Erfahrung bei folgenden Großmembran Mikrofonen

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Steven Heisig
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Hallo Forum,

ich werde mir jetzt mein neues Mikrofon zu legen und hab mich durch das ganze Internet gestöbert und meine Finalen drei Mikrofone gefunden.

Sennheiser - MK4
Audio Technica - AT4040
SE Electronics - SE 2200T

Ich verwende es ausschließlich für Rap - Vocals und evtl das ein oder andere mal für eine gesungene Hook.
Nun weis ich nicht welches ich nehmen soll..
Kombinieren werde ich es mit meinem Steinberg UR22 Interface.
Hat jemand von euch direkte Vergleiche ?

LG Steven
 
Eigenschaft
 
Welches verwendest Du denn bislang?
 
ich habe mir das t.bone sc440 gekauft zum anfangen und halt es damit nicht mehr aus.
 
Damit würde ich es nie aushalten, höchstens als Talk back. Das SE Electronics - SE 2200T hatte ich noch nicht unter. Nur Vorgänger. Die waren o.K. für ihr Geld. Das AT und das Sennheiser kann ich beide guten Herzens empfehlen. Da geht es dann um Geschmack.
 
Ich habe mit dem MK4 gute Erfahrungen bei Rapvocals gemacht, das AT4040 passt da meiner Meinung nach weniger.

lg Viktor
 
noch jemand, der vielleicht auch einen direkten vergleich kennt ?
 
Von deinen genannten Miks kenn ich nur das se2200T gut.
Das SE2200T ist für mich nicht sehr universell. Meines ist sehr sehr hell und bright, relativ speziell. Probleme mit S-Lauten könnten ein Thema werden. Ich würde das se2200T sicher nicht kaufen, ohne es vorher anzutesten.
Schlussendlich ist es bei Mics immer das gleiche: Sie müssen DIR soundmässig gefallen, in DEINEN Workflow passend, in der RICHTIGEN Anwendung im RICHTIGEN Kontext angewendet werden (unter anderem Aufnahmeraum, Kompression, EQ...). Was bei einem andern Tontechniker mit einem andern Sänger funktioniert, kann möglicherweise bei dir absolut unpassend sein. Auch online-shootouts und Forum-Meinungen sind mit viel Vorsicht zu geniessen. Ich weiss, dass es am einfachsten wäre, wenn jemand sagen könnte: Nimm dieses Mik und diesen Pre und du klingst super...Leider ist es nicht ganz so einfach.

Jedoch gibt es eindeutig Mikrophone, die sich universeller einsetzen lassen als andere. Da ich die anderen 2 Miks (und allgemein Miks in dieser Preisklasse) nicht sehr gut kenne, kann ich dir leider nicht sagen, welches ich genau empfehle. Aus dem Bauch heraus das MK4. Aber ich würde mir niemals ein Mik kaufen, für das ich mich wegen einer Meinung auf MB entschieden habe. Und auch wenn ich diese beiden Miks kennen würde, wäre es für mich unmöglich zu sagen, welches Mik für dich besser sein würde (ausser eines der beiden ist wirklich schlecht, was ich aber nicht glaube).
Um es zusammenzufassen: Wenn du sicher sein willst, dass du mit deinem Mik glücklich wirst, musst du es ausprobieren (natürlich kann man sich vorher wie du in einen Forum informieren, manchmal erfährt man ja gute Geheimtipps usw.)...Wenn du dir selber nach dem Ausprobieren noch nicht sicher ist, welches Mik dann am Schluss für dich das Richtige ist, kann man mit den Hörproben der Miks AN DEINER STIMME IN DEINER UMGEBUNG MIT DEINER MUSIK immernoch in ein Forum gehen.

Ich weiss, dass diese Antwort unbefriedigend ist. Aus meiner Sicht ist es aber die ehrlichste Antwort.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird das Mikro nur für Deine Stimme oder für unterschiedliche Stimmen genutzt?
Wenn für Deine Stimme, welcher Stimmtyp ist das (grob: Tenor, Bariton, Bass)?
 
Aus meiner Sicht taugen die Großmembran Mikros nur in sehr guten Schallkabinen bzw. bei perfekt gedämmten Studios.
Zudem muss der/die SängerIn schon verdammt gut sein.

Für normal gute Aufnahmen ziehe ich ein dynamisches Hand-/Bühnen- Mikrofon vor.
Die einfacheren Mikros nehmen einem die Arbeit ab, und mogeln etwas zum Guten hin.
Bei den Großmembran Mikros kann ein verkehrter Atemzug bereits viel kaputtmachen.
 
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Aus meiner Sicht taugen die Großmembran Mikros nur in sehr guten Schallkabinen bzw. bei perfekt gedämmten Studios.
Zudem muss der/die SängerIn schon verdammt gut sein.

??

Kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Kenne auch niemanden der halbwegs fleißig homerecording macht, und das dann mit nem schnöden Bühnenmic tut.

Klar sind die Großmembraner empfindlicher; aber trotzdem ist da ne komische Aussage.
 
Aus meiner Sicht taugen die Großmembran Mikros nur in sehr guten Schallkabinen bzw. bei perfekt gedämmten Studios.
Zudem muss der/die SängerIn schon verdammt gut sein.

Für normal gute Aufnahmen ziehe ich ein dynamisches Hand-/Bühnen- Mikrofon vor.
Die einfacheren Mikros nehmen einem die Arbeit ab, und mogeln etwas zum Guten hin.
Bei den Großmembran Mikros kann ein verkehrter Atemzug bereits viel kaputtmachen.

Sorry, das ist jetzt ausgesprochener Blödsinn. Ein bisschen Mühe geben sollte man sich bei Aufnahmen immer. Es gibt Tausende von Usern von Großmembrankondensatoren, die ohne Megaakustikmaßnahmen sehr brauchbare Aufnahmen machen.
 
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www.youtube.de/stuztv
ich weis nicht genau, aber hier solltest du es hören können welcher typ ich bin.

OK, Sprechstimme zwischen hohem Bariton und dunklem Tenor

Ein zu helles Mikro würde ich da nicht empfehlen.
Das MK4 hat ne leichte Präsenz zwischen 1 und 2khz, kann das nasale etwas betonen, passt daher dann nicht immer, ist aber gering ausgeprägt. Die übliche Hochmitten und Höhenbetonung kommt dazu, was aber gutmütig ausfällt.
Bei Rap oder Sprechgesang sollte man aber immer ein Mikro verwenden, was die Siblianten (S-Laute) natürlich und sauber aufgelöst wieder gibt.
Das MK4 kann das recht gut, das AT4040 im Grunde auch, allerdings klingt es grundsätzlich heller (in den Hochmitten, fällt dann zu den S-Lauten ab, und dann in den Höhen wieder mehr).
Zusammengefasst mit Deiner Situation, würde ich beide zu Hause testen, und dann entscheiden, was besser gefällt, da kommt man letztlich nicht drum herum.
Achte auch wie es im Mix klingt, also nicht nur Solo hören, es muss im Mix auch passen.
 
??

Kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Kenne auch niemanden der halbwegs fleißig homerecording macht, und das dann mit nem schnöden Bühnenmic tut.

Klar sind die Großmembraner empfindlicher; aber trotzdem ist da ne komische Aussage.

Umgekehrt kenne ich niemanden, der kein dynamisches Mikro zusätzlich im Studio hat.
Wenn es eng wird, und wenig Zeit bleibt greifen viele auf dynamische Mikros zurück. Übrigens gibt es da auch sehr gute Gesangsmikrofone - wie das Sennheiser MD 441 oder 421, die speziell für den Studioeinsatz optimiert wurden.
Bei Großmembran muss im Gegensatz zum Dynamischen oft nachbearbeitet werden.

Übrigens bitte ich um eine konstruktive Diskussion, ohne Kommentare wie Blödsinn etc ... Hier gilt es auszuloten ab wann tatsächlich ein Großmembranmikro sinnvoll ist.
Bei einigen Aussagen hier im Thread zum Großmembranmikro bin ich eher skeptisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, Sprechstimme zwischen hohem Bariton und dunklem Tenor

Ein zu helles Mikro würde ich da nicht empfehlen.
Das MK4 hat ne leichte Präsenz zwischen 1 und 2khz, kann das nasale etwas betonen, passt daher dann nicht immer, ist aber gering ausgeprägt. Die übliche Hochmitten und Höhenbetonung kommt dazu, was aber gutmütig ausfällt.
Bei Rap oder Sprechgesang sollte man aber immer ein Mikro verwenden, was die Siblianten (S-Laute) natürlich und sauber aufgelöst wieder gibt.
Das MK4 kann das recht gut, das AT4040 im Grunde auch, allerdings klingt es grundsätzlich heller (in den Hochmitten, fällt dann zu den S-Lauten ab, und dann in den Höhen wieder mehr).
Zusammengefasst mit Deiner Situation, würde ich beide zu Hause testen, und dann entscheiden, was besser gefällt, da kommt man letztlich nicht drum herum.
Achte auch wie es im Mix klingt, also nicht nur Solo hören, es muss im Mix auch passen.


vielen Dank für die Antwort, sehr aufschlussreich und vorallem nachvollziebar:)!
ich werde sie beide kaufen und mich zu Hause dann entscheiden welches ich behalte.
weist du vielleicht noch eine "ideale" alternative für meine Stimmlage ?

LG steven
 
Ich hatte schon was in meiner letzten Post zur Alternative geschrieben, aber wieder gelöscht ;), da preislich höher.
Da Du jetzt aber danach fragst :)
Das CAD Trion 8000, was ich auch selbst habe, ist ein präsentes Mikro, was die Stimme aber auch schön voll und satt macht. (siehe auch hier --> https://www.musiker-board.de/studio...ne-fuer-fortgeschrittene-profis-ab-300-a.html)

Ich singe selbst in hoher Bariton-/Tenorlage, was mit dem Trion 8000 sehr gut funktioniert.
Dieses gibt es hier: http://digitalaudioservice.de/cad-trion-8000.html

Das universelle Neumann TLM102 wäre auch eine Alternative, trocken im Klang weniger sexy als das CAD trion 8000.

Nur der Vollständigkeit halber:
Und wenn Du deutlich mehr Geld hättest wäre das Gefell M930 oder das weicher klingende Gefell MT71s alle um 1000€ ideal.
Neben dem M930 habe ich auch den "großen Bruder" das UM92.1s, was ich zu 95% als Lead Vocal Mikro nutze, aber die gleiche Kapsel hat, wie das MT71s bzw. UMT-70s. Ein sehr feines Mikro bzw. sehr feine Kapsel, die den Gesang automatisch vorne im Mix platziert.
Alle genannten Gefells zeichnen sich durch extrem gutes Auflösungsvermögen aus, was bei Sprechgesang sehr wichtig ist.


Zurück zum Trion 8000 bzw. TLM102, wären, wenn das Geld kein Thema wäre, ideale Testkandidaten.

Übrigens kannst Du zum Test Mikros auch leihen, bspw. bei www.digitalaudioservice.de (Arnd verlangen, Geschäftsführer dort, und kennt sich mit Mikros und Preamps sehr gut aus). Das kostet eine kleine Leihgebühr, wenn Du dort aber kaufst, wird es mit dem Kaufpreis verrechnet. D.A.S hat auch die üblichen Preise wie aufdem Markt.
 
Umgekehrt kenne ich niemanden, der kein dynamisches Mikro zusätzlich im Studio hat.
Wenn es eng wird, und wenig Zeit bleibt greifen viele auf dynamische Mikros zurück. Übrigens gibt es da auch sehr gute Gesangsmikrofone - wie das Sennheiser MD 441 oder 421, die speziell für den Studioeinsatz optimiert wurden.
Bei Großmembran muss im Gegensatz zum Dynamischen oft nachbearbeitet werden.

Übrigens bitte ich um eine konstruktive Diskussion, ohne Kommentare wie Blödsinn etc ... Hier gilt es auszuloten ab wann tatsächlich ein Großmembranmikro sinnvoll ist.
Bei einigen Aussagen hier im Thread zum Großmembranmikro bin ich eher skeptisch.

Das ist leider wieder Unsinn. Das unterstreiche ich jetzt mal ganz höflich und konstruktiv. Natürlich gibt es vor allem in professionellen Studios auch dynamische Mikros. Gerne für Blechbläser, Snare, Amp. Auch die genannten Sennheiser. Für Vocals werden sie aber doch recht selten eingesetzt und benötigen schon mal einen kräftigen, guten, nicht rauschenden Preamp ob ihres wesentlich geringeren Ausgangspegels. Auch Deine These von der Nachbearbeitung stimmt grundsätzlich nicht, außer es ist vielleicht ein t.bone 400 gegen ein MD 441 oder RE 20! Wenn Du ein U 87 ai mit einem SM7b oder SM57 vergleichst, sieht es in der ganz großen Regel schon ganz, ganz anders aus.

Du darfst gerne skeptisch sein, hier schreiben aber ein paar Leute mit, die über jahrzehntelange Erfahrung mit Mikros verfügen und nicht nur ein halbes Dutzend aus eigenen Testes und eigener Praxis kennen und auch beine Homercordingsitutation einzuschätzen wissen.

Den Tipp vom anderen Andreas mit DAS in Hamburg kann ich nur unterstreichen!
 
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@musicdriver

Wenn es eng wird, und wenig Zeit bleibt greifen viele auf dynamische Mikros zurück

naja; gerade "im Studio" nimmt man sich doch die Zeit, um ein best mögliches recording Ergebnis zu erzielen.
Mir wäre es echt neu, dass man Vocals "im Studio" mit einem dynamischen Mic abnimmt.
Da gehen doch soviele Details verloren.
 
@musicdriver



naja; gerade "im Studio" nimmt man sich doch die Zeit, um ein best mögliches recording Ergebnis zu erzielen.
Mir wäre es echt neu, dass man Vocals "im Studio" mit einem dynamischen Mic abnimmt.
Da gehen doch soviele Details verloren.

Es gibt schon Ausnahmen, wie z.b das SM7b, In der Regel sind es aber schon Grossmembraner. Was ich etwas schade finde, dass das Thema Kleinmembran in Bezug auf Gesang etwas stiefmütterlich behandelt wird. Die Aussagen von Musicdiver sind allerdings eher sinnbefreit...


Gruss
 
@ AudioWizard50

Jetzt muss ich Dir recht geben. Bislang haben mich Kleinmembrankondensatormikros an Vocals noch nicht wirklich überzeugt, seit dem Schoeps V4 U, das ich ausführlich testen konnte, sieht das ganz anders aus: Das beste aus zwei Welten! Ich würde sogar mein Drefahl-Usi tauschen, aber die 800 Euro Differenz rechnen sich im Moment für mich nicht.
 

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