Ein Schrei im Wind (Rohfassung)

  • Ersteller Xeonadus
  • Erstellt am
Xeonadus, wirf mal kurz einen Blick in zwei Texte, wo es um Feedback geht.
Link in meiner Signatur.
 
Hallo Leute,
der Text hat lange, lange geruht und als ich drüber geblickt habe, kam mir die Idee das selbe Thema anderst zu verarbeiten und mehr auf den Punkt zu kommen, da mein bisheriger Text etwas das Drumherum aber nicht die Kernaussage beschreibt. Mit dem Endergebnis bin ich noch nicht zu Hunterprozent zufrieden, aber ich denke, dabei könnt ihr mir helfen :) Im Moment habe ich sowieso eine Schreibblockade aufgrund einiger privater Probleme, aber heute Mittag gings wieder und da habe ich es gleich ausgenutzt :)

Mir fehlt noch eine Zeile in der dritten Strophe:

Strophe 1:
Ein Hauch von Furcht liegt in der Nacht
Während der Trieb der Lust ihn überfiel
Ihre Angst wird zu seiner Macht
Und die Dunkelheit versteckt sein Spiel

Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…)

Strophe 2:
Ein Hauch von Schmerz liegt in der Nacht
Als er ihre Jungfräulichkeit stielt
Ihr Schmerz wird zu seiner Lust
Und der Mond sieht wie er mit ihr spielt

Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…)

Bridge:
Endlich hört er auf und sie denkt es ist vorbei…
Doch er hinterließ ihr ein Geschenk…

Strophe 3:
Ein Hauch von Scham liegt in ihrem Herz
Als sie des Spieles Frucht austrägt
Seine Lust wurde zu ihrem Kind
Und das Kind weiß nicht warum es gehasst wird

Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…)

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße
Xeonadus
 
Hi Xeonadus,
ich bin ja schon ein bisschen spät dran, aber ich glaube, es ist nichts dagegen einzuwenden, einen solchen Text und seine Entwicklung nochmal zu pushen.
Nachdem ich alles gelesen habe, muss ich bedauern, was aus dem tollen Text, den vielen passenden Bildern zu diesem anspruchsvollen Thema geworden ist.
Dieses Thema ist ein Killer, denn jeder weiß, dass es tausendfach passiert, keiner will wahrhaben, wie sehr unsere Gesellschaft in diesem Punkt versagt, und wie verlassen die Betroffenen wirklich sind.
Du hast das, wie ich finde, in Deiner ersten Rohfassung so gut gelöst, ohne ausgeleierte Allgemeinplätze zu besetzen oder das grausame Monster- und unschuldige Kindchenschema zu bedienen.
Mit den vielen Änderungen ist die Aussage aber immer beliebiger geworden.
Es klingt so politisch korrekt wie: "Zu diesem Thema musste auch mal was gesagt werden!"
Die ursprünglich fühlbare Ausweglosigkeit die in den Tod führt, braucht meines Erachtens keine Ausschmückungen oder Auflösungen.
Die schlicht erschreckende Message wirkt in dieser ersten Fassung sehr gut und Du hast Deine Intention ja auch noch schlüssig begründet.
Ein paar Anmerkungen mache ich trotzdem noch, vielleicht kannst Du ja was damit anfangen.
Grüße
willy

Ein Schrei im Wind

Strophe 1:
Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
Wenn alle schlafen und jeder träumt [Wollte hier einen Vergleich zur guten Welt herstellen, daher Wörter wie "schlafen" und "träumen"]
Folgt der Vater seiner Gewohnheit
Das Bett der Tochter ist sein Ziel

Strophe 2:
Wieder liegt der Vater auf dem Kind
und er spielt sein "liebes" Spiel [Hier wollte ich einen Kontrast bilden, mit dem Wort "lieblich"]
Der Schmerz, er macht sie blind
Er ist ihr viel zu viel zu viel
Prechours:
Und sie wählt sich einen kalten Stahl…
…funkelt wie ein Hoffnungsstrahl…

Chorus:
Dies Messer küsst ganz fest ihr Herz [Wollte nicht allzuviel Gewalt reinbringen]
Mit Tränen begießt sie ihren Schmerz
Nur ein stummer Schrei im Wind
Umklammert dieses kalte Kind [Kalt soll hier dazu dienen, den Tod zu beschreiben]
Nur ein stummer Schrei im Wind
Und nun sind alle Augen blind

Strophe 3:
Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
Und niemand fragt sich nach dem Grund [Damit wollte ich darauf hinweisen, dass solchen Angelegenheiten viel zu oft zu wenig Beachtung geschenkt wird]
Sie ist endlich wieder rein [Hier wollte ich ausdrücken, dass sie ihren Scham und ihr "Ich fühl mich dreckig"-Gefühl ausblutet]
Doch sie wird nie mehr gesund [Weiterer Verweis auf den Tod]

So das wars :) Ist bisher nur eine Rohfassung, aber wollte trotzdem schon mal eure Meinung hören.

Liebe Grüße, Gute Nacht Und Schlaft Gut

Euer Xeonadus[/QUOTE]
 
Erstmal danke für deine Vorschläge (Größtenteils werd ich die, solang du nichts dagegen hast, 1:1 übernehmen). Die haben mir den Mut gegeben, an meiner alten Version weiter zu machen. Ich werd mir die am WE (Vorher aus zeitlichen Gründen leider nicht :( ) nochmal anschauen und bearbeiten.

Kannste dir nochmal meine neue Version anschauen, denn in dem Text stecken auch viele Stunden Arbeit, wobei der Text, laut Bandkollegen, mehr in die Richtung Rammstein als in die angestrebte Deutschrockrichtung geht ;)

Natürlich freu ich mich auf über Kritiken von anderen Usern :)

Liebe Grüße
Xeonadus
 
Hallo Xeonadus,
klar kannst Du übernehmen, was ich angemerkt habe, das ehrt mich.
Die letzte Neufassung habe ich nochmal angeguckt.
Kritik in rot.
Grüße
Willy

Hallo Leute,
der Text hat lange, lange geruht und als ich drüber geblickt habe, kam mir die Idee das selbe Thema anderst zu verarbeiten und mehr auf den Punkt zu kommen, da mein bisheriger Text etwas das Drumherum aber nicht die Kernaussage beschreibt. Mit dem Endergebnis bin ich noch nicht zu Hunterprozent zufrieden, aber ich denke, dabei könnt ihr mir helfen :) Im Moment habe ich sowieso eine Schreibblockade aufgrund einiger privater Probleme, aber heute Mittag gings wieder und da habe ich es gleich ausgenutzt :)

Mir fehlt noch eine Zeile in der dritten Strophe:

Strophe 1:
Ein Hauch von Furcht (diese Formulierung find ich zu schwach) liegt in der Nacht Vorschlag: Es kam die Angst in jeder Nacht
(Während) Wenn der Trieb der Lust ihn überfiel
Ihr(e Angst) Schweigen wird zu seiner Macht
Und die Dunkelheit versteckte stets sein Spiel


Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…) Den Refrain finde ich insgesamt aus den genannten Gründen überhaupt nicht gelungen

Strophe 2:
Ein Hauch von Schmerz liegt in der Nacht
Als er ihre Jungfräulichkeit stielt
Ihr Schmerz wird zu seiner Lust
Und der Mond sieht wie er mit ihr spielt Diese Strophe finde ich auch zu plakativ und daher unpassend. Zu pathetisch
Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…)

Bridge:
Endlich hört er auf und sie denkt es ist vorbei…
Doch er hinterließ ihr ein Geschenk… falsche Baustelle, diese Wendung ist mir zu dramatisch konstruiert und auch die folgende Strophe macht es nicht besser, sorry diese Version gefällt mir halt gar nicht, weil die Intimität, die dicht bedrohliche Atmo nicht mehr da ist.
Strophe 3:
Ein Hauch von Scham liegt in ihrem Herz
Als sie des Spieles Frucht austrägt
Seine Lust wurde zu ihrem Kind
Und das Kind weiß nicht warum es gehasst wird

Refrain:
Auch ihre Schreie verhallen im Wind,
Und so leidet dieses arme Kind.
Es leidet und es schreit Wind
(es schreit im Wind…)

Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße
Xeonadus
 
Hossa... Das war eine Aktion ;) War viel Arbeit, die ich in den Text investiert habe. Hab lange und oft davor gesessen und in letzter Zeit fehlt mir einfach die Kreativität zum Texten (Ich hab zwar Ideen bezüglich der Handlung, aber keine Ideen zum Umsetzen. Naja, ich hoffe mal, dass es besser wird, sobald Ferien sind, denn die Schule ist ein richtiger Motivations- und Kreativitätsmörder). Ich hab mich größtenteils bei willy's Vorschlägen "bedient" und die etwas angepasst (z.T. aber auch direkt übernommen, da er die Worte für das Gefunden hat, was ich sagen wollte).

Hier das Ergebnis:

Strophe 1:
Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
Wenn die Sterne friedlich träumen
Macht sich der Vater auf zu seinem Spiel
Das Bett der Tochter ist sein Ziel (Geht zwar noch, aber mir wär was anderes lieber.)

Strophe 2:
Wieder streichelt sorgt Vater für sein Kind (Hier weiß ich nicht ob ich es ganz krass sagen soll, oder ob ich es mit einer Metapher rüberbringen soll. Momentan tendier ich allerdins mehr zur "Direkt, aber auf den Punkt gebracht"-Version)
und er spielt sein "liebes" Spiel
Für ihren Schmerz ist er blind
Es ist ihr viel zu viel zu viel (Hier wirkt das noch so "hintendran" gesetzt, so als fiele mir nichts mehr ein.)

Prechours:
Und sie wählt sich einen kalten Stahl…
… funkelt wie ein Hoffnungsstrahl…

Chorus:
Nun ist sie ganz allein
Niemand kann mehr bei ihr sein
Man kommt nicht mehr in ihre Welt hinein
Deswegen wird er nie wieder bei ihr sein

Strophe 3:
Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
Und niemand kennt den wahren Grund
Nun ist sie endlich rein
Doch sie wird nie mehr gesund

Prechours:
Und sie wählt sich einen kalten Stahl…
… funkelt wie ein Hoffnungsstrahl…

Chorus:
Nun ist sie ganz allein
Niemand kann mehr bei ihr sein
Man kommt nicht mehr in ihre Welt hinein
Deswegen wird er nie wieder bei ihr sein

Ich hab versucht, die Story klein zu halten und hab den Text mal ganz "entladen", da dadurch die Kernaussage verwischt wurde. 100% zufrieden bin ich noch nicht ganz. Mir gefallen zwar Prechorus und die Handlung, aber ich habe mal überall was hintendran geschriebent, wo es mir nicht ganz gefällt, vielleicht habt ihr ja Ideen für Alternativen, denn ich bin nach 3 Stunden Texten (Hab wollen an anderen Texten weitermachen, aber nichts bei rumgekommen) noch "leerer" als sonst.

Mit der bitte um Hilfe
Xeonadus
 
Hi Xeonadus,
Du gibst Dir wirklich viel Mühe, Deine Texte zu optimieren.
Ich finde, dass hat das Thema und der Text verdient. Die Grundstimmung ist auch, wie ich finde, gut getroffen, denn die dicke Dramatik, die den Text zwischendurch unglaubwürdig und konstruiert erscheinen ließ, ist weg.
Jetzt steht die Message ganz vorn.
Zu Deinen letzten Änderungen schreib ich nochmal was und mache ein paar Vorschläge.
Grüße
willy
Strophe 1:
Jede Nacht, genau zur gleichen Zeit
Wenn die Sterne friedlich träumen (hier würde ich vielleicht die Sterne durch Engel ersetzen, weil den Missbrauchten doch wohl auch der Schutzengel fehlt)Macht sich der Vater auf zu seinem Spiel
Das Bett der Tochter ist sein Ziel (Geht zwar noch, aber mir wär was anderes lieber.)
(Ich finds gut, weil man jetzt genau weiß, worum es geht) Alternativ: Die warme Haut der Tochter ist sein Ziel
Strophe 2:
Wieder streichelnd, sorgt der Vater für sein Kind (Hier weiß ich nicht ob ich es ganz krass sagen soll, oder ob ich es mit einer Metapher rüberbringen soll. Momentan tendier ich allerdins mehr zur "Direkt, aber auf den Punkt gebracht"-Version)
und er spielt sein "liebes" Spiel
Für ihren Schmerz ist er blind
Es ist ihr viel zu viel zu viel (Hier wirkt das noch so "hintendran" gesetzt, so als fiele mir nichts mehr ein.) An dieser Stelle sollen man das gesanglich steigern z.b. lauter und eindringlicher werden.
Prechours:
Und sie wählt sich einen kalten Stahl…
… funkelt wie ein Hoffnungsstrahl…

Chorus:
Nun ist sie endlich ganz allein
Niemand kann mehr bei ihr sein
Man kommt nicht mehr in ihre Welt hinein
Er wird immer einsam, schuldig, schmutzig sein

Strophe 3:
Jetzt liegt das Kind hier ganz allein
Und niemand kennt den wahren Grund
Nun ist sie endlich rein
Doch sie wird nie mehr gesund

Prechours:
Und sie wählt sich einen kalten Stahl…
… funkelt wie ein Hoffnungsstrahl…

Alternativ: weil sie in der Chronologie nun schon schon tot ist:
Denn sie wählte sich den kalten Stahl,
er glänzte wie ein Hoffnungsstrahl


Ich hab versucht, die Story klein zu halten und hab den Text mal ganz "entladen", da dadurch die Kernaussage verwischt wurde. 100% zufrieden bin ich noch nicht ganz. Mir gefallen zwar Prechorus und die Handlung, aber ich habe mal überall was hintendran geschriebent, wo es mir nicht ganz gefällt, vielleicht habt ihr ja Ideen für Alternativen, denn ich bin nach 3 Stunden Texten (Hab wollen an anderen Texten weitermachen, aber nichts bei rumgekommen) noch "leerer" als sonst.
Jetzt mach Dir mal nicht so´n Druck,
Man kann die Muse nicht zwingen.

Mit der bitte um Hilfe
Xeonadus
 

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