E-Gitarrenbau 3. Projekt

von Grundkurs, 05.09.10.

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  1. Grundkurs

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    Erstellt: 05.09.10   #1
    Moinsen!
    Ich habe mir bei meinem letzten Eigenbau phasenweise geschworen nie wieder eine Gitarre zu bauen, aber ich bin wieder rückfällig geworden: Eine wird noch gebaut. Das soll dann aber auch wirklich die letzte sein ^^
    So soll sie hoffentlich irgendwann aussehen:
    [​IMG]

    Diesmal will ich den Hals selbst bauen. Da ich mir das um ehrlich zu sein nicht zutraue, habe ich mir sicherheitshalber schonmal einen Reserve-Paddle-Neck-Hals besorgt, an den ich mich orientieren werde und der dann zum Einsatz kommt, falls der Eigenbau-Hals in die Hose geht.
    Die Spezifikationen im einzelnen:
    Ahornhals mit Ebenholzgriffbrett (24 5/8" Zoll Mensur)
    Khaya-Mahagoni-Korpus,
    P90 Rockinger PU's
    TOM Bridge und Saitenhalter

    Hab ich noch irgendwas vergessen? Ich werde mir die Tage noch einen Hobel, Pfeilen und eine Japansäge besorgen, hat jemand eine besondere Empfehlung bezüglich der Werkzeuge die man für den Bau von einem Gitarrenhals braucht? Einen Bündig- und Nutfräser habe ich schon.
    Ein Freund von mir hat mir Werkzeuge von der Firma "Dick" empfohlen (http://www.mehr-als-werkzeug.de/page/homepage/detail.jsf?lang=de), ich hab mir mal den Katalog runtergeladen, das sieht schonmal sehr gut aus.

    Ich hoffe in spätestens zwei Wochen kann ich loslegen wenn alles da ist. Ich würde mich aber in der Zwischenzeit sehr über Kritiken und Anregungen bezüglich des Gitarrendesigns oben freuen!
     
  2. Berdi

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    Erstellt: 05.09.10   #2
    Hallo Grundkurs,

    Toll da sich wieder jemand eine eigene Gitarre bauen will! Es gehört natürlich viel Arbeit und Zeit dazu, was bei mir momentan sehr schlecht ist!:o
    Das Design gefällt mir super:great:. Die 2-P90-Pick-Ups sehen wirklich zum anbeißen aus. :D
    Von der Bauform her habe ich bedenken , dass sie etwas kopflastig sein wird. Aber da kann ich mich auch täuschen!

    Auf jeden Fall abonniert!;)

    MfG
     
  3. Uwe.s.

    Uwe.s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.10   #3
    Hallo Grundkurs,

    wetten,dass es nicht der letzte Selbstbau ist?
    Vergessen hast Du die Mechaniken - aber das wirst Du schon noch selbst merken.
    Halseinstellstab und Bünde fehlen auch noch. Für den ersten Hals kauf mal besser einen Stab, für den Du nur eine gerade (nicht gebogene) Nut ziehen musst. Das ist einfach einfacher.

    Dick ist eine zuverlässige Adresse für Werkzeuge.
    Das entscheidende Werkzeug, was Du wahrscheinlich noch nicht hast, ist eine Bundsäge. Ich benutze eine Eberle Einstrichsäge. Die wird aber - soweit ich weiß - nicht mehr gebaut. Guck doch mal bei den Werkzeugempfehlungen von
    http://www.gitarrebassbau.de/
    oder
    http://www.gearbuilder.de/fn/
    rein, was da jetzt aktuell ist.

    Viel Erfolg

    Uwe.s.
     
  4. Grundkurs

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    Erstellt: 07.10.10   #4
    Moin Jungs!
    Ich hab leider noch nicht angefangen zu werkeln, weil ich immer noch dabei bin das Werkzeug das ich brauche zusammenzukratzen. Was ich bis jetzt zusammen habe: Bis auf das Ebenholzgriffbrett und den Khaya-Mahagonie-Block....gar nix. Ich googel jetzt seit Tagen zum Stichwort "Gravieren", wegen den Inlays im Griffbrett, die ich gern selbst machen würde und sehe leider vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.
    Hier der Meinungsstand:
    Es wird empfohlen einen Dremel mit Gravur-Fräser zu benutzen.
    Vorzugsweise mit folgendem Oberfräsen-Vorsatz für Dremel:
    [​IMG]
    Ich finde es sieht wackelig aus. Der Dremel ist (im Vergleich zu den Dremel-Klonen) ordentlich teurer und der Oberfräsen-Vorsatz kostet auch nochmal 30 Euro, insgesamt müsste ich also ca. 90 Euro für beides ausgeben...! Weiß jemand ob ein Dremel-Klon (z.B. dieser hier: http://www.handwerker-profishop.de/images/product_images/info_images/1307_0_a0003580.jpg) mit dem Oberfräsen-Vorsatz kompatibel ist oder eignet sich nur der Original-Dremel dafür?
    Eine Alternative wäre:
    http://www2.westfalia.de/shops/werk...tm?vbSESSID=2c65ac3a4fdfa35b1d5135eaa4c10f5d#

    Taugt das was fürs Inlays fräsen? Oder sollte man das gleich lieber frei Hand machen?
    Oder einfach in den sauren Apfel beißen und dieses Ding hier aus Amerika importieren:
    http://www.stewmac.com/shop/Binding...ision_Router_Bases/Precision_Router_Base.html

    Ich weiß nicht was von dem ganzen Zeug am Besten wäre...!
     
  5. Grundkurs

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    Erstellt: 31.03.11   #5
    Vor ein paar Tagen habe ich einen Hals an den Korpus geschraubt und jetzt mit Entsetzen feststellen müssen, dass der Hals nicht bombenfest am Korpus sitzt sondern sich einen halben Millimeter bewegen lässt. Ich hab ein Foto von der Gitarre gemacht auf dem man die Konstruktion erkennt. Es sind 4 Schrauben die den Hals und Korpus zusammenhalten und ich versteh nicht wie das sein kann, das er sich bewegt. Ich hab es genauso gemacht wie bei meinen vorherigen Eigenbauten und bei diesen sitzt er bombenfest. Nun jedoch sitzt der Hals relativ locker. Wenn man ihn mit ein bisschen Kraft bewegt macht er durch die Bewegung sogar Knarzgeräusche (da sich das Holz aufeinander reibt). So kann ich auf keinen Fall wenn die Gitarre fertig ist Saiten aufziehen. Weiß jemand Rat? Woran kann das liegen? Die Schrauben sind bis zum Anschlag in den Korpus gedreht. Wie könnte man das beheben? Bin für Ratschläge dankbar!! :-)
    [​IMG]
     
  6. Uwe.s.

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    Erstellt: 31.03.11   #6
    Hallo Grundkurs,
    der Korpus sieht schon mal klasse aus. Das Halsproblem sollte auch lösbar sein. Mach mal ein Foto von hinten vom Hals-Korpus-Übergang; dann noch eins in auseinander gebautem Zustand. So als hellseherische Ferndiagnose ohne jede Garantie habe ich schon mal folgende Ideen: Sind die Schraubenlöcher im Korpus zu groß (Dann kriegst Du seitliches Spiel)? Sind die Schraubenlöcher im Hals exakt und weit genug vorgebohrt (sonst kannst Du die Schrauben nicht fest genug anziehen)?
    Aber ohne weitere Bilder kann man nur rumorakeln.

    Gruß
    uwe.s.
     
  7. Grundkurs

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    Erstellt: 31.03.11   #7
    Hey Uwe,
    wenn Not an der Gitarre ist, bist du immer zur Stelle, danke! :-)
    Hier die Fotos:
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Die Schrauben lassen sich sehr leicht in den Korpus drehen und geben dabei fast keinen Widerstand. Erst wenn sie sich in den (vorgebohrten!) Hals langsam reinschrauben spürt man beim Drehen einen größeren Widerstand. Bei den letzten Drehungen muss man dann auch ordentlich Kraft aufwenden, damit sie sich ganz reinschrauben.
    Ein gutes hat das Ganze aber...die Gitarre hat nämlich eine Zwillingsschwester:
    :-)
    [​IMG]

    Bei ihr werde ich dann wahrscheinlich eine Leim-Verbindung zwischen Korpus und Hals machen, denn das die Schrauben locker sind, finde ich sehr ärgerlich. Ich hab den Hals mit dem Korpus genauso verbunden wie bei den anderen beiden Gitarren. Bei ihnen sitzt er bombenfest, bei der jetztigen knarzt er und hat Spiel...das kann doch nicht sein...hab sogar das gleiche Werkzeug (und den gleichen Bohrer) benutzt. Ich habe schon überlegt den Hals einfach zu verleimen und dann zusätzlich noch zu verschrauben, damit er fest im Halsfuß drinsitzt. Aber eigentlich finde ich diese Lösung nicht sehr elegant... :-(
     
  8. six harvest

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    Erstellt: 31.03.11   #8
    Hi,

    Evtl. hat es was mit den Schrauben zu tun. Ich würde an deiner Stelle mal andere probieren, die im Durchmesser ein paar Zehnetel Millimeter größer sind. Hast du die Schraubenlänge auch mal geprüft?

    LG
     
  9. Grundkurs

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    Erstellt: 31.03.11   #9
    Ich habe diesmal die vernickelten Holzbefestigungsschrauben von Rockinger benutzt.
    http://www.rockinger.com/index.php?...S/0802G&sid3=3190d46a9ff86e85ead9474c280e9cd3
    Die Schrauben die ich vorher bei den anderen Gitarren benutzt hatte ich glaube ich vom Ebayshop von AWM Guitars.
    Dickere Schrauben wären vielleicht wirklich eine Lösung. In St. Pauli soll es in der Nähe vom Millerntorstadion einen Eisenwarenladen geben, dort werde ich morgen mal reinschneien und schauen ob sie welche haben die ein bisschen dicker sind aber die gleiche Länge haben. Die Schrauben passen von der Länge her exakt, wenn sie nur 2-3 mm länger wären, würden sie sich wahrscheinlich durchs Griffbrett bohren.
     
  10. Uwe.s.

    Uwe.s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.11   #10
    Nabend,
    wenn Du im Eisenwarenladen bist, bring auch mal ein paar Schrauben der gleichen Dicke, aber etwas kürzer mit. Eventuell kannst Du sie dann fester anziehen, ohne dass sie schon oben in ihrem Bohrloch anschlagen (und dann nicht strammer gezogen werden können.
    Aber ansonsten: Deine Idee mit dem Einleimen ist doch gut.
    Gruß
    uwe.s.
     
  11. SuperCharger753

    SuperCharger753 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.11   #11
    Du Kannst auch gewindehülsen in den Hals drehn und dann mit eine Metrische schraube benutzen! Die Bringt weit mehr Kraft auf als die normalen Holzschrauben, zusätzlich ist es verschleißärmer!
     
  12. Grundkurs

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    Erstellt: 01.04.11   #12
    @SuperCharger: Wie muss ich mir das genau vorstellen, einfach eine Gewindehülse in die Halsbohrung pressen und dann normal mit dem Korpus festschrauben?
    @Uwe: Hab jetzt kürzere und dickere Schrauben genommen. Die ließen sich problemlos reinschrauben und halten den Hals und Korpus bombenfest zusammen. Egal wieviel Kraft ich aufwände um den Hals am Halsfuß zu bewegen: Da knarzt und bewegt sich nun nix mehr. Einziger Wehmutstropfen ist, dass die neuen Schrauben den Charme eines Baumarktes versprühen, hier ein Vergleich zu den alten Schrauben:
    [​IMG]
    Rockinger bieten auch 40mm Schrauben an, die sollte ich nächstes Mal lieber nehmen statt die 45mm Schrauben. Vielleicht bestelle ich sie bei der nächsten Rockinger-Order direkt mit und tausch sie nochmal aus, aber jetzt bleib ich erstmal bei den aus dem Laden.
     
  13. Uwe.s.

    Uwe.s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.11   #13
    Hallo Grundkurs,
    na klasse, dann sind ja Problem und Lösung klar - wenn´s mal immer so einfach wäre...
    Zu den Gewindehülsen: Ich kenne die als Rampa-Muffen. Ich bin mit denen nie gut zurecht gekommen. Aber für den, der damit umgehen kann, sind sie sicher die ultimative Festigkeitslösung.
    Bis dann
    uwe.s.

    . Rampa.jpg
     
  14. Grundkurs

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    Erstellt: 03.04.11   #14
    Moinsen!
    @Uwe: Danke für den Tipp mit den Rampa-Muffen. Was meinst du damit, dass du mit ihnen nicht gut zurechtgekommen bist, hast du sie nicht ordentlich ins Holz gekriegt oder woran hats gehapert?

    Ich habe heute probegebeizt. Der Wunsch-Farbton den ich idealerweise treffen will sollte ungefähr so aussehen: [​IMG]
    Ich hab mir also dunkelrote wasserlösliche Beize von CLOU besorgt, mit heißem Wasser aufgekocht und aufgetragen. Bei mir sieht es nach 2 Anstrichen so aus:
    [​IMG]
    Es ist nicht dunkelrot geworden sondern eher blass-rosa-rot.

    Nach insgesamt drei Anstrichen sah es dann so aus:
    [​IMG]

    Ich hab das Foto als RAW geschossen und per Weißabgleich genau auf die Farbe getrimmt, wie sie auch in "echt" bei Tageslicht aussieht. Das Foto entspricht vom Farbton her also so ziemlich der Wirklichkeit. Ich finde das sieht eher dunkellila aus, mir fehlt da definitiv der Rot-Ton noch drin. Ich überlege jetzt einfach stinknormale rote Beize (statt dunkelrote) zu kaufen und dann mit schwarzer Beize zu mischen. Oder ich versuche die dunkelrote Beize mit hier mit normaler roter Beize zu mischen, damit ich einen rötlicheren Farbton rein kriege.
     
  15. six harvest

    six harvest Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.11   #15
    Hi,

    nur so als Tipp, damit du den Farbton richtig beurteilen kannst, musst du Klarlack drüber sprühen. Sonst sieht es nach dem Beizen und anschließendem Lackieren komplett anders aus und die Enttäuschung ist u.U. groß.

    LG

    Six Harvest
     
  16. Uwe.s.

    Uwe.s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.11   #16
    Hi,
    zu den Rampa-Muffen: Irgendwie habe ich es so häufig geschafft, sie schief reinzudrehen, dass ich lieber wieder konventionell holzgeschraubt habe.
    Zum Beizen: Da kann ich Six Harvest nur zustimmen: Ohne Lack kann man nichts beurteilen.
    Bis denn
    uwe.s.
     
  17. The Dude

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    Erstellt: 03.04.11   #17
    Uwe, das liegt am Muffentyp. Es gibt welche, nennen sich "Typ SK", die haben nen Innensechskant und einen Ansatz. Es ist fast schon eine Kunst, die nicht gerade einzuschrauben. ;)

    Um normale Rampa-Muffen einzudrehen, nimmt man am besten eine Führung zu Hilfe. Bei mir z.B. ein Stahlklötzchen mit Bohrung, sodass die Muffe kein Spiel nach außen hat. Klappt auch wunderbar.
     
  18. Grundkurs

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    Erstellt: 04.04.11   #18
    Hallo Freunde des Gitarrenbaus :p
    Ich hab die Woche vor der Uni nochmal genutzt und bin zum Baumarkt um nochmal andere rote Beize zu besorgen. Das Ergebnis könnt ihr unten sehen :-)
    [​IMG]

    Ich finde das ist ein richtig schönes sattes dunkelrot. Hab den Korpus übrigens geföhnt weil ich hier mal gelesen hab, das sich durch die Hitze die Holzporen ein bisschen öffnen und die Beize tiefer ins Holz dringt und man dadurch einen "Tiefe-Effekt" kriegt. Ganz so drastisch super sieht es dann doch nicht aus, aber ich bin sehr zufrieden, der Farbton gefällt mir ganz gut. Ich hab gestern das "violette" Holzstück nochmal mit Klarlack besprüht, sah heute morgen super aus, also dachte ich mir, dass es dann bei dem neuen Farbgemisch erst recht super aussehen wird und hab mir das Probelackieren gespart weil ich zu ungeduldig war....aah, bin gespannt wie sie ganz zum Schluss aussieht!

    ---------- Post hinzugefügt um 20:30:45 ---------- Letzter Beitrag war um 16:00:59 ----------

    hier ein kleines Update...und zwar habe ich mich heute ins Feindesland begeben: In das Land des Schnellschliffgrundes und der Lackierpinsel.
    Ich habe noch nie mit Schnellschliffgrund gearbeitet aber da überall empfohlen wird das Werkststück vor dem Lackieren damit in Schwung zu bringen und ich fest entschlossen bin die Lackierung diesmal nicht zu versemmeln, habe ich den Body nach dem Beizen mit Schnellschliffgrund bearbeitet. Ich hab mir für 4 Euro im Baumarkt einen Pinsel geholt das beim pinseln gefühlt 20 Härchen verloren hat, das war mega nervig. Ich hab den Schmuh dann ne Stunde aushärten lassen, geschliffen und nochmal mit Schnellschlifflack drübergepinselt. Ich stelle mir nun 3 Fragen:
    1. Das ist doch bestimmt kein gutes Zeichen, dass das Schleifpapier (600er Körnung) nach dem Schleifen so aussah, oder? Wegen der roten Farbe meine ich...
    [​IMG]

    Es gibt keine sichtbaren Stellen an denen ich die Beize bis aufs Holz abgetragen habe...aber sinnvoll schleifen ist eh kaum möglich bei so einer mega dünnen Schicht Schnellschliffgrund....oder?

    2. Wozu der Kack mit dem Schnellschliffgrund, es stinkt wie Lack, lässt sich genauso bearbeiten und fühlt sich auch so an, wieso nicht sofort loslackieren?
    3. Ist es normal dass der Body nach dem zweiten Anstrich so aussieht? Es haben sich überall am Korpus diese "Krater" und "Pocken" gebildet....
    [​IMG]
    Ich habe darauf geachtetet den Schnellschliffgrund sehr gleichmäßig zu pinseln aber irgendwie sieht das Ergebnis fleckig, unregelmäßig und fies aus. Das erkennt man auf dem Foto auch ganz gut. Ist das normal?
     
  19. The Dude

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    Erstellt: 04.04.11   #19
    Gute Feldherren haben u.a. meist deswegen die Schlacht für sich entschieden, weil sie den Feind zuvor genau studiert und somit bestens gekannt haben....;)


    Absolut normal, nur ist 600er schon fast zu fein.

    Hmm...Schnellschleifgrund ist Lack!!!!:D
    Grundierlack mit höherem Festkörperanteil zwar, aber eben nix anderes wie Lack.

    Ja, das sind Lufteinschlüsse in den groben Poren des Mahagonis. Die verschwinden auch erst, wenn die Poren mal gefüllt sind und das dauert, wenn du ausschließlich mit SSG arbeiten willst. Ich hätte dir in jedem Fall vorher einen "richtigen" Porenfüller empfohlen.


    Auch das ist normal und zeigt dir lediglich auf, wie durstig das Holz ist und dass da noch sehr viel Schnellschleifgrund in die Poren passt, bis alles gleichmäßig gesättigt ist.

    Insofern lernst du nun gleich die Königsdisziplin beim lackieren....schleifen!;)
    Lackieren, warten, schleifen....immer wieder, wochenlang!:eek:
     
  20. Grundkurs

    Grundkurs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.11   #20
    Ich hab eigentlich Porenfüller benutzt und zwar Holzpaste. Die hab ich mit warmen Wasser gemischt und auf den Body gespachtelt. Auf diesem Foto erkennt man ziemlich gut, dass die Poren gefüllt sind:
    [​IMG]

    Ich hab eben die dritte Schicht SSG plan geschliffen und dabei ist dieses hier passiert:
    [​IMG]
    Das war ein sehr sehr sehr sehr sehr frustrierender Moment als ich das gesehen hab. Es war sogar noch viel schlimmer als Matrix 3 im Kino und da musste man schon leidensfähig sein. So wie es aussieht werde ich das ganze Zeug komplett vom Body runterschleifen müssen und nochmal von vorne anfangen. Ich hasse Lackieren wirklich wie die Pest. Gitarrebauen wäre das schönste Hobby auf der Welt, wenn man das fertige Rock-Gerät nachher nicht lackieren müsste. Naja muss man ja eigentlich nicht, aber ich will halt ne schmucke Hochglanzlackierung und so wie es aussieht habe ich noch einen sehr weiten Weg vor mir :-( Trotzdem danke für die netten Hinweise zum Schnellschliffgrund @ Dude!
     
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