, kann aber nicht mit den anderen mithalten.
bin noch halber anfänger mit begrenztem talent.

Pah! kann ich toppen: Ich habe den Schlüssel zum Proberaum!

Irgendjemand hat mal geschrieben, in jeder Band gibt es einen, der die PA besitzt, den Bandbus fährt oder den Schlüssel zum Proberaum hat und damit unkündbar ist. Seltsamerweise ist das oft der schlechteste Musiker :(
 
Bass und Drums halten das Bandgefüge zusammen - denn das ist die Basis, auf der sich ausnahmslos alle weiteren Bandmitglieder bewegen... - ...ein "Supersänger" sind genauso wie der "Supergitarrist" und der "Superkeyboarder" aufgeschmissen, wenn die Rhythmusmaschine nicht funktioniert. Folge - es klingt... - ...ähm...naja...also...

Allerdings, wenn die "Rhythmusmaschine" rund läuft, können alle anderen Bandmitglieder auf diesem Fundament brillieren - egal, welches Instrument, egal welcher Gesang... - ...ergo: ...wenn das "A&O" nicht funktioniert, wird alles Andere zum "!"...
Kein Zufall, dass herausragende Bands bzw. Solokünstler exzellente Drummer hatten bzw. haben.
Police ohne Stuart Copeland? Wohl kaum. Der Sound von U2 wäre ohne Larry Mullen auch nicht der, der er ist.
Michael Jackson konnte erst durch die traumwandlerische Sicherheit eines Jonathan Moffet seine Songs zu Meisterwerken machen und Prince war selbst ein begnadeter Trommler.
Nur einige von unzähligen Beispielen, dass ohne guten Drummer selbst der beste Solist nichts wird.
 
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Viele Aspekte ...

Ich versuche einmal eine optische Analogie, bekannt aus der Fotografie, aus Comics oder aus dem Farbdruck:
  • Musik ... ist ein komplexes Gefüge, wie das Bild (unten) oben links
  • Rhythmen + Betonungen ... sind eher wie ein Schwarz-Weiß-Bild
  • Harmonien ... ähneln hier eher den verwendeten Farben
  • Jedes für sich alleine kann interessant sein (Graubild, Schwarz-oder-Weiß-Bild, reine Farbe)
  • Die Mischung macht's (als Überlagerung)
  • und das öffnet Universen ... :cool:

1647157936860.png


In der Praxis:
  • bringen auch harmonisch arbeitende Instrumente Betonungen und Rhythmen ein (Klavier, Blasinstrumente, Saiteninstrumente ...), was je nach Instrument auch schwierig sein kann
  • können (nicht müssen) auch perkussive Instrumente so etwas wie einen melodischen, sicher keinen harmonsichen, Charakter haben, je nach Spielweise (in Nachrichtentechnik Bewanderte sollten das direkt erkennen)
  • bleibt minimalistisch auf das absolut Notwenigste beschränkte Musik praktisch nur als Rhythmus über ... darauf reagieren wir, weil wir eben zum Tanzen neigen (mechanisch betrachtet sind wir hochgradig gekoppelte Pendel mit allerlei Freiheitsgraden, Verkopplungen und Resonanzfrequenzen vom Schmusetanz bis zum Salsa)
  • schadet jede Verjustage dem Bild bzw. der Musik (wenn's einfach nicht oder schlecht passt, Querschläger inklusive)
So viel aus der Vogelperspektive ...

"Wem gehört die Band?" ... mag am Ende eine ungünstig gestellte Frage sein ... zumindest eine ohne allgemeingültige Antwort ...
 
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Nur einige von unzähligen Beispielen, dass ohne guten Drummer selbst der beste Solist nichts wird.

...aus meiner Sicht wäre es sinniger, nicht nur "den Drummer" zu sehen - eine Rythym-Section besteht nicht nur aus "dem Drummer"... - ...ein guter Drummer weiss, was er an seinem Bassman hat, ebenso sollte der versierte Bassist seinen guten Drummer zu schätzen wissen... - ...aber ich weiss schon, dass ich mich "als Bassmann" im "Drummerforum" zurückhalten sollte, daher beschrub ich ja auch "das allgemeine Bandgefüge"...

P.:evil:
 
nun, ohne den rund laufenden drummer, stochert auch der bassist im dunkeln herum.
heißt, ohne den drummer sind alle aufgeschmissen - ich darf das sagen, ich bin ja gitarrist :cool:
 
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nun, ohne den rund laufenden drummer, stochert auch der bassist im dunkeln herum.

...falsche Antwort...:opa:... - ...seit (und ich wiederhole mich, wenngleich auch ungern) 44 Jahren mache ich als Bindeglied zwischen "Rhythm-Section" und dem Rest der Band (in welcher Zusammensetzung auch immer) Musik... - ...ich bin mein eigenes Metronom...*mit Stolz*... - ...dafür brauche ich sicher keinen Drummer mehr...

Läuft der "Drummer" mit mir syncron, ist Alles gut... - ...und ich habe schon zum "Klick" mitgespielt, als die (wahrscheinlich) Meisten hier noch nicht einmal wussten, was das denn sein könnte...

Und sei dir versichert: Ich weiss sogar, wie man "Drummern" Gleichmäßigkeit beibringt... - ...bei meinem jetzigen Drummer war das allerdings nicht notwendig (wir waren und sind uns immer einig) und sind uns nach 7 Jahren immer noch tempoeinig... - ...wie ein Uhrwerk...

P.:evil:
 
Ausgangspunkt diesen threads war doch ein spontaner Freudenausbruch von @DarkStar679 angesichts eines neuen drummers, der einschlug wie Bombe und anhand dessen schlagartig die Bedeutung des drumspiels für die Band aufleuchtete wie ein abendhimmelfüllender Komet.

Das war doch gar nicht als "Wer ist der Wichtigste Musiker für eine Band"- oder "Was bringt die Musik am weitesten nach vorne"-contest gemeint.

Ich finde es einfach klasse: Es macht einfach Spaß, wenn man mitbekommt, wie auf einmal die Chemie stimmt, das ganze Geschehen Hand und Fuß bekommt und dann gemeinsam nach vorne marschiert.

x-Riff
 
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Ich habe früher Fußball gespielt: Goalkeeper.
Seit vielen Jahren bin ich Drummer: Timekeeper.
Ich spiele ohne Metronom, ich bin das Metronom.
Noch Fragen Kienzle?
 
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Wichtig sind auch die BPM.
Hier sind Drummer öfters bei langsamen Stücken zu schnell und bei Schnellen zu langsam.
 
Das stimmt. Aber je besser man die Vorlage im Kopf hat, desto besser das Ergebnis.
 
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