Ein Liedtext zum Thema K.I.

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Moin Leute,

diesmal präsentiere ich Euch einen Text von August 2025, der zwar schon ein fertiges Lied ist, jedoch noch nicht irgendwo online zu hören ist. Wie wir alle habe auch ich mich mit dem Thema "K.I." auseinandergesetzt und bin, ganz ohne Hilfe von K.I. zu folgendem Ergebnis gelangt:

K.I.
Du hörst meine Musik und denkst:
"Damit wirst Du nicht reich.
Das hätte ich auch selbst gekonnt,
AuĂźerdem klingt alles gleich.
Die Texte sind vorhersehbar,
Die Gitarre nicht virtuos.
Die Aufnahme von mind'rer Qualität,
Damit wirst Du niemals groĂź.
Dir fehlen Ideenreichtum und Stil,
Kreativität und Fantasie."
Vielleicht hast Du recht, doch es ist,
Ganz bestimmt keine K.I. ...

"Du klingst wie unter Wasser,
Die Klangqualität ist schlecht.
Man hört Hintergrundgeräusche,
Deine Gitarre klingt wie Blech.
Selbst Deine neuen Lieder,
Sind so schlecht wie nie."
Kann schon sein, doch dafĂĽr ist es,
Ganz bestimmt keine K.I. ...

"Die Reime und die Texte,
Sind unterstes Niveau.
Die meisten Themen ĂĽber die Du schreibst,
Sind alle fĂĽr den Po.
Du bedienst doch nur Klischees,
Garniert mit Hobby-Philosophie."
Könnte etwas dran sein, doch dafür ist es,
Ganz bestimmt keine K.I. ...

"Lass es lieber sein damit,
Da hilft auch keine Sympathie."
Ich mache trotzdem weiter, denn es ist,
Ganz bestimmt keine K.I. ...

Die Welt wird einmal sagen:
"Er war nicht wirklich ein Genie.
Doch durch die ganzen Ecken und Kanten, war es,
Ganz bestimmt keine K.I. ..."

Wer mich einmal live erlebt hat,
Der vergisst das nie.
Ich bin keine zehn von zehn, doch dafĂĽr,
Ganz bestimmt keine K.I. ...

Ohne Fantasie, so schlecht wie nie,
Hobby-Philosophie, etwas Sympathie.
Nicht wirklich ein Genie, das vergisst Du nie,
Doch ganz bestimmt keine K.I.!

Copyright: Tim Schreiber
​
Ganz nach dem Motto: "Menschen machen Fehler, deshalb gibt es Bleistifte mit Radiergummi." Dieses Lied soll allen Mut machen, es auch ohne Perfektion zu versuchen. Macht was Euch SpaĂź macht. Lieber mit Herz als ohne Fehler. Bin gespannt, was Ihr u dem Text sagt.

Euer T.I.M.
 
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Ist das wirklich ein kĂĽnstlerischer Anspruch?! Belangloses ohne eigene kreative Ideen textlich und technisch schlecht umzusetzen, und das immer und immer wieder, ohne besser werden zu wollen? Nur weil es nicht KI ist?

Dann kommt da wahrscheinlich auch nichts besseres bzw. wertvolleres bei raus, als wenn die KI würfelt. Und KI lernt wenigstens jede Sekunde dazu…

So zumindest verstehe ich den Text. Insofern wĂĽrde er sich wenigstens selbst perfekt gerecht.

Bedeutung, Kreativität und Handwerk wären für mich Argumente gegen KI, die dann aber für sich selber stehen. Oder habe ich einfach nur die Ironie oder die tiefere Bedeutung im Text nicht verstanden?

Bitte sieh das eher als Ausdruck meiner Verwirrung, als als Kritik.

GruĂź, glombi
 
  • Ersteller
  • #5
Ist das wirklich ein kĂĽnstlerischer Anspruch?! Belangloses ohne eigene kreative Ideen textlich und technisch schlecht umzusetzen, und das immer und immer wieder, ohne besser werden zu wollen? Nur weil es nicht KI ist?

Dann kommt da wahrscheinlich auch nichts besseres bzw. wertvolleres bei raus, als wenn die KI würfelt. Und KI lernt wenigstens jede Sekunde dazu…

So zumindest verstehe ich den Text. Insofern wĂĽrde er sich wenigstens selbst perfekt gerecht.

Bedeutung, Kreativität und Handwerk wären für mich Argumente gegen KI, die dann aber für sich selber stehen. Oder habe ich einfach nur die Ironie oder die tiefere Bedeutung im Text nicht verstanden?

Bitte sieh das eher als Ausdruck meiner Verwirrung, als als Kritik.

GruĂź, glombi
Moin Glombi,

Du musst dich nicht für Deine Verwirrung/Kritik rechtfertigen, da es ja Deine Wahrnehmung ist. Mir geht es vor allem darum, sich von der "Perfektion der KI" zu distanzieren und sich nicht durch eigene Fehler entmutigen zu lassen. Nur weil um einen herum alle virtuoser, kreativer, genauer oder erfolgreicher sind, heißt es nicht, dass die eigene Kunst nichts mehr wert ist. Natürlich habe ich selbst den Anspruch besser zu werden, behalte mir jedoch die Fähigkeit über mich selbst zu lachen. Früher habe ich mich für alte Texte/Lieder geschämt, habe mich distanziert und im Wahn sogar ein paar entsorgt... :eek2:
Heute, mit über 40, sehe ich das alles viel reflektierter und kann meine vergangenen Lieder nicht nur akzeptieren, sondern spiele sie manchmal sogar wieder, weil sie Teil meiner persönlichen Entwicklung sind. Des Weiteren habe ich auch qualitativ schlechte Musik online, Liveaufnahmen von 2007 und vierspurige Tascam*-Experimente, die alles andere als hochwertig sind. Aber sie sind authentisch, die Texte, um die es hauptsächlich bei mir geht, sind zu verstehen und man gewinnt einen kleinen Eindruck, was einem bei meinen Konzerten blüht. Ach ja. Natürlich ist alles ohne die Hilfe von KI.

Kleiner FunFact: Sobald ich den Song fertig im Tonstudio aufgenommen habe ĂĽberlege ich, ob ich das Video von einer KI erstellen lasse. Als krassen Gegensatz zum Inhalt...

T.I.M.
 
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Hm, ich denke, man könnte das Ganze auch als Herausforderung sehen. Oder mehr als Ansporn, besser zu werden und nicht nur einfach weiterzumachen.
Ich sehe hier die Gefahr, dass jemand denken könnte "Ach, KI kann ja eh' alles besser - warum sollte ich mich überhaupt noch verbessern?".
Und das wäre für mich der musikalisch-kreative Tod :oops:
 
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  • Ersteller
  • #7
Hm, ich denke, man könnte das Ganze auch als Herausforderung sehen. Oder mehr als Ansporn, um besser zu werden und nicht nur einfach weiterzumachen.
Ich sehe hier die Gefahr, dass jemand denken könnte "Ach, KI kann ja eh' alles besser - warum sollte ich mich überhaupt noch verbessern?".
Und das wäre für mich der musikalisch-kreative Tod :oops:
Moin BlakeWilder,

ich stimme Dir zu. Hier, denke ich, ist tatsächlich der Weg das Ziel. Wem der Weg, also weitermachen, zu anstrengend ist, der sollte sich was anderes suchen. Für mich war das nie eine Frage, ob und wie ich weiter mache. Musik ist und bleibt mein Ventil.

T.I.M.
 
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Moin, @The Incredible Man
ich fänd es cool, wenn einiges, was Du hier anmerkst, im Text zu lesen wäre: die Freude am eigenen Ausdruck und Schaffen, der Spaß, den es macht, mit Text, Musik und Gesang etwas zu schaffen, was per se einmalig, da individuell ist. Der Tenor des Songs - der ja insgesamt klar ist - bleibt aus meiner Sicht dabei: KI perfekt - komm ich nicht ran - ist aber egal ... Das ist eine negative Abgrenzung, die für mich zwar okay geht, aber das Positive unbeleuchtet läßt - eben die Freude am eigenen Schaffen und am eigenen Ausdruck. By the way hätte ich für mein Verständnis dazu auch nicht drei recht lange Strophen zu Anfang gebraucht, die ausformulieren, was man alles nicht kann (im Vergleich zur "perfekten" KI).

Ein "twist" und ein paar Spuren von Ironie oder Humor kämen aus meiner Sicht hingegen ganz gut, weil die Grundaussage ja recht schnell zu erfassen ist.

Natürlich bekommt der Text dann einen anderen Charakter und vielleicht geht es eher darum, in späteren Texten das mal auf dem Schirm zu haben - immerhin ist in diese Fassung leicht verständlich und gut eingängig, auch beim ersten Mal hören, und hat somit etwas Unangestrengtes.

Und anyway: es ist ja Dein Text und damit eben per se individuell - sieh es als Anmerkungen bzw. Feedback fĂĽr kĂĽnftiges Schaffen.

Herzliche GrĂĽĂźe

x-Riff
 
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Ist das wirklich ein kĂĽnstlerischer Anspruch?! Belangloses ohne eigene kreative Ideen textlich und technisch schlecht umzusetzen, und das immer und immer wieder, ohne besser werden zu wollen? Nur weil es nicht KI ist?

Ich habe den Text ehrlich gesagt augenzwinkernd-selbstironisch gelesen: "Seht her, ich bau zwar nur Mist – aber wenigstens bau ich ihn selbst und steh dazu!".

Und da der Text eben mMn gar nicht so belanglos, sondern durchaus kreativ formuliert und gelungen ist, wird diese vermeintliche (Selbst)kritik ganz von selbst ausgehebelt.

Auch schön, wie ganz KI-typisch am Ende noch mal einzelne Phrasen der vorigen Strophen neu zusammengewürfelt werden. :)

Mir geht es vor allem darum, sich von der "Perfektion der KI" zu distanzieren und sich nicht durch eigene Fehler entmutigen zu lassen. Nur weil um einen herum alle virtuoser, kreativer, genauer oder erfolgreicher sind, heiĂźt es nicht, dass die eigene Kunst nichts mehr wert ist.

Das stand zwar auch schon im Startpost, ist aber bei mir nicht angekommen. FĂĽr mein Empfinden ist es weder ein konkretes Lied ĂĽber KI noch ein Mutmacher fĂĽr andere, sondern ein einfach witziges kleines, ironisches Lied ĂĽber dich selbst bzw. das Musikmachen. Die KI sehe ich dabei nur als wiederkehrendes Motiv, als Aufmacher.

So ähnlich wie:

"FĂĽr meine Songs gibt's keinen Cent, da ist nicht viel zu holen
Doch immerhin, Gott sei's gedankt, bin ich nicht Dieter Bohlen

Ich trage Lumpen, lauf herum, auf ausgelatschten Sohlen
Doch immerhin, hab GlĂĽck gehabt, bin ich nicht Dieter Bohlen "

EDIT:

Ein "twist" und ein paar Spuren von Ironie oder Humor kämen aus meiner Sicht hingegen ganz gut

So unterschiedlich können Texte gelesen werden. Für mich ist - wie eben beschrieben - Ironie oder Humor genau das, was den Text bereits ausmacht.

---
 
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  • #10
Mir geht es vor allem darum, sich von der "Perfektion der KI" zu distanzieren und sich nicht durch eigene Fehler entmutigen zu lassen. Nur weil um einen herum alle virtuoser, kreativer, genauer oder erfolgreicher sind, heißt es nicht, dass die eigene Kunst nichts mehr wert ist. Natürlich habe ich selbst den Anspruch besser zu werden, behalte mir jedoch die Fähigkeit über mich selbst zu lachen.

Okay, dann hast du meine volle UnterstĂĽtzung. Ich bin bei vielen musikalischen Dingen leider noch an dem Punkt, dass ich mich nicht gut oder sicher genug fĂĽhle, um mal selber was auszuprobieren. YT und KI machen es mir da nicht einfacher.

Allerdings finde ich KI heute noch weit von perfekt. Sie ist eher glatt, und wie von einem statistischen Modell nicht anders zu erwarten, sehr vorhersagbar. Deshalb glaube ich auch noch die meiste KI-Musik erkennen zu können, die mir von manchen Kollegen als Empfehlung weitergeleitet wird.

Aber da kommt in nächster Zukunft sicher noch einiges auf uns zu…

GruĂź, glombi
 
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  • #11
So unterschiedlich können Texte gelesen werden. Für mich ist - wie eben beschrieben - Ironie oder Humor genau das, was den Text bereits ausmacht.
Da ist meines Erachtens besonders die gesangliche Umsetzung entscheidend - beim Lesen ist mir der ironische Ton tatsächlich entgangen, der aber durchaus vorhanden ist/sein könnte ... und vielleicht in einem insgesamt lakonischen Ton daherkommt.

x-Riff
 
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  • #12
---
beim Lesen ist mir der ironische Ton tatsächlich entgangen

Eine Selbstkasteiung, die außerdem das putzige Wort "Po" enthält, lese ich vielleicht ganz automatisch in einem selbstironischen Gewand. Das kann natürlich auch an meinem latent infantilen Wesen liegen. Hihi – der hat Po gesagt.:)

Da ist meines Erachtens besonders die gesangliche Umsetzung entscheidend

Ich bin neugierig. Es kann natürlich auch sein, dass damit jegliche Ironie wieder flöten geht.

....
 
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  • #13
Du hörst meine Musik und denkst:
"Damit wirst Du nicht reich.
Das hätte ich auch selbst gekonnt,
AuĂźerdem klingt alles gleich.
Die Texte sind vorhersehbar,
Die Gitarre nicht virtuos.
Die Aufnahme von mind'rer Qualität,
Damit wirst Du niemals groĂź.
Dir fehlen Ideenreichtum und Stil,
Kreativität und Fantasie."
Vielleicht hast Du recht, doch es ist,
Ganz bestimmt keine K.I. ...
Hi @The Incredible Man

..ich finde den Text wunderbar selbstironisch und witzig..vielleicht lohnt es sich trotzdem nochmal Hand anzulegen..

The Addressed Topics
- Erfolg (nicht reich; nicht groĂź...)
- Sound (klingt alles gleich; mindere Qualität...)
- handwerkliche Fähigkeiten als Musiker und Texter
- Einfallsreichtum

werden eigentlich allesamt schon in der ersten Strophe abgefrühstückt und immer wieder eingestreut..da könnte man mehr Struktur einbauen..

The Oscillating 'You'
..das "Du" richtet sich mal an den Hörer, mal an das Song-Ich..was durch die Gänsefüßchen schriftlich noch ganz gut zu unterscheiden ist, wird gehört zu einem hin und her..

..dem kann man aus dem Wege gehen indem man die Hörer im Plural-Du, also als "Ihr" anspricht oder die Vorwürfe ohne Personalpronomen, also abstrakt formuliert, wie du ja auch teilweise auch tust..

The Suboptimal Idiom
..das mehrfach verwendete "wie nie" wirkt auf mich fremd und ein wenig wie ein Notbehelf..da Reime auf "KI" in rauen Mengen vorhanden sind, lassen sich da vielleicht Alternativen finden - notfalls fragst du "sie";-)..

GruĂź, Micha
 
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  • #14
Da ist meines Erachtens besonders die gesangliche Umsetzung entscheidend

Ich habe ein wenig im YT-Werk gestöbert. zB "Anthrazit". Ein Hang zum humorvoll zelebrierten Losertum scheint durchaus Programm. ich mag es.

...
 
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  • #15
Besser und lustiger geschrieben, als vieles hier, also Kompliment! Aber beweihräucher Dich doch einfach direkt selber, statt Deine Unzulänglichkeiten irgendwie als "Echt" darzustellen, gegenüber dem, was K.I. so zusammenbastelt.
Ich versteh aber den Ansatz total. Was hier K.I. ist, ist in meinem Leben ein Haufen Typen, die mich unsicheres Opfer so lang benutzt und klein gehalten haben, dass ich dankbar war, fĂĽr diese Leute jeweils der Drums-, Bass-, oder Beat-Depp zu sein.
Seit ich einfach mach, was mir gefällt und mit Leuten arbeite, die Musik machen, weil sie Musik machen wollen, läuft es plötzlich. Die anderen erzählen mir immer noch, wie es richtig geht und haben weder Songs, noch ernstzunehmende Gigs.
Soll heiĂźen: auch wenn Leute (wie ich bei Dir auch schon) verwundert darĂĽber sind, was das jetzt sein soll, drĂĽck die Brust raus, Schultern hoch und zieh durch.
Klingt vielleicht wie böse Kritik, ist aber nur lieb gemeint. Typen, die durchziehen, was sie lieben, müssen sich nicht vergleichen. Auch nicht mit K.I..
Reingehauen!
 
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  • #16
Ich finde den Text nicht schlecht, deinen anderen Text (Alter Freund) finde ich jedoch um Welten besser.
Irgendwie sind einige Inhalte in dem Text fĂĽr mich etwas widersprĂĽchlich; insbesondere in den Strophen 1 und 3.

Kurzes Beispiel wie ich das meine:
In der ersten Strophe wird ja die menschgemachte Musik des LI mit Begriffen wie Eintönigkeit, Vorhersehbarkeit, Ideenarmut, fehlende Kreativität, fehlender Stil und Fantasielosigkeit beschrieben. In dem Zusammenhang wird gesagt, dass es keine KI ist.
Eigentlich sind doch aber genau diese Begriffe das, was (zumindest am Anfang) mit der KI in Verbindung gebracht wird bzw. wurde?

Vielleicht lese oder verstehe ich das aber auch falsch.

Dann "stört" mich (aber wirklich in Anführungszeichen) ein wenig, was im "Unterton" des Textes für Schwerpunkte gesetzt werden, um Musik zu bewerten. Das ist aber ein Riesenthema und hängt sehr vom pers. Geschmack ab.

Beispiel: "du klingst so und so", "die Aufnahmequalität", "die Virtuosität", "das Niveau der Texte" oder auch zusätzliche Dinge, die hier tonnenweise im Board stehen und direkt vergleichbar sind wie "Ton", "Mix", "Arrangement, Produktion" usw..
Selbst wenn alle in Anführungsstrichen genannten Dinge 10 von 10 Punkten hätten, kann trotzdem der größte Schrott bei rauskommen:D

Allerdings ist auch die Sache mit dem Mut machen ist ziemlich heiß, finde ich. Die Aussage in den beiden vorletzten Strophen verlockt ja zur Sichtweise: "Ich spiele nicht perfekt, gibt Ecken und Kanten, aber dafür echt -> also gut🤣

Aber wenn man den Text frei weg liest; er hat schon Humor und wirkt motivierend👍
 
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  • #17
Ist doch alles gut, klingt etwas nach DaDa...das kann KI nicht, denn die ist dann einfach dumm wenn`s so klingt.

Mit-Vorschlag zur Erweiterung im "Haindling" -Style (einer der größten deutschen unvergessenen "Kurz-Sarkasmus" Texter):

Dia bleede KI,
Macht alles Hi
Da legst di hi,
Ach leckt`s mi

GruĂź,
Bernie
 
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  • #18
mit der KI in Verbindung gebracht wird bzw. wurde?
wir sind alle schon "KI" infiziert (obwohl ich sie, zwangsläufig, nur indirekt nutze). Aber unabhängig davon, man sollte die eigene Musik und auch Lyrik nie mit anderen vergleichen, schon gar nicht mit der KI. Es kommt darauf an, daß man sich selbst wiederfindet und wenn anderen das gefällt, um so schöner. Wenn wir uns als Gitarrist/innen ständig mit den Grössen vergleichen, werden wir nie zu einem eigenständigen Stil finden und fortwährend unzufrieden mit unserem Spiel sein.

@The Incredible Man , wir haben in unserem Schaffen alle unsere Höhen und Tiefen. Das soll uns aber ein Ansporn sein, immer weiter zu machen.
(die KI kennt sowas gar nicht, ein Grund mehr, darauf zu verzichten, mMn.)
 
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  • #19
Vielleicht lese oder verstehe ich das aber auch falsch.

Ich denke nicht, ich sehe das ähnlich. Das ist evtl. ein kleines Manko des Textes, dass der KI Eigenschaften zugesprochen werden, die sie zumindest im kreativen Bereich nicht hat (Perfektion), dem Menschen dagegen Eigenschaften abgesprochen werden, die ihn eigentlich ausmachen (Kreativität, Unvorhersehbarkeit usw...).

Es kommt eben auf die Lesart an. Ich habe den Text ja anders verstanden. Eben nicht "die perfekte KI vs. die Unvollkommenheit des Menschen", sondern "Ich (Tim aka Incredible Man) kriege zwar auch nichts geschissen, aber immerhin bin ich keine KI".

---
 
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