Kaufberatung digitaler Klavierersatz, ca. 900-1200,-

bezierspline
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Ich suche ein Gerät um (ohne Klavier) Klavier spielen zu üben, so dass auch ein Umstieg auf ein "analoges" Gerät recht problemlos wäre. Eventuell wird mein Sohn (6) auch bald Klavierunterricht nehmen und es wäre günstig, wenn er das Gerät ebenfalls nutzen könnte.

Wichtig:
- natürliches Gefühl (Anschlag, Klaviatur, Pedale, ...), Haptik
- nahe (grob im Rahmen des Budgets) an einem realen Klavier liegende Möglichkeiten
- Aufnahme der Audio- und MIDI-Daten per PC (keine komplexen Arrangements)

Nett:
- Funktionen, die beim Lernen unterstützen, evtl. in Verbindung mit PC/Tablet.

Weniger wichtig:
- Es muss kein großer Raum beschallt werden. Oft wird auch Kopfhörer genutzt werden. Ein natürlicher Klang wäre trotzdem schön.

Egal:
- Optik und Bauform

Mangels Erfahrung fällt mir die Beurteilung schwer, gerade im Bezug darauf was sich lohnt um ein Klavierfeeling zu bekommen. Ein paar Geräte, die nach Recherche interessant aussehen (gerne Kommentare oder Alternativen dazu):
- Yamaha Arius YDP-163. Scheint für ~900,- ordentlich ausgestattet zu sein.
- Casio PX-870. ~1000,-; sehe aber nicht weshalb eher als obiges Gerät?
- Yamaha CLP 625, ~1150,-; GH3X-Tasten mit "Hemmung"; wirkt insgesamt ziemlich passend für die Anforderungen und wäre soweit ein Favorit.
- Kawai CN 27, ~1300,-; etwas höher im Preis als angedacht - lohnenswert?
- Kawai ES 8, nochmal mehr - sinnvoll gegenüber CN 27?

Gerne dürfen es auch andere Marken und günstigere Modelle mit ähnlicher Leistung sein. Lohnt es sich das Budget Richtung 1500,- anzuheben, was gewinnt man? Bei Yamaha käme dann bspw. das CLP 635 hinzu (v.a. mehr Aufnahmemöglichkeiten und etwas bessere Tonerzeugung), anderswo ...?

Gebrauchte Modelle dürfen es auch sein, wenn sich das lohnt.

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis EUR: ~1200,-
[x] Gebrauchtkauf möglich
(2) Gibt es bereits Geräte, die anschlossen werden sollen?
[x] ja: PC, vmtl. per USB (MIDI und Tonaufnahmen), Kopfhörer (beyerdynamic DT 770 PRO 250 Ohm).
[ ] nein
(3) Wie schätzt Du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[x] Anfänger
[ ] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)
(4a) Wo willst Du das Instrument bevorzugt einsetzen? (ggf. Mehrfachnennung)
[x] zu Hause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio
(4b) Was wird der Hauptzweck des Instruments
(Klavierersatz, Live-Band, (Heim-)Studio, Alleinunterhalter...)
Klavierersatz
(4c) Wie oft wirst Du es voraussichtlich bewegen?
Gar nicht
(4d) Welches Gewicht willst Du bei Transporten des Instruments maximal schleppen?
bis zu kg: -
(5) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Vornehmlich Klassik
(6) Welche Gerätetypen kommen für dich infrage?
[x] Klangerzeugung und Tastatur im selben Gerät (Standalone-Geräte)
[ ] Computer + Soundkarte + MIDI-Masterkeyboard (Computer-Software plus separate Klaviatur)
[ ] Expander + MIDI-Masterkeyboard (Einzelgeräte jeweils für Klangerzeugung und Klaviatur)
[ ] Wie oben, aber Expander für 19-Zoll-Rack geeignet
(7) Welche Tastaturumfänge kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardumfang Keyboards/Orgeln)
[ ] 73/76
[x] 88 (Standardumfang Pianotastatur)
(8) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[ ] leicht- bzw. ungewichtet (Standard bei Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[x] Hammermechanik (möglichst ähnlich zu Klavier)
(9) Soll dein Instrument "Spezialist" für bestimmte Klangbereiche sein? (Flügelklänge, E-Pianos, Orgeln, Synthies...)
[x] ja: Flügel
[ ] nein, lieber ein Allrounder
(10) Welche Funktionen und Anschlüsse sind dir besonders wichtig?
[x] eingebaute Lautsprecher
[x] MIDI Schnittstellen (z.B. MIDI-Buchsen, USB to Host, Bluetooth)
[ ] R/L Line Out (Audio-Ausgänge für Audio-Aufnahmen, Proberaum, Bühne)
[ ] Audio-Recorder (Audio aufnehmen/laden und abspielen)
[ ] Sequenzer/MIDI-Recorder (Songs/Performances/Backings aufnehmen und abspielen)
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (ansteuern anderer Geräte)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Synthese (Sounds mit subtraktiver Synthese, FM, DSP u.ä. erstellen)
[ ] Sampling (Sounds und Geräusche aufnehmen und triggern)
[ ] eingebaute Effekte, falls gewünscht - konkret: ____________________________________
[ ] sonstiges: __________________________________________________
(11) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnlich-wohnzimmertaugliches Aussehen, gut transportables Design... )
Absolut egal. Eher eine gute Haptik der Tasten u.ä.
(12) Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
PC und Tablet (iOS oder Android) sind immer nutzbar, falls sich dadurch hilfreiche Zusatzfunktionen (Coaching-Programme, Aufnahmen, Konfiguration, ...) ergeben.

Danke schon mal fürs Anschauen :)
 
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Hallo bezierspline,

willkommen im Musiker-Board!

Über das Klavierfeeling der Tastaturen kann man trefflich streiten, lernen kann man m.E. aber auf allen genannten Modellen.

In deiner Liste wäre mir das Kawai ES 8 deutlich am angenehmsten, was Klangerzeugung und Tastatur betrifft - allerdings kenne ich leider keine Casios aus der Nähe.
Der einzige "Nachteil" des ES 8 ist die Stage Piano Ästhetik, falls es ein klavierähnliches Aussehen sein soll (lt. Fragebogen kein "muss").

Die "kleinen" Kawais inklusive dem CN 27 haben im Gegensatz zum ES 8 und den besseren Kawai Home Digitalpianos ein weniger auflösend gesampletes Klangerzeugungssystem, wie es vor 10 Jahren dem Kawai Standard entsprach.

Wenn dir das aber ausreicht, dann könntest Du zum (eigentlich recht feinen) Kawai ES 110 greifen und hättest mit relativ wenig Geld einen prima Einstieg ins Klavierspielen.

Soll in ein paar Jahren ein "Upgrade" stattfinden, weil sich Klavierspieltechnik und Ansprüche weiterentwickelt haben, dann könnte man ein Markendigitalpiano wie das Kawai immer noch passabel verkaufen (oder als portable Lösung behalten).
https://www.thomann.de/de/kawai_es_110_b.htm (ca. 555 EUR)
https://www.thomann.de/de/kawai_hml_1_b_stand.htm (99 EUR)
Die 3-fach Pedalleiste kann, muss aber erst einmal nicht sein. Das bereits mitgelieferte Pedal des Kawai ist dagegen wichtig und zum Glück recht gut.
https://www.thomann.de/de/kawai_f_350_b.htm (69 EUR)

Yamaha und Kawai Home-Digitalpianos (sog. klavierähnliche Optik) werden m.E. ab ca. 2.000 EUR interessant, dann stimmen die Klangerzeugung, die Tastaturen und die Wiedergabesysteme werden mit mehr Geld auch bessser.
Die Entscheidung wird jedenfalls eher zur Frage der eigenen Vorlieben - wobei das natürlich immer entscheidend ist. :D
Zwei Beispiele aus diesem Bereich, nur zur Verdeutlichung - darüber ginge natürlich auch:
https://www.thomann.de/de/yamaha_clp_645_b.htm
https://www.thomann.de/de/kawai_ca_67_sb.htm

Gruß Claus
 
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Danke für die Antwort!

Hallo bezierspline,
In deiner Liste wäre mir das Kawai ES 8 deutlich am angenehmsten, was Klangerzeugung und Tastatur betrifft - allerdings kenne ich leider keine Casios aus der Nähe.
Der einzige "Nachteil" des ES 8 ist die Stage Piano Ästhetik, falls es ein klavierähnliches Aussehen sein soll (lt. Fragebogen kein "muss").

Gefallen tut es mir sicher, ich finde eher die klavierähnliche Optik nicht unbedingt so optimal. Das ES 8 und Roland FP-90 scheinen beide beliebt zu sein und sind sicher keine schlechte Wahl. Beide dürften bei knapp über ~1500,- mit Ständer und dem einen Pedal liegen. Die Frage ist, ob ich das Überschreiten des Budgets noch rechtfertigen möchte. Beide scheinen natürlich auch mehr Funktionen zu bieten, aber die sind wohl am Anfang erst einmal uninteressant soweit ich sehe.

Yamaha und Kawai Home-Digitalpianos (sog. klavierähnliche Optik) werden m.E. ab ca. 2.000 EUR interessant, dann stimmen die Klangerzeugung, die Tastaturen und die Wiedergabesysteme werden mit mehr Geld auch bessser.
Die Entscheidung wird jedenfalls eher zur Frage der eigenen Vorlieben - wobei das natürlich immer entscheidend ist. :D
Zwei Beispiele aus diesem Bereich, nur zur Verdeutlichung - darüber ginge natürlich auch:
https://www.thomann.de/de/yamaha_clp_645_b.htm
https://www.thomann.de/de/kawai_ca_67_sb.htm

Die CLPs hatte ich mir angeschaut und auch 625/635/645 verglichen. Das 625 fand ich eben ganz interessant, weil recht günstig (1124,- inkl. Pedale und Ständer), "GH3X"-Tasten (645 hat dann die weißen Tasten aus Holz, aber gleiche Oberfläche) mit Druckpunkt und Hemmung, Ständer und zu einem guten Teil ähnliche Daten wie die etwas größeren Modelle. Es fehlen einige Effekte (Chorus, Brilliance, Master Effect), Split, Aufnahmefunktionen (aber Aufnehmen per PC sollte gehen), die Lautsprecher bieten nur 2x20W mit 10cm (worauf ich aber weniger Wert lege). Was dem 625 klanglich wohl fehlt soll "Smooth Release" (welchen Effekt beschreibt das? Langsames Lösen der Taste?), "VRM" (für Resonanzen?) sein, stattdessen ein einfacheres Samplingmodell dafür.

Deshalb die Frage ob ich damit soviel verliere: ES 8/FP-90 liegen beide ca. 33% darüber im Preis. Wenn es mir Spaß machen wird, dann wird es auch kein Problem sein das Gerät mit Verlust abzustossen und irgendwas darüber, auch für 2000+ zu nehmen, aber habe ich solange Spaß mit den Modellen unter 1200,- oder ärgere ich mich zu früh (<2 Jahre nebenher spielen) darüber nicht doch nochmal fast 400,- draufgelegt zu haben?

Danke und Grüße

Thomas
 
Hallo,

da PC und gute Kopfhörer bereits vorhanden sind, mal über ein Kawai VPC1 nachgedacht?
Sehr gute Tastatur, allerdings ohne Klangerzeugung und dementsprechend auch ohne Lautsprecher.
Wenn sowieso am PC aufgenommen werden soll, kann man auch Klänge aus dem Rechner nutzen.
Nutzung eines iPads geht natürlich auch, unter Zuhilfenahme der Kopfhörer.

Vielleicht einen Blick und einen Test wert, zumal das Gerät nur daheim zum Einsatz kommen soll.
Wäre mein Tipp für eine gute Tastatur und sonst nix. :)
 
Hallo,
da PC und gute Kopfhörer bereits vorhanden sind, mal über ein Kawai VPC1 nachgedacht?

An etwas in der Richtung dachte ich tatsächlich erst vorhin beim Ausfüllen des Fragebogens. Das liest sich auf jeden Fall gut, auch wenn man damit wieder etwas höher liegt. Aber das Konzept "ein Gerät - eine Funktion" sagt mir eh zu. Wäre vielleicht auch längerfristig eine sehr gute Lösung als Ersatz und dann softwaremäßig und auf Wiedergabeseite ausbaubar.

Wie sähe das praktisch aus: Direkt an den Rechner, dort Software zur Tonerzeugung, von da aus auf die Kopfhörer? Was nutzt man beim Spielen für die Tonerzeugung, wenn die erst einmal im Vordergrund steht? Standalone-Version von Ivory II o.ä.?

Was kann man gut ergänzen um auch ohne Kopfhörer zu spielen? Könnte man da zwei aktive Nahfeldmonitore wie

https://www.thomann.de/de/jbl_lsr_305.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_hs_5.htm

nehmen? Ein 2.1-System? Das sieht nach einer günstigen Lösung aus und umgeht dann auch den analogen Zwischenweg ohne weitere Geräte:

https://www.thomann.de/de/m_audio_av321.htm

Oder was bietet sich besser (und bezahlbar) an um in etwa an sonst eingebaute Lautsprecher dran zu kommen? Natürlich sind auch die Wiedergabemöglichkeiten nach oben offen.

Auf jeden Fall danke für die Idee.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas,

da du ja auch schreibst, dass ein Umstieg auf ein "analoges" Gerät problemlos möglich sein soll kurz meine persönliche Einstiegsgeschichte:

Ich bin als absoluter Nicht-Klavierspieler in unseren örtlichen Musikladen marschiert um für mein Gesangsensemble ein klavierähnliches Gerät zum angeben des Tones zu kaufen.
Habe dann ohne Idee, worauf es ankommt auf allen tastenbewehrten Instrumenten herumgedrückt und mir letztendlich das günstigste Gerät genommen, von dem der Verkäufer gemeint hat, darauf könne man auch schon Klavierspielen lernen. Das war das Yamaha P45.
Wir haben bei Auftritten dann meistens das leichte P45 und nicht das doppelt so schwere Roland FP-80 unseres Pianisten mitgenommen. Da dabei der fehlende AUX-Ausgang ein Problem war bin ich auf das P115 umgestiegen. Beim Verkauf des P-45 habe ich gerade mal € 60,- abgelegt. Das ist der Vorteil von den günstigen Einsteiger e-Pianos. Der Wertverlust hält sich wegen des günstigen Neupreises und der großen Nachfrage sehr in Grenzen.

Seit September bekomme ich jetzt Klavierunterricht und übe wenn ich am Konservatorium bin auf verschiedensten Klavieren und Flügeln, je nachdem, welcher Raum gerade nicht belegt ist.

Ich hatte immer vor, auf ein besseres e-Piano umzusteigen. Wegen der Tastatur, dem Klang ...
Allerdings habe ich für mich festgestellt, das ein e-Piano, egal wie gut und teuer nie an ein klassisches Klavier heran kommen kann. Deshalb wird in Kürze bei mir ein echtes Klavier einziehen und das Yamaha P-115 die Silent-Funktion ersetzen :). Jetzt bin ich über das gesparte Geld froh, dass ich in ein akustisches Klavier stecken kann.

Die Tastaturen der verschiedenen e-Pianos sind Geschmackssache. Es spielt sich auch kein akustisches Klavier wie das andere. Es gibt also meiner Meinung nach keine "klavierähnlichste" Tastatur. Da hilft nur selbst im Geschäft anspielen. Wenn das mangels Erfahrung nicht geht, würde ich ein günstiges Einstiegsgerät eines der großen Hersteller (Yamaha, Roland, Kawai) kaufen und in einem halben Jahr / Jahr überlegen, wohin die Reise gehen soll.

lg Thomas
 
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Wie sähe das praktisch aus: Direkt an den Rechner, dort Software zur Tonerzeugung, von da aus auf die Kopfhörer?
So ist es, aber das ist auch eine Grundsatzentscheidung, die etwas mit dem eigenen Bedarf zu tun hat.
Für mich wären nur echte Masterkeyboards bei entsprechendem Steuerungsbedarf eines MIDI/DAW-Setups gerechtfertigt (z.B. Doepfer).
Heute ist es nur eine gute neben anderen guten Tastaturen mit DPs besserer Ausstattung, die Ausgangslage war bei Erscheinen des VP1 eine andere.
Ich bin jedenfalls noch heute damit zufrieden, dass ich mein Doepfer LMK 4+ 2008 nach rund 10 Jahren Benutzung zufriedenstellend verkaufen konnte und würde auch in Zukunft dem Controller immer ein Digitalpiano vorziehen.

Was kann man gut ergänzen um auch ohne Kopfhörer zu spielen?
Vor einer Nachrüstung Aktivboxen oder gar zusätzlichem Subwoofer würde ich mir erst einmal den Klang beim realen Betrieb im Zimmer anhören. Außerdem würde ich prüfen, ob es bei eingeschalteten Boxen und Stille ein störendes Betriebsgeräusch im absehbaren Abstand Boxen-Spieler gibt (Brummen, Rauschen, Lüfter).

Meine Wahl wären bei kleinem Budget entweder die JBL LSR 305 oder die KRK RP5 Rokit G3, beiden angenehm neutral und preisgünstig. Eine Alternative wären kleine PA Boxen, wenn es dich in eine Band oder Öffentlichkeit zieht. Ist nicht mein üblicher Beobachtungsbereich, aber aus eigener Erfahrung gut finde ich da die Yamaha DBR 10 (natürliche Wiedergabe, auch von menschlicher Stimme, kein wahrnehmbares Betriebsgeräusch, leistungsfähig, gute Ausstattung mit Anschlüssen).
https://www.thomann.de/de/jbl_lsr_305.htm
https://www.thomann.de/de/krk_rp5_rokit_g3.htm
https://www.thomann.de/de/yamaha_dbr10.htm

Das 625 fand ich eben ganz interessant, ...
Das Yamaha CLP 625 ist zwecks günstigem Preis m.E eine Fehlkonfiguration, für mich kein Thema.

Das ES 8 und Roland FP-90 scheinen beide beliebt zu sein und sind sicher keine schlechte Wahl.
Das Kawai ES 8 und das Roland FP 90 sind meines Erachtens zwei richtig gute Digital Compact Pianos. Beide haben sehr gute Tastaturen, soll heißen, das Spiel lässt sich damit intuitiv kontrollieren) und sehr gute Klänge, außerdem eine gute (ES 8) bzw. Top-Ausstattung (FP 90 inkl. Mic-Eingang, aber ohne Phantomspeisung).
Allerdings sind beide Digitalpianos auch in den wesentlichen Eigenschaften Tastatur und Klang so verschieden, so dass man sie unbedingt in aller Ruhe nebeneinander vergleichen sollte - an Beiden scheiden sich bisweilen die Geister. :D

Grundsätzlich glaube ich, Du tust dir keinen Gefallen, bei den Anforderungen hin und her zu springen und alle Mögliche in Betracht zu ziehen.
Es ist schlicht sinnlos, zwischen Controllern, evtl Masterkeyboards, Einsteiger-Lösungen, Digital Compact und Home Pianos bis vielleicht noch hin zu Stage Pianos und Workstations zu diskutieren und planlos aufzuzählen, was gerade auf dem Markt ist.

Aus meinem Real Life als Verkäufer ziemlich teurer Sachen (also keine Digitalpianos) weiß ich, dass auf diesem Weg keine glückliche Wahl getroffen wird, sondern allenfalls eine irgendwann entnervt getroffene Zufallsentscheidung.

Daher kann ich nur empfehlen, erst einmal den Bedarf genauer zu diskutieren und das Budget tatsächlich festzulegen.
Unter Bedarf verstehe ich z.B. geht es nur um Klavierklang oder ist Klangvielfalt auch ein Kriterium und wenn ja, reichen die 15 Klänge eines ES-8 oder läuft es auf die rund 280 eines FP-90 hinaus?

Wenn das klar ist, kommt man zu einer Vorauswahl unter einigen interessanten Modellen treffen und dann spätestens dann sollte man sie auch antesten. Danach in Ruhe überlegen, ggf. diskutieren und schließlich die Top 2 oder 3 gegeneinander für eine Entscheidung vergleichen.

Wenn man "nebenher" noch einen Motif zur Verfügung hat, dann hat ein VPC1 natürlich eine andere Funktion als in einem Fall, in dem es um "ein Instrument für Alles" geht.

Gruß Claus
 
An etwas in der Richtung dachte ich tatsächlich erst vorhin beim Ausfüllen des Fragebogens. Das liest sich auf jeden Fall gut, auch wenn man damit wieder etwas höher liegt. Aber das Konzept "ein Gerät - eine Funktion" sagt mir eh zu. Wäre vielleicht auch längerfristig eine sehr gute Lösung als Ersatz und dann softwaremäßig und auf Wiedergabeseite ausbaubar.
Wie sähe das praktisch aus: Direkt an den Rechner, dort Software zur Tonerzeugung, von da aus auf die Kopfhörer? Was nutzt man beim Spielen für die Tonerzeugung, wenn die erst einmal im Vordergrund steht? Standalone-Version von Ivory II o.ä.?
Was kann man gut ergänzen um auch ohne Kopfhörer zu spielen? Könnte man da zwei aktive Nahfeldmonitore wie nehmen? Ein 2.1-System? Das sieht nach einer günstigen Lösung aus und umgeht dann auch den analogen Zwischenweg ohne weitere Geräte:
Oder was bietet sich besser (und bezahlbar) an um in etwa an sonst eingebaute Lautsprecher dran zu kommen? Natürlich sind auch die Wiedergabemöglichkeiten nach oben offen.

Auf jeden Fall danke für die Idee.

Ich finde dieses minimale Konzept auch heute noch durchaus attraktiv. Solange habe ich mein VPC1 noch nicht, es gab also Alternativen und diverse Masterkeyboards.
Ich suchte aber nur eine gute Tastatur und für das Klavierspiel brauche ich keine Regler, oder Pitch-Bender. Für alles andere habe ich noch einen Motif.

Praktisch sehe es so aus, dass Du den VPC über MIDI/USB entweder mit einem Desktop Rechner, einem Laptop oder einem iPad verbindest.
Den Kopfhörer schließt Du entsprechend am iPad oder dem Rechner an. Software Instrumente für Klavier gibts einige auf dem iPad. zB http://audionewsroom.net/2017/06/the-best-piano-app-for-ios-a-video-test.html
Für den Anfang würde ich aber zB Garage Band nutzen, vielleicht reicht Dir das schon? Das wäre Dein erstes kleines Studio und bietet neben dem Klavier auch viele andere Klänge und rudimentäre Aufnahmemöglichkeiten mit mehreren Spuren.
Auf dem Rechner gibts viele Stand-Alone Möglichkeiten. Neben dem von Dir erwähnten Ivory. Preistipp: Pianoteq, aber da teilen sich die Meinungen hier im Forum, also unbedingt selbst testen und beurteilen.

Alternativ zum Kopfhörer kannst Du natürlich kleine Aktiv-Nahfeldmonitore nehmen oder eine gewöhnlichen Stereoverstärker mit normalen Lautsprechern. Für 150-300 €/Stk. gibts schon gute Sachen. Von B&W, Dynaudio, Jamo, Nubert oder anderen. Das sollte dann in einem anderen Thread behandelt werden und ist mind. soviel Geschmackssache wie eine Tastatur oder der Pianoklang an sich. Um an eingebaute Lautsprecher nah ranzukommen, bedarf es m. E. nicht so ungewöhnlich viel. Die in Stage-Pianos eingebauten LS dürften jeder guten Stereo Kombination unterlegen sein. Behaupte ich jetzt einfach mal, lasse mich aber gerne belehren.
Grüße und viel Spaß.

imacer
 
Die Variante mit Master-Keyboard und Software-Instrumenten auf dem Rechner finde ich für Studio-Aufnahmen klasse, weil man sehr viele Parameter beeinflussen kann, um auch noch die letzten 0,4% des Klangs zu optimieren. Wenn es um das tägliche Üben geht, setze ich auf Geräte, die man einschaltet und dann los spielt. Mit einem Rechner verbinden kann man die immer noch. Den Faktor Bequemlichkeit unterschätzt man in der Anfangsphase meistens. Deshalb würde ich mich an dem, was @Claus gesagt hat, orientieren und erst einmal den Einsatzzweck genau abklären.
 
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Die Variante mit Master-Keyboard und Software-Instrumenten auf dem Rechner finde ich für Studio-Aufnahmen klasse, weil man sehr viele Parameter beeinflussen kann, um auch noch die letzten 0,4% des Klangs zu optimieren. Wenn es um das tägliche Üben geht, setze ich auf Geräte, die man einschaltet und dann los spielt. Mit einem Rechner verbinden kann man die immer noch. Den Faktor Bequemlichkeit unterschätzt man in der Anfangsphase meistens.

Ich gebe Dir in dem Punkt recht, dass es für das Üben "abschreckend" wirken kann, wenn man erst 10min etwas aufbauen oder installieren muss, statt gleich los spielen zu können.
Allerdings ist das vielleicht weniger eine Frage der verwendeten Hardware als des Umgangs damit.
Tablets, wie das iPad sind in wenigen Sekunden Einsatzbereit, so dass hier vom Einschalten des Masterkeyboards bis zur Spielbarkeit keine nennenswerte Zeit vergeht.
Ähnlich lässt bei Verwendung eines Desktop-Rechners bzw eines Laptops arbeiten. Ich starte meinen Rechner zB nur neu, wenn ein Update das erforderlich macht oder wenn ich weiß, dass ich mind. 2 Tage nicht daran arbeite.
Der Stromverbrauch im Ruhezustand ist nur unwesentlich höher als im ausgeschalteten Zustand (ca. 2W gegenüber 0,5W). Die nötigen Programme sind nach dem Aufwachen gleich verfügbar, ein spontanes Spiel also möglich. Laptops fährt man doch heute auch nicht mehr herunter, sondern klappt diese zu, so dass diese nach dem Aufklappen nach 2-5s wieder bereit sind?!
E-Pianos sind da nur unwesentlich schneller, mein Motif dagegen braucht > 40s :)

Wenn alles andere (Klang, Anwendungszweck, Budget, evtl. vorhandene Hardware) also für einen Controller + VST spricht, sollte das (alleine) kein K.O. Kriterium sein.
Aber wie erwähnt, wie man mit der Technik umgeht und arbeitet muss individuell jeder selbst bestimmen.
 
Wenn alles andere (Klang, Anwendungszweck, Budget, evtl. vorhandene Hardware) also für einen Controller + VST spricht, sollte das (alleine) kein K.O. Kriterium sein.

Upps, eigentlich wollte ich nicht das finale Wort zum Thema Module vs. integriertes Gerät gesprochen haben. ;)

Es gibt noch einiges weitere zu bedenken wie Abstimmung von Tastatur und Klang, Brummgeräusche, Latenzen und noch einiges mehr. Ganz so einfach kann man sich die Entscheidung hier nicht machen.
 
Upps, eigentlich wollte ich nicht das finale Wort zum Thema Module vs. integriertes Gerät gesprochen haben.
Ich bitte um Verzeihung, falls es so rübergekommen sein sollte als wollte ich Deinen "gefühlt finalen" Beitrag torpedieren :)
Ich wollte lediglich diesen einen Punkt bzgl. schneller Spielbarkeit entkräften.
Natürlich muss alles andere stimmen und vor allem der TE muss mit der Lösung zufrieden sein und sich an den Tasten wohlfühlen. Das Gehör sollte dann auch geschmeichelt werden ;)
Es ist halt nur ein Lösungsansatz von vielen und ich kann für mich nur subjektiv empfehlen, was ich kenne.
Hatte vorher das MP7 und bin dann auf das VPC1 gewechselt. Hauptsächlich wegen der Tastatur. Ich kenne also den Effekt des "schnell mal Einschalten und losspielen können". Mit der jetzigen Lösung klappt das aber nicht weniger spontan :)

musikalische und tolerante Grüße
imacer
 
Ich stelle mir das recht spannend vor, wenn ein 6-Jähriger mit VPC1, Computer und Libraries plus der heimischen Stereoanlage umgehen muss, damit er seine täglichen Klavierübungen machen kann.
Sind die Voraussetzungen im Haus denn so, dass das Home Studio aufgebaut und eingerichtet bleiben kann?

Bei mir und meinen Freunden war es eher so, dass auf den eigenen Computern Passworte eingerichtet wurden, sobald die Kiddies ins computerfähige Alter kamen, um nicht auf einmal Programme auf dem Notebook zu finden, die man dort gar nicht will oder Daten zu vermissen, weil der Nachwuchs für seinen Installationsbedarf ein bisschen "aufgeräumt" hat.

Ob man eine VPC1- oder eine der genannten Digitalpiano-Tastaturen bevorzugt ist eine persönliche Frage, für einen Anfänger angesichts der Qualität aller Alternativen m.E. aber ohne Bedeutung.

Gruß Claus
 
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Ich stelle mir das recht spannend vor, wenn ein 6-Jähriger mit VPC1, Computer und Libraries plus der heimischen Stereoanlage umgehen muss, damit er seine täglichen Klavierübungen machen kann.
Sind die Voraussetzungen im Haus denn so, dass das Home Studio aufgebaut und eingerichtet bleiben kann?

Guter Einwand. :) Die gewünschte Option, dass der Nachwuchs ggf. auch die Gerätschaften zum Üben nutzen kann habe ich nicht ausreichend berücksichtigt.
Falls es trotzdem in die engere Wahl kommt kann man das System ja auch eingeschaltet lassen und steht dem Sohnemann dann zur Verfügung.
Im Fall eines iPads wird auch jedem heutigen 6-jährigen der Start der entsprechenden App gelingen. :)

Ich denke, der Ball liegt wieder im Feld des TEs :)
 
Ich stelle mir das recht spannend vor, wenn ein 6-Jähriger mit VPC1, Computer und Libraries plus der heimischen Stereoanlage umgehen muss, damit er seine täglichen Klavierübungen machen kann.
Gruß Claus
Und nach kurzer Eingewöhnungszeit sieht es dann so aus, dass der Kleine gerufen wird, wenn's irgendwo klemmt und Mutti oder Papi nicht mehr weiter wissen...:D
 
Ich bin mit meiner Tochter zu SESSION gefahren und habe sie alles von 100€-30.0000€ spielen lassen.
Digital und analog. Da ihr die Tastatur vom Yamaha P115 zum Glück ganz gut lag durfte sie sich zum Geburtstag über ein gebrauchtes Teil für 350€ freuen.
Sie spielt wirklich jeden Tag und freut sich immer noch drüber.
 
Ich habe mir vor ca. einem Monat den Kawai VPC1 gekauft. Nachdem ich mehrere Digitalpianos im Laden testen könnte, kam für mich nur einen DP mit Holztasten in Frage, das Gefühl beim Spielen ist einfach super. Dabei muss ich sagen, dass ich zwar keine Erfahrung am Klavier hatte, dafür eine sehr lange Erfahrung an der Gitarre, bei der ich gelernt habe, wie wichtig ist, wie sich ein Instrument in den Händen anfühlt.

Das VPC1 ist eine der günstigsten Optionen, wenn man unbedingt Holztasten haben will, aber man muss damit rechnen, dass dieses Digitalpiano keine eigene Sounds und keine Lautsprecher besitzt, was extra Geld bedeutet, wenn man selbst keine Piano Sounds am PC und Lautsprecher/Kopfhörer bereits hat. Davon abgesehen ist das Kawai VPC1 meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl.

Für mich einen Extra Punkt des VPC1 ist, dass der nur eine sehr gute Tastatur und ein Power Button besitzt - plus natürlich die notwendige Anschlüsse - und dadurch eine sehr schöne Optik hat, die an einen akustischen erinnert und nicht durch zahlreiche Buttons und Regler ablenkt. Für solche Zwecke habe ich bereits einen günstigen Midi-Controller.
 
Hallo,

Ich spiele seit etwa einem halben Jahr das Yamaha Arius YDP163 und kann dieses nur empfehlen :) das spielgefühl der Tastertur ist sehr authentisch und mMn wirklich nahe an einem Yamaha Flügel (ok, als Profi würde man bei dem Statement wahrscheinlich die Kriese bekommen, aber als Anfänger/Semiguter Spieler... ;-) ) und das Aussehen und der Klang ist ebenfalls sehr ansprechend. Wie schon @MPhase4 meinte, habe ich meines ebenfalls bei Session Music angetestet und war mit der Beratung sehr zufrieden. Ich würde an deiner Stelle zu deinem Musikladen deines Vertrauens gehen und da einfach mal ein paar antesten. Ich denke alle die von dir genannten sind nicht schlecht - ich denke du wirst wahrscheinlich sogar mit allen Glücklich. Deshalb - spiel es an und wenn du mit einem dieser gut kannst, get it! :)

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
VG Marlon
 
Ich habe mich schließlich für das Kawai VPC1 entschieden, was mir persönlich nun sehr gefällt, wobei ich immer noch kaum Vergleich zu einem realen Klavier habe. Insgesamt ist es damit ein gutes Stück teurer geworden (sicher Richtung 2000,- mit allem; da kann man dann auch bspw. über die Kawai CA-Serie nachdenken), aber es macht Spaß, fühlt sich gut an und sieht nicht schlecht aus. Über USB (MIDI ginge auch) geht es an den PC, dort läuft vor allem Ivory II Grand Pianos, und per Steinberg UR22mkII-Interface mit ASIO und kleinen Puffern (die Latenz war sonst schon merklich) an zwei JBL LSR308 Aktivmonitore direkt am Keyboard (später vielleicht noch einen Subwoofer für etwas mehr Fülle ergänzen) und wenn es leiser sein soll auf einen Kopfhörer (beyerdynamic DT770 pro 250 Ohm). Mit ein wenig Konfiguration in Ivory (vor allem Anschlag, Stereobreite, Raumtyp) hört sich das ziemlich ordentlich an.

Parallel kann das iPad über MIDI-Out und Adapter angeschlossen und genutzt werden für Lern-Apps, Cubasis usw.

Um auch unterwegs ein paar einfache Übungen zu machen oder etwas herumzuspielen habe ich mir noch ein 49-Tasten M-Audio Oxygen 49 IV zugelegt, welches ohne weiteren Strom auch unterwegs am iPad läuft, halbwegs in den Rucksack passt und ein paar mehr MIDI-Funktionen mitliefert, falls ich die mal brauche. Der Anschlag davon hat natürlich dann wenig mit einem Klavier gemein.

Danke für die Beratung, gerade der Hinweis auf das VPC1 war dann ausschlaggebend. Ich denke davon werde ich länger etwas haben, auch wenn bspw. das Yamaha Arius YDP163 ebenfalls nicht schlecht ist (für einiges weniger, wenn man das Zubehör dazu rechnet), gerade als Standalone-Lösung.

Der Unterricht für den 6-jährigen hat noch nicht begonnen, aber eben das Programm starten und den Knopf am Klavier drücken klappt wohl schon. ;-)
 
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Danke für die Rückmeldung. Freut mich, dass Du eine Variante gefunden hast, mit der Du zufrieden bist und mit der Du (bis jetzt) auch im Nachhinein glücklich bist und zurechtkommst.
Ich finde die Kombination auch sehr gelungen. Heutzutage ist es wirklich kein Problem, den Rechner hochzufahren bzw aufzuwecken oder eine App zu starten.
Solche Rituale sollten kein Kind vom üben abhalten, es sei denn, es hat sowieso keine Lust Klavier zu spielen.
Viel Freude mit dem Gerät und wer weiß, irgendwann wird die Sammlung an virtuellen Klängen sicher erweitert.

Viele Grüße
imacer
 

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