Einspielen von Holzflöten

  • Ersteller Ralinem
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Erstmal muss der ganze Block nass sein, das dürften die 15 Minuten bis zur ersten Heiserkeit sein.

Wenn dann die Wassertropfen zunehmen, bahnen die sich einen Weg, quasi eine Feuchtigkeits-Autobahn. Wenn diese zweite Phase überwunden ist, fließt das Kondenswasser ungehindert und schnell ab, das dürfte die folgende unproblematische Phase sein, wo keine Heiserkeit mehr auftritt.

Wärmst Du den Flötenkopf eigentlich sorgfältig an?
 
Aber sicher doch! In der Regel spiele ich vorm Flöten immer erst die Gitarre, die griffbereit neben den Flöten steht, und dann kann sich die Flöte in einer Weste am Körper schön an meine Körpertemperatur gewöhnen.

Warum wird dann aber der Klang der Flöte besser, befreit, wenn die Feuchtigkeit dann abfliessen kann?
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig. Es bildet sich quasi eine Art Regenrinne, die die Kondensflüssigkeit von den problematischen Stellen wegführt.
 
Meine Rottenburgh muss doch zum Flötendoktor. Der Block scheint aufgequollen zu sein:

2015-12-17 18.16.47.jpg
 
Oh ja, ich sehe es. Der Block sitzt nicht mehr bündig. Irgendwie hat das Holz gearbeitet.
 
Low Budget Sopran: ich hoffe, da ist eine Traumflöte dabei - mit der habe ich gerade sehr viel Spaß :)
Hatte im Laden auch die Traumflöte angespielt - ganz anders, aber auch sehr toll!
Oh, prima!!!! Habt ihr auch schon mal die bunten Traumflöten angespielt? Ich habe in Schwelm mal eine blaue angespielt. Die fand ich schön vom Klang her (wobei die anders farbigen genauso klingen müssten). ...aber....dann hätte ich ja vier Sopranblockflöten... :redface:.

Ich werde in der nächsten Zeit einen Küng Superio Knickbass, einen Kobliczek Knickbass, und einen älteren Heinrich Bass mit Anblasrohr nebeneinander einspielen.
Magst Du erzählen, wie es war??? :)
 
Magst Du erzählen, wie es war??? :)

Kann ich Dir mal eben etwas zu sagen:

ältere Heinrich BBF mit deutscher Griffweise: für das Alter und den lächerlichen Preis eine schöne Flöte mit weichem und stabilen Klang.

älterer Kobliczek Bass - tolles Gerät mit wandelbarem Klang

Küng 2603 BBF - ohne Konkurrenz das Geilste, was ich bisher gespielt habe.


Ab ich bin gerade dabei, ein kleines Review zu machen, packe ich jedoch in einen eigenen Thread.
 
Oh, prima!!!! Habt ihr auch schon mal die bunten Traumflöten angespielt?
Bei meinem örtlichen Händler gibt es momentan vorrätig nur die rot lackierte Traumflöte. In der Auswahlsendung (aus meinem anderen Thread) ist bewußt die unlackierte Version dabei, denn wenn ich Holz habe, möchte ich auch das Holz sehen. Ausserdem sagte mir Fr. Kunath, daß sich bei viel Spielen der Lack unschön abnutzen könne. Klangmässig dürften sich die lackierten und unlackierten nicht wesentlich unterscheiden.
 
Ausserdem sagte mir Fr. Kunath, daß sich bei viel Spielen der Lack unschön abnutzen könne.

Ich hab eine rote Traumflöte, die ich eine zeitlang oft gespielt habe. Wenn ich genau hinschaue, dann sehe ich Abnutzung um die Grifflöcher, aber ich finde, das fällt nicht sehr auf. Ich musste genau hinsehen.

Wo mich das viel mehr stört, ist bei meinem Canta-Knichtenor. Der ist an den Stellen, an denen meine Finger aufliegen dunkler geworden.
 
Meine Rottenburgh muss doch zum Flötendoktor. Der Block scheint aufgequollen zu sein:
Oh, wie lange hast du denn da gespielt?
Kann man den Block überhaupt tauschen?

Der ist an den Stellen, an denen meine Finger aufliegen dunkler geworden.
Versuchs mal mit Flötenöl auf einem fusselfreien Tuch (ich nehme Küchenpapier von der Rolle) und reibe damit die Stellen ab.

Gruß Norbert
 
Oh, wie lange hast du denn da gespielt?
Kann man den Block überhaupt tauschen?

Der Block kann (soweit ich das weiß) nach vorn ausgeschlagen werden und nachbearbeitet. Die Flöte ist jetzt gerade 8 Wochen alt und hat damit (laut Telefonat mit Moeck Blockflötenbauer) das ideale Alter für Nachbearbeitung. Seit der 2. Woche ist schon klar, dass die Flöte nachbearbeitet werden muss.
 
Kann man den Block überhaupt tauschen?
Man kann ihn auf jeden Fall herausnehmen.
Habe Hammann zugesehen, wie er das macht. Er hat ein "Schlagholz" (ein besseres Wort fällt mir dafür jetzt nicht ein) im Flötenkopf vor den Block gelegt und dann mit einem Hammer gefühlvoll gegen das Schlagholz geschlagen, bis der Block aus dem Flötenkopf heraus kam.

So ein Block wird ja separat gefertigt. Warum soll man dann nicht einen verzogenen Block gegen einen geraden Block austauschen können?
Die offene Frage: Hat sich eventuell nicht nur der Block sondern auch der Kopf verändert?

Das muss der Blockflötenbauer kontrollieren und klären.

Wenn Holz arbeitet, kann es sich auch drehen. Möglicherweise ist da so etwas passiert.
 
Beim gestrigen Postingversuch - ich hatte die richtige Stelle in youtube gesucht - hat sich erstmal mein Windows 10 mit Speicher-Fatal-Error aufgehängt, Rechner startete nicht mehr (die Bios Einstellungen hatten sich geändert), so daß meine Rückmeldungen etwas verspätet kommen.

Beim der Mollenhauer-Video-Animation von Blockflöten-Werstatt-Workshop sieht man Werkzeug, Blöcke, und "leere Flötenköpfe" so daß man ein paar Impressionen bekommt:
http://www.mollenhauer.com/de/videos#.VnSHj-KnFyV
 
Zum Thema Flötenblock habe ich gerade noch etwas gestöbert ...
Dabei fand ich die Facebook-Seite von Hamman / Kobliczek
https://www.facebook.com/Kobliczek-Musikinstrumentenbau-224576757588414/
und darin diese Fotos:

Wie die Blockflöte einen Schnabel bekommt:
Auf dem ersten Bild wird die Säge angepeilt.
Noch hat die Flöte bis zum obersten Ende einen dicken, runden Kopf.

294000_232368573475899_2733389_n.jpg


306170_232368490142574_151623_n.jpg


Auf dem zweiten Bild sieht man sehr schön den ursprünglich rund gedrechselten Schnabelteil des Flötenkopfes und wie der dann abgeschnitten wird.
Wenn der Block bei einer fertigen Blockflöte ausgetauscht werden muss, guckt der erst einmal vor und wird dann passend zur Schnabelform beigeschnitten und geschliffen. So jedenfalls hab ich die Erklärung behalten.
 
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Hier gibt es auch einen Blick in den Windkanal:
http://blockfloetenwerkstatt.com/Blockflotenwerkstatt/Reparaturen.html

... und den Hinweis:
Die Blockflöte klingt heiser, verstopft leicht, hat Probleme in der Ansprache
Hier muss im Windkanal gearbeitet werden. Reinigung und Entfetten des Kanals, Nacharbeiten des „Voicings“, also der individuellen Verhältnisse von Ober- und Unterluft, Flächen und Kanten.

Und hier hält Ralf Ehlert einen Block und einen Flötenkopf in der Hand.
http://www.ehlert-blockfloeten.de/l_de/werkstatt.php#
Interessant finde ich die Abdrücke von Flötenschnäbeln.
Ich hab da so eine Idee, was damit gemacht werden könnte ...
Aber ich da ich noch keine Erklärung gefunden habe ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ist der Block geschrumpft
Das Gegenteil ist der Fall; der Block hatte von Anfang an ein Problem, die Feuchtigkeit aufzunehmen und in die Flöte weiterzuleiten. Die Flöte hatte gleichmässige Umweldbedingungen (20-21°C, 50-60% Luftfeuchtigkeit), wurde sehr sorgfältig jeden Tag von mir eingespielt (1. Woche 5min, jede woche 5min länger; ab der 6. Woche 40-60 min, bis die Flöte anfing zu stocken).

Nach 8 Wochen begann dann der Block bei Feuchtigkeit unregelmässig zu arbeiten. Das obige Foto hatte ich zur Dokumentation direkt nach ca. 1 h Spielen gemacht. Am nächsten Morgen ist der Effekt zwar zurückgegangen, ich habe die Flöte aber nicht weiter gespielt, sondern sofort zum Händler gebracht.

Laut Telefonat mit einem Moeck Flötenbauer sei es normal, dass das Holz in den ersten 6-8 Wochen arbeitet, sich der Klang oder Eigenschaften der Flöte stark verändern können und ein Nacharbeiten erst nach den besagten 6-8 Wochen sinnvoll sei. (Ich hatte die Flöte ja auch direkt in der 2. Woche bei meinem Händler reklamiert.)
 
Das ist schon blöd.
Woran das wohl liegen mag, dass das bei Deinem Block so heftig auftritt, @Bernhard_Baptist keine Probleme hat und ich mit meinen ganzen Moeck Rottenburgh Modellen auch in all den Jahren nicht? :gruebel:
 

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