Digitale Noten

  • Ersteller mr_beam
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Du wirst lachen: nein, habe ich nicht.
Sonst hätte ich mich nicht bewusst für ein Riesen-eInk-Reader (BOOX) entschieden.
Aber ich habe Verständnis für alle, die sagen, das sei ihnen zu teuer für solch ein eingeschränktes Gerät.

...

Viele Grüße
Torsten
Hallo Torsten, so wie sich's liest, hast du das BOOX bestimmt intensiv im Einsatz?
Da ich bisher mit dem iPad Pro und SongBook+ unterwegs bin, sind für mich folgende Funktionen essentiell.
Vielleicht weißt du, ob sich das mit dem BOOX auch realisieren ließe.
Funktionen: SongBook+ kann Backings (MP3) abspielen und dabei das Umblättern speichern.
Das ist für mich beim Saxophon wichtig, da ich mich auf's Spielen konzentrieren möchte und mit dem Blätter-Pedal immer abgelenkt war.
Sie automatische Blätterfunktion beim SB+ kann die exakte Stelle im Backing Track speichern, bei der jeweils geblättert werden muss.

Kennst du hier Software / Apps, mit denen sich so was Ähnliches auf dem BOOX realisieren ließe.

Für Gigs im Freien beim hellen Tageslicht, wäre für mich das BOOX eine echte alternative zum iPad, das ja irgendwann an die Grenze der Leuchtstärke kommt :)
 
Da ich bisher mit dem iPad Pro und SongBook+ unterwegs bin, sind für mich folgende Funktionen essentiell.
Vielleicht weißt du, ob sich das mit dem BOOX auch realisieren ließe.

Hallo Klaus,

die größte Schwierigkeit dürfte darin bestehen, eine Android-App zu finden, die Dein SongBook+ (das gibt es ja nur für Apple) ersetzen kann.


Kennst du hier Software / Apps, mit denen sich so was Ähnliches auf dem BOOX realisieren ließe.

Leider habe ich keinen guten Überblick über die einschlägigen Apps.
Ich nutze MobileSheets Pro (und bei der Entscheidung hierzu hat damals die Audiowiedergabe keinerlei Rolle gespielt) - da kann man zwar Audio-Files zu den Songs hinterlegen und abspielen, aber ich habe keine Möglichkeit gefunden, anhand der Audio-Dateien bzw. nach flexiblen Zeitvorgaben automatisch umzublättern.
Vielleicht habe ich auch etwas übersehen.

Das Onyx BOOX MAX hat einen eingebauten Lautsprecher, der jedoch recht schwächlich und quäkig ist.


Das ist für mich beim Saxophon wichtig, da ich mich auf's Spielen konzentrieren möchte und mit dem Blätter-Pedal immer abgelenkt war.

Pedale werden gerade von Bläsern gerne genutzt, weil sie das Instrument dann nicht loslassen müssen und sie die Füße ohnehin "frei" haben.
Wäre es nicht sinnvoll, sich da eine gewisse motorische Unabhängigkeit anzutrainieren?
Wie machst Du das denn auf der Bühne? Da kann man ja keinen Backing-Track mitdudeln lassen?

Viele Grüße
Torsten
 
Hallo Torsten,

vielen Dank für deine Infos.
Inzwischen habe ich herausgefunden, dass es für für e-Ink Devices eine spezielle Version von MobileSheets gibt.
MobileSheets gibts damit ja für iOS und Andoid + spezielle Android Version für eInk.

Im Moment hab die App auf iOS im Testbetrieb.
Das automatische Blättern konnte ich simulieren über die Metronom Funktion. D.h. mann kann je Seite definieren, wie viele Taktschläge sie braucht, bis automatisch geblättert wird. Allerdings muss (Tracks + Metronom) zwangsweise automatisch gestartet werden, damit es synchron läuft.

Eine Rückfrage in anderer Sache beim Entwickler ergab die Info, dass sogar geplant ist, mit einer Zukünftigen Version das Blättern direkt über die Backing Tracks steuern zu können.

Und hier kurz die Info für dich: Ich verwende diese Funktion Live und Farbe.
Wenn ich mit dem Sax musiziere und auf dem Barhocker o.i.ä. Position sitze, ist es schier unmöglich, das BT-Pedal zu bedienen bzw. zu treffen.
Die Background-Tracks werden über PA beigesteuert - der interne Speaker-Sound des devices ist also egal.
Es geht nicht um ein "Übungsszenario" oder Orchestereinsatz - rein solistischer Einsatz.
Die Punktgenaue Blätterfunktion ist da einfach notwendig.

BTW: Die Motorik für das Bedienen des Pedals wäre schon da, nach Jahrzehnten mit der Orgel und Fußbass
Nur ist das BT-Pedal in manchen Situationen eben unerreichbar für die Füße :)
 
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Nur ist das BT-Pedal in manchen Situationen eben unerreichbar für die Füße :)
Diese BT-Pedale gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Ich verstehe die Problematik bei dir. Vermutlich würde ich probieren, ein kleines Bluetoothpedal am Hocker so zu befestigen, dass es an der Querstrebe des Hockers befestigt wird. Oder - Vorsicht, ganz verrückte Ideen :biggrinB: - z. B. am Knie, Fuß oder Ellenbogen so dass man irgendwie dagegen drücken kann. Ein Dudelsackspieler muss ja z. B. auch immer wieder mit dem Ellenbogen zum Aufblasen des Balgs drücken. Dies hängt natürlich alles davon ab, ob du immer auf dem Hocker sitzt oder auch manchmal über die Bühne läufst. Alles ist erlaubt, so nach dem Motto: Wer heilt, hat recht.
 
Hallo Klaus,

vielen dank für die aufschlussreiche Rückmeldung.

Inzwischen habe ich herausgefunden, dass es für für e-Ink Devices eine spezielle Version von MobileSheets gibt.
Ja, auf diese spezielle eInk-Version hatte ich auch hingewiesen, nur nicht deutlich genug:
Ich nutze übrigens die spezielle eInk-Version von MobileSheets.
Die normale Version mit ihren Farb-Abstufungen ist nicht kontrastreich genug und deutlich schlechter eInk-Bildschirme geeignet.

Und hier kurz die Info für dich: Ich verwende diese Funktion Live und Farbe.
Das geht aber nicht mit Graustufen-Tabletts... :D [ja, ich weiß, wie's gemeint ist]

Eine Rückfrage in anderer Sache beim Entwickler ergab die Info, dass sogar geplant ist, mit einer Zukünftigen Version das Blättern direkt über die Backing Tracks steuern zu können.
Schön zu hören, denn bisher ging das mit MobileSheetsPro noch nicht - im Gegesnatz zur Apple-Konkurrenz forScore.

Wenn ich mit dem Sax musiziere und auf dem Barhocker o.i.ä. Position sitze, ist es schier unmöglich, das BT-Pedal zu bedienen bzw. zu treffen.
Dann ist die Anwendung ja klarer.
Benn Du sowieso mit Playback spielst, dann sind die Umblätterzeitpunkte ja zeitlich exakt vorherzusagen und somit steht einer Automatik (ganz ohne Schalter) ja nichts im Wege.

Wobei mir die Kombination, einerseits ganz nonchalant und auf dem Barhocker zu hocken, aber trotzdem von Noten ablesen zu müssen, ein wenig widersprüchlich vorkommt. ;)

Viele Grüße
Torsten
 
Hallo zusammen,
habe mich gerade in diesem Forum angemeldet.
Da es auch um E Ink geht, werfe ich jetzt mal nicht den Hut, aber "Sonatis" in den Ring.
Viele Grüße
Oliver
 
Hallo Oliver, willkommen im Board.
"Sonatis" einfach mal nur so als Begriff in den Raum zu stellen, ist etwas dürftig. Nutzt Du es selber? Kannst Du mehr dazu sagen? Eigene Erfahrungen beisteuern? Das würde helfen und vielleicht eine Diskussion dazu in Gang bringen.
 
stimmt, da war mal was, sogar in diesem Thread hier, daher kam mir das Tool auch irgendwie bekannt vor. Hier reden wir ja nicht nur von einer App, sondern von einem kompletten Tablet, das zwar günstiger ist als ein vergleichbares iPad (mal unabhängig vom Vergleich der verbauten Technik wie Prozessor, Speicher etc.). Allerdings ist das dann offensichtlich nur für diesen Zweck der Notendarstellung, während man ein iPad oder auch ein vergleichbares Android Tablet auch für zig weitere Dinge nutzen kann, wie z.B. Internet, Office, Banking, Spiele, Soundprocessing etc.
 
Nutzt Du es selber? Kannst Du mehr dazu sagen? Eigene Erfahrungen beisteuern?
Das wird er nicht können, weil es noch nicht auf dem Markt zu sein scheint. Als früheste Auslieferung geben sie "bis Ende Januar" an, wenn man bis heute bestellt. Geringster Preis 684 €. Das ist schon wirklich happig und der technische Vergleichsmaßstab wären hier wohl weniger iPads als E-Book-Reader. Tatsächlich gibt es die aber sonst (fast) nie im 13-Zoll-Format. Natürlich ist das Gerät dadurch speziell, aber das will es auch sein, genau deshalb und für diesen Zweck wurde es entwickelt. Daher werden es sich wohl auch nur die anschaffen, die aus diesen Spezifikationen (großes Display, lange Akkulaufzeit, bessere und augenschonendere Ablesbarkeit als beim Tablet, Montagemöglichkeiten...) einen großen Mehrwert ziehen und das womöglich mehrere Stunden am Tag. Für Berufs- und vor allem Orchestermusiker finde ich das schon überdenkens- und lohnenswert.
 
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Hallo zusammen,
es war natürlich Absicht, nicht die gesamte Produktspezifikation hier zu präsentieren. Dafür gibt es die Internetseite "www.sonatis.eu" . Unter der Rubrik "News" habe ich den Entwicklungsverlauf seit 2016 chronologisch dokumentiert. In der Rubrik "FAQ" beantworte ich einige Fragen, die unsere Nutzer aus dem Feldtest gestellt. haben.

Entschuldigung,
ich wollte weiter schreiben, bin aber durch einen geposteten Link von ETKlaus abgelenkt worden. Sorry

Die Frage kam auf, ob ich selbst Sonatis nutze.

Ich darf etwas ausholen.
Klassische Klavierausbildung in meiner Jugend. Erste Banderfahrung als Keyboarder in einer Schulband (Schwabenrock nach Schwoißfuss, Wolle Kriwanek). Da es immer nur einen Keyboarder in einer Band gibt habe ich noch Saxofon spielen gelernt (da darf man leichter mitspielen). Danach Jazz-Rockformation (Bläsersatz). Weiter mit Deutschrock Eigenkompositionen (Keyboard, Hammond B200, Hammond M100). Die Musik wollte aber nicht so recht gefallen. Nach Umzug neue Band mit Kneipenrock. Das geht immer. Vor 10 Jahren dann Gehörsturz und Ausstieg. Seit dem Auftragspianist für Hochzeit und Taufe. Ich nutze seit 2 Jahren Sonatis. Immer noch den ersten Prototyp mit 3D-Druckgehäuse.

ich habe mich früh mit der Digitalisierung von Klaviernoten beschäftigt. Dicke Songbooks mit sich selbst zurückblätternden Seiten war ein permanentes Ärgernis. Das kopieren und aneinanderkleben von Noten zwar eine Lösung, aber urheberrechtlich eine Grauzone. Der aufkommende Markt für PDF-Noten von Musikverlagen ein Meilenstein, aber dann wieder ausdrucken??? Tablets ein Segen aber die Diskussion über Bildschirmgrößen, ob 10 Zoll, 11 Zoll, 12,4 Zoll, 13,3 Zoll und einzustellende Seitenverhältnisse zeigt, dass unser deutsches DIN A 4 Format mit Wurzel 2 in der Diagonalen nicht ansatzweise kompatibel zu den asiatischen Konsumerprodukten passt. Da lindert ein 16:9 oder 4:3 Bildformat den Schmerz auch nicht mehr. Ein Rand bleibt ein Rand. Wir erinnern uns an die Western von John Wayne im Breitbandkinoformat. Auf dem Fernseher oben/unten ein schwarzer Balken.

Aktuell gibt es nur den 13,3 Zoll Bildschirm, am ähnlichsten dem DIN A 4 Format. Jetzt noch ein s/w Bildschirm, da Noten immer s/w sind und wir landen bei E-Ink.

Leide ist auch diese Technologie inzwischen in der Hand eines Konzerns aus, man hat es geahnt, Asien. Aber nun zum Punkt.

Ich habe mir vor 6 Jahren die E-Ink Technologie mal etwas genauer angeschaut und festgestellt, die braucht ja fast keinen Strom - nur zum blättern, wäre da nicht das ganze andere Zeug, was man so mit kauft. Also WLAN, Bluetooth und die vielen Apps für soziale Medien. Auch die Fussschalter senden und empfangen permanent.
Auch E Ink hat sich diesen Markt schnell erschlossen. Mit PadMu, Onyx Boox Max, Fujitsu Quaderno, Netronix usw. gibt es inzwischen eine Vielzahl an E Ink Tablets mit den gleichen Features wie die Tablets mit Farbbildschirm halt nur s/w. Wir erinnern uns an den einen asiatischen Konzern. Vergleicht man die Preise aller E-Ink Tablets dann stellt man eine "gewisse" Preisstabilität fest.

Und mal ehrlich, wer kauft ein s/w Tablet um Youtube anzuschauen?

Also was tun?

Kurz gesagt, alles raus was Strom verbraucht. Kein Funk, kein Touch, kein Licht, keine Software und es ist erst mal Ruhe. Dann 4 AA Batterien rein und Fussschalter kabelgebunden. Meinetwegen noch eine ext. LED für die, die im Dunkeln spielen dürfen.
 
Willkommen hier.
Das klingt ja ganz interessant auf der website. Frage: Ohne touch fällt damit auch die Möglichkeit für Notizen/Studierzeichen etc. weg?
Und, vielleicht wäre es geschickter hier klar erkennbar zu sein.;)
#1
 
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Korrekt, ohne Touch und Betriebssystem keine Notizen möglich.
Bitte Rückmeldung, was hier klar erkennbar sein soll?
 
Moin,
na dein Status hier im board. Der link oben führt dich zur Information.
 
@Oliver Mike darf ruhig gerne Farbe bekennen. Es ist offensichtlich, dass er (Mit-)Begründer von Sonatis ist, und im Moment ist es aus meiner Sicht noch nicht entscheidend, ob und dass er hier evtl. Werbung für sein Produkt macht. Letztlich gibt es gerade hier immer wieder eine Menge Diskussionsbedarf, was die digitale Darstellung von Noten auf der Bühne geht, und warum nicht mal mit Leuten diskutieren, die versuchen, eine Idee dazu umzusetzen. Hier kann man durchaus das Für und wieder diskutieren, vielleicht auch mal Ideen und Anliegen ansprechen, die aus User-Sicht wünschenswert, wenn nicht sogar erforderlich sind.

Ich nutze schon seit vielen Jahren ein iPad auf der Bühne. Das Stromproblem bei Tablets ist mein geringstes Problem, was bei der Entwicklung dieses E-Ink Gerätes anscheinend ein großer Faktor ist. Mein iPad hält locker 8-10h, auch mit kontinuierlicher WLAN Anbindung und BT, und mit Farbbildschirm, den ich übrigens nicht missen möchte, und eine Stromzufuhr, falls es doch mal eng wird, oder ich vergessen hab, es vorher zu laden, stört mich überhaupt nicht. 12,9" sind für mich auch völlig ausreichend.
Für mich ist eher das Handling mit der App und den Dokumenten entscheidend. Wie schnell finde ich ein bestimmtes Sheet, wie blättere ich schnell um, oder komme ich mit Autoscroll zurecht? Gerade die Verbindung über WLAN und damit die zentrale Steuerung mehrerer Geräte auf der Bühne ist ein Feature, das ich nicht mehr missen möchte. Einer ruft auf seinem Tablet einen Song auf, und auf allen anderen Tabelts wird dieser auch aufgerufen, entweder als Screen Share oder jeder bekommt seine eigenen Dokumente angezeigt, wie das z.B. eine Bandhelper App kann. Ich füge zentral in einer Datenbank neue Songs, Dokumente und/oder Audiodaten hinzu, und über das automatische Synchronisieren ist das sofort auf allen Tablets vorhanden.
Dass alles sehr proprietär arbeitet, ist für mich eher kritisch, da hätte ich Sorge, dass mir irgendwann der Support wegfällt.
 
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Farbe ist mir z.B. extrem wichtig, Akkorde über Text, preset-Nummern, Notizen zur Lichtsteuerung, kurz alles, was man sonst auch mit Blei- oder Buntstift, oder auch Marker in die Noten schmiert.
WLAN ist auch für mich nötig, da auf dem tablet ja auch die Steuer-app für das in-ear-monitoring für meinen Kanal läuft.
Ob das Blätter-Pedal ausgerechnet über bluetooth laufen muß, sei dahingestellt. Eine Kabelvariante könnte mir da auch gefallen.
Akkuzeit ist eigentlich kein Thema, da ich eh meistens 'Strommusik' mache, wo an meinem Arbeitsplatz durchaus 5VUSB abfallen.
Und die Stunde Gottesdienst als Gesangbuch und Kantorendienst sollte jeder Akku durchhalten.
Eine Kamera um live ad hoc fix mal ein leadsheet zu übernehmen, ist auch ganz nett...
hmmm,
bleibt die Bildschirmgröße von meinem 10,1" Android....
ja, größer wär schöner,
auch wenn fürs Gesangbuch 9" für die Jackentasche reicht...
:whistle:
 
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Also ich dachte in diesem Forum bin ich richtig um ein neues, hier entwickeltes, hier hergestelltes Produkt mal bekannt zu machen. Ich meine nach Durchsicht der Beiträge hier geht es doch um
Geräte und Software (IPad, Mobilsheets, Adobe, forScore, Onyx Boox, Gvido, Chrombook, Honor, Galaxy, Kindle, Cubase, LogikPro, Microsoft Surface, Samsung....) oder? Das ist doch schon Werbung für
die Massenware.
 
Bist du grundsätzlich auch. Ich selbst finde das auch spannend und freue mich, davon hier davon zu erfahren. Aber wie bei jedem Thema in einem Forum musst du einfach mit Gegenmeinungen rechnen. ;) Und die Befürchtung, dass das Forum für kommerzielle Werbung genutzt wird ist nicht völlig unberechtigt, siehe Forenregeln.
 
Also ich dachte in diesem Forum bin ich richtig um ein neues, hier entwickeltes, hier hergestelltes Produkt mal bekannt zu machen.

Dazu mach doch am besten einen eigenen Thread auf, in dem es dann nur um die von dir entwickelten und beworbenen Produkte geht. Im Forum bist du schon richtig, aber hier im Thread für diesen Zweck nicht so ganz.

EInk-Reader finde ich als früherer Besitzer und Verfechter der Yotaphone-Smartphones grundsätzlich sehr gut (Smartphone mit einem normalen Buntbildschirm auf einer Seite und einem EInk-Display auf der anderen Seite). Daher hatte ich auch immer den direkten Vergleich, wie Noten auf beiden Bildschirmen aussehen und wie gut lesbar sie sind.

Für Bühnenzwecke habe ich allerdings seit fünf Jahren immer ein 12.9-iPad benutzt - die Argumente für einen EInk-Reader würden mich interessieren, die den Nachteil der fehlenden Beleuchtung aufwiegen.
 
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EInk-Reader finde ich als früherer Besitzer und Verfechter der Yotaphone-Smartphones grundsätzlich sehr gut (Smartphone mit einem normalen Buntbildschirm auf einer Seite und einem EInk-Display auf der anderen Seite). Daher hatte ich auch immer den direkten Vergleich, wie Noten auf beiden Bildschirmen aussehen und wie gut lesbar sie sind.

Für Bühnenzwecke habe ich allerdings seit fünf Jahren immer ein 12.9-iPad benutzt - die Argumente für einen EInk-Reader würden mich interessieren, die den Nachteil der fehlenden Beleuchtung aufwiegen.
Inzwischen habe ich mir (zur Vorbereitung für die nächste Sommersaison) das Boox Tab x 13,3" zugelegt. Bisher ist das iPad Pro 12.9" im Einsatz.
Das ist jetzt keine Werbung sondern soll die Erfahrungen der mir zur Verfügung stehenden Tabletts aufzeigen.
Vergleich iPad Pro 12.9 und Boox Tab X 13,3" eInk

Technik: iPad Pro 12.9" klar überlegen in der Geschwindigkeit und Ausstattung
Licht:
Dämmerszenen: Die Hintergrundbeleuchtung des Boox reicht aus um das Notenbild klar erkennen zu können. Das iPad macht jedoch einen helleren Eindruck.
Allerdings: Für die Augen ist das eInk Display dann trotzdem irgendwie angenehmer. Es leuchtet einem nicht direkt an. Bei voller Helligkeit des eInk Display absolut ausreichend. Hier fehlt mir noch die Langzeiterfahrung der Akku-Dauer i.V.m voller Hintergrundbeleuchtung.
Heller Tag: Hier ist das eInk Display nicht zu schlagen. Du kannst in der prallen Sonne klar und ohne Anstrengung die Noten erkennen, wie von einem Blatt Papier.
Beim iPad wird's dann schon anstrengend.

Display
Das eInk Display ist in der Tat wie ein Blatt Papier. Erinnerung eher an Kirchen- oder Chornoten. Die sind / waren oft auf gelblichen Papieren gedruckt.
Das Boox (andere Reader vermutlich auch) haben keinen absolut weißen Hintergrund. Das wirkt im ersten Moment ungewohnt, aber nicht unangenehm.
Der Hintergrund ist ein bisschen gelblich.

Geschwindigkeit Bildschirmaufbau / Blättern: Das Boox X hat mehrere Modi für den Refresh. Ich habe den HD Modus (absoluter Refresh) eingestellt und bei Noten ist der schnell genug und es gibt dann kein erkennbares Ghosting.
Das iPad ist aber klar schneller, was jetzt auch aufgrund der Technik nicht verwundert. Für Noten und Seitenwechsel konnte ich beim eInk keine störende Verzögerung erkennen.

Ausstattung
Das Boox Tab X kann Bluetooth, (also alle bekannten Pedale und BT-Schalter gehen). WLAN (Noten transferieren z.B. von Dropbox)
Es läuft ein Standard-Android (ältere Version)- man kann also auch andere Midi-Aps verwenden, wenn das notwendig wird.
Für die Vorbereitung habe ich Mobile-Sheets im Einsatz, weil das auf dem iPad, Android, Mac (iPad App) und auf Windows PCs läut.
Der Programmierer stellt eine Windows App bereit (Companion) mit der man die App (im iPad oder Anddroid) vom PC aus bedienen, konfigurieren und füttern kann.
Also die komplette Songbibliothek vom PC/Mac aus bearbeiten. Es ist eine Windows App, die läuft bei mir sogar auf dem Mac (M1) mit Win11 in Parallels.

Mein Fazit:
Wenn ein eInk Tablet die Ansprüche erfüllt, die ein Musiker benötigt, ist ein Gerät mit eInk Display für die Noten- oder Textdarstellung eine definitive Option.
Als Universalgerät - mit dem Abstrich in heller Umgebung - ist das iPad jedoch unschlagbar. Die Akkulaufzeit vielleicht mal ausgeklammert.
Seit ich das Tablett mit eInk Display habe wird mir jedoch immer mehr bewusst, wie man von den Bildschirmen angestrahlt wird. Das merkt man erst so richtig, wenn beide Geräte nebeneinander liegen.

Background
Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt, da ich im Sommer einen Gig hatte, bei dem Notebook-Display und iPad schier an der Grenze der Erkennbarkeit waren. Und der Einsatzort passt sich den gwünschten Lichtverhältnissen des Musikers halt nur in Grenzen an. Da begann ich nach möglichen Optionen zu suchen.
Mit dem eInk Display sehe ich hier klar mehr Freiheit für meine Einsatzorte.
 
Grund: Typo
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