Digitaler Notentisch

bkarlpeter

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Hallo Musiker. Seit jahren übe ich mit meinen Papiernoten. Jetz sind sie langsam abgenutzt. Deshalb habe ich mir digitale Kopien davon erstellt. Und um diese anzuzeigen, habe ich zusammen mit KI einen digitalen Notentisch entwickelt. Das Ergebnis ist so gut geworden, dass ich es mit Euch teilen möchte. Hier findet Ihr eine kurze Beschreibung und einen Download link https://bkarlpeter.github.io/Notentisch/ kopiert ihn in Euren Browser. Ihr braucht nichts zu installieren.
Viel Freude damit vom Zitherspieler
 
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Vielen Dank für das Teilen deiner Software.

Ich habe gerade mal deine Website durchgesehen. Was mir dabei noch nicht so ganz klar ist: Inwiefern unterscheidet sich das von den bekannten Apps wie MobileSheets (https://www.zubersoft.com/mobilesheets/), forScore, Piascore etc.? Ist der USP die Darstellung als virtueller Tisch?

Das GUI-Layout empfinde ich als recht altbacken und unsystematisch (das ist gar nicht böse gemeint, sondern nur meine persönliche Einschätzung!). Dabei stechen mir folgende Punkte besonders ins Auge:
  • UI-Elemente und Beschriftungen sind nicht einheitlich (ein-/zweizeilig, Fehler in ASCII-Darstellung)
  • Abgrenzungen durch Rahmen mit verschiedenen Rundungsradien, inkonsistente Komponentengestaltung
  • Kein einheitliches Farbschema, Farbgebung nicht systematisch
  • Die Seitenleisten (zurückgestellt, wiederholen, geübt, gelernt) sind nicht beschriftet und wirken durch ihre geringe Breite überladen
  • Geringe visuelle Hierarchie: Die verschiedenen Linientypen, Farben und Textblöcke konkurrieren miteinander
  • Begrenzte Anpassbarkeit: Es scheint, kein Responsive Design zu sein und auch andere Anpassungen (Zoom des GUI, anpassbare Grid-Größen etc.) sind nicht möglich
Den Umweg über MS Access finde ich unnötig - warum nicht einfach eine kleine SQL-Datenbank (oder vergleichbare OSS) verwenden, um unabhängiger zu sein?
 
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Das triggert den Qualitäter in mir (Berufskrankheit) ...

zusammen mit KI einen digitalen Notentisch entwickelt.

Das GUI-Layout empfinde ich als
Alleine aus Deinen Fragen und der Aufzählung entnehme ich wenigstens ca. 30 fehlerhafte Punkte. Um das erkennbare Problem zu illustrieren, hier ein paar Schätzungen:

Gelegenheiten-gesamt beobachtete-Fehler DPMO SixSigma-level zur Annahme
60 30 500.000 1 bis 2 die anderen 30 sind ok
120 30 125.000 2 bis 3 die anderen 90 sind ok
999.770 30 233 5 sehr unwahrscheinlich

DPMO = Defects Per Million Opportunities = Defekte/Abweichungen/Fehler Pro Millionen gelegenheiten. Bewährte sich, um in das Denken von Top-Managern (und anderen) vorzudringen und unzureichende Qualität diskutierbar zu machen.

DPMO-Tabelle, aus https://de.wikipedia.org/wiki/Six_Sigma#Erwarteter_Fehleranteil_beim_Six-Sigma-Level
1787558021649.webp


Zur Erklärung, 1. Zeile: Angenommen, 30 Dinge hat dies KI richtg und 30 falsch gemacht. Das wäre dann Level 1 - Level 2 ... miserabel.

Mir ist bisher KEINE KI-Anwendung bekannt, die über Level 3 hinaus zuverlässig ist ...

Warum ist das wichtig?

Es ist ein einfaches Hilfsmittel, um Qualitätsniveaus wenigstens ansatzweise sichtbar zu machen. Und es ist leicht zu deuten, etwa für Level 6 (=annäherbares Ideal) :
  • von 1 Mio Koffer kommen nur 3-4 auf dem falschen Flughafen an (Logistik)
  • von 1 Mio Rezepten sind nur 3-4 falsch verordnet (Gesundheit)
  • von 1 Mio Codezeilen sind nur 3-4 fehlerhaft (Programmieren)
  • von 1 Mio Nutzern des Digitalpults haben nur 3-4 Grund zu Beschwerden (Programmierers Belastung)
  • usw.
Folgerungen daraus für @bkarlpeter :
  • KI-Hype und -Faszination hin oder her:
  • als Programmierer, oder später kostenlos oder gegen Geld, wirst Du keine Freude, nur Arbeit mit diesem Produkt haben
  • ohne einen Prozess dahinter, der Dich selbst beim Einsatz von KI-Hilfsmitteln nicht ansatzweise in die Region von Level 4 führt, wird das so bleiben
Die Punkte in der Aufzählung von @Attack sind übrigens für einen erfahrenen Programmierer in der oder den gewählten Sprachen einfach zu vermeiden ... und auch nicht besonders spannend ...

Grüsse
 
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Erstmal vielen Dank fürs Posten und Teilen.

Wenn es für Dich passt: super!
Wenn Du es im Freeware-Gedanken mit der Öffentlichkeit teilen willst: auch super!

Falls Du da größere Ambitionen hegen solltest (nur unsere Unterstellung, der Ursprungspost erwähnt solche ja mit keinem Wort), so denke ich auch da wird keine große Nachfrage sein.
Gerade in der digitalen Welt wo es keine "Knappheit" gibt wird wenige das Zweitbeste nehmen wenn auch das Beste verfügbar ist.
Bei Deiner Lösung sehe ich als Alleinstellungsmerkmal die Ablage auf Stapel, dafür eben einige Nachteile gegenüber den Platzhirschen:
- Lösung für Computer statt Tablet (letzteres dürfte deutlich höhere Nachfrage haben)
- Noten müssen gescannt werden - die Fotofunktion in MobileSheets ist mittlerweile qualitativ so gut und es geht so problemlos dass Scanner einen großen Vorteil mehr bieten
- Bearbeitungsmöglichkeiten in MobileSheets sind sehr groß - wenn man diese nicht nutzt aber auch nichts was die Bedienung unübersichtlich gestalten würde
- die Anmerkungen von @Attack würde ich nicht nur als Einzelsicht abtun - ich finde sehr treffend beschrieben was die Gründe sind warum der 08/15-User zum GUI sagen würde "gefällt mir nicht"

Also nochmal: vielen Dank fürs Teilen/Beschreiben - wenn es für Dich ein gutes Tool ist, dann ist damit alles erreicht.
 
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  • Ersteller
  • #5
Vielen Dank für eure Kommentare soweit. Da scheinen ja echte Experten unter euch zu sein. Weitere Arbeiten am layout sind für mich aber ziemlich aufwändig zum umsetzen. Wichtiger ist mir, dass das tool genau das tut, was es tun soll. Die page ist aber in der Tat responsive und mit der Design funktion kann man eigene Vorstellungen zu Farbgebungen durchaus einbringen
Der Antrieb für diesen Entwurf war, dass ich keine App gefunden habe, die meine Vorstellungen für den Übungsbetrieb restlos erfüllt. Sie will auch in keiner Weise vorhandene Apps nachbilden. Das wäre eher Zufall.
 
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und auch nicht besonders spannend ...
Spannendere Punkte habe ich nicht gefunden 🤣
Das triggert den Qualitäter in mir (Berufskrankheit)
Mir ging es bei der Formulierung "zusammen mit KI" ähnlich 😉

Der Antrieb für diesen Entwurf war, dass ich keine App gefunden habe, die meine Vorstellungen für den Übungsbetrieb restlos erfüllt.
Bei einem Privatprojekt, das auch später nicht kommerzialisiert werden soll, ist das doch ein schönes persönliches Fazit, wenn deine Anforderungen mit deiner eigenen Software nun erfüllt werden!
Und vielleicht lässt sich im Laufe der Zeit ja doch noch der ein oder andere Punkt optimieren.
 
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Spannendere Punkte habe ich nicht gefunden 🤣
Kein Problem ... Das sind ja auch offen-sichtliche ...

Die darunterliegenden zB funktionalen Fehler/Irrtümer/Unzulänglichkeiten können wir ja noch nicht besprechen oder gar bewerten. Aber sie werden nahezu immer da sein, wenn man keine besonderen Vorkehrungen traf (TDD = Test Driven Design wäre etwa so eine mitwachsende Vorkehrung).

Mir ging es bei der Formulierung "zusammen mit KI" ähnlich 😉
Ja. Ich hoffe, es wurde deutlich: Das war kein KI-Bashing von mir, sondern der zaghafte Versuch, anzuregen, doch hier und da einmal systematisch die Augen aufzumachen ;)

Und vielleicht lässt sich im Laufe der Zeit ja doch noch der ein oder andere Punkt optimieren.
Puh ... Mit Ki-generiertem Code schwindet da meine Hoffnung, selbst bei harmlosen Aufgaben ...

Aber gut: Der TO ist optimistisch.
:coffee:
 
  • Ersteller
  • #8
Ich hab mir eure Bemerkungennochmal angeschaut.
1. Mobilesheet und andere derartige Apps sind nur bebilderte Datenbanken. Was mir fehlt ist, den Übungsverlauf dynamisch zu unterstützen und zu dokumentieren. Auch gibt es keine Möglichkeit mehrere Tags einzugeben. Das Suchen nach Texteingabe ist auch nicht sehr inspirierend etc.
2. Die angegebene Page enthält nur die Kurzbeschreibung. Es ist nicht die App selbst. Da ists egal welche Reaktionszeiten die hat. Sie enthält aber das wichtigste, nämlich den Download. Erst wenn das geschehen ist sollte man darauf kommentieren.
3. Dieser Download liefert ein dynamisches Frontend, das während dem Üben (oder macht das keiner mehr?) intuitiv bedient werden kann und damit die Konzentration aufs Spielen erhält.
 
Es tut mir leid wenn das gefühlt hier in die Richtung geht "der Gründer stellt sein Produkt vor, und die Löwen erklären warum es keinen großen Markt" hat. Aber Du reagierst auf Punkte die keiner vorgebracht hat (Reaktionszeit z.B.) - oder ich übersehe dass jemand d was kritisiert hat.

Der Vergleich zu Mobile Sheets o.ä. ist vermutlich "Äpfel mit Birnen" - aber eben auch in der Analogie dass der Markt für Birnen deutlich kleiner ist.
Die Kategorie ist "Obst" bzw. "digitale Notenmappe", und Dein Tool kann etwas das andere so nicht können. Dafür können die anderen Dinge die Dein Programm nicht kann - und da ist die Frage worauf der User leichter verzichten kann bzw. sich anderen/analoge Workarounds schaffen kann.
Plump gesagt: man KANN Deine Kategorien auch als Schmierzettel/Exceltabelle/was auch immer organisieren, und hat mit Mobilesheets dennoch keine Papierstapel.

Wenn Du das wirklich vorantreiben möchtest wäre mein Rat (auch wenn das fürs Musiker-Board quasi "geschäftsschädigend" ist):
Verlagere die Feldforschung ins Analoge. Such Dir Klangkörper in der Nähe und frag nach ob dort im Proberaum mal eine Vorführung machen darfst, dann bekommst Du geballt Feedback von Musikern ob sie sich vorstellen können so etwas zu nutzen bzw. was sie für Änderungswünsche hätten.

Ich fürchte für die breite Masse kommt es zur falschen Zeit:
wer seine Noten digital nutzt und nicht auf analog beharrt, der ist schon zu einer Tablett-Lösung gewechselt
Dein Tool wird diejenigen nicht bekehren können die bis jetzt Analog waren

Insgesamt denke ich Du hast ein Tool gebaut das für Dich super funktioniert, aber Deine Ausgangssituation so speziell ist dass die meisten Musiker andere Schwerpunkte legen.
a) Mobilität: der Rechnerarbeitsplatz schränkt enorm ein - schon wenn man im Stehen statt im Sitzen üben will, von Ortsveränderungen ganz zu schweigen
b) im Ensemblebereich gibt das aktuelle Programm vor was geübt werden muss. Das jemand ein extrem umfangreiches, katalogisierendswertes Repertoire selbst nachverfolgen und priorisieren muss ist glaube ich nicht ganz so häufig - und ob der seine Notensammlung aufwändig digitalisiert wenn er nicht wie Du durch Zerfall dadurch gezwungen ist, bin sehr unsicher.
 
  • Ersteller
  • #10
Danke für deine gut gemeinten Gedanken hierzu. Ich würd dem Tool das aber trotzdem noch etwas Zeit hier geben. Vielleicht meldet sich doch noch mal ein Nutzer dazu.
 
  • #11
Das Konzept mit dem Ablegen links und rechts und dem Übeverlauf finde ich auf jeden Fall sehr interessant und neu.

Noch ein Tipp aus leidgeprüfter Programmierersicht, gilt nur wenn du Anwendung weiterentwickeln und anderen geben willst: Eine größere Anwendung in Access zu entwickeln ist keine gute Idee. Ich weiß das, weil ich es schon gemacht habe. Und jahrelang mit der Access Anwendung von jemandem anderen arbeiten musste. Man kommt am Anfang schnell vorwärts, aber später stößt man auch schnell an Grenzen.

Ich habe auch bei mir gesehen, dass ich den Übeprozess übertoolisiere und in der Zeit in der ich Metaarbeit mache lieber geübt hätte. Hab auch schon wieder Ideen für ein Tonleiterngenerierungsprogramm, obwohl ich mehrere Tonleiterstudienhefte habe.

Wenn es für dich taugt ist alles in Ordnung. Also: Respekt und weiter so.
 
  • Ersteller
  • #12
Access ist nicht so wichtig. Geht sicher auch anders. Ein gewisse Grundfunktionen dafür hab ich ja eh schon drin in den json Scripten. Aber eins bleibt: die vorhandenen digitalen Notenblätter sollten brauchbare Namen haben.
 
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