Es tut mir leid wenn das gefühlt hier in die Richtung geht "der Gründer stellt sein Produkt vor, und die Löwen erklären warum es keinen großen Markt" hat. Aber Du reagierst auf Punkte die keiner vorgebracht hat (Reaktionszeit z.B.) - oder ich übersehe dass jemand d was kritisiert hat.
Der Vergleich zu Mobile Sheets o.ä. ist vermutlich "Äpfel mit Birnen" - aber eben auch in der Analogie dass der Markt für Birnen deutlich kleiner ist.
Die Kategorie ist "Obst" bzw. "digitale Notenmappe", und Dein Tool kann etwas das andere so nicht können. Dafür können die anderen Dinge die Dein Programm nicht kann - und da ist die Frage worauf der User leichter verzichten kann bzw. sich anderen/analoge Workarounds schaffen kann.
Plump gesagt: man KANN Deine Kategorien auch als Schmierzettel/Exceltabelle/was auch immer organisieren, und hat mit Mobilesheets dennoch keine Papierstapel.
Wenn Du das wirklich vorantreiben möchtest wäre mein Rat (auch wenn das fürs Musiker-Board quasi "geschäftsschädigend" ist):
Verlagere die Feldforschung ins Analoge. Such Dir Klangkörper in der Nähe und frag nach ob dort im Proberaum mal eine Vorführung machen darfst, dann bekommst Du geballt Feedback von Musikern ob sie sich vorstellen können so etwas zu nutzen bzw. was sie für Änderungswünsche hätten.
Ich fürchte für die breite Masse kommt es zur falschen Zeit:
wer seine Noten digital nutzt und nicht auf analog beharrt, der ist schon zu einer Tablett-Lösung gewechselt
Dein Tool wird diejenigen nicht bekehren können die bis jetzt Analog waren
Insgesamt denke ich Du hast ein Tool gebaut das für Dich super funktioniert, aber Deine Ausgangssituation so speziell ist dass die meisten Musiker andere Schwerpunkte legen.
a) Mobilität: der Rechnerarbeitsplatz schränkt enorm ein - schon wenn man im Stehen statt im Sitzen üben will, von Ortsveränderungen ganz zu schweigen
b) im Ensemblebereich gibt das aktuelle Programm vor was geübt werden muss. Das jemand ein extrem umfangreiches, katalogisierendswertes Repertoire selbst nachverfolgen und priorisieren muss ist glaube ich nicht ganz so häufig - und ob der seine Notensammlung aufwändig digitalisiert wenn er nicht wie Du durch Zerfall dadurch gezwungen ist, bin sehr unsicher.