Einfach mal so..

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Juna2023
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An einem klaren Tag hab ich dich erkannt
die Zeit auf unserer Seite verlief alles im Sand
wir schauten Beide weg, bis hoch in die Sterne
zwei Herzenschlugen hier und weit weg in der Ferne

Muster wiederholen die Ewigkeit ganz nah
Unendlichkeit kann trösten und verwundet sonderbar

Verbundenheit die bleibt, gebunden zu bestehen
um das von sich zu geben was andere sich sonst nehmen
erlösende Momente, gehalten und beschützt
lebender Beweis das man sich selber nützt

Von Wichtigkeit getrieben, den Trieb doch zu besiegen
ablenkende Gewissheit von sich selbst weit weggeblieben

Am Abend scheint die Sonne, wie an jedem neuen Tag
und kommt einst dann das Ende, sich Niemand mehr beklagt

In Stille Lautes zu ertragen, Antworten zu geben ohne nachzufragen
den Sinn zu suchen und sich zu finden
Wunden heilen wenn sie sich verbinden
die Stärke kommt und Stärke geht, wenn man im Sturm in sich besteht


Ihr dürft. Das wollte grade so auf die Welt. :)
 
Hallo Juna,

der Text wirkt beim Lesen "schlagerig", was erst mal wertfrei gemeint ist. Ich meine auch, mal in einem Video gesehen zu haben, dass das durchaus ein Genre ist, in dem du unterwegs bist.

Umso erstaunlicher ist aber, dass ich nicht so recht kapiere, worum es in dem Text geht. Das ist eigentlich untypisch für das Genre.

Geht es um's Scheitern einer Beziehung?

Ich habe mir mal ein paar Beispiele rausgepickt:

An einem klaren Tag hab ich dich erkannt
die Zeit auf unserer Seite verlief alles im Sand

Mit der Redewendung "im Sand verlaufen" wird normalerweise ein Scheitern/Misslingen/Aufgeben beschrieben . Wie passt das aber in diese (noch hoffnungsvoll anmutende) Situation? Oder beschreiben diese Zeilen bereits das Ende und die Erkenntnis dessen (an einem klaren Tag)?

Und vor allem: Warum löst sich dieses Lyrische Du praktisch direkt nach der ersten Strophe in Nichts auf?

Verbundenheit die bleibt, gebunden zu bestehen

Ich kenne gebundene Bücher. Aber wie genau kann ich mir "gebundenes Bestehen" bei Menschen vorstellen? Menschen sind gelegentlich aneinander gebunden, aber das ist nicht unbedingt etwas Erfreuliches. Oder ist genau das damit gemeint? Dass man aus einer (gewohnheitsmäßigen) Verbundenheit zwangsläufig auch aneinander gebunden ist?

Muster wiederholen die Ewigkeit ganz nah

:nix: Kein Plan, was das bedeuten soll. Oder fehlt hier ein Komma?

Es sind durchaus schöne Zeilen vorhanden, aber insgesamt bleibt der Text für mich ohne Zusammenhang. Fast wie eine Aneinanderreihung von Kalendersprüchen.

Vielleicht kannst du ein wenig Licht in mein Dunkel bringen. Manchmal stehe ich ein wenig auf dem Schlauch.;)

...
 
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High, Juna , ich korrigiere einfach nicht mehr gern. Ich weiß, wieviel Freude das Schreiben macht. Da will ich nicht der Bulle sein, der drauf achtet, dass keiner zu laut feiert. Ich habe anfangs sehr interessiert mit gelesen. Aber bald haben meine Lesergefühle gemeint, dass in deinem Text zu sehr die Gefühle schwanken. Sowas passiert mir jedenfalls, wenn meine Reime zu diktatorisch werden, Wenn ich erst aufatme, weil mit netten Reime einfallen , dann ,…lande ich meist im Gefühls- Salat. Ala Harald Schmidt; „Für einen guten Gag, opfere ich jederzeit gern die Familie“.

Du bist für mich weiterhin eine gute Texterin, die scheinbar keine Angst vor Worten und Gefühlen hat. Was für mich eine sehr wichtige Voraussetzung ist, um befreit gute Texte schreiben zu können. Besonders gefiel mir diesmal
Muster wiederholen die Ewigkeit ganz nah
Aber auch viele andere Wortfolgen fand ich sehr interessant. die haben mich gut unterhalten!!!

Aber ich fand auch etwas, was dir vielleicht noch gar nicht als Fehler aufgefallen ist. Du springst unbeschwert von Zeile zu Zeile zwischen Zukunft, Gegenwart, vollendeter Gegenwart, Vergangenheit hin und her. So erkläre ich mir @antipastis Ratlosigkeit. Er ist für mich ein toller Geschichtenerzähler, von dem ich mir manches abgeguckt hab. Aber je ernster man die Zeitformen nimmt, umso schneller kommt man ins Stolpern bei einem Text, wo die Zeitformen willkürlich durch den Text tanzen.
Und wenn mich deine Zeitformen noch nicht überzeugen, liegt die Vermutung nah, dass du lieber Meinungstexte schreibst statt Storrytelling. Wie diesen hier.

Langer Rede kurzer Sinn: Weil ich ungern mit Rotstifte korrigiere, schreib ich einen Gegenentwurf.


Wellen der Ewigkeit


1.

An einem Tag wie heute sag ich es an
Zeit mit dir verlief wie - Wind im Sand
Wir schauten beide blind hoch in die Sterne
Zwei Herzen schlugen gern in weiter Ferne

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verzaubert des Andern Leid
Muster sind nur Wellen-Kinder der Zeit
werft euch rein und badet, es ist so weit

2.

Verbunden heißt verbinden. Mit Augen zu
die Hand des Freundes finden, Egal wozu
die Kugeln um uns fliegen, so fein wie Feinstaub
Und der Teufels fliegt, wenn ich dich zu mir glaub

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandle des Andern Leid
Muster sind die Wellen Kinder der Zeit
haut euch rein und badet, es ist so weit



Verbinden heißt verbunden, als unbekanntes Teil
von irgendwem gefunden, der gerne bei dir weilt
ein Regenschirm den wer, wegwarf inner Wüste
der gern bei dir blieb, bei Regen und bei Hitze

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandle des Andern Leid
Muster sind die Wellen-Kinder der Zeit
haut euch rein und badet, es ist so weit
Chorus


1
An einem Tag wie heute sag ich es an
Zeit mit dir verlief wie - Wind im Sand
Wir schauten beide blind hoch in die Sterne
Zwei Herzen schlugen gern in weiter Ferne

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandelt des Andern Leid
Muster sind nur Wellen-Kinder der Zeit
werft euch rein und badet, es ist so weit
 
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Antwort kommt Morgen. Danke euch. :)
 
Hallo Juna,

der Text wirkt beim Lesen "schlagerig", was erst mal wertfrei gemeint ist. Ich meine auch, mal in einem Video gesehen zu haben, dass das durchaus ein Genre ist, in dem du unterwegs bist.

Umso erstaunlicher ist aber, dass ich nicht so recht kapiere, worum es in dem Text geht. Das ist eigentlich untypisch für das Genre.

Geht es um's Scheitern einer Beziehung?

Ich habe mir mal ein paar Beispiele rausgepickt:



Mit der Redewendung "im Sand verlaufen" wird normalerweise ein Scheitern/Misslingen/Aufgeben beschrieben . Wie passt das aber in diese (noch hoffnungsvoll anmutende) Situation? Oder beschreiben diese Zeilen bereits das Ende und die Erkenntnis dessen (an einem klaren Tag)?

Und vor allem: Warum löst sich dieses Lyrische Du praktisch direkt nach der ersten Strophe in Nichts auf?



Ich kenne gebundene Bücher. Aber wie genau kann ich mir "gebundenes Bestehen" bei Menschen vorstellen? Menschen sind gelegentlich aneinander gebunden, aber das ist nicht unbedingt etwas Erfreuliches. Oder ist genau das damit gemeint? Dass man aus einer (gewohnheitsmäßigen) Verbundenheit zwangsläufig auch aneinander gebunden ist?



:nix: Kein Plan, was das bedeuten soll. Oder fehlt hier ein Komma?

Es sind durchaus schöne Zeilen vorhanden, aber insgesamt bleibt der Text für mich ohne Zusammenhang. Fast wie eine Aneinanderreihung von Kalendersprüchen.

Vielleicht kannst du ein wenig Licht in mein Dunkel bringen. Manchmal stehe ich ein wenig auf dem Schlauch.;)

...

- es ging um das Scheitern eines noch menschenwürdigen Miteinanders, es ist oft nicht die Frage ob sondern wie.

- im Sand verlaufen.. beschreibt bereits das Ende der Erkenntis ja, das hast du gut geschlussfolgert. :)

- das lyrische Du hatte genug und ihm fiehlen dann nur noch ein paar allgemein gültige Weisheiten ein

- gebundenes Bestehen - etwas was sich jahrelang bewährt hat und dann weiter besteht. Deine Erklärung gefällt mir auch. Gewohnheitsmissige Verbundenheit hat was als Beschreibung.

Und das habe ich ganz schnell so runter geschrieben. Das wäre nun nichts, dass ich als Texterin so verwerten würde. Zumindest natürlich nicht in dieser Form. :)
Ich dachte Jemand mags weiter dichten.. umdichten etc.
Das ich aus dem Schlagerbereich komme, kann ich nicht verheimlichen. Es scheint wohl hier und da so durch.

LG :)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

High, Juna , ich korrigiere einfach nicht mehr gern. Ich weiß, wieviel Freude das Schreiben macht. Da will ich nicht der Bulle sein, der drauf achtet, dass keiner zu laut feiert. Ich habe anfangs sehr interessiert mit gelesen. Aber bald haben meine Lesergefühle gemeint, dass in deinem Text zu sehr die Gefühle schwanken. Sowas passiert mir jedenfalls, wenn meine Reime zu diktatorisch werden, Wenn ich erst aufatme, weil mit netten Reime einfallen , dann ,…lande ich meist im Gefühls- Salat. Ala Harald Schmidt; „Für einen guten Gag, opfere ich jederzeit gern die Familie“.

Du bist für mich weiterhin eine gute Texterin, die scheinbar keine Angst vor Worten und Gefühlen hat. Was für mich eine sehr wichtige Voraussetzung ist, um befreit gute Texte schreiben zu können. Besonders gefiel mir diesmal

Aber auch viele andere Wortfolgen fand ich sehr interessant. die haben mich gut unterhalten!!!

Aber ich fand auch etwas, was dir vielleicht noch gar nicht als Fehler aufgefallen ist. Du springst unbeschwert von Zeile zu Zeile zwischen Zukunft, Gegenwart, vollendeter Gegenwart, Vergangenheit hin und her. So erkläre ich mir @antipastis Ratlosigkeit. Er ist für mich ein toller Geschichtenerzähler, von dem ich mir manches abgeguckt hab. Aber je ernster man die Zeitformen nimmt, umso schneller kommt man ins Stolpern bei einem Text, wo die Zeitformen willkürlich durch den Text tanzen.
Und wenn mich deine Zeitformen noch nicht überzeugen, liegt die Vermutung nah, dass du lieber Meinungstexte schreibst statt Storrytelling. Wie diesen hier.

Langer Rede kurzer Sinn: Weil ich ungern mit Rotstifte korrigiere, schreib ich einen Gegenentwurf.


Wellen der Ewigkeit


1.

An einem Tag wie heute sag ich es an
Zeit mit dir verlief wie - Wind im Sand
Wir schauten beide blind hoch in die Sterne
Zwei Herzen schlugen gern in weiter Ferne

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verzaubert des Andern Leid
Muster sind nur Wellen-Kinder der Zeit
werft euch rein und badet, es ist so weit

2.

Verbunden heißt verbinden. Mit Augen zu
die Hand des Freundes finden, Egal wozu
die Kugeln um uns fliegen, so fein wie Feinstaub
Und der Teufels fliegt, wenn ich dich zu mir glaub

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandle des Andern Leid
Muster sind die Wellen Kinder der Zeit
haut euch rein und badet, es ist so weit



Verbinden heißt verbunden, als unbekanntes Teil
von irgendwem gefunden, der gerne bei dir weilt
ein Regenschirm den wer, wegwarf inner Wüste
der gern bei dir blieb, bei Regen und bei Hitze

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandle des Andern Leid
Muster sind die Wellen-Kinder der Zeit
haut euch rein und badet, es ist so weit
Chorus


1
An einem Tag wie heute sag ich es an
Zeit mit dir verlief wie - Wind im Sand
Wir schauten beide blind hoch in die Sterne
Zwei Herzen schlugen gern in weiter Ferne

Chorus
Muster sind die Wellen der Ewigkeit
des einen Freud verwandelt des Andern Leid
Muster sind nur Wellen-Kinder der Zeit
werft euch rein und badet, es ist so weit


Und schon ist was schönes Neues entstanden. (y):giggle: So geht das.
Weiß ich doch. Aber ich inspiriere auch gerne Menschen...
und bin musisch tätig.
 
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Und schon ist was schönes Neues entstanden. (y):giggle: So geht das.
Weiß ich doch. Aber ich inspiriere auch gerne Menschen...
und bin musisch tätig.
Oh, vielen Dank junge Frau!. Ich fand deinen Text tatsächlich sehr anregend! :)

Teilst du meine Kritik, dass die Zeitformen in deinem Text etwas wild durcheinander purzeln? Oder hast du diesen Eindruck nicht, weil du als Autorin ja eine chronologisch korrekt verlaufende Geschichte vor Augen hast?

Und außerdem entdeckte ich in deiner Antwort eine interessante Bemerkung;
und ihm fiehlen dann nur noch ein paar allgemein gültige Weisheiten ein.
Also da möchte ich das LD gern verteidigen: allgemein-gültige Weisheiten sind für mich als Texter, mal halbernst gesagt, unverzichtbare kleine Goldgruben! :opa:
 
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Oh, vielen Dank junge Frau!. Ich fand deinen Text tatsächlich sehr anregend! :)

Teilst du meine Kritik, dass die Zeitformen in deinem Text etwas wild durcheinander purzeln? Oder hast du diesen Eindruck nicht, weil du als Autorin ja eine Geschichte vor Augen hast?

Da teile ich deine Kritik. :) Dazu schreib ich dir mal grade was per pn.
 
Dazu schreib ich dir mal grade was per pn.

Das ist bedauerlich, denn so ein Fachforum macht ja erst dann richtig Sinn und Spaß, wenn, wenn man als LeserIn auch was lernen kann. Und gerade solche handwerklichen Infos sind ja besonders interessant und wichtig.

....
 
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Das ist bedauerlich, denn so ein Fachforum macht ja erst dann richtig Sinn und Spaß, wenn, wenn man als LeserIn auch was lernen kann. Und gerade solche handwerklichen Infos sind ja besonders interessant und wichtig.

....

Also ich hatte den Aufbau hierbei garnicht beachtet und erstmal so frei von der Seele geschrieben, ohne darüber nach zu denken.
 
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Das ist bedauerlich, denn so ein Fachforum macht ja erst dann richtig Sinn und Spaß, wenn, wenn man als LeserIn auch was lernen kann. Und gerade solche handwerklichen Infos sind ja besonders interessant und wichtig.
Da stimme ich @antipasti absolut zu! Und verstehe natürlich auch dich, Juna aus eigener Erfahrung!

Es gibt vielleicht kein besseres Medium als ein Forum. Hier findet JEDER Zustimmung und Kritik. Wer beispielsweise unter Zeitdruck veröffentlicht, wird hier auch genug Leser finden, denen es genauso geht und die dann gern mal einen Kritiker verärgert als „zu verkopft“ zurechtweisen! Was ja auch aufbauend sein kann.., ;) Jeder schreibt hier, wie ihm gerade zu Mute ist

Das öffentliche Posten ist ein ganz schönes, riskantes Glücksspiel! Genauso wie der Sport und der Rest das Leben.
 
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Da stimme ich @antipasti absolut zu! Und verstehe natürlich auch dich, Juna aus eigener Erfahrung!

Es gibt vielleicht kein besseres Medium als ein Forum. Hier findet JEDER Zustimmung und Kritik. Wer beispielsweise unter Zeitdruck veröffentlicht, wird hier auch genug Leser finden, denen es genauso geht und die dann gern mal einen Kritiker verärgert als „zu verkopft“ zurechtweisen! Was ja auch aufbauend sein kann.., ;) Jeder schreibt hier, wie ihm gerade zu Mute ist

Das öffentliche Posten ist ein ganz schönes, riskantes Glücksspiel! Genauso wie der Sport und der Rest das Leben.

Ich halte das aus. Ich stehe auch zu meinen Fehlern und es ist auch ok, wenn ich mal missverstanden werde. Gibt
doch nichts besseres im Leben, als zu wachsen und sich immer weiter zu entwickeln. Das macht ja die Kunst grade aus...
es hört nie auf...
:)
 
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Ich finde es gut, im Fluss zu schreiben.
Meine Frage an einen solchen Text ist dann: betrachte ich es als einen Steinbruch - weil beim im Fluss schreiben sehr oft die Nuggets an den Strand spült, die sonst unbeachtet bleiben? Oder gehe ich ran und arbeite an dem Text weiter - poliere die Nuggets, wasche den Sand ab und bringe zum Glänzen, was ans Licht will?

Oft hat für mich meine Entscheidung damit zu tun, ob der Text eine Struktur hat, eine interessante Entwicklung oder ein spannende Geschichte erzählt - also etwas, das über die Nuggets hinausgeht.

Bei Deinem Text kann ich mir beides vorstellen. Die Erinnerung an eine Beziehung, an dessen Ende nicht mehr bleibt als Alltags-Weisheiten finde ich beispielsweise sehr spannend: denn genau das deutet an, dass die Beziehung als solche substanzlos war. Binsenbeziehung = Binsenweisheit. Zugleich könnten sich die Zuhörer genußvoll diese Binsenweisheiten anhören in den Bewußtsein, darüber aus Betrachterperspektive lachen zu können statt sie aus der Betroffenenperspektive teilen zu müssen und sich vielleicht dabei zu ertappen, dass sie genau diese Weisheiten zuweilen auch teilen ...

Als Steinbruch bleibt jedenfalls genug haften.

Herzliche Grüße

x-Riff
 
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Ich finde es gut, im Fluss zu schreiben.
Aber ja doch!
Meine Frage an einen solchen Text ist dann: betrachte ich es als einen Steinbruch - weil beim im Fluss schreiben sehr oft die Nuggets an den Strand spült, die sonst unbeachtet bleiben?
Ein sehr schönes Bild! Man braucht leider viel Geduld und Optimismus, wenn man tage- oder gar wochenlang 100% des Siebinhaltes wegwerfen muss. Oder verbissen an Steinen herumkratzt, die dann doch nur Steine bleiben! - Andere schreiben lieber ewig vorab kluge Skripte, bevor sie dann endlich beim ersten Vers genervt das Handtuch werfen.
Die Erinnerung an eine Beziehung, an dessen Ende nicht mehr bleibt als Alltags-Weisheiten finde ich beispielsweise sehr spannend: denn genau das deutet an, dass die Beziehung als solche substanzlos war. Binsenbeziehung = Binsenweisheit.
Naja… Binsenwahrheit hat mE etwas Gehässiges, was gegenüber solchen Sprüchen, die immerhin Generationen überlebten, in meinen Ohren nicht fair klingt. Sollte man nicht lieber überzeugender dichten als diese Binsen-Sprüche?
Als Steinbruch bleibt jedenfalls genug haften.
Unbedingt! Für mich kommt ja alles aus dem Steinbruch. Der letzte Schritt ist eben, die Steine so zu präsentieren, dass sie einigen Käufern nützlich erscheinen…;)
 
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Aber ja doch!

Ein sehr schönes Bild! Man braucht leider viel Geduld und Optimismus, wenn man tage- oder gar wochenlang 100% des Siebinhaltes wegwerfen muss. Oder verbissen an Steinen herumkratzt, die dann doch nur Steine bleiben! - Andere schreiben lieber ewig vorab kluge Skripte, bevor sie dann endlich beim ersten Vers genervt das Handtuch werfen.

Naja… Binsenwahrheit hat mE etwas Gehässiges, was gegenüber solchen Sprüchen, die immerhin Generationen überlebten, in meinen Ohren nicht fair klingt. Sollte man nicht lieber überzeugender dichten als diese Binsen-Sprüche?

Unbedingt! Für mich kommt ja alles aus dem Steinbruch. Der letzte Schritt ist eben, die Steine so zu präsentieren, dass sie einigen Käufern nützlich erscheinen…;)

Ich wollte doch garkeine Käufer ansprechen sondern einfach hier mit euch zusammen ein bisschen rumdichten...

Meine Texte, die zu Liedern fertig produziert werden, schreibe ich natürlich ganz anders! Ist doch klar.
Ich arbeite mit Leuten zusammen die in den charts sind und nur mit den besten Produzenten aus Deutschland.

Heute wird wieder eine Demo gefertigt.. die geht an die Plattenfirmen. Mein eigener Song ist auch fertig produziert worden und ich habe noch 3 wo ich grade dran arbeite.
Es läuft also alles sehr sehr gut. Die Welt hat mein Talent erkannt und ich bin dankbar und glücklich, das machen zu dürfen was ich mach. 🙏

Aber du hast Recht. Ich sollte öffentlich jetzt wirklich nichts mehr so unüberlegt "aus Spaß" machen. Die Zeiten sind jetzt vielleicht wirklich langsam vorbei.

Vielleicht sollte ich einen Admin lieber bitten das hier lieber zu löschen, weil es so missverstanden wurde? :cry:
 
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Aber du hast Recht. Ich sollte öffentlich jetzt wirklich nichts mehr so unüberlegt "aus Spaß" machen. Die Zeiten sind jetzt vielleicht wirklich langsam vorbei.
Das finde ich nicht. Natürlich kann man hier alles posten, von Spaß bis über Fragmente oder Ideen bis hin zu fertigen Texten.
Hilfreich finde ich, wenn im Eingangspost steht, als was das gemeint ist und wozu wir aufgerufen sind bzw. was Du Dir wünscht oder erhoffst.

Herzliche Grüße

x-Riff
 
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Nikolaus nähert sich . - Lasst uns, warum auch immer, art-ig sein! :)
Schönes WE @all
:hat:
 
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Wozu mich Dein Text inspirierte:

An einem klaren Tag, da hab ich uns erkannt
die Zeit, die uns gegeben, sie verlief im Sand
wir beide schauten weg, weit weg bis in die Sterne
zwei Herzen schlugen hoch, doch zu hoch in die Ferne

Wellen wiederholen die Ewigkeit ganz nah
Du bist nur in der Unendlichkeit ganz da

An einem klaren Tag hab ich uns erkannt
verbunden in der Ferne und getrennt an Land
erlösende Momente, die uns schützen, die uns halten
verdeckten viel zu lange die Zeichen, die uns galten

Am Abend nimmt das Meer die Sonne in sich auf
doch wir, wir warten nicht mehr auf den Morgen darauf

In der Stille dieses Abends hab ich uns erkannt
die Unendlichkeit, sie löste, was uns vorher band
Für immer bleiben die Sterne, weit weg und doch so klar
Die Nähe wird uns trennen wie es schon immer war

x-Riff
 
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Ich habe die "dumme" Angewohnheit, wenn ich Song- Texte lese, sie in einen Takt packen zu wollen, dabei zähle ich mit. Oft passt es in einen 4/4, auch mal in ein 4/8, manchmal sind die Worte (damit der Satz, die Syntax) nicht so passend, oft zu lang, man fliegt irgendwie raus aus dem Takt.
Geht es euch auch so?
Die vorgestellten Texte sind natürlich Entwürfe, die weiterführenden Verbesserungsvorschläge beziehen sich aber hauptsächlich darauf, die Verständlichkeit für den Rezipienten zu fördern, seine Assoziation in einem Rahmen zu präsentieren. Das ist eine Sache.
Da es sich aber um Musik handelt, muss das auch musikalisch ablaufen, ohne einen Rhythmus habe ich es schwer, einen Text als Text zu akzeptieren.
 
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Endlich, liebe @Person schreibt mal ein Musiker etwas über das Ping Pong zwischen Wort und Musik! :love: (y)

Ich verstehe vermutlich sehr gut, was du meinst. Aber bevor wir uns im Allgemeinen verlieren, bitte ich dich, falls der Text von x-Riff es hergibt, deine Frage vielleicht an Hand betreffende Verse zu verbindlichen. geht das?
 
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