Effect Sound in Welcome to the machine

von Puls, 05.04.19.

Sponsored by
Casio
  1. Puls

    Puls Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.05.07
    Zuletzt hier:
    17.07.19
    Beiträge:
    1.296
    Ort:
    Südbaden
    Zustimmungen:
    442
    Kekse:
    3.429
    Erstellt: 05.04.19   #1
    Hi,
    ich bräuchte mal fachmännischen Rat. Ich bastel mir gerade Welcome to the machine für ein project zusammen. Ich hab eigentlich soweit alles beisammen, den Lead-sound hab ich mit
    nem Moog Little Phatty ganz passabel hinbekommen. Was mir noch Kopfzerbrechen macht ist dieser Effect in den Strophen ich nenns mal: White-Noise-Ping-Pong-Effect, zu hören ab
    1:12 und etwas verändert bei 1:26



    Hat jemand ne Idee wie ich das live umsetze? Ist das nen white-Noise Sound über ein ping-pong-panning? Also Taste drücken und der Ton spingt von li nach re?
    bekomm ich irgendwie nicht gescheit hin. An Equipment setz ich u.a. ein: Moog LP mit nem TC Flashback+Boss RV-6, Motif XF, Kurzweil PC3.
    Ich würds am dann am liebsten samplen und am motif auf eine Taste legen.

    LG
    Daniel
     
  2. strogon14

    strogon14 HCA MIDI HCA

    Im Board seit:
    31.12.07
    Beiträge:
    4.408
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    1.296
    Kekse:
    11.640
    Erstellt: 05.04.19   #2
    Das scheint kein Delay zu sein, sondern jeweils einzeln getriggerte Noten bzw. Sounds, denn man hört, dass der Filter Cutoff bei jedem Swish leicht unterschiedlich ist. Also entweder ein freilaufender Dreiecks/Sinuswellen LFO auf Filter-Cutoff oder, wahrscheinlicher, es wurde einfach manuell am Cutoff-Regler gedreht.

    Der Sound selbst ist einfach Whitenoise mit einem Envelope auf den Filter-Cutoff, kein Attack, relativ kurzes Decay/Release. Beim zweiten Auftreten kommt dann noch ein sehr schneller LFO auf den Cuttoff dazu.

    Ich vermute mal, da wurden einfach zwei Spuren mit den Tönen jeweils abwechselnd gespielt aufgenommen, oder ein Modular-System mit entsprechend vorhandener Panning-Modulation verwendet. * Das hilft dir aber natürlich nicht weiter. Du könntest, statt die Noten einzeln zu triggern, eine loopende Hüllkurve verwenden, die sowohl den Cutoff als auch die Laustärke moduliert. Ein Rechteck-LFO der synchron zur Hüllkurve oszilliert, steuert das Panning. Zusätzlich einen Controller definieren, um den Filter-Cutoff manuell zu regeln. Filter-Resonanz nach Bedarf.

    Ich würde den Sound am PC3 erstellen, da hast du genügend Envelopes und LFOs, und dann sampeln.

    * wahrscheinlich ein EMS VCS3
     
    gefällt mir nicht mehr 3 Person(en) gefällt das
  3. Puls

    Puls Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.05.07
    Zuletzt hier:
    17.07.19
    Beiträge:
    1.296
    Ort:
    Südbaden
    Zustimmungen:
    442
    Kekse:
    3.429
    Erstellt: 05.04.19   #3
    Hi, danke für Deinen Input, das bringt mich schonmal weiter. Hab grad nur meinen LP da, daher kann ich es am WE leider nicht testen. Das mit mit cutoff ist mir auch aufgefallen,daher war ich auch etwas ratlos wie ich das einbaue. Könnt man live vielleicht auch drauf verzichten, denke der panning-effekt allein machts schon cool. Könnte ich mir nicht auch den sound nicht einmal links gepannt und einmal gepannt rechts samplen und abwechseln die tasten drücken? oder einfach nen layer aus 2x dem noise und eins auf links und eins auf rechts legen, sollte doch gehen?

    /edit

    wie analysierst du denn diesen treibenden Synth-Bass nachm Intro der auch den song durchläuft? Ich habs mit nem Arp und einem moog-bass gelöst bislang, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht, irgendwie klingts octaviert aber irgendwie auch wieder nicht, ist da eine bass spur drüber?


    LG
     
  4. strogon14

    strogon14 HCA MIDI HCA

    Im Board seit:
    31.12.07
    Beiträge:
    4.408
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    1.296
    Kekse:
    11.640
    Erstellt: 05.04.19   #4
    Hier mal ein Versuch den "Pan Swish" Sound strukturell mit dem Kurzweil PC3 nachzubauen:

    PC3D_1_bg.png PC3D_2_bg.png PC3D_3_bg.png PC3D_4_bg.png PC3D_5_bg.png PC3D_6_bg.png PC3D_7_bg.png PC3D_8_bg.png PC3D_9_bg.png PC3D_10_bg.png

    Statt einem Loop-Envelope, habe ich für die Filtermodulation und das Panning jeweils einen LFO genommen, die ließen sich so leichter synchronisieren. Als Filter klingt ein Bandpass erheblich besser als ein Lowpass. Zum Glück, denn der Panner ist im PC3 ein 2-Block-DSP, da wäre für einen 4-Block 4-Pole-Filter DSP-Block kein Platz mehr gewesen, und es wären zwei Layer notwendig gewesen.

    Noise wird von der Einstellung "PlayBackMode: Noise" auf der KEYMAP-Page erzeugt. Da der unterschiedlich je nach Note klingt, habe ich Keytracking auf 0% und eine entspr. Tranposition gesetzt.

    Du kannst dir den Sound über die Slider A - E und I anpassen, Belegung siehst du, wenn du auf den INFO-Button klickst (Cutoff, Bandwidth, Filter Env Amount, LFO Mod Amount, Pan Mod Width, LFO Speed, Reverb).

    Wenn ich mir den Sound nochmal anhöre, fällt mir allerdings auf, dass auf der Linken Seite die Cutoff-Frequenz immer niedriger ist, als auf der Rechten. Das könnte man noch einbauen, indem man den Rechteck-LFO mit geringem Anteil und plus einer Konstante auch noch auf den Cutoff routet. Dann braucht man aber FUNs, das war mir zu kompliziert. Alternativ kopiert man das einzelne Layer im Programm und pannt das eine Layer nach rechts, das andere nach Links und moduliert mit dem Rechteck-LFO stat dem Panning den Output und ändert in einem der Layer die Phase des LFO um 180° und ändert die Min/Max-Depth bei der Modulation des Filters auf der DSPCTL-Page.

    Evtl. kann man für etwas Atmosphäre auch noch ein leichtes Delay hinzufügen.

    Das Programm ist als .PC3K angehängt (in einem Zip-Archiv, wg. erlaubter Dateitypen im Forum)
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.04.19, Datum Originalbeitrag: 05.04.19 ---
    Auch das sind wieder zwei Spuren mit hartem Panning und jeweils abwechselnden Noten. Also 4-tel jeweils um ein 8-tel versetzt. Auf dem Sound selbst ist ein ganz leichtes, kurzes Delay, so dass jede Note ein ganz wenig wie ein "Doppelschlag" klingt. Mit dem Moog würde ich es mal mit einem Mix zwischen Sägezahn und Rechteck versuchen.
     

    Anhänge:

    gefällt mir nicht mehr 5 Person(en) gefällt das
  5. Puls

    Puls Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.05.07
    Zuletzt hier:
    17.07.19
    Beiträge:
    1.296
    Ort:
    Südbaden
    Zustimmungen:
    442
    Kekse:
    3.429
    Erstellt: 06.04.19   #5
    Vielen Dank Chris, wie immer herausragend Deine Analyse und Service :great:

    Ich hab den Moog Bass am LP jetzt mal mit nem 1/4 Arpeg. gelöst 1 octaviert und ein leicht versetztes Delay dazu, das kommt einigermaßen hin, wenngleich nicht so auf auf dem Album, so ganz knackig trocken perkussiv isses noch nicht. Aber da machen Nuancen am filter-decay und sustain schon einiges aus. Hab nur 1 osc und cutoff fast ganz zu.

    Aber ich hab folgende Setlist zu stemmen:

    Set1: Wish you were here (full album)
    Set2: Dark side o.t.m full album
    Zugabe: Sheep

    Also long way to go:D
    Aber macht richtig fun.
     
  6. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    14.09.05
    Zuletzt hier:
    17.07.19
    Beiträge:
    4.603
    Ort:
    Hamburg
    Zustimmungen:
    1.240
    Kekse:
    19.196
    Erstellt: 12.04.19   #6
    Ich würde, wenn's irgendwie geht, den Panning-LFO in eine Trapezform waveshapen, um ein hartes Umschalten im Panning zu verhindern und das händische Hin- und Herreden besser zu emulieren.

    "Humanizen" könnte man es im Extremfall – hier sind wir aber wirklich schon auf Virtuell-Modular-Terrain –, indem man als Panning-LFO-Wellenform eine zum Trapez gewaveshapete 33%ige Pulswelle nimmt, die in der Frequenz so eingestellt wird, daß der kurze Teil der Welle eine Achtelnote lang ist (so hat man am Ende genügend Überhang für den nächsten Trick). Diese Pulswelle wird dann subtil mit Rauschen und/oder einem Zufalls-LFO in der Frequenz moduliert (Ungenauigkeiten) und mit einem zweiten, clocksynchronen LFO hardgesynct. Dabei muß die Pulswelle in der Phasenlage so liegen, daß sie im Tiefstpunkt-"Plateau" ist, wenn sie gesynct wird. Entsprechend darf der Sync-Master-LFO selbst auch nicht genau auf der Clock liegen.

    Auch die eigentliche Cutoff-Modulation läßt sich noch "humanizen". Bei der Frequenz ist der oben genannte Trick zu gefährlich, weil die Wellenform des modulierenden LFO sich kontinuierlich verändert und man mit Sprüngen rechnen müßte. Aber die Modulationsintensität ließe sich auf jeden Fall mit Sample & Hold modulieren, das am Tiefpunkt der (unipolar verwendeten) Cutoff-Modulationswelle retriggered wird, damit die Peaks sich subtil voneinander unterscheiden. Optional könnte man noch ein ganz kleines bißchen Rauschen zur Modulation der Modulationsintensität mit heranziehen, damit es nicht den Anschein hat, als würde der Cutoff-Regler von einer Maschine bewegt.


    Martman
     
Die Seite wird geladen...

mapping