Die Farbe eines Konzertsaals verändert die Klangwahrnehmung

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Danke für den Link, aber ...

Mich wundert das überhaupt nicht. ;) Eine Frage des Framings, also des Zusammenhangs (des Zusammenspiels der Sinne der Rezipienten). Frage mich nur warum diese Banalität so lange brauchte um an das Licht der Öffentlichkeit zu kommen oder den Segen eines Masterarbeit- Betreuers zu erhalten oder was auch immer. (Über dieses Niveau dürfte die Studie nicht hinauskommen...) Im Ernst : ;) Es ist immer noch nicht verwunderlich, verwunderlich ist eher dass man aus dieser Banalität eine Studie fabriziert. Frag mal Kinobesitzer wie diese das seit Jahrzehnten machen oder Clubbtreiber oder oder.... die wissen das schon längst das die Umgebung die Wahrnehmung beinflusst.

Die nächste Studie bzw. Masterarbeit wird als Ausgangsthese beinhalten dass grüne Wandfarbe andere Emotionen in Zusammenhang mit Musik erzeut als gelbe oder rote ^^
Sorry für meine leicht gallige Kommentierung, aber es scheint mir wirklich sehr banal ... oder trivial... oder einfach offensichtlich, auch ohne Studie.
 
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ohne den Bericht/Link gelesen zu haben,....Farben haben schon eine Wirkung, Krankenhäuser zB haben nie eine "psyhisch belastende" Farbe, Brauntöne, oder eben dunkle Farben in den Innenräumen. Farben haben eine Zuordnung, die kalt oder warm sein können. Feng Shui, ganz stark in den 2000ern als Konzept für Innenräume als Maß aller Dinge genannt, hat seine Wirkung, dabei geht es nicht nur um die Farbgebung, sondern um die Klarheit eines Raumes. Die Klarheit (habe ich jetzt mal so definiert) setzt ausgewählte Einrichtungen (Möbel, Farbe, Formgebung) als Grundsatz, die das Wohlbefinden steuern können, sollen. Grob kann man sagen, eine Klarheit eines Raumes wird durch sehr sparsame Möblierung erreicht, vorzugsweise eher mit hellen, freundlichen Farben. Soweit in aller Kürze, es spielen viele Faktoren eine entscheidende Rolle.

In Griechenland (an den Küsten) werden die Fensterläden traditionell blau gestrichen, das soll die Mücken abhalten. Ob es Studien dazu gibt, weiss ich nicht.

Farben können alledings sehr individuell wirken, bedienen die Erwartungshaltung einer spezifischen Situation. Wenn man auf einer Almhütte Urlaub macht, erwartet man sicher die rustikale Ausführung eines Innenraumes, das sind eher die Naturfarben, die mit Holz in Verbindung gebracht werden, die angenehm auf die Person wirken. Der Widerspruch ist, Brauntöne sind eher als "schwer" einzuordnen, natürliche Farben wirken aber allgemein beruhigend auf den Menschen.
aber es scheint mir wirklich sehr banal ... oder trivial... oder einfach offensichtlich, auch ohne Studie.
schwierig; so trivial ist es nicht, es ist eher individuell, dazu müsste man gezielte sozialpsychologische Untersuchungen erstellen, mit der Berücksichtigung traditioneller Wahrnehmung unterschiedlicher Völker. Das wäre eine gestandene Doktorarbeit.
 

Hallo,
Die Farbe eines Konzertsaals verändert die Klangwahrnehmung
Die Farbe der Wandoberfläche selbst verändert wahrscheinlich nicht die physikalischen Eigenschaften von Schallwellen. Andere Faktoren spielen mMn hier wahrscheinlich eine mehr wichtige Rolle – die Oberfläche der Wände, die Größe des Raumes und seine Akustik...

Ganz andere Sache ist jedoch psychologische Einfluss der Farbe auf den Zuhörer und auch auf den Musiker. Ich spiele in zwei verschiedenen Räumen, die spezielle "Konzertsäle" für Gläubige sind – in zwei Kirchen.

Der erste Raum ist sehr hell und im klassizistischen Stil gebaut:
Hell.webp
Der zweite große Raum ist viel mehr dunkel und reich verziert im Barockstil:
Dunkel.webp

Ich muss zugeben, dass mir das Spielen von eigenen Improvisationen in dem ersten, hellen Raum mehr Spaß macht, obwohl dort ein älteres und kleineres Instrument zur Verfügung steht...



Gruß, Vladimir
 
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wirklich sehr banal ... oder trivial... oder einfach offensichtlich, auch ohne Studie.
Ich habe eben nur den Link im Handelsblatt gelesen, der sicherlich keine gute inhaltliche Zusammenfassung ist. Mir fiel ein Punkt auf, den ich von ähnlichen Statements her nicht kenne (ohne zu wissen, ob das vorher nicht schon gemacht wurde): Hier werden verschiedene Varianten eines Raums mittels VR simuliert. Einerseits ist dies (als Laborexperiment) gegenüber der realen Raumwahrnehmung sicherlich schon eine Verbiasung, andererseits erlaubt dies Setting immerhin die simultane Kontrolle verschiedener Variablen und damit eine gewisse Konkretisierung der Ergebnisse. Zu warten, bis man die Berliner Philharmonie oder den Kölner Dom umdekoriert oder gestreichen hätte, hätte die Ergebnisse wohl noch fragwürdiger gemacht ("Besucher des Konzertsaals empfinden den Klang nach 2jähriger Umbauzeit viel schöner").

Andererseits verändern sich natürlich auch Farbempfinden und Emotionen im Laufe der Zeit und durch die Kulturen. Insofern kann eine solche Studie gerne auch mal alle vielleicht 15 Jahre gemacht werden (analog zu den "Generationen").
 
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Danke für den Link, aber ...

Mich wundert das überhaupt nicht. ;) Eine Frage des Framings, also des Zusammenhangs (des Zusammenspiels der Sinne der Rezipienten). Frage mich nur warum diese Banalität so lange brauchte um an das Licht der Öffentlichkeit zu kommen oder den Segen eines Masterarbeit- Betreuers zu erhalten oder was auch immer. (Über dieses Niveau dürfte die Studie nicht hinauskommen...) Im Ernst : ;) Es ist immer noch nicht verwunderlich, verwunderlich ist eher dass man aus dieser Banalität eine Studie fabriziert. Frag mal Kinobesitzer wie diese das seit Jahrzehnten machen oder Clubbtreiber oder oder.... die wissen das schon längst das die Umgebung die Wahrnehmung beinflusst.

Die nächste Studie bzw. Masterarbeit wird als Ausgangsthese beinhalten dass grüne Wandfarbe andere Emotionen in Zusammenhang mit Musik erzeut als gelbe oder rote ^^
Sorry für meine leicht gallige Kommentierung, aber es scheint mir wirklich sehr banal ... oder trivial... oder einfach offensichtlich, auch ohne Studie.
Ich verstehe den herablassenden Ton nicht.

Manchmal ist der Sinn von Wissenschaft etwas nachzuweisen was (vermeintlich) schon vorher bekannt war. Es macht einen Unterschied ob etwas wissenschafltich nachgewiesen wurde oder ob etwas eh schon immer und jeder so gemacht hat.
 
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Wenn mir der Klang nicht gefällt, mach ich einfach die Augen zu und stell mir ne andere Wandfarbe vor.
Funktioniert also sicher.
 
zu platt, um wirklich lustig zu sein
Wer sagt denn, dass es lustig sein soll, ich meine das ernst - genauso ernst, wie die Farbe eines Raumes meine Klangwahrnehmung beeinflusst.
Denn wenn es psychologisch so wäre (Studie), dann kann ich es auch dadurch beeinflussen.
 
  • #10
Interessant, dass man heute Erkenntnisse als neu herausgeben kann, die schon Goethe wusste und dokumentierte.
Wenn man heute etwas publiziert ist es wichtig, dass man die Worte VR (und oder KI, Studien, Experte ) gleich noch mit verwendet.
Und dann gibt es ja auch Leute, (Synästhetiker) die sehen Farben bei Tönen oder umgekehrt, oder haben bestimmte Emotionen.
Ich habe hier ein Buch "Wie Farben wirken" da sind ganze Listen von Farbwirkungen auf Menschen drin statistisch erfasst.
 
  • #11
Damit arbeite ich schon lange.
Wir machen u.a. klassische Konzerte die nicht nur Weises Licht haben.
Das schaut dann so aus das die Stücke passend mit Lichtfarbe unterstützt werden.
Z.B.:
Liebe: Warme, rötliche Töne
Nacht / Wasser: Bläulich
Tag: Gelb
...
Habe hier schon desöfteren von Konzertgängern die das nicht kannten positive Rückmeldung bekommen.
Von den Künstlern, auch die die vorher skeptisch waren, durchweg positiv. Hier kommt sehr oft die Aussage das sie sich beim Spielen auch wohler gefühlt haben und noch intensiver die Stimmung rüberbringen konnten als mit weissem Licht.
 
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  • #12
Wer sagt denn, dass es lustig sein soll, ich meine das ernst - genauso ernst, wie die Farbe eines Raumes meine Klangwahrnehmung beeinflusst.
Denn wenn es psychologisch so wäre (Studie), dann kann ich es auch dadurch beeinflussen.
Ok, sorry; ich hatte das als etwas "luschige Kritik" verstanden. Tut mir leid. Inhaltlich möchte ich dir allerdings nicht komplett zustimmen, da du ja in einem dir vertrauten Raum auch die Wandfarbe kennen würdest und die Erinnerung daran wahrscheinlich "mitdenken" würdest. Ob man sich die komplett "schöndenken" kann, da wäre ich mir nicht sicher. Das gilt auch für die von @Fish dargetellten "Lichtspiele". (Aber natürlich hat auch eine temporäre Veränderung durch Licht, Vorhänge etc. Einfluss. Das wäre noch weitere Studien Wert;-)
 
  • Ersteller
  • #13
Hier mal ein Foto von unserem letzten Konzert in einer Kulturkirche. Es war sehr stimmungsvoll.
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  • Ersteller
  • #14
Willkommen im Forum, Carsten! :)
 
  • #15
Interessant, dass man heute Erkenntnisse als neu herausgeben kann, die schon Goethe wusste und dokumentierte.
Bloß zu glauben, etwas zu "wissen", ist etwas grundlegend anderes als etwas tatsächlich mit wissenschaftlichen Methoden nachgewiesen zu haben -> denn nur dann weiß man es wirklich.

Grüße
 
  • #16
So etwa?
 

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  • #17
Ganz genau!
Und deswegen sterben Leute die am 29. Februar geboren sind durchschnittlich 73% früher, nicht wahr?

Auf solche Schlaumeier wie dich hat die Welt nur gewartet.

Der Unterschied zwischen Schlaumeiertum und Wissen ist eben das echte nachweisbare belastbare Wissen, was sich eben nur durch wissenschaftliche Methoden erlangen lässt - alles andere ist bloß Glauben.

Man "wusste" ja auch mal, dass beim Deichbau an den Küsten "was lebendes" im Deich sein müsse - etwa ein Hund, den man lebend im Deich unter der aufgeschütteter Erde hat lebend begraben musste.
Oder auch, man "wusste" ja, dass der Deich vorn zur Wasserkante, zu den Wellen hin eine starke senkrechte Kante aus Holzpfählen brauche, "um die Wellen zu brechen".

Und dein Goethe hat bei seiner Farbenlehre sich auch einen schönen Bock geschossen.

Aber echtes Wissen und Wissenschaft ist ja heutzutage in der Gesellschaft und hier im Forum schlecht angesehen.

Viel Glück!
 

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