"Echter" Moog - Lohnt sich das?

von Heimaufnehmer, 21.05.08.

  1. Heimaufnehmer

    Heimaufnehmer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #1
    Moin, moin miteinander!

    Ich träume schon seit längeren davon, einen alten Moog Synthi zu besitzen und zu spielen.
    (Bin ich bestimmt nicht der Einzige.:))
    Ich nenne bereits einen Roland SH-201 mein Eigen, den ich mir aber hauptsächlich als Controller und "Trainingsgerät" zugelegt habe.
    Nun bin ich so langsam dicht davor, mich mal näher auf dem Markt umzusehen, um dann gegebenenfalls im passenden Augenblick zuzuschlagen.
    Ich habe dabei den Minimoog, The Rogue, den Micromoog oder einen Prodigy im Visier.
    Preislich sollte es nicht über 1000€ hinausgehn, wobei ich auch kein Vorzeigeexemplar brauche.(optische Mängel, fehlende Gebrauchsanweisung oder kratzende Potis sind nebensächlich.)
    Eine Software Version kommt nicht in Frage, da es mir bei der Sache ums Gefühl geht.
    Ich möchte son Ding einfach vor mir haben.:D
    Hab das Minimonsta und den Minimoog V von Arturia auch schon probegespielt, fand die Programme auch echt fett, (LFO-mäßig und so geht da natürlich einiges)
    aber man hört ja immer wieder, das die klanglich nicht ans Original herankommen, was ich leider nicht beurteilen kann, da ich noch nie einen Moog im Livebetrieb hören konnte.
    Nutzen würde ich das gute Stück übrigens nur im Studio, für Bass und Lead Sounds, sowie klangliche Experimente.:)

    Also:
    Hält ein echter Moog was er verspricht?
    Kann mir jemand aktuelle Marktpreise sagen?
    Welches Modell hat welche Vor- und Nachteile?
    Und wär stellt mir morgen son Gerät vor die Tür?;)
     
  2. Tax-5

    Tax-5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #2
    Ich sag dir 2 Dinge:

    1: Vergiss das mit den 1000 Euro für n (Mini)moog...

    2: Bedenke immer dass das Geräte sind die teils älter sind als du... die Technik darin hat gelitten... durch Live Auftritte, Standby im Studio und natürlich durch gebrauch... selbst wenn man Sorge trägt bis zum abwinken nagt der Zahn der Zeit an der Technik.... ich meine: Ein 30 Jahre alter Transistor bringt nicht mehr die "Leistung" wie damals und dass hat Auswirkungen auf den Klang...

    Ein Kollege von mir hat auch gesagt dass ein nem Kondensator eine Flüssigkeit ist... wie bei allen Behältnissen ist es bei Kondensatoren der Fall dass diese Flüssigkeit einmal austritt oder verdampft.. 30 Jahre sind genug Zeit um sich durch eine 100stel MM Ritze zu verflüchtigen...

    Ich weiss nicht ob sich die Anschaffung lohnt... wenn dann müsstest du das Gerät noch so einsetzen können dass du Profit daraus schlagen kannst... (Tour, CD Release etc...)
    Nur so rein Hobbymässig wäre es eine immense Investition die du dir mehr als einmal überlegen solltest (und das aus meinem Mund :D)
     
  3. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #3
    Ja, Programme. Wenn du wissen willst, was beim Minimoog geht, geh ins Musikgeschäft deines Vertrauens und teste den Voyager Old School. Nicht den großen Voyager mit Hubschrauberlandeplatz, sondern den neuen Old School.

    Im Endeffekt bedeutet Minimoog nämlich: Du zahlst mehrere 1000 Euro für einen Synthesizer mit 1 Stimme, ohne MIDI und ohne Speicherplätze, der dann trotzdem noch reparaturbedürftig ist, und ich meine keine Kosmetik. Und du wirst jeden Sound aus dem Gedächtnis, von Notizen oder von Fotos jedesmal wieder neu per Hand reindrehen müssen.

    Und der Vergleich Moog-Clone <> Minimoog hinkt genauso wie der Vergleich Minimoog <> Minimoog. Das sind vollanaloge Synthesizer auf dem technischen Stand der 70er Jahre, da klingen keine zwei Exemplare gleich.


    Martman
     
  4. J.K

    J.K HCA Synth/Midi/Soundgestaltung HCA

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    Erstellt: 22.05.08   #4
    Klangliche Experimente sind nicht so die Stärke der Moogs. Die können klanglich im Vergleich zu anderen Geräten nicht viel, aber was sie können klingt natürlich 1a, wobei da zwischen Minimoog und den kleineren da noch ein Unterschied vorhanden ist.
    Ob sich das bei den Preisen lohnt ist fraglich. Wenn Geld keine Rolle spielt braucht man nicht zu überlegen. Da es bei Dir aber sehr wohl eine Rolle spielt würde ich davon abraten und mir etwas anderes suchen, gerade weil Du gear-mäßig noch nicht so gut ausgestattet bist.
     
  5. Langfingerli

    Langfingerli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.05.08   #5
    Einen Prodigy bekommt ja gut für 1000(circa 500-700) und die klingen schon sehr fett.
    Andereseits könntest du auch mal einen Little Phatty ausprobieren.
    Auch vollanaloge Klangerzeugung, mit Arpeggiator, MIDI, syncbare LFOs usw.
    Gebraucht ist der Phatty I für 700 zu bekommen, wenn man etwas die Augen aufmacht. Aber keine TributeEdition kaufen, da passt das neue Softwareupdate wohl nicht drauf;)
     
  6. Moogman

    Moogman HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 22.05.08   #6
    ein Moog ist ein Moog, kaum eine anderer Synthie klingt so organisch. Ich würde einen neuen Moog kaufen, vielleicht den kleinen Dickmops oder besser noch den Voyager in der abgespeckten Variante.
     
  7. occhio

    occhio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.05.08   #7
    Es lohnt!
    Mein Minimoog ist mein liebstes Kind, was Synthies angeht.

    Er ist zwar vergleichsweise spartanisch, aber man kann durchaus viel experimentieren!

    Er klingt ganz anders als der Voyager!
    => http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1374

    Es gibt ein Midi-Interface für ihn
    => http://www.lintronics.de/minimoog.html

    Rudi Linhard kriegt jeden Mini wieder hin. Er hat am Voyager massgeblich mitgearbeitet. Sein Midiinterface ist spitze. Er macht absolut faire Preise!

    Probier es einfach aus: spiel einen Mini, spiel einen Voyager, spiel andere analoge Synthies und entscheide aus dem Bauch: wer Minifan ist braucht definitiv einen!
     
  8. Moogman

    Moogman HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 24.05.08   #8
    Naja, der Voyager kann den Minimoog soundmäßig weitgehend ersetzen und er bietet noch einiges mehr an Features. Besonders für Live, würd ich einen alten Minimoog heute nicht mehr mitnehmen. Die Unterschiede vom Sound sind nicht so riesig und beide klingen extrem gut.
     
  9. Heimaufnehmer

    Heimaufnehmer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.08   #9
    Ersma vielen Dank für eure Meinungen!
    Habt mir schon ein wenig weitergeholfen.

    Also ein alter Minimoog kommt wohl vorerst nicht in Frage
    und ein neuer ist mir eh viel zu teuer.
    Momentan tendiere ich zu einenem Prodigy oder The Rogue
    (Bei ebay is grad einer für unter 500 weggegangen, allerdings ohne Netzteil)
    Hab jetzt aber noch ne ganz andere Idee:
    Was haltet ihr von dem Mooger Fooger Filtermodul?
    Ist das der gleiche Filter wie in alten oder neuen Moogs?
    Könnte man doch in Kombination mit dem Arturia Minimoog V benutzen.
    Dann hätte ich (hoffentlich) nen "analogeren" Klang mit fetten Bässen
    und sämtliche Softwarevorteile in einem.
    (Hmm klingt ürgendwie zu schön um wahr zu sein... :rolleyes:)
     
  10. TastenTier

    TastenTier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.08   #10
    Wenn du einen Synthesizer mit fettem Filter suchst, könntest du dir auch mal den MFB Synth II oder MFB Synth lite II anschauen. Hat zwar digitale Oszilatoren, aber der Filter ist komplett analog und kling sehr Moog-Like fett.:great:
     
  11. occhio

    occhio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.08   #11
  12. Heimaufnehmer

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    Erstellt: 04.06.08   #12
    Was haltet ihr denn von der Idee mit dem Mooger Fooger Filter?
    Ich will einfach diese typisch drückenden Sub basses hinkriegen,
    die die Hosenbeine zum flattern bringen!
     
  13. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 06.06.08   #13
    Einen Moog zu spielen, ist keine rationale Entscheidung, sondern eine Leidenschaft.
    Vergleich das z.B. mal mit Motorradfahren: Harley und Reisbomber
    Eine Harley: Üblicherweise muss man vor ner Tour die eine oder andere Stunde investieren, um n paar Schrauben nachzuziehen, die es beim letzten Ausritt losvibriert hat, hier und da muss noch schnell was gereinigt oder ausgetauscht werden. Aber hast Du sie dann endlich angekickt, legst den Gang rein und fährst los, schüttelt sie Deine Eier von einem Orgasmus zum anderen. :D
    Der Reisbomber? Den holst Du einfach aus der Garage. Der hat n E-Starter, springt vermutlich ohne Probleme an. Verbraucht auch weniger Sprit, Du kannst schneller in Kurven reinfahren, weil die Straßenlage durch optimierte Federbeine etc. besser ist. Beschleunigung und Endgeschwindigkeit ist sicherlich auch um Ecken besser als bei einer Harley. Und Deine Eier? Schlafen Dir höchstens ein bei der Fahrt. :p
    Wenn Du damit umgehen kannst und ihn pflegst...
    Die Geräte, die Du genannt hast, dindet man von Zeit zu Zeit mal bei ebay. Daran kann man sich im allgemeinen orientieren.
    Es gibt sie von klein bis groß, je mehr Knöpfe, desto mehr Möglichkeiten, je kleiner, umso überschaubarer. Für Bass ist der Rogue als kleinster in der Riege schon ganz gut, für Lead-Sounds solltest schon eine Kategorie höher nehmen. Experimentell interessant wird's aber erst ab Minimoog, aber eigentlich wirklich erst bei den größeren Modellen, die zumindest über Stepsequenzer verfügen. Ansichtssache...
    Tja, die einen würden sich von ihrem Moog nie trennen, bei den anderen ist das ne Frage des Geldes. Genau wie bei der Harley ;)
     
  14. Heimaufnehmer

    Heimaufnehmer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.08   #14
    Danke rollo & auch an die Vorredner, habt mich schon nen Stück weitergebracht.
    Ich würd aber gern noch mehr Meinungen hörn, allgemein, aber auch speziell zu meiner Idee mit dem Moogerfooger, oder soll ich dafür lieber nen neuen thread starten?
     
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