Digitale Noten für BigBand/Ensembles verfügbar?

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Lorz
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Hallo!

Ich suche für unsere Schulbigband eine Möglichkeit auf digitale Noten umzusteigen, zumindest für manche Stücke.
Kennt jemand eine Notenplattform, wo es digitale Noten (plus Abspielsoftware) für Ensembles oder sogar speziell BigBand gibt?
 
Die Idee ist also nicht nur PDFs zu bekommen, sondern Noten im abspielbaren Format?

Ersteres ist ja nicht so schwer. Da gibt es halleonard.com und viele andere. Ich lese allerdings davon, dass es bei Hal Leonard nicht nur Noten und Youtube-Referenzaufnahmen gibt, sondern auch Playalongs. War mir neu.

Ich spiele in einer Big Band als Keyboarder, und häufig habe ich an (gekauften) Noten etwas auszusetzen und würde mir wünschen, ich könnte sie in einem Format bekommen, das ich neu setzen kann - ist aber unwahrscheinlich.

Schon beim Verkauf von PDFs machen sich die Verlage die Mühe, einen personalisierten Verkaufsstempel ins PDF zu integrieren, damit sie nicht einfach weitergegeben werden. Aus meiner Sicht ist das die sanftest Form des Kopierschutzes. Solche Maßnahmen würden aber nicht funktionieren, wenn der Verlag Noten in einem digitalen Austauschformat zur Weiterverarbeitung anbieten würde. Folglich habe ich mich damit abgefunden, dass ich Noten also vermutlich nie digital weiterverarbeitbar bekommen werde und ohne großen Aufwand keine eigene Version erstellen kann.
 
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Musescore https://musescore.org/de kann komplexe Partituren anzeigen, abspielen, und Teilpartituren ausgeben.
Für einen Start gäbe es hier auch Bigband Arrangements: https://musescore.com/hub/genre/bigband
Ein absolut grauenhafte Qualität, was ich da sehe, sowohl inhaltlich als auch optisch. Das sollte man keiner Schul-Big-Band zumuten.

@Lorz : bei https://thorpmusic.com/collections/jazz-ensemble habe ich einige gute Arrangements als PDF bekommen.
 
Danke für die Antworten.
Musicnotes benutze ich seit Jahren für mich als Solo-Musiker. Dort bekomme ich gute Gitarrenarrangements, Lead-Sheets und Gesangsmelodie+Akkorde+Klaviar-Noten.
Aber Ensemble, geschweige denn BigBand-Noten hatte ich dort nicht gefunden.

@FZiegler trotzdem erst mal danke für den Hinweis.
Und ja - wenn sowas, was für viele Stücke bei Musicnotes gilt, etwa Stück im Musicnotes-Player abspielen können, dadurch automatisches Umblättern und Zurückspringen (a la von Seite n zurück zur Wiederholung auf Seite n-x), sowie Tempo- und Instrumenteeinstellungen, Tools zum Üben (Wiederholungsschleifen ausgewählter Takte) und Transponieren des Stückes auf Knopfdruck - möglich ist auch für BigBand-Noten, dann wäre das klasse!
Ich habe jetzt gar nicht das Ziel, dass für all die zig (müssten an die 1000 Stücke sein, die unsere Schulbigband in Noten auf Lager hat) eine digitale Version zu finden. Eher andersherum: wenn wir jetzt was neuanschaffen, dann würde ich dabei einfach das Kriterium der Digitalität mitberücksichtigen.

@HaraldS Danke für diesen Link! Ja, das ist ja schon mal super!!! Das sind ja schon ne ganze Menge an Stücken. Das wäre dann schon mal die erste Stufe. Wenn Thorp jetzt auch noch so n Player wie Musicnotes zur Verfügung stellen würde inkl der oben erwähnten Feature (meinetwegen auch mit Einschränkung zB für das Transponieren), dann wäre das natürlich phänomenal!

Anbei: Da, wo ich kein Arrangement für BigBand gefunden habe, habe ich mal ChatGPT nach nem Arrangement gefragt. Aber da kam nur Murks heraus. Also ChatGPT hat mir dann als "Lösung" eine Leadsheet (Akkorde plus Gesangsstimme) ausgeworfen (die es wohl im Netz gefunden hatte).
 
Was das Blättern und Springen mit Noten angeht: Dafür braucht man keinen besonderen Player, sondern lediglich eine App. Die gibt es in ausreichender Menge für iPad, Android, Windows und evtl. auch MacOS: managen Setlisten und zeigen Noten (PDF u.a. Formate) an. Kann man entweder Sprungmarken anlegen oder (einfacher) die Seiten so einrichten, dass sie mehrmals vorkommen - dazu beschneidet man sie an den passenden Stellen und legt weiße Blöcke über Takte, die nicht zu spielen sind (z.B. Klammer 1). Das mag nicht schön sein, ist aber praktisch - wegen geringer Voraussetzungen.

Hal Leonard, Albert Music u.a. kosten ordentlich, bieten aber auch a) brauchbare Arrangements und b) gute Vorsortierung in Schwierigkeitsgrade.
 
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So, jetzt war mal ein bisschen mehr Zeit. Die Quellen, aus denen wir unsere Noten haben:
  • SheetMusicDirect.com
  • J.W. Pepper & Son Inc. (läuft über alfred.com oder halleonard.com?)
  • www.classen-music.de
  • alfred.com/downloads
  • www.reift.ch
  • lushlifemusic.com
  • ejazzlines.com
 
Also bei Thorp sind es immerhin so 78 PDFs, manche Stücke davon doppelt (vermutlich zwei verschiedene Arrangements)
Thorp.png


Bei SheetMusicDirect.com finde ich ebenfalls recht viele PDFs
SheetMusic.png


Bei classen-music.de bekomme mit Suche "PDF" nur vier Ergebnisse ("digital" und"E-Book" liefert noch weniger).

Bei www.alfred.com/de/ gibt es ein paar Stücke für BigBand/JazzEnsemble aus als pdf, siehe hier
alfred.png

..to be continued (den Rest schaue ich auch noch durch, dauert a bissl. Ich höre da rein und blättere durch, inwiefern das für uns geeignet ist (Geschmack, Besetzung, Spielerische Fähigkeiten)
 

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Die alternative Suchstrategie wäre, auf Youtube Bigband-Arrangements auf dem Kanal von Hal Leonard und anderen zu suchen über deren Playlists, die gleich nach Schwierigkeitsgrad sortiert sind: Erst anhören, dann in der Beschreibung des Videos schauen, wo es zu lizensieren ist.
 
Ich hatte heute 3 h lang! auf diesen Plattformen, hauptsächlich dann bei alfred Stücke angehört und durch die Noten geblättert. Manchmal auch YoutTube zu Rate gezogen, wenn es bei alfred.com keinen Audiofile zu einem Stück gibt. Bisher bin ich mit alfred.com am meisten zufrieden. Und tatsächlich brauchte ich diese große Auswahl. Also von den rund 100 Stücken, die mir angehört/angeschaut, haben mir nur 15 gefallen - im Sinne von "das hätte ich Lust, selber zu spielen". Und davon waren dann nur noch so 5 bis 7 geeignet für unsere Besetzung/die Fähigkeiten der AG-TeilnehmerInnen.
Es war auf jeden Fall ein interessanter Ausflug in "was es so alles gibt". Auch musikalisch kann ich unser Ensemble nun besser einordnen, also wir sind definitiv mehr eine poppige BigBand als eine jazzige BigBand. Die Stücke müssen eher grooven und/oder Spannung erzeugen und eher wenig virtuose Parts darin haben. Also wir haben auch schon mal Stücke mit Taktwechseln und Solisten, aber das ist nicht unser Schwerpunkt.
@FZiegler Ja, die Angabe eines Schwierigkeitsgrades (sowie generell viele Angaben, zB eben auch, ob als PDF verfügbar) ist eigentlich ne nützliche Info. Praktisch half es wenig. Denn unsere Stimmen sind sehr unterschiedlich besetzt. Ich selbst spiele ja auch mit, Gitarre, und habe viel Erfahrung auf meinem Instrument und bin auch bereit, Stücke intensiv zu üben. Aber bei den anderen Stimmen ist das sehr unterschiedlich, da gibt es dann zB einen sehr guten Saxophonisten, aber die Querflöten sind auf einem geringen Level. So müsste ich nicht einen generellen Schwierigkeitsgrad für die Stücke haben, sondern wirklich in jede Stimme schauen, ob ich diese adäquat besetzen kann. Hinzukommt noch, dass "Schwierigkeit" ja nun mal keine konkrete Eigenschaft ist. Der eine kommt mit rhythmischen Dingen an seine Grenze, der andere mit Spieltechnischem etwa saubere Töne bei hohem Tempo. Aber als grobes Maß ist Schwierigkeitsangabe vielleicht schon relevant, ich schaue mir das am besten für Stücke an, die ich schon viel gespielt habe.
Ansonsten gehe zu allererst tatsächlich dananch - gefällt mir das Stück.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad ist nicht so einfach, wenn die Fähigkeiten in der Band sehr unterschiedlich sind. Ich leite selbst zwei Big-Bands und habe ebenso ein Archiv von ca. 1000 Stücken, allerdings alles digitalisiert. Dadurch können meine beiden Co-Leiter und ich vorher genauer schauen, ob für ein bestimmtes Stück der Schwierigkeitsgrad passt.

Andererseits ist es natürlich so, dass durch den Schwierigkeitsgrad der Noten auch an die Spieler kommuniziert wird, was sie idealerweise können sollten. Und zwar klarer und dauerhafter, als man es manchmal als Ensembleleiter in Worte fassen könnte. Z.B. die konditionellen Anforderungen an Trompeter oder die Akkordsymbol-Lesefähigkeiten von Gitarristen und Pianisten werden durch die Noten schon ziemlich klar. Also ist eine gewisse Anpassung der Spieler ans gemeinsame Ziel, eine starke Band zu bilden, auch gut.

Ansonsten schreibe ich Stimmen auch gerne neu, um den Schwierigkeitsgrad erträglich zu halten, d.h. ich arrangiere Passagen um.
 
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Fazit nach nun ein paar Wochen: Ich konnte auf obigen Plattformen, sowie auf "allenoten.de" viele Stücke als PDF finden, die für unsere BigBand geeignet sind. Das mit der Abspiel-Software habe ich begrenzt auf alfred.de gefunden als "MakeMusic Cloud". Dort konnte von einigen Stücken tatsächlich Noten abspielen lassen, dabei die Stimme auswählen und die Lautstärke von Metronom und der anderen Stimmen ändern (auch auf Null setzen). Auch umfasst MakeMusic Cloud Online Lernvideos zu ca. 20 verschiedenen Instrumenten. Es kostet jedoch (zusätzlich) Geld.
Bei MusicNotes.com ist der Player/die Software inklusive und die meisten Stücke lassen sich mit diesem Player spielen (=sind "interactive"). Auch ist dort oft ein Transponieren der Stücke möglich. Loops, Lautstärke, Geschwindigkeit und Stimmenauswahl lässt sich dort ebenfalls einstellen. Und die Software ist offline benutzbar.

Bei alfred und ejazzlines bin ich allerdings dann auf das Problem gestoßen "dieses Produkt ist ihrer Region nicht verfügbar". Mit ihrer Region ist hier Europa gemeint. Ist es eigentlich verboten bei einem Produkt, dass eh nur als PDF-Download ist, als Rechnungsadresse eine amerikanische Adresse anzugeben (als Europäer)? Und seit wann gibt es dieses regionale Verfügbarkeitsproblem? So etwas ist mir früher nicht aufgefallen.
 
Und seit wann gibt es dieses regionale Verfügbarkeitsproblem? So etwas ist mir früher nicht aufgefallen.
Das kann unterschiedliche Gründe haben. Viele amerikanische Firmen bemühen sich erst gar nicht, tatsächliche oder vermutete europäische Vorschriften an Datenschutz, Copyright oder sonstwas zu erfüllen und liefern stattdessen überhaupt nicht.


Hier würde ich zB gern 3D Druckvorlagen für eine Klarinette kaufen. Ob es diese Vorschrift wirklich gibt weiß ich nicht.

1768924997959.png
 

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