DIE Soundfrage...

von Flying Duckman, 10.08.08.

  1. Flying Duckman

    Flying Duckman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #1
    Hi Leute!

    Ich bin ein wenig... öhm ich nenns mal entrüstet über meine momentane sound-situation. ich beschreibs mal kurz.

    DAS HIER IST KEIN "Welchen Amp könnt ihr mir empfehlen" THREAT!

    Ich spiel seit 8 Jahren, geb mittlerweile selber hauptberuflich Unterricht und steh total auf Prog Metal wie Symphony X, Evergrey und so weiter. Meine Erstgitarre ist eine Caparison Horus.

    So viel dazu.

    ich hab mir anfang dieses jahr günstig einen engl e 520 preamp geschossen und hab nach langer zeit des wartens und sparens jetzt auch eine engl 2x12 box, allerdings die alte version, die is leichter als die neue. Und cih bin eigentlich auf der suche nach DEM sound für mich. war jetzt eigentlich mit dem Engl in kombination mit der box (und einer transenendstufe) sehr zufrieden. Bis ich gestern bei nem Kumpel war wo wir dann zwei seiner röhrenamps gegen meinen verglichen haben, auch mit einigen boxenvariationen.

    Fazit war das ich meinen doch wieder besch... fand und jetzt recht enttäuscht bin weil ich dachte meine suche hat ein ende.
    ich werd mir jetzt den peavey 6505 genauer ansehen, mein preisliches limit geht auch bis 1500 maximal und DER amp hat mir bis jetzt am besten gefallen.

    jetzt aber die frage in die runde: ist das mit dem sound denn eine endlose suche? braucht man mehrere amps für unterschiedliche sounds? hat jemand von euch die eierlegende wollmilchsau schon gefunden? ich bin etwas desillusioniert weil ich keine lust hab mir ständig gedanken zu machen wie ich das letzte quäntchen sound noch rauskitzel. oder hab ich zu hohe ansprüche?

    ach ja, eh ichs vergess: ich spiel den amp hauptsächlich zu hause. klar, wozu dann ein 120 watt topteil. ABER: was hilfts mir denn wenn z.b. der peavey genau DER amp ist? umgekehrt kanns natürlich auch sein das es grad ein bugera ist der DEN sound für mich hat. Eher unwahrscheinlich aber möglich.
    andere geben ungleich viel mehr für einen flügel aus den sie nie vor publikum spielen :p
    und ich hab mittlerweile auch zu viel röhre gehört um was anderes zu spielen. ich lass mich gerne auch umstimmen aber irgendwie... bin ich verröhrt. diese besondere wärme hats mir einfach angetan.

    aber es ist auch wirklich schwierig da sich empfehlungen und tipps zu holen. denn das thema is ja sehr individuell und hängt auch sehr mit der eigenen ausrichtung zusammen.

    und ich stell jetzt mal das statement in den raum das es in kaum einer anderen musikrichtung so schwierig ist den richtigen sound zu bekommen als im rock und metal bereich. soll nicht arrogant klingen, denn ich steh sehr wohl auch auf andere musikrichtungen. aber wenn ich cleanen blues spiele, dann wär für mich klar das ich einfach einen alten fender röhrenamp dafür hernehm. ähnliches bei jazz. und selbst in einigen rockstilen is es recht einfach. mach ich ac/dc rock dann kauf ich mir nen marshall. mach ich 80ger jahre metal ala maiden dann hol ich mir nen marshall. will ich metallica spielen dann brauch ich nen rectifier. oder mittlerweile randall...
    aber was wenn man nen recht speziellen sound sucht? standardtunings mit downtunings gemischt und nicht nur deftige akkorde und downstrokes sondern auch mal filigrane läufe? und in wieweit kann man denn den endorsern glauben schenken? wer sagt mir denn das auf der scheibe von xy auch wirklich gitarre a mit pickup b zu hören ist? und nicht für rhythmus den einen amp und die läufe wurden mit nem anderen eingespielt? oder hab ich einfach noch nie länger auf nem richtigen amp gespielt?


    bin gespannt auf eure meinungen. is jetz recht lang und wirr geworden fürchte ich...

    Grüße!
     
  2. Metalröhre

    Metalröhre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #2
    Also vor ständigen Ampwechseln ist keiner geschützt, vor allem durch die Medien kann man sich verrückt machen und plötzlich wird einem eingeredet man braucht einen neuen.
    Was mir besonders auffällt sind die Amis, die total auf unsere ENGLs abfahren. Seit bei denen der Invader rauskam verkaufen sie alle ihre Balls/Savage/SE´s weil der Invader einfach das beste ist, ist ja klar.
    Aber gut, selbst Profis gibt es die Amps wie ihre Unterhosen wechseln. Unearth zum Beispiel haben so viel mit ihren Amps rumgewechselt, ob nun Endorsement oder nicht.

    Die Gute Nachricht: Wenn dir der 6505 taugt dann gehörst du eher zu den Puristen die eh nur einen wirklich guten Sound brauchen und nicht auf "6-Kanälige Midi Computer" abfahren. Was lustig ist langjährige 5150/6505 Besitzer geben das Teil nicht mehr her und kaufen wenn dann noch einen Amp zusätzlich. Um dann oft wieder zur erkenntnis zu kommen das der alte Amp völlig ausreicht.

    mfg rÖhre
     
  3. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #3
    naja, von medien lass ich mich wenig beeinflussen.

    mit der gitarre in den amp und ohne viel rumzuschrauben sollte sofort ein sound rauskommen der mehr verspricht. ich will DEN amp und a ruh is! ;-)

    ich werd dieses jahr nochmal zum T zum testen fahren. hab ein wenig bammel davor. denn dann gehts ja wirklich um eine entscheidung... und bekanntlich kanns vorkommen das man plötzlich anders hört... ;-)
     
  4. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.08.08   #4
    mir gings ähnlich, mein savage musste einem Line6 Spidervalve Topteil weichen. probier den doch auch mal aus, wenn du eh schon da bist. und bitte nicht vergessen.....: vor dem anspielen die röhren aus dem hintern ziehen, sonst funktionierts nicht. und beim anspielen alle effekte rausregeln :great:

    gut und nu noch ein wirklich ernst gemeinter tip:
    ein sehr guter freund von mir und einer meiner ehemaligen co-gitarreros hat genau das gleiche durchgemacht wie du. er hatte zuerst den powerball (nein keine bösmucke), dann den Savage 120 (getunt) und ist dann beim neuen EVH-Stack hängen geblieben.
    OK du siehst ein paar parallellen von 5150, zu 6505 und nu EVH...
    ich kenne alle drei amps, der 6505+ hatte mich persönlich auch schon mal total begeistert, aber der EVH ist echt ne kleine geile drecksau...
    aus dem amp kriegst du schweinsgeile sounds raus und das beste....
    mein kumpel hat nen typen ausfindig gemacht, der den EVH für läppische 250 euro midifähig macht.
    wer sowas braucht um seine effektgeräte mit dem amp kommunizieren zu lassen.... geil:great:

    also den würd ich auf jeden fall auch auf die liste schreiben.... mein kumpel hat sein halfstack übrigens gebraucht für 1400 euro bekommen (war grad mal 1 oder 2 monate alt)
     
  5. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #5
    hör mir bloß mit line 6 auf... ;-)


    ja, den evh hab ich mir auch schonmal angeschaut im netz und mal'n bericht in der G&B gelesen. interessieren würds mich schon. wobei der halt auch mal locker 2-400 euro teurer ist, je nachdem wo man einkauft und welche version man will vom 6505.
    und das is dann schon ein argument dagegen leider. da wär die grenze schon überschritten, weil ich ursprünglich eigentlich "nur" die normale version vom 6505 haben wollte und mich mittlerweile schon für die + version erwärmen konnte. will dem powerball auch nochmal ne chance geben, aber das is dann schon wirklcih die oberste grenze die ich ausgeben würde. das teil würd ich neu kaufen im laden um die ecke. die machen mir sowieso nen guten preis weil ich da auch arbeite.

    Grüße!
     
  6. rustbucket

    rustbucket Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #6
    Wie lange hatte er denn jeweils die beiden ENGL? Den neuen EVH gibt's ja jetzt noch nicht soooo lange um behaupten zu können, mit diesem Amp den heiligen, persönlichen Sound-Gral gefunden zu haben. Soll heißen: Vor GAS ist niemand sicher!
     
  7. Darkeminence

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    Erstellt: 10.08.08   #7
    dass dein kumpel einen für dich besseren sound erzeugt, liegt wohl daran, dass du bei der wahl deines racksetups einen fehler gemacht hast...vielleicht haste auch die falsche box...wie siehts mit deiner gitarre aus, passt sie dir noch wenn du sie an andere amps anschließt? wie soll dein sound überhaupt aussehen(sich anhören)? wie wärs mit soundbeispielen? da du ein rack spielst reicht vielleicht schon das austauschen der end- ODER vorstufe...vielleicht passt die box damit auch garnicht zusammen... vor solchen anschaffungen am besten immer vorher testen...und vergleichen...

    also meine eierlegende wollmilchsau für zuhause ist der cube 30 von roland, ich hab dort alles was ich brauche...:D
     
  8. pat.lane

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    Erstellt: 10.08.08   #8
    den powerball fast 4 jahre, den savage 1 Jahr, quasi bis zu dem tag an dem er den EVH mal probespielen durfte. ;) seine nik huber hat er seit 5 jahren, seine Gibson seit 10 jahren und seine fender seit 6 jahren. der typ ist alles bloß nicht gasanfällig ;)
    er weiß nur was er will....
     
  9. Flying Duckman

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    Erstellt: 10.08.08   #9
    was heißt einen fehler gemacht, wenn der sound des racks nicht so klingt wie man es wünscht dann liegts doch am rack und nicht am benutzer.
    es geht mir nicht darum das ich jetzt ewig rumprobier mit rackelementen. das war für mich jetzt eine erfahrung und gut ist. du kannst die dinger fast nirgends antesten und musst fast die katze im sack kaufen.
    ich will nen amp wo man einstöpselt und es fließt. vom sound her steh ich auf sowas hier: www.evergrey.net
    was aber wiederum auch wieder käse ist das so zu umschreiben. aber ich denke in die richtung solls schon gehen.
    der peavey hatte beim anspielen das was ich wollte. es geht mir wie schon gesagt nicht um eine beratung beim ampkauf sondern um die problematik mit dem sound allgemein, vor der ja jeder steht.
     
  10. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.08.08   #10
    na wenn das so ist.....

    diese problematik ist leicht erklärt: es wird immer jemanden geben der besser klingt...
    egal obs aus den fingern kommt oder nicht....

    es gibt nur zwei möglichkeiten
    -entweder man steht drüber, nimmts zur kenntnis und akzeptierts
    oder
    -man versucht was zu ändern und fängt an zu kaufen....

    thats it:great:
    ein ewiges damoklesschwert, welches über allen gitarristen schwebt:D:D
     
  11. Darkeminence

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    Erstellt: 10.08.08   #11
    mhmmm so ist es kurz und richtig formuliert!:great: "es gibt immer einen größeren fisch":D
     
  12. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #12
    damoklesschwert ist gut... *g*

    da habt ihr mich missverstanden. ich will nicht besser klingen als irgendjemand anders sondern ich will nen guten sound und den auch behalten und nicht nach einiger zeit was anderes haben wollen.
     
  13. Gast90210

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    Erstellt: 10.08.08   #13
    Ich denke die Soundsuche natürlich verschieden, manche nehmen einen Amp und brauchen nix anderes. Ich genieße es dagegen schon verschiedene Amps wie Gitarren zu besitzen um mich von verschiedenen Sounds inspirieren zu lassen. Im Moment ist es der JTM45, aber das kann sich schnell wieder ändern, wenn ich bei meinen Eltern bin freu ich mich als richtig auf den JCM900, einfach weil es abwechslung bringt. Vielleicht ist man deshalb nie zufrieden, einfach weil man abwechslung braucht.


    Das Statement zur Soundsuche, die im Rock und Metalbereich angeblich schwerer sein soll als in anderen Stilistiken finde ich ehrlich gesagt, sorry, richtig lächerlich, natürlich ist jeder Gitarrist immer und überall auf der Suche nach DEM Ton, "auch" in so unausgereiften Musikrichtungen wie "Blues" und "Jazz" (für alle denen man die Ironie ins Gesicht schlagen muss, das war gerade eben welche).
     
  14. Darkeminence

    Darkeminence Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #14
    nein, das meinte er im kern damit auch nicht. er meinte nur dass du wohl ums neu herumprobieren nicht herum kommst, es sei denn du findest dich damit ab...

    achso...und ich würde mir keinen fender röhrencombo ins haus stellen, wenn ich jazz spielen will, denn ich will ja keine ungewollten verzerrungen...:rolleyes:(klischee lässt grüßen)

    DER sound ist schwer zu finden, da musst du viel probieren und auch am gitarrespiel sowie am anschlag arbeiten...

    wie sieht DER sound nun eigtl. für dich aus?
     
  15. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #15
    unausgereifte musikrichtungen, der war gut. :-)

    so meinte ich das ja auch gar nicht. ich sage nur das es sicherlich leichter ist wenn man sich in puristischeren gefilden bewegt als in einer musikrichtung wo die amps schon neben sound auch kaffe machen und bügeln können. und da zähl ich jazz und blues schon dazu genauso wie gewisse rock und metalfraktionen. das wollte ich sicher nicht über einen kamm scheren.

    mir gehts darum das ich einen soliden grundsound hab mit dem ich arbeiten kann. ich mag einen direkten, transparenten ton wenn ich verzerrt spiel. will heißen das ich auch im higain betrieb akkorde über 6 saiten klar raushören will und nicht ein riesiger matsch aus der box kommt.
    desweiteren müssen die leads klar und definiert sein, das größte manko neben der transparenz an meinem rack.
    und es muss ein amp sein mit ordentlich gain, das ich daheim nen tollen sound hab und auf der bühne/proberaum, wo man bekanntlich gain ja eher etwas zurücknimmt.
    wenn der amp dann noch nen perligen clean sound hat dann is es perfekt, wenn nicht auch nicht sooo schlimm. mir gehts vor allem um den verzerrten kanal.
    ich muss im prinzip anstöpsen können und es kommt einfach was raus. ich denke die samples auf evergrey.net treffen das schon recht gut.
    wie gesagt, sound is immer schwer zu beschreiben.
     
  16. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.08.08   #16
    ich sags nochmal

    probiere mal den spidervalve aus...
    der herr bogner hat da echt gute arbeit geleistet, denn genau die von dir angesprochenen punkte passen bei dem amp wie die faust aufs auge. selbst im highgain betrieb hörst du jede seite differenziert, aber trotzdem puncht der amp, dass einem angst und bange werden kann.
    hast du den denn schonmal gespielt? oder ist das nur eine pauschalaussage, weil line6 modelling-amps anbietet? der spidervalve ist eigentlich nichts anderes als ein POD 2.0 an einem vollwertigen vollröhrenamp, und so reagiert er auch. ob du die zusätzlichen effekte nutzt oder nicht ist dein baby,
    aber spiel ihn mal ohne vorurteile an....
    und den EVH bekommste überall gebraucht für 100 bis 1200 euro (der ist noch nicht sonderlich alt, also sind solche sachen wie restgarantie kein problem)
     
  17. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #17
    ja, den spidervalve hab ich schonmal gespielt. und ich hab ihn direkt mit dem engl blackmore verglichen. klar, da is preislich auch was dazwischen, aber ich muss sagen das es einfach nicht das ding schlechthin gewesen wäre. da hat mir der blackmore besser gefallen. der wiederum hat im test gegen den 6505 versagt. :-)
    aber ich werd den spidervalve trotzdem mit in die engere auswahl nehmen. einfach nochmal antesten. schonmal den switchblade von H&K gespielt? is doch auch vollröhre mit modelling technologie, oder?
     
  18. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #18
    Meine These zu diesem ganzen Soundproblem, dass man als Gitarrist oder allgemein als Musiker hat:
    Man gewöhnt sich dran. Man gewöhnt sich einfach an jeden Sound, und ist er noch so scheisse geil. Und wenn man sich dran gewöhnt hat und mal nen anderen Amp hört oder einen anderen Amp spielt der einfach anders auf das eigene Spiel reagiert, anders klingt - dann findet man das halt toll weil es nicht das ist was man erwartet, weil da Details sind die ganz anders (eben vllt "besser") klingen als bei seinem Stammsetup. Weil die Details anders aufgezeichnet werden, weil dies und das besser ist, manches aber auch schlechter.
    Das Problem ist: Jeder Amp - wirklich jeder Amp hat in seinem Detailverhalten/Charakter Dinge die man nicht mag, die einem aber erst nach einiger Zeit auffallen wenn man sich an ihn gewöhnt hat - das hört ein Zuhörer gar nicht, der denkt sich nur: Wow ist das ein geiler Sound..., während man selbst die Gesichtszüge unter Kontrolle halten muss weil einen wieder mal diese bestimmten Frequenzen nerven - oder die schlechte Abbildung von Palmmutes, oder das leichte Kratzen beim Anschlag...irgendwas fällt einem nach einiger Zeit immer auf.

    Also ich weiss jetzt schon dass es für mich nie DEN einen Amp geben wird - daher auch mein Hang zu Racksetups wo ich mehrere Preamps benutzen kann. Damit kann man ja auch hervorragend ein Setup ergänzen das aus Top und Box oder aus einem Combo besteht. Gott segne die Preamps :D
     
  19. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #19
    Das Gras ist bekanntlich immer auf irgendeiner anderen Wiese grüner...

    Ich ignoriere einfach mal die Vorurteile, weil ich glaube, dass ich weiß, wie Du das meinst.

    Ich vermute gerade zwei Aspekte, wieso Du Rock- und Metalsounds als die schwierigsten empfindest:
    1. Der Rock- und Metalkenner, der überwiegend diese Musik hört, bildet für diese Klänge sein Gehör weiter und erkennt immer mehr Feinheiten, während für ihn Jazz erst mal wie Jazz klingen mag. Ich würde mir nicht zutrauen, eine 1000€-Geige von einer Stradivari beim bloßen Hören unterscheiden zu können.
    2. Keine Musik wird derart bearbeitet wie die Popularmusik, da gehören Rock und Metal zu. Wenn Hammet oder sonstwer mit einem Rectifier ins Studio geht, klingt die Gitarre nach dem Mixing ganz anders als vorher, als noch der pure Rectifier auf Band/ Festplatte war.
      (Wobei Klassikliebhaber auch gerade moderne 5.1-SACDs für sich entdecken)


    Niemand!
    Das Stichwort lautet Reamping. Der Tontechniker jagt eine mitaufgenommene D.I.-Spur noch mal durch beliebige Amps mit beliebigen Settings, Boxen und Mikros, er hat also auch nach dem Recording die Möglichkeit, jeden Amp mit auf die Platte zu bringen. Oft wissen die Bands selbst nicht, welche Amps dann auf ihrer CD zu hören sind...
    Hat der Techniker auf diese Weise beispielsweise drei unterschiedliche Amps mit mehreren Cabs und High-End-Mikrofonen aufgenommen und mit Kompressoren, diversen Prozessoren u.s.w. bearbeitet, wird niemand diesen Sound live nachbilden können, schon gar nicht mit dem Budget eines Normalsterblichen.

    MfG
     
  20. Flying Duckman

    Flying Duckman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.08   #20
    da haste wohl den nagel auf den kopf getroffen.

    mein "problem" is ja im endeffekt das ich noch gar nicht bei überhaupt irgendeinem sound angekommen bin. der preamp hat nen tollen sound wenn ich "nur" rhythmus spiele, abgedämpft und tralala mit akkorden experimentier. aber wenn läufe reinkommen versagt er. alternative wäre jetzt sich für die läufe nen preamp zu holen, aber woher will ich wissen wie welcher preamp klingt ohne einfach blind was zu kaufen. wär ich ja im prinzip nicht abgeneigt. andererseits hab ich keine lust einen riesen kühlschrank zu haben mit 3 preamps drinne. ;-) ich wills lieber unkompliziert. amp mit hall und das wars. vielleicht kann ich mich für die line 6 sachen ja doch wieder erwärmen... es is nur so: ich hab die modelling sachen mit größter begeisterung aufgenommen. was mir nur überhaupt nicht taugt ist, das da scheinbar jede gitarre gleich klingt. und live sind die dinger nicht unbedingt sooo der hit weil ihnen die durchsetzungskraft fehlt. außerdem kann ich diesen "Insane" sound nicht mehr hören... an einer schule an der ich unterrichte gibts nur line 6. hab mir glücklicherweise einen uralten fender ergattern können über den ich immer spiel...
     
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