Einsatz von Bühnenpodesten

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Broadwoaschd

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Rein Interesse halber: Wieso nicht?
Scherenpodeste ermöglichen kein Niveauausgleich. Deswegen sind die meines Wissens Outdoor auch garnicht erlaubt und indoor nur auf absolut ebener Fläche.

Außerdem passiert es immer wieder dass die Dinger zusammenklappen, allein schon deshalb hab ich ne Abneigung dagegen. Und zudem ist mal auf ner Bühne auf der wir spielen sollten vor Soundcheck eins zusammengeklappt...
Die Dinger sind einfach zu unsicher, ich bevorzuge die Methode mit 4 festen Standfüßen, da kann nichts passieren.
 
Loch

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An der Sache mit den Scherenpodesten kann was dran sein. Würde mich auch mal interessieren, ob das erlaubt ist. Ich frage mich dabei generell, warum es die Dinger überhaupt gibt. Allein vom Materialaufwand her müssten die Podeste mit Ansteck-Füßen doch günstiger sein, oder? :gruebel:


Greetz
 
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An der Sache mit den Scherenpodesten kann was dran sein. Würde mich auch mal interessieren, ob das erlaubt ist. Ich frage mich dabei generell, warum es die Dinger überhaupt gibt. Allein vom Materialaufwand her müssten die Podeste mit Ansteck-Füßen doch günstiger sein, oder? :gruebel:

Scherenpodeste haben den Vorteil dass sie keine zusätzlichen Füße und keinen zusätzlichen Lagerort benötigen. Sie können verschiedene Höhen ohne größeren Umbau realisieren und klappen nur bei unfachgerechter Montage oder Wartung ein. Ist das gegeben sind sie absolut standfester als ihre Steckfußkollegen.

Nachteil: Sehr schwer, auf Tour Wartungsintensiv und nicht bzw. nur schwer zu individualisieren. Ecken, Sondergrößen und Sonderhöhen sind nur schwer realisierbar. Wer nur Einheitsgrößen benötigt und wenig Platz hat ist mit Scherenpodesten gut beraten.

Outdoor sind die Scherenpodeste genauso nur auf gerader Fläche zugelassen, wie solche mit Steckfüßen. Beide Varianten können und müssen für den Höhenusgleich unterlegt werden.
 
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Für die mit Steckfüßen gibt es doch Teleskopfüße. Warum muss da untergelegt werden? :confused:
 
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Für die mit Steckfüßen gibt es doch Teleskopfüße. Warum muss da untergelegt werden? :confused:

Die Teleskopfüße sind gut um zum Beispiel Treppen zu überbrücken, stoßen aber an ihre Grenzen wenn das Gelände nicht eben ist (z.B. eine Wiese). Steckfüße können Null Querkräfte aufnehmen (außer wenn sie von mutigen Bühnenbauer mit kräftigen Spanngurten aufgebaut wurden ;) )
 
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Zitat von Loch
Für die mit Steckfüßen gibt es doch Teleskopfüße. Warum muss da untergelegt werden? :confused:

Die Teleskopfüße sind gut um zum Beispiel Treppen zu überbrücken, stoßen aber an ihre Grenzen wenn das Gelände nicht eben ist (z.B. eine Wiese). Steckfüße können Null Querkräfte aufnehmen (außer wenn sie von mutigen Bühnenbauer mit kräftigen Spanngurten aufgebaut wurden ;) )
Ahhhja. Ich muss echt sagen, dass mir das neu war! Ich habe schon mit mehreren namenhaften Firmen Bühnen auf Wiesen, Kiesplätzen, Kopfsteinpflaster etc. gebaut und da wurde nie untergelegt (eben weil mal die Teleskopfüße hat). Ich glaube ich rede da morgen mal mit nem Meister drüber ;)
 
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Normal haben doch die steckfußpodeste nochmal solche Querverbinder für die sowohl die Füße als auch für die Deckenplatte an sich.

Wenn man dann eine große Fläche stellt steht doch alles bombig, finde ich zumindest immer. Die Scherendinger hatte sie letzte Jahr bei bei
so einem DJ-Kerle als da mehr als 5 Leute druaf rumsprangen gaben sie dann doch nach *grins*
 
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Ahhhja. Ich muss echt sagen, dass mir das neu war! Ich habe schon mit mehreren namenhaften Firmen Bühnen auf Wiesen, Kiesplätzen, Kopfsteinpflaster etc. gebaut und da wurde nie untergelegt (eben weil mal die Teleskopfüße hat). Ich glaube ich rede da morgen mal mit nem Meister drüber ;)

Ja frag ihn mal. Aber grundsätzlich: Nur weil es nicht gemacht wird, heißt das nicht gleichzeitig, das es nicht gemacht werden sollte ;)

Die Scherendinger hatte sie letzte Jahr bei bei
so einem DJ-Kerle als da mehr als 5 Leute druaf rumsprangen gaben sie dann doch nach *grins*

750 daN = 7500N Tragkraft
75Kg*10m/s²= 750N

Ergo müsste das Podest 10 Leute aushalten (auch springend). Die Frage ist nur wie lang halten die Bolzen in der Praxis durch ;)
 
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Broadwoaschd

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Steckfüße können Null Querkräfte aufnehmen (außer wenn sie von mutigen Bühnenbauer mit kräftigen Spanngurten aufgebaut wurden ;) )
Das musst du mir doch mal erklären, warum ein gescheites Steckfußpodest keine Querkräfte aufnehmen kann. Der Fuß steckt doch etwa 5 cm im Halter am Podest.
Wenn ich gegen unsere Podeste seitlich tret, und sei es um sie an die richtige zu rücken, wackelt an dem Fuß nichts. Die meisten Scherenpodeste die ich kenne bewegen sich da mehr...
 
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Das musst du mir doch mal erklären, warum ein gescheites Steckfußpodest keine Querkräfte aufnehmen kann. Der Fuß steckt doch etwa 5 cm im Halter am Podest.
Wenn ich gegen unsere Podeste seitlich tret, und sei es um sie an die richtige zu rücken, wackelt an dem Fuß nichts. Die meisten Scherenpodeste die ich kenne bewegen sich da mehr...

Hey,

nehmen wir an ein Podest steht frei im Raum. Auf dem Podest steht ein Redner, ein Besucher rempelt kräftig dagegen. Schwarz ist die Krafteinwirkung von oben (Redner), Rot die des Remplers. Grün ist die aus diesen beiden resultierende Kraft. Ich habe mal wieder mein lieblings Zeichenprogramm bemüht. ;)

Natürlich knicken die Steckfüße nicht so schnell ein. Lange halten sie allerdings nicht. Und da die Füße die Kräfte nicht ableiten können, geht man von Null aus. Eine diagonale Strebe würde hier aber schon viel helfen.
 

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So, Antwort vom Meister:
Um das Einsinken von Füßen auf unebenem (eben vllt. matschigen Boden) zu verhindern, sollte man Woodpads etc. unterlegen. Eine Vorschrift dafür gibt es jodoch nicht!
 
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So, Antwort vom Meister:
Um das Einsinken von Füßen auf unebenem (eben vllt. matschigen Boden) zu verhindern, sollte man Woodpads etc. unterlegen. Eine Vorschrift dafür gibt es jodoch nicht!

Stimmt, auch ein wichtiger Punkt.
Eine Vorschrift gibt es nur in dem Sinne, dass diese Anforderung im Standsicherheitsnachweis aufgeführt ist. Passiert etwas und es wurde nicht gemacht ist der Erbauer haftbar. Als Meister im Bühnenbau benötigt man diesen Nachweis nicht, man selbst ist der Nachweis.
 
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Sorry für OT, aber nannte man die nicht früher mal schlicht und einfach Holzplatten? :D

:gruebel::gruebel::gruebel:

Ich bin leicht verwirrt: Woodpads, das soll halten???:D

zum Thema:
Aber ansonsten stimmt das schon alles, nur wundert mich das immer wieder, es gibt in Deutschland für jeden Quark eine Bestimmung nur hier beim Podestbau, da sind offene Lücken, die im Bereich der Sicherheit sind und wenn ich mir da manches Mal so einige Bühnen bei kleineren Stadtfesten oder sonstigen VAs ansehe.....:eek::gruebel:

Greets Wolle
 
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Ich würde das gar nicht unbedingt als Lücke bezeichnen. Die Bühne muss absolut exakt so gebaut werden wie sie im Standsicherheitsnachweis aufgeführt ist. Alles andere ist unzulässig. (Beispiel aus der Praxis. Unter dieser Bühne befindet sich "Woodpads" mit Gummimatten darunter...auf einer Wiese! Aber so wurde sie nun mal berechnet ;) ). Der Bühnenmeister ist die Fachkraft, die Bühnen individuell aufbauen kann. Alle anderen halten sich starr an die "Betriebsanleitung".
 
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Ich gebe highQ Recht.

Wir haben beide Arten von Podesten im Einsatz.
Die Scherenpodeste sind zwar Recht schwer, aber extrem schnell aufgebaut und bei uns absolut standfest.
Eventuell kommt es hier wie bei fast allen Produkten halt auch auf die Qualität an.
Desweiteren können wir bei unseren Scherenpodesten Höhenunterschiede, die durch unterschiedliche Ebenen verursacht werden, ausgleichen, da die eigentlichen Scheren nicht synchron eingestellt werden müssen.
(Hoffe ihr versteht, wie ich das meine, sonst mache ich noch eine Zeichnung)
 
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-slightly OT :D
"Woodpads" als Unterleghölzer- find ich geil!
Aber im Ernst: In meinem früheren Leben habe ich 1981-1983 Beton- und Stahlbetonbauer gelernt. Und dort gab es damals eine Unfallverhütungsvorschrift "Gerüstbau", in der vorgeschrieben war, dass zur Lastverteilung unter JEDEN Gerüstfuss eine Gerüstbohle zu legen war. Analog dazu wende isch das heute noch an.
Leider wurde diese UVV vor einigen Jahren ersatzlos zurückgezogen, so dass ich heute mit dem "gesunden Menschenverstand" argumentiere: Je grösser die Auflagefläche desto grösser die aufbringbare Last. Dazu vielleicht ein Beispiel: Ein Elefant wiegt beispielsweise angenommene 4000 Kg, er hat 4 Füsse mit jeweils etwa 1000 Quadratzentimetern Fläche, also 4000 cm². Daraus folgt, dass jeder Quardatzentimeter mit 1 kg Gewicht belastet ist. Eine Frau mit Highheels lasse ich 50 kg wiegen, jeder Absatz hat eine Fläche von 1 cm². 2 Füsse, 2 Absätze, heisst in diesem Fall 25 kg pro Absatz. Da lasse ich mir lieber von einem Elefanten auf den Fuss treten ;-))

just my 2 cents

Hinrichs
 
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Eine Frau mit Highheels lasse ich 50 kg wiegen, jeder Absatz hat eine Fläche von 1 cm². 2 Füsse, 2 Absätze, heisst in diesem Fall 25 kg pro Absatz. Da lasse ich mir lieber von einem Elefanten auf den Fuss treten ;-))

Ich weiß zwar nicht auf was genau du mit diesem Vergleich raus willst ;) aber du vergisst die Kräfteableitung über den Fußballen. Auf die Spitzen der Absätze kommt nur noch eine geringe Kraft (was ja auch der Hintergrund der Schuhe ist, die Mädels stehen eigentlich auf Zehenspitzen, also Fußballen und zeigen uns dadurch was sie haben...).
 
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HinrichsVT

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Ich weiß zwar nicht auf was genau du mit diesem Vergleich raus willst ;) aber du vergisst die Kräfteableitung über den Fußballen. Auf die Spitzen der Absätze kommt nur noch eine geringe Kraft (was ja auch der Hintergrund der Schuhe ist, die Mädels stehen eigentlich auf Zehenspitzen, also Fußballen und zeigen uns dadurch was sie haben...).

Da hast du völlig recht, allerdings wird eine Frau wahrscheinlich beim Zutreten eher den Absatz ins Spiel bringen.
MEIN Gedankenansatz ist der folgende:
Ich möchte versuchen, es anschaulich darzustellen, warum unter Podestfüsse und/oder Gerüstfüsse Holzplatten bzw. Gerüstbohlen unterzulegen sind, nämlich um die aufgebrachte Last "erträglich" auf den Rasen bzw. den Boden zu bringen.
Gerade DIESES zugegebenermassen weit hergeholte Beispiel hat einen leitenden Offizier der Bundeswehr dazu gebracht, meiner Meinung zu folgen, und bei einer Bühne Unterleghölzer einzusetzen. Diesen Vorfall hier auszuwalzen würde aber zu weit führen :)

mit üblichem Gruss

Hinrichs
 

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