Der Freischütz - Carl Maria von Weber

von Medus, 18.03.07.

  1. Medus

    Medus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.04.06
    Zuletzt hier:
    28.08.08
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 18.03.07   #1
    Hi Leute,

    könnte mir vielleicht jemand sagen, ob in der Overtüre des Freischützes am Anfang (oder irgendwo) Hörner zu hören sind? Habe mal reingehört, bin aber nicht sicher. Brauche diese Info für ein Referat!

    Gruß
    Medus
     
  2. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    29.03.05
    Zuletzt hier:
    28.11.16
    Beiträge:
    1.776
    Ort:
    Achern (Baden)
    Zustimmungen:
    55
    Kekse:
    8.884
    Erstellt: 21.03.07   #2
    Da ich weder 'ne Aufnahme noch 'ne Partitur vorliegen habe, kann ich dir nicht genau sagen wo, aber ich kann dir versichern: Ja, da sind Hörner zu hören!
     
  3. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    05.01.07
    Zuletzt hier:
    25.06.15
    Beiträge:
    3.479
    Ort:
    Emsiges Land
    Zustimmungen:
    21
    Kekse:
    17.433
    Erstellt: 21.03.07   #3
    Ja, hast Recht, gleich zu Anfang der Ouvertüre setzen die Hörner ein und legen damit die Wald-und Naturstimmung fest. Interessant vielleicht noch, dass Weber die Ouvertüre als Letztes komponiert hat.
    Beste Grüße
    Effjott
     
  4. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    29.03.05
    Zuletzt hier:
    28.11.16
    Beiträge:
    1.776
    Ort:
    Achern (Baden)
    Zustimmungen:
    55
    Kekse:
    8.884
    Erstellt: 21.03.07   #4
    Das verwundert im ersten Moment, aber wenn ich darüber nachdenke erscheint es mir logisch, werden doch in einer Ouvertüre meistens Themen und Motive aus dem ganzen Werk verarbeitet. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Komponisten die ganze Oper aus den Einfällen, die sie für die Ouvertüre hatten, entwickelt haben.
     
  5. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.08.05
    Zuletzt hier:
    18.08.11
    Beiträge:
    2.107
    Ort:
    Heimat der Heckschnärre
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    3.547
    Erstellt: 21.03.07   #5
    Die "Hörnerstelle" in Webers Freischütz ist sogar berühmt:
    Gemäß der in zeitgenössischen theoretischen Werken erhobenen Forderungen, jeweils Hornpaare in verschiedenen Stimmungen zu verwenden, um möglichst viele Naturtöne nutzen und Stopftöne weitgehend vermeiden zu können, schreibt Weber Hörner in F und C vor, denen er abwechselnd Teile der Melodie zuweist, und zwar dergestalt, daß gestopfte Töne immer durch offene gedeckt werden. Im Takt 16 f. beispielsweise liegt die Oberstimme im F-Horn, a' und h' müssen gestopft werden, die jeweiligen Terzen im C-Horn indessen sind offen zu blasen. Bemerkenswerterweise aber trägt Weber die Fortführung der Melodie ab Takt 18 nicht dem C-Horn, sondern dem F-Horn und nimmt dabei bewußt in Kauf, daß in Takt 18 jeweils ein offener von einem gestopften Ton gefolgt wird, und daß in Takt 19 überhaupt nur Stopftöne erklingen.

    A.
     
Die Seite wird geladen...