Erdung Brücke - notwendig oder nicht?

von Swen, 16.01.20.

  1. Swen

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    Erstellt: 16.01.20   #1
    Ich habe letztens die Brücke bei einem meiner Bässe getauscht und festgestellt, dass die Brücke nicht geerdet ist, was bei meinen anderen Bässen aber der Fall ist. Vom Sound her, ist mir das aber nicht aufgefallen (es ist ein passiver EMG P HZ und ein passiver EMG 35 ab Werk verbaut). Allerdings habe ich den Bass auch nur zum Üben zu Hause gespielt. Da gibt es auch nicht mehr Nebengeräusche, als bei meinen Bässen mit Erdung.
    Wann machen sich ohne Erdung Einstreuungen akustisch bemerkbar, denn irgendwann will ich den Bass ja auch mal live spielen und nicht nur im Wohnzimmer? In wie weit ist in diesem Fall eine Erdung sinnvoll, denn die wäre noch mit dem Aufwand verbunden ein Loch zum Elektrofach zu bohren und dazu bräuchte ich einen entsprechend langen Bohrer, denn die gängigen Bohrer sind zumindest bei dem Bass zu kurz.
     
  2. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 16.01.20   #2
    Normalerweise nervt das Rauschen zuhause mehr als im Proberaum/live.
    Wenn's zuhause okay ist, sollte es das auch wo anders.

    Kann aber sein, dass da andere/mehr Störquellen sind.

    Lass es also erstmal wie es ist. Falls es irgendwann doch auffällt, kannst Du immer noch was machen.
     
  3. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.20   #3
    Hi,
    ich sehe es auch wie Cadfael: Solange nichts stört einfach so lassen.
    Interessant dabei ist, dass herstellerseits kein Erdungskabel und kein Kanal vorgesehen sind.
    Hast Du mal gemessen ob eine leitende Verbindung von der Brücke zur Signalmasse besteht (auf Durchgang prüfen).

    Theoretisch gibt es ja noch andere Verbindungsmöglichkeiten als mit Kabel und Bohrung von der Brücke zum Elektronikfach.

    Gruß Ulrich
     
  4. Swen

    Swen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.20   #4
    Vielen Dank. Ich werde es erst einmal so lassen und es ändern, falls mich doch einmal irgendwelche Geräusche stören sollten.
    Gemessen habe ich nicht. Ich wüßte jetzt gar nicht wo ich messen sollte. Es gibt für mich keine sichtbare Verbindung zwischen Saiten und Masse. Was gibt es denn da noch für andere Möglichkeiten der Erdung?
     
  5. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #5
    Na wenn Du nicht gemessen hast frage ich mich wie Du darauf kommst dass keine Masseverbindung vorhanden ist.

    Besorge Dir bei Gelegenheit mal ein einfaches Multimeter mit dem man Widerstände prüfen kann. Vielleicht stellst Du dann fest dass Deine Brücke doch geerdet ist, obwohl Du es nicht sehen kannst.

    Hilfreich wäre nebenbei bemerkt auch um was für ein Instrument es sich handelt.
     
  6. Swen

    Swen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #6
    Es ist ein Johnson JB-200, jedoch mit passiven Tonabnehmern und auch ohne aktive Elektronik. Die Modellbezeichnung davon kenne ich leider nicht.
    Wie viel Widerstand sollte denn anliegen? Ich müßte dann von den Saiten zur Masse messen oder?

    Ich weiß halt nicht, wie die Brücke sonst geerdet sein soll, wenn da nirgendwo ein Kabel anliegt. Deshalb auch meine Frage, wie man sie sonst noch erden kann.
     
  7. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.20   #7
    Der zwischen Brücke und Masse gemessene Widerstand sollte gegen null Ohm gehen.

    Frühe Fender Jazzbass´s hatten ein schmales Kupferband zwischen Brücke und Stegtonabnehmer. Heutzutage gibt es diese Bänder ja sehr günstig in selbstklebender Ausführung. Das könnte für Dich eine Alternative sein wenn bohren nicht in Frage kommt und Dich die Optik nicht stört.
     
  8. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 17.01.20   #8
    Es war eine Messingplatte unter dem Bridge PU, die eine "Nase" bis zur Brücke hatte.
    Ich habe das bei einem Bass mit "Kupfer-Klebeband" nachgeahmt. (wie von Dir beschrieben)
    Das ist in der Tat eine gute Lösung ohne zu bohren. Kabel an das Klebeband löten, verlegen und Kabel über PU-Kanal ins E-Fach....
     
  9. Swen

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    Erstellt: 17.01.20   #9
    Danke, aber da würde mich dann doch die Optik stören. Dem nach hat die Brücke doch keine Verbindung zur Masse.
     
  10. Bassturmator

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    Erstellt: 17.01.20   #10
    Hattest Du das jetzt gemessen???
     
  11. Swen

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    Erstellt: 18.01.20   #11
    Das Multimeter zeigt nichts an. Da wird er ja sicher nicht messbar sein, also gegen unendlich gehen oder? Auf Durchgang habe ich auch geprüft. Es ist keiner vorhanden.
     
  12. Bassturmator

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    Erstellt: 18.01.20   #12
    Also doch ein Loch bohren. Wenn Du alles vorbereitest so dass der Gitarrenbauer nur das Loch bohren muss wird das nicht viel kosten.

    Oder Du kaufst einen entsprechend langen Bohrer und machst es selbst...
     
  13. nasi_goreng

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    Erstellt: 18.01.20   #13
    Hi,
    ich würde die Brücke auch nur erden, wenn es sich rausstellt, dass es wirklich notwendig ist.
    Letztendlich soll hier durch das Erden der Brücke auch die Saiten und damit der Basspieler geerdet werden, der dann als "lebender" Schirm fungiert. Ist die Verkabelung der elektrischen Bauteile des Basses gut ausgeführt (Drähte geschirmt bis möglichst weit zu den Potis und Tonabnehmern, Elektronikfach abgeschirmt), dann bringt eine zusätzliche Schirmung durch den an den Seiten geerdeten Menschen keinen Mehrwert.
    Und magnetische Einstreuungen in die Singlecoils beim Jazzbass werden davon sowieso nicht unterdrückt. (Nachtrag: ich sehe gerade dass in deinem Fall Humbucker verbaut sind)

    Gruß


    PS: Früher war das Erden der Saiten auch einer der Gründe für Elektrounfälle auf der Bühne oder im Proberaum.
     
  14. Swen

    Swen Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.20   #14
    Ja, auf Durchgang gemessen. Da ist aber keiner. Widerstand zeigt es auch keinen an. Der wird wohl gegen undelich gehen.
     
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