Echolette ET100 / 9Ohm Box an 5Ohm Amp?

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Hi,
habe seid ner Woche ein Echolette BS40 Vollröhrentop aus den 60ern hier stehen. Fehlt nurnoch eine passende Vintagebox. Von einem Bekannten könnte ich eine Echolette ET100 Bassbox, die von der Wattzahl genau zum Amp zu passen scheint, abkaufen. Soweit ich informiert bin ist die Box auch genau für diesen Amp, bzw. für sein Vorgängermodell (B 40) konstruiert worden.

Der Hacken an der Sache: Der Amp hat 5 oder 20Ohm, die Box 9Ohm.
Jetzt ist die Frage funktioniert das ohne das ich eins der beiden Geräte zerschieße ??

Habe mal gelesen, dass Röhrenamps nicht so Empfindlich bzgl. der Ohmzahl sind. Habe da aber keine weiteren angaben zu gefunden...
 
Eigenschaft
 
Röhrenendstufen verhalten sich etwas anders mit ihrer Last. Wird die Nennlast (5Ohm) überschritten, wird der Ausgangsüberträger stärker belastet. Im schlimmsten Fall wirds den zerlegen. Dementsprechend wäre deine Kombination vermutlich nicht ganz unbedenklich. Ob die konkrete Fehlanpassung bei dir ein Problem machen wird, wird wohl an Leistung und Überträger liegen. Da können dir andere bestimmt mehr verraten.

Eine Unterschreitung der Nennlast macht Röhrenendstufen kaum was aus... im Gegensatz zu ihren Transistorkollegen...
 
Sprich ich könnte die 9Ohm Box mit 20Ohm ansteuern und alles wär super?!
 
Theoretisch ja. Das ist allerdings schon ganz amtliche Fehlanpassung. Vermutlich werden die Röhren dabei etwas leiden und an Lebensdauer verlieren. Aber hey, das ist viel günstiger als wenn dir der Ausgangsüberträger abraucht ;)
 
Solange Du den Amp auch nur zuhause einsetzt, kannst Du ihn auch betreiben.
Ich würde den Amp allerdings mit der "100% Fehlanpassung" nicht an seine Grenzen bringen.

Gerade bei so alten Bassverstärkern ist die Frage in welche Richtung die Fehlanpassung gehen sollte. Prinzipiell hat sKu auf jeden Fall Recht (und so schreibe ich es auch in meinem Kompendium). Andererseits wissen wir von vielen alten Amp, die auch eine 8 Ohm Einstellung an einer 16 Ohm Box lange überlebt haben.

Am besten wäre natürlich, sich irgendwo eine zweite (billige) 8 Ohm Box zu besorgen. Die ergäbe zusammen mit der 9 Ohm Box ca. 5 Ohm ...

Ein probates Mittel für die derzeit beste Einstellung der Impedanz (5 oder 20 Ohm) wäre ein Würfel.
Best of Five und dann ergeben drei gerade Zahlen 20 Ohm, drei ungerade Zahlen 5 Ohm ... ;)

Gruß
Andreas
 
Danke für die Antworten !!

@Cadfael
Hier ist ein Datenblatt von der Box (http://www.el-me-se.de/old/pdf_files/ET100.pdf). Dort steht was von "Anschlussimpendanz 8-16Ohm". Wo ist da jetzt der Unterschied zur normalen Impendanz?
Und was meinst du genau mit Würfel??

Also mit schnellerem Röhrenverschleiß könnte ich mich noch gut abfinden, aber Laut spielen möchte ich ihn schon, vorallem auch mal live!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Würfel meine ich, dass jede Entscheidung gut oder schlecht sein kann.
Daher kann man durchaus das Schicksal entscheiden lassen > Ampeinstellung per Würfel ermitteln ...

Vielleicht meldet sich noch jemand, der sich wirklich mit alten Echolette Verstärkern auskennt und daher definitiv (aber ohne Gewähr) sagen kann, was wohl besser ist.

Wenn die Box 80 Watt Musik und 40 Watt Sinus hat, wäre sie mit dem Topteil vermutlich eh überfordert! Das dürften durchaus 40 "Röhrenwatt" sein - was dann auch 40 Watt RMS sind. Also wäre eine zweite Box eh anzuraten. Dann kriegt die alte Box nur 20 Watt ab - was sie auch vertragen sollte.

Es ist extrem schwer zu sagen, was Box und Verstärker damals wirklich aushielten. Ich habe das Ende "dieser Zeit" noch miterlebt! Da haben wir über einen 212er Schaller Verstärker (für drei Instrumente plus Gesang) gespielt. Aber ich habe eben nur das Ende miterlebt und kenne mich bei Echolette nur äußerst rudimentär aus.

Mit einer zweiten Box mit 8 Ohm würdest Du auf Nummer-Sicher gehen - und auch der Wirkungsgrad würde zunehmen. Egal ob Du auf 5 oder 20 Ohm stellst - nur mit dieser Box wäre der Amp wohl in jeder halbwegs modernen Band lautstärkemäßig völlig verloren ...

Gruß
Andreas
 
Ah ok, naja klingt jetzt nicht so rosig. Das geht dann aus Budgetgründen ehr in Richtung einer 4Ohmigen!
2 sind mir momentan zu teuer, und die könnte ich dann ggf. noch in der anderen Band einsetzten.

Der Amp ist für eine Bluesrock-Band gedacht. Da gehts nicht so brutal/laut zu, der ehemalige Basser hat auch den BS40 gespielt und das klappte lautstärketechnisch und gefiel mir klanglich so gut das ich jetzt auch einen haben musste. Ich kannte die Marke da leider noch nicht und weis deshalb auch nicht was er für ne Box dranhängen hatte :/

Danke erstmal für die Infos, wenn sich wer genauer mit den Echolettes auskennt würd ich mich über eine(n) PM/Post freuen :great:
 
Nun ich hatte lange Zeit einen BS 40 eines netten Kollegen zur Reparaur und zum Musizieren....
Klar, die Leistung ist nicht berauschend, aber der Amp ist recht unkompliziert und auch recht unempfindlich; ich hatte damals auch eine 8-Ohm Box (EV 15L) dran und die geringe Fehlanpassung am 5Ohm-Ausgang macht überhaupt nichts aus; da gibts bei dem Amp noch keine Überschläge o.ä..
Ansonsten die übleichen Vorsichtsregeln walten lassen (nicht ohne Last, gut Vorheizen, keine krassen Temp-Unterschiede) und der Amp kann noch lange leben, wenn die C's getauscht i.O. sind.

Ergo: 8 Ohm-Box an 5 Ohm;
Außerdem glaube ich sowieso nicht, daß die ET100 9 Ohm hat. Ist da überhaupt noch der Original-Speaker drin?
M.W. hatte Echolette damals ziemlich viel Isophon eingebaut.

Norbert
 
Mhh jetzt wo dus sagst... da sind goldene "Hifi Echolette Special Modell" drin. Eigentlich sollten es aber die roten Isophon sein.
Der Besitzer ist aber überzeugt davon das es die originalspeaker sind :gruebel:

Danke für den Erfahrungsbericht, das hilft mir weiter!
Hast du den Amp mal zum zerren bekommen, sprich Endstufenzerre ohne Pedal?
Will meinen kleinen Speaker nicht überfordern aber der Klang würde mich interessieren
 
na dann denke ich doch, daß es die Originalspeaker sind, wenn schon das Echolette Label drauf ist.
Die P30/ xx - Typen hatten von Isophon damals keine roten Magnethauben (aus Kunststoff).

Als ich den BS 40 nach reparatur/Abgleich mal ausprobiert habe, konnte ich schon eine Endstufenzerre feststellen; Ganz leicht in die Sättigung getrieben (eigentlich noch nicht verzerrt) klingt er noch gut grobe Zerre, das ist allerdings nicht mein Ding; würde ICH dem Amp speziell wegen des kleinen Ausgangsübertragers auch nicht zumuten!!
 

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