Endstufenverzerrung

von MAKS, 01.02.07.

  1. MAKS

    MAKS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.07   #1
    Schönen Abend,
    ich hätte eine Frage die wohl für euch relativ schnell beantwortet sein wird aber ich hab mit der suFu leider nichts gefunden.
    Und zwar ich hab nen Marshall TSL602 und wollt mal fragen ab welcher lautstärke mit dem Mastervolume denn die endstufenverzerrung so langsam kommt? Wenn ich sagen wir das Master auf 2 hab und halt gain rein, dann ist das ja nur die Vorstufenzerre, oder?
    Bringt es eigentlich was, wenn ich das Mastervolume weit aufdrehe und dann das Volume des Lead Channels leiser mache?? Hab ich dann den gleichen effekt oder wiegt sich dass wieder irgendwie auf? Ich denke ihr weißt was ich meine....
    vielen dank im vorraus
    Gruß und Gute Nacht
    Max
     
  2. screamer04

    screamer04 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.07   #2
    "Endstufenzerre" wird mit einem 60Watt 2x12" Combo sehr schwer zu erreichen sein.
    Das wird selbst im Proberaum nicht wirklich leicht und Zuhause solltest du dass besser ganz schnell wieder vergessen...
    Um eine gewisse Lautstärke wirst du auch nicht drumrum kommen, wenn du nur Master aufdrehst, dafür aber meinetwegen Clean-Gain sehr niedrig einstellst.
     
  3. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #3
    gutes topic, dazu wollte ich schon immer mal was fragen ;)

    und zwar kommt doch endstufenzerre dann zustande, wenn die endstufe quasi an ihr limit gebracht wird, das wiederum ist doch abhängig vom eingangs und vom ausgangspegel, ich muss also mit nem normalen pegel die endstufe befeuern und sie dann soweit aufdrehen dass es kaum noch lauter wird ?! also rein praktisch könnte ich die endstufe ja mit einem zu leisen eingangssignal nicht an ihr limit bringen, da der regler ja nur bis 10 geht ;)


    wenn ich jetzt aber von clean auf verzerrt umschalte, müsste ich ja eigtl den cleansound leiser stellen, damit die endstufenzerre nicht im cleansound drin ist? oder wie ?

    spiele im moment mit 50w röhre endstufe und das klingt schon geil, besser als 100w finde ich, wird wohl an besagter endstufenzerre liegen, aber mh, clean ist eigtl. schon noch clean 0_o
     
  4. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #4
    Man könnte evtl. die Smicz-Adapater, TAD ToneBones oder Yellow Jackets nehmen. Sie reduzieren die Leistung stark. (Auch Power Brakes gingen, das geht aber ganz schön auf die Röhren.) Selbst dann müsste man zwar vmtl. den Amp voll aufreißen und zur Not sich eines Boosters bedienen aber in der Endlautstärke wäre man doch nur noch nicht mal halb so laut. :D

    Grüße,
    /Ed
     
  5. Gast90210

    Gast90210 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #5
    Und was soll das bringen????
    Könnt ja mal n Verzerrer in den Effektloop hängen, dürfte ähnlich klingen.
     
  6. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #6
    Also, wenn dein Cleankanal noch Clean ist, wirst du den Amp noch nicht in die Endstufenzerre gebracht haben.
    Aber zu der Geschichte mit dem Regler: Bei den meisten Röhrenamps ist der Mastervolume nicht linear (im Gegensatz zu Transistoramps), heißt am Anfang wird er schnell laut und ab einer gewissen Stellung wird er nur noch geringfügig lauter. Die 50 Watt (also die Leistung, bevor die Endstufe übersteuert wird!), die dein Amp hat, erreicht er also schon wesentlich früher als bei Mastervolume auf 10.
    Endstufenzerre kannst du also auch mit einem kleinerem Eingangssignal erreichen.

    Aber selbst ein 50 Watt Amp ist nicht so leicht in die Endstufenzerre zu bringen, da musst du schon sehr laut spielen. Oder du nutzt wie vorher schon gesagt eine Power Brake, Hot Plate,oder ähnliches.

    Ein Verzerrer im Effektloop wird hingegen nicht wie Endstufenzerre klingen, da die Klangcharakteristik einer Endstufenzerre deutlich anders ist, als die eines Zerrpedals.
     
  7. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #7
    Kannst du ja mal probieren und einen A/B-vergleich machen und dann recht schnell feststellen, dass Endstufensättigung (mit dem richtigen Amp) weitaus dynamischer, fetter und einfach brutaler klingt.

    Zwiebacksäge vs. Bulldozer!
     
  8. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #8
    Was denn nun clean oder verzerrt? Es gibt halt zwei Arten von "verzerrt", einmal die Vorstüfenübersteuerung und dann die Endstufenübersteuerung. Wenn du dir mal AC DC anhörst, das ist reine Endstufenverzerrung, sie spielen fast clean in der Vorstufe. Der Rhythmusgitarrist geht sogar soweit, daß er 200W Modelle benutzt um noch etwas cleaner zu bleiben.
     
  9. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 02.02.07   #9
    Dir brennen die Röhren im ToneBone aber dann ebenso schnell ab, denn Zerren in einer Gegentakt-Endstufe ist Kathodensättigung, und das mögen die Röhren GAR NICHT. Dazu klingt das ganze einfach bescheiden...
     
  10. mettob

    mettob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #10
    Also, hab nen TSL 100. Wenn man bei dem im Cleankanal das Gain sehr niedrig einstellt, kann man auch bei moderaten Lautstärken die Endstufe in die Sättigung bringen, indem man den Master aufdreht. Der Nachteil hierbei ist, dass man dann die anderen Kanäle nicht mehr mit der viel Verzerrung spielen kann, da der Lautstärkenunterschied dann zu groß ist. Der TSL ist allerdings eher für eine Vorstufenzerre gebaut und nicht für eine Endstufenzerre. Wenn du generell lieber mit Endstufenzerre spielen willst, solltest du dir also eher Gedanken für einen anderen Amp machen.
     
  11. Gast90210

    Gast90210 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.07   #11
    Jaja aber wer kommt (selbst mit nem 50 watt amp in diese Gefielde? Selbst auf größeren Bühnen war mein jcm auf 8 und von Endstufensättigung nix zu hören.
     
  12. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 02.02.07   #12
    Na ja... ich bin mir gar nicht sicher, ob man z.B. in einem Marshall die Endröhren überhaupt zum Verzerren bringt. Da Zerrt der Phasendreher und der Ausgangsübertrager geht in die Knie bzw. magnetische Sättigung. Wäre wirklich mal interessant zu schauen, welche Bauteile da tatsächlich verzerren. Ich tippe mal, daß es vor allem der PI ist.

    Daran sieht man auch gut, warum Tonebones & Co. ganz anders klingen. Es liegt nicht nur an den EL84 an sich, sondern auch daran, daß der Ausgangsübertrager bei der geringen Leistung nicht grade ins Schwitzen kommt...
     
  13. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #13
    Als ich noch meinen kleines Engl Thunder Topteil hatte lief der in jeder Situation mit Endstufensättigung. Master auf 12 und Gain wurde nachgeregelt. Das war Soundmäßig das beste, was ich aus dem herausbekommen hab.

    Mein Peavey jetzt hat 120 Watt, da wirds schwer. Stimmt!
     
  14. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.02.07   #14
    Hmmm - ich bin da eher praktisch vorgegangen.

    Also nachdem ich mal einen Artikel über Endstufensättigung gelesen habe, habe ich´s einfach ausprobiert. Spiele über einen Marshall 50 Watt Vollröhre.

    Also statt wie vorher die Vorstufe ziemlich hochzudrehen, habe ich erst mal die Endstufe auf etwa 3/4 bis 4/5 hochgedreht - Vorstufe ganz runter, Gitarren-Potis wie gewohnt.

    Dann langsam die vorstufe rein - bis ich meine gewohnte Lautstärke hatte.
    Für meine Ohren war das ein angenehmerer sound - weicher, nicht so schrill verzerrt, dennoch obertonreich und mit dem angenehmen singen und schwingen.

    Also ich kann da nur zum Selbsttest nach eben dieser Vorgehensweise raten.
    Zwischen amp und Gitarre habe ich einen tubescreamer, den ich aber nur für Solo-Parts einsetze.

    Ich fand´s angenehmer, meine Bandkollegen ebenfalls und der Rest ist Geschmacksache.

    x-Riff
     
  15. Werwolf

    Werwolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #15
    Ich bin mir da jetzt nicht 100%ig sicher, aber ich glaube eine
    Endstufensättigung kann nur dann zu Stande kommen, wenn Endstufe UND
    Vorstufe entsprechend aufgerissen ist!
    Wenn die Endstufe kein Entsprechendes Signal aus der Vorstufe bekommt wird
    sie auch nicht überlastet werden! Bei den alten Amps hat das ja funktioniert,
    weil man NUR in der Vorstufe die Lautstärke regeln konnte (kein Master
    Volume) und somit die Endstufe überlasten konnte....die verstärkt ja nur was
    sie bekommt. Wenn sie wenig bekommt übersteuert sich auch nicht.
    Wenn man also das Verhalten von alten amps nachahmen will muss man den Master
    voll aufdrehen und nur mit einem Vol. Regler in der Vorstufe arbeiten...wenn's dann
    Zerrt ist es die Endstufe.
    Korrigiert mich, wenn ich Mist erzähle.
     
  16. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.07   #16
    jop, möglicherweise bin ich nur näher dran und es klingt allein deshalb schon besser als mit 100w.. power brake könnt ich mal testen oder meine box auf 16 ohm zu spielen anstatt 4,da kann ich ja auch noch nen tick lauter aufdrehen dann.


    nen kumpel von mir baut sich z.zT. ne vorstufe in der er ne endstufenröhre miteinbaut, die verzerrt werden soll.. also quasi ne vorstufe mit klangmäßiger endstufenzerre.. ka, muss ihn mal fragen wie das projekt so läuft ^^
     
  17. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 03.02.07   #17
    Der Effekt wurde auch schon von mir hier mehrmals angesprochen, nur ich habs dann gelassen, weil die Leute das nicht hören wollen, dass da auch noch was anderes zerrt als die Röhren...bei den Marshalls könnte desweiteren auch das Netzteil abfackeln, wenn man nicht aufpasst.

    Been there - done that....bringt nicht viel. Dann zerrt halt eine Pentode, das ist aber relativ egal, klingt auch nicht sehr viel anders. Entweder er benutzt eine Kleinsignalpentode und lässt die auf einen ohmschen Arbeitswiderstand werkeln (das ist nicht relalistisch für eine Endstufe) oder eben auf einen Trafo. Aber selbst dann bekommt er nicht den realisten Endstufen-Sättigungssound, weil die komplexe Last am Ausgangsübertrager fehlt...kurz gesagt: Ich denke nicht, dass es das bringt.
     
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