Die ersten Bongos - einfach mal draufhauen?

von Dylanfreak, 03.03.08.

  1. Dylanfreak

    Dylanfreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.08   #1
    Hallo liebe Rhythmusfreaks,

    meine neuen Bongos haben mich inspiriert mich hier zu registrieren. Ich spiele nun seit fast 20 Jahren Gitarre (unprofessionell) und spiele regelmäßig mit Freunden. Just for fun. Weil wir alle Gitarre spielen, habe ich mir Bongos zugelegt.

    Mit den spärlichen Videos im Internet habe ich gelernt, wo ich ungefähr hinhauen muss, damit verschiedene Töne erklingen. Dann habe ich einfach meine Lieblingslieder reingelegt und dazu gejammt. Und das klappt auch ganz gut.

    Nun meine Frage: Gibt es Möglichkeiten oder Tricks das spontane Bongo-Spielen zu verbessern, ohne gleich Unterricht zu nehmen?
    Vielleicht gibt es ja einige hier, die mal vor derselben Frage standen und mir da helfen können.
    Für jede Art von Tipp wäre ich dankbar.

    Der Dylanfreak
     
  2. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.03.08   #2
    Wenn du nur so gaudimässig rumtrommeln willst kommst du wohl auch ohne richtigen Unterricht aus. Ein Profi-Percussionist wirst du wohl nicht mehr werden wollen?
    Vielleicht kennst du ja einen der z. B. Djembe spielt, der kann dir dann verschiedene Schläge zeigen. Die Schlagtechnik ist da zwar ein bischen anders, aber das Prinzip ist das Gleiche.
    Wenn du schon jahrzehntelang Gitarre spielst, dürftest du ja schon soviel Rhythmusgefühl haben, dass da das kleinste Problem liegen wird.
    Und um die Anschlagstechnik zu lernen, gibt es mit Sicherheit auch Lehrbücher. Musst dich halt mal umschauen.
     
  3. olliB.

    olliB. Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #3
    Hallo Dylanfreak,

    habe keine Ahnung vom Bongo-Spielen, außer dass ich mir als Jugendlicher irgendwann vom Taschengeld welche geleistet habe (nachdem die aus Ton kaputt gegangen waren).

    Inzwischen habe ich mit allen möglichen anderen Trommeln Erfahrungen gemacht - u. a. auch regelrecht erlernt - aber so unbefangen wie damals im Park mit Hajo und Philipp (an den Gitarren) und der hübschen Inga mit ihrer Querflöte (als wir die beiden pakistanischen Patienten der nahegelegenen Psychiatrie zu Tränen rühren konnten) werd´ ich´s leider wohl nie wieder hinkriegen.

    Das gab´s damals noch nicht - ich hatte nur so eine uralte T.Rex-Platte und auf der waren Stücke drauf, die nicht viel anders klangen als wir.

    Na also.

    Was man wirklich kann, kann auch spontan nützlich sein. Solange man allerdings am Können noch arbeitet, ist man in Kopf und Gefühl u. U. nicht ausschließlich bei der Musik. Ich würde sagen, wenn Unterricht nicht in Frage kommt, gelegentlich versuchen zu reflektieren, was man (zufällig) macht/gemacht hat - und das dann tatsächlich auch mal üben bis man´s kann.

    s. o.

    Bitteschön:great:

    Grüße
    olliB.
     
  4. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #4
    ...vermutlich gehts ja eher darum, aus deinen vorhandenen Mustern mal auszubrechen und einfach mal einen "geilen Groove" zu spielen...?!
    Bleibt die Frage, ob das dann noch "deine" Musik ist bzw. ob's der Musik überhaupt dienlich ist. Es braucht einfach seine Zeit, bis man Technik so gut draufhat, daß es sich wieder nach Musik anhört.

    Ansonsten kannst du eigentlich alles benützen, was ähnlich ist, ich mache das auch (die Puristen werden weinen), ich spiele afrikan. Djembe-Pattern auf dem Cajon, Pandeiro-Grooves auf den Bongos, Conga-Rhythmen auf den Timbales, etc.
    Ich habe mir das aber alles irgendwann erarbeitet und beim Spielen "fließt" das einfach aus mir raus, dazu verwende ich dann die Sounds/Instrumente, die mir im Augenblick für die Musik passend erscheinen.

    Was will ich sagen: Schau dir Bücher, CDs, DVDs, Videos von vielerlei an (z.B. Bongos, Congas, Timbales, Djembe, Cajon, Darabuka,...), wenn dir etwas daraus gefällt, dann lernst du das - braucht halt seine Zeit, am besten mit Metronom und dann halt üben, üben, üben,...

    Du solltest aber ab und an reflektieren, ob das wirklich das ist, was du willst/brauchst/erreichen möchtest und dann eventuell korregieren/gegensteuern/weitermachen.
     
  5. Peacefrog

    Peacefrog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #5
    Ich hab letztens die Bongo DVD von Hakim Ludin geschenkt bekommen.

    Der erstellt seine DVD ja auch nur für Anregungen (also ohne Noten) einfach so zum zuschauen und inspirieren lassen. Die gefällt mir persönlich sehr gut.

    Allerdings bekommt man auch nen ziemlichen Frust wenn Hakim zwischendurch mal Gas gibt und mit Warp3 über die Bongos fliegt :-)

    Gruß Peter
     
  6. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.03.08   #6
    ...zumal Hakim eine "erweitere" Bongo-Technik anwendet und einiges von den Tablas mit übertragen hat...

    zumindest live und im Unterricht.
     
  7. Klangone

    Klangone HCA Percussion HCA

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    Erstellt: 04.03.08   #7
    Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Bongos zu spielen:

    A Natürlich ist das OK, einfach Spaß zu haben und erst mal quasi bedingslos (nicht besinnungslos ;-) auf Bongos zu spielen, sich eigene Grooves auszudenken usw.
    also, um William Basie zu zitieren
    Ansonsten kannst du eigentlich alles benützen, was ähnlich ist, ich mache das auch (die Puristen werden weinen), ich spiele afrikan. Djembe-Pattern auf dem Cajon, Pandeiro-Grooves auf den Bongos, Conga-Rhythmen auf den Timbales, etc.
    Ich habe mir das aber alles irgendwann erarbeitet und beim Spielen "fließt" das einfach aus mir raus, dazu verwende ich dann die Sounds/Instrumente, die mir im Augenblick für die Musik passend erscheinen.

    Wie gesagt, is korrekt,
    aber natürlich gibt es auch

    B :
    Da dieses Instrument im afrokubanischen Bereich eine verzweigte Rolle spielt, ist es natürlich in bestimmten Situationen zwingend notwendig, die entsprechenden Rhythmen (auch auf der Bongobell!) zu kennen. Vor allem bei Son , aber auch weiteren Mischformen (Mambo, Salsa u.a.)
    Es ist in diesem Zusammenhang also nötig, mehr Hintergrundwissen zu haben. (Wie Martillo in Clave funktioniert, wann die Soloteile kommen, was man da spielt usw.)

    Ich habe in dem yahoo-bongoforum ne ganze Menge sammeln können und auch im Congaforum bei congaplace.com wird eine Menge darüber zu lesen sein.
    Ansonsten finde ich die beiden Bücher von Trevor Salloum fantastisch (auch wenn die 1001 Martillo-Übungen etwas nerven).

    Wie gesagt, Spaß macht es halt v.a. dann, wenn man zu den Stücken selbst, die man begleitet, etwas mehr weiß. Ich halte Bongos für ein sehr anspruchvolles instrument, das nämlich gleichzeitig timekeeper ist und auch für komplexe Rhythmen vorgesehen.
     
  8. Dylanfreak

    Dylanfreak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.08   #8
    Danke erstmal an alle für die guten Tipps. Veilleicht lege ich mir doch zumindest ein Buch zu oder eine DVD. Inzwischen habe ich gemerkt, dass ich viele Ideen, die ich im Kopf habe, nur unzureichend auf die Bongos übertragen kann. Da müsste ich wohl mal jemand über die Schulter schauen, der das kann.
    Sonst bin ich mit dem Instrument sehr zufrieden. Ein einfacher Rhythmus zu einem Lied ist immer noch sehr viel besser als gar keiner. Und wenn man einen gemeinsamen Groove findet, dann ist das schon ein tolles Gefühl. Dachte eigentlich nie, dass Bongos so viel Spaß machen können ;-)

    Danke nochmal
    DylanFreak

    Edit: Eine Frage habe ich noch:

    1. Auf welche Tonhöhe spannt man die Felle? Gibt es evt. eine "Referenzhöhe" oder hängt das vom persönlichen Geschmack ab? Das der Ton am Rand überall gleich sein sollte, habe ich schon herausgefunden. Und das die größere tiefer klingen sollte, weiß ich auch schon ;-)
     
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