[Effekt] - Jam Pedals Retro Vibe Review mit Video

von Guitarcoach, 24.09.20.

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  1. Guitarcoach

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    Erstellt: 24.09.20   #1
    +++ Mit Video-Demo+++

    Einleitung
    Seit Jahren schon war ich auf der Suche nach „dem UniVibe-Sound“. Viele Pedale hatte ich bereits durch, von namhaften Herstellern aus den USA und GB, bis zu den Geheimtipps für kleines Geld aus fernöstlichen Ländern.
    So richtig überzeugt haben mich die Pedale immer nur in der Anfangsphase, denn irgendetwas fehlte. Natürlich hatte ich immer diesen Jimi Hendrix Sound im Ohr. Im Prinzip, war mir schon klar, dass das Jam Pedals Retro Vibe ziemlich gut sein würde, aber wie sehr die Sonne aufging, als ich es zum ersten Mal in Betrieb nahm, war eines dieser Erlebnisse, die man als Gitarrist so liebt...

    MuBo_Reviews_Guitarcoach_RetroVibe.jpg

    Unpacking
    Das Retro Vibe MKii kommt einem schlichten braunen Karton, praktisch undesignt. In der Box befindet sich ein stilistisch passender Leinenbeutel, so wie das Manual.

    Genauere Betrachtung
    Das handbemalte Pedal sticht einem natürlich direkt ins Auge. Ich sage mal der Hippie.Style zieht sich konsequent durch, auffällig ist dabei die große Blume, welche den Button umgibt. Ja, ja, es ist Geschmackssache, ich finde es erfreulich, erfrischend und authentisch!
    Laut dem Hersteller Jam Pedals, übrigens eine kleine Schmiede aus Athen in Griechenland, sind im Retro Vibe entsprechende NOS Transistoren, sowie Photozellen verarbeitet. Diese sollen sicherstellen, dass man den gewünschten Retro-Sound auch erreicht. Als Potis finde man auf der Frontseite Speed, Depth, dem Kippschalter zum Wechseln zwischen Chorus und Vibe und neben den beiden Klinkenanschlüssen gibt es noch den 9v Anschluss, sowie eine Möglichkeit ein externes Expression-Pedal von Jam Pedals anzuschließen. Auf der Innenseite, findet man noch einen Trim-Pot, der die Intensität des Pedals reguliert. Dieser arbeitet sensibel und ist leicht erreichbar. Persönlich habe ich meine Optimaleinstellung des Trimmers bei 2 Uhr gefunden. Das Format ist etwas breiter als ein Standardpedal, von daher auch noch erfreulich platzsparend, im Vergleich zum Original und anderen Fabrikaten. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Innen und außen ist alles einwandfrei und sauber verarbeitet, das Retro Vibe wirkt roadtauglich.

    Zur Praxis
    Wie oben beschrieben, hatte ich einen Klang im Kopf, der für mich die Essenz des UniVibe-Tons ist. Das war Machine Gun und Izabella von Jimi Hendrix, sowie Bridges of Sigh von Robin Trower. Das Retro Vibe habe ich hinter meinem Fuzz Phrase, ebenfalls von Jam Pedals, platziert. Hier klingt es für mich einfach perfekt.
    Also, Chorus-Mode eingestellt und draufgetreten - kurz die Luft angehalten. In meinem Kopf schwirrt ein großes „WOW, da ist er ja, der Ton, den du immer gesucht hast!“. Mit tiefem Throb, pumpt das Retro Vibe sich in meine Sounds, dabei ergänzt es diese optimal. Kein phasiger Klang, keine Sound-Verlust, einfach eine pure Ergänzung. Die Sounds fangen an zu schweben und ich spiele die ersten Hendrix Riffs. Machine Gun…ja, genau so, so muss das klingen! Message To Love…aufweia, ich glaub ich stehe in Woodstock. Der Speed-Regler steht auf 11 Uhr, ich wage mich und stelle ihn auf 14 Uhr, Depth ist voll aufgedreht. Jetzt wabert es kräftig und egal wie man den Speed auch einstellt, nie wirkt das Retro Vibe zu dominant. Die Synergie zwischen Girrensignal und Vibe ist perfekt ausbalanciert. Ich gebe zu, ich bin kein großer Nutzer des Vibe Modes, aber nach kurzer Testphase, klingt es auch hier wie erwartet – erstklassig.

    Hier geht es zu meinem Demo-Video:


    Fazit
    Von allen Vibes, die ich bisher gespielt habe, ist das Retro Vibe das musikalischste und vor allem jenes, welches den Original-Sound und das Playing Feel perfekt einfängt. Ein Pedal, das inspiriert und bei welchem es einem schwerfällt, es auszuschalten. Mit aktuell 291 € sicherlich kein günstiges Pedal, aber wer endlich ankommen möchte im UniVibe-Himmel, der wird sicherlich voll bedient.

    Pros
    + Sound
    + Flexibilität
    + Qualität
    + Nebengeräuscharm
    + Verträglichkeit mit anderen Pedalen

    Keine Kontras
     
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  2. RED-DC5

    RED-DC5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.09.20   #2
    Klingt amtlich , allerdings fällt mir auf wie das Jam
    sehr laut schreit.... nach der Gibson Paisley V

    :D
     
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  3. Guitarcoach

    Guitarcoach Threadersteller Registrierter Benutzer

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