Drum Tuning Bible - Definition von "Umdrehungen" beim Stimmschlüssel unklar

von banjogit, 11.07.08.

  1. banjogit

    banjogit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #1
    Hallo zusammen,

    will grade meine 10/12/14 Toms stimmen und beschäftige mich deshalb mit der vielgerühmten Drum Tuning Bible.

    Dazu ne Frage:

    Auf Seite 11 "Resonanzseite Stimmen - Der Anfang" spricht der gute Mann von 3 kompletten Umdrehungen die jede Stimmschraube insgesamt machen soll. Ist mit komplett wirklich 360° Umdrehung gemeint? Oder doch lediglich nur eine Umdrehung der Hand, was dann 180° des Stimmschlüssels entsprächen.
    Wenn ich die 360° meinem 10 oder 12 " Tom antue macht es nur noch pock-pock und das Fell ist hart wie Stein.

    Und mit seinen halben Umdrehungen meint er vielleicht nur 90°?

    Vielleicht kann mich jemand aufklären?

    Danke
    Hans
     
  2. Binz

    Binz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #2
    Hey,
    Ich denke eher er meint 3 ganze Umdrehungen - sprich 360°x3. Es geht hier darum, das Fell zu zentrieren. Beim Zentrieren ist es egal, wie das Fell klingt, es soll nur eine gewisse Zeit, gleichmäßig hart gedehnt werden, damit man nach dem Finetuning nicht ständig nachstimmen muss, da das Fell die Spannung nicht halten kann.

    Ansonsten kannst du dir mal den Stimmfilm ansehen.
    Ist im Prinzip eine sehr vereinfachte Form der DTB, so finde ich, und ist sehr einfach zu verstehen. Man versteht worum es wirklich beim Stimmen geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    PS: Wobei mir 3x360° auch ziemlich viel vorkommt :o
     
  3. Tobbi1992

    Tobbi1992 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #3
    Nope, es sind ganze Umdrehungen gemeint. Es erschien mir auch erst viel, wobei man ja von dem Punkt ausgeht, an die Stimmschraube gerade so Kontakt mit dem Hoop hat.

    Edit: Kann es sein dass die Board Uhr etwas vorgeht ? Hab hier ne Funkuhr nebendranstehen und die hat mir noch 20:44 angezeigt.

    jaja ich hab zu viel Zeit :D
     
  4. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #4
    Macht Ihr das mit Euren Toms auch so?
    Und da geht nix kaputt?

    Wenn ichs mit meiner 10er mach kann ich das glaub ich gar nicht drehen, so streng wird das.

    Oder gibts vielleicht unterschiedliche Gewinde? Davon könnte es auch abhängen.

    Hans
     
  5. Tobbi1992

    Tobbi1992 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.08   #5
    Also bei meinem 10er ging das problemlos...
    Spannst du auch gleichmäßig ? Also immer die Schraube gegenüber 1/2 mal drehen und das 6 mal. Ich hab bei meiner 10er glaub ich sogar 5 ganze Umdrehungen gemacht um das Fell zu fixieren.

    Hier noch ein paar Videos, die mir beim Stimmen geholfen haben.

    http://www.youtube.com/watch?v=mtFjADvzcyA&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=pH_RoUQyv5A&feature=related
    und so ziemlich alle Videos von Bob :)
     
  6. Sliv3r

    Sliv3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #6
    Genau zu diesem Video im Bezug auf Zentrieren hab ich ne Frage.
    In der Drum Tuning Bible steht beim Zentriern muss man das Fell stark anspannen, 3 Umdrehungen oder mehr. Bob Gatzen meint, dass das ein weit verbreiterter Irrtum sei, der das Fell beschädigen kann. Man solle das Fell natürlich zentrieren, indem man spannt, spielt, spannt, spielt, bis das Fell zentriert ist.
    Was meint ihr dazu?
     
  7. CapFreak

    CapFreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #7
    Ich hab in irgendnem Tuning Video mal wen gesehen, der auch von "whole turns" gesprochen hat, aber dann nur 180°, also eine Handdrehung gedreht hat.
    3 ganze Umdrehungen scheinen mir auch ein wenig zu viel. Bei manchen Toms wird das wirklich gar nich so weit gehen.


    Also eigentlich seh ich das genauso. Warum sollte sich das Fell in eine Position "setzen", inder es nachher nicht gespielt wird!? Rein logisch ist das doch schon nicht ganz wasserdicht.
    Außerdem können sich bei doppellagigen Fellen die Lagen verziehen.
    Ich denke der natürlichste Weg die Felle zu Zentrieren ist wie Bob Gatzen schon sagt, einfach auf ihnen zu spielen und immer nachzustimmen.
    Ein bisschen drücken um den Kleber (falls vorhanden) zu brechen, ist aber sicher nicht verkehrt.
     
  8. WINTRIS

    WINTRIS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #8
    Ich muss auch zugeben dass ich noch nie mit meinen Powerstroke 3 Fellen 6 x 180 ° Umdrehungen gepackt hab (maximal 4 -5...)
     
  9. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.08   #9
    ... v.a spricht er dauernd davon, dass die Trommel beim Zentrieren einen klaren verzerrungsfreien Ton von sich geben muss.

    Bei 3 vollen Umdrehungen macht das mein 10er und 12er nicht mehr.

    Also irgendwas ist faul an dieser "Bibel".
     
  10. Drummer Ziesi

    Drummer Ziesi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #10
    .......Nils, wo bist du? :D :)

    Gruß, Ziesi.
     
  11. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #11
    ... wie gesagt nach 3 vollen Umdrehungen macht's da nur noch "Pock Pock Pock", aber keinen klaren, verzerrungsfreien Ton.

    Hans
     
  12. derMArk

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    Erstellt: 15.07.08   #12
    Ganz genau!

    Vertraue nicht auf die "Macht" dieser "Bibel". Das Buch von einer unser User mit dem schönen und einfach Namen Nils ;) Hat ein Buch geschrieben.

    http://www.amazon.de/Drum-Tuning-Tr...=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1216103853&sr=8-2

    Das ist wesentlich besser als die Bibel und kannst sie überalle mit hinnehmen. Nachteil ist natürlich, du musst das Buch kaufen. ;)


    Das mit den 3x360° passt nicht. Das habe ich auch festgestellt (ACHTUNG! WORTWITZ! :) ). Du solltest auf die Bibel nicht vertrauen sondern nur als Richtlinie nehmen. Das mit den vollen 3 Umdrehungen ist Schwachsinn. Du solltest für jede deiner Tom selber einen bestimmten Drehmoment festlegen. Verlass dich da ganz auf dein Gefühl, ob du nun 3, 4 oder 5 volle Umdrehungen machst. Oder vielleicht sogar nur 8 halbe, damit es sich gleichmäßiger anzieht?! Das ganz du halten wie ein Dachdecker. Stimmen ist eine Wissenschaft für sich, die man nicht lernt in dem man pure Theorie runterkloppt, sondern in dem man sich einen Leitfaden nimmt und ihn in den Grundzügen beherrst. Welches Fell zu erst, Schrauben immer im Uhrzeigersinn und entgegenliegend anziehen, etc... das ist bei allen Fellen gleich. Allerdings die Art, wie du sie genau stimmst, wird aus deinem Gefühl und deinem Geschmack entstehen. Vertraue da einfach auf deine Fähigkeiten und dein Gehör und dann klappt es auch mit den Nachbarn. ;)
     
  13. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #13
  14. i-drummer

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    Erstellt: 15.07.08   #14
    Ja, ist es - der Nils hat Ahnung und kann sehr gut beschreiben. Ich habe das Buch auch! :D
     
  15. derMArk

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    Erstellt: 15.07.08   #15

    Kein Problem,

    Und ja, ja, ja, und auf jeden Fall. ;)

    Mit Nils Buch hat man schon eines der Besten.
     
  16. Haensi

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    Erstellt: 16.07.08   #16
    Ich hab Nils Buch zwar nicht selbst, kenne es aber gut. Man merkt sofort, dass der Typ Ahnung von der Materie hat und weiss was er tut.
    DEN Königsweg beim Stimmen gibt es leider so nicht. Viele Ansätze führen zum richtigen Ziel. Man muss die für einem beste Lösung finden. Man muss nur einige Grundsätze beachten und sich ein bestimmtes System aneignen.
    Am besten finde ich immer, man kennt jemanden der gut Ahnung hat und es einem zeigen kann. Ich habe es von jemanden gezeigt bekommen, der früher bei Lefima und Sonor gejobbt hat. Die werden dort ja wissen, wie man eine Trommel zum Klingen bringt;).
     
  17. Sliv3r

    Sliv3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.08   #17
    In Nils Buch steht eigentlich beim Zentrieren das selbe wie in der Bible, 2 mal vielleicht auch mehr anziehen, steht also auch im Kontrast zu Bob Gatzen :D
     
  18. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #18
    Das Buch ist sehr gut, meine Toms klingen jetzt ebenfalls gut :-)

    Hans
     
  19. nils1

    nils1 HCA Drum-Tuning HCA

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    Erstellt: 25.07.08   #19
    :D Hier!

    Also,
    es stimmt, dass das Zentrierverfahren in meinem Buch im wesentlichen das selbe ist, wie in der Dt Bible. Es gibt ein paar kleie Unterschide und ich habe mich um größtmögliche Genauigkeit und Detailreichtum bei der Formulierung bemüht, so dass möglichst wenig Fragen offen bleiben sollten und deutlich wird, wie wichtig das zentrieren für ein gutes Endergebnis ist.

    Vielen Dank für die Komplimente zu meinem Buch. Wenn ich Sätz lese wie diesen:
    dann freut mich das sehr, weil das buch offenbar in einigen Fällen seinen Zweck erfüllt.

    Zum Thema:
    Ich zentriere mit ordentlich Schmackes. Das bedeutet, dass am Ende ein Timbale- ähnlicher Sound aus der Trommel kommt. Das können auch mal mehr Umdrehungen als die angesprochenen drei sein. Besonders bei Sanres gehe ich meist viel höher, weil ich die Snare anschliessend oft auch hoch gestimmt spielen will. Da ergäbe es keinen Sinn, beim Zentrieren weniger Spannung zu verwenden als später.

    ABER GEHT MIT ETWAS GEFÜHL RAN!

    => je dicker das Fell, desto weniger Umdrehungen sind nötig und sinnvoll. Speziell bei doppellagigen Fellen kann man schnell zu weit gehen und mehr schaden als nützen. Die obere (äussere) Lage wird etwas stärker gedehnt als die untere (inner, also die an der Gratung anliegende) und wenn man zu hart zentriert, ist sie im eigentlichen Betriebsbereich nachher kaum noch gespannt und wirkt stärker dämpfend als es sein soll. Man kann dann auch nicht mehr so tief stimmen, wie es eigentlich gehen müsste.

    => je spitzer die Gratung, desto weniger Umdrehungen sollte man verwenden.
    Es ist nicht nötig hart zu zentrieren, wenn die Gratung sehr spitz ist.

    Letzlich tritt die Erwünschte Wirkung bei einem bestimmten Druck des Fells auf die Gratung ein.
    Dabei ist

    Druck = (Gesamt) Kraft / Fläche (der Gratung)
    Mit Gesamtkraft ist die Kraft gemeint, mit der der Spannreifen das Fell auf die Gratung presst, also die Zugkraft aller Spannschrauben zusammen. Die Fläche der gratung ist umso kleine, je spitzer diese ist.

    Im Pearl Drummersforum hat mir neulich einer geschrieben, dass der die Kraft bei einer Snare in Betrieb in der Größenordnung einer halben Tonne ermittelt hat. Nicht schlecht, oder?

    Viele Grüße,
    Nils
     
  20. banjogit

    banjogit Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.08   #20
    Hi Nils,

    2 Fragen hätte ich:

    1) nach der Bearbeitung durch den Fön dreh ich das Fell wieder auf den tiefsten Ton runter.
    Wenn ich da zu weit drehe und das Fell bzw. der Spannreifen wird wieder locker, muss ich dann den Zentriervorgang erneut durchführen?

    2) Kann man ein Fell beliebig oft zentrieren, oder leiert es durchs häufige Hochstimmen/Fönen bald aus?

    Danke und Grüße
    Hans
     
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