[Erfahrungen mit] Ibanez S-Serie (420,570,770)

broke

broke

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.09.14
Mitglied seit
11.04.11
Beiträge
133
Kekse
273
Jo Leute!
Habe ein paar Fragen bezüglich der Ibanez S-Serie (genauer gesagt der S420, S570, S770)!

Ich durchforste bereits seit Tagen das Internet nach Antworten/Testvideos/Testberichten usw., habe jedoch immernoch einige Fragen!

Da mein Beitrag dazu im Ibanez-Userthread dezent ignoriert wurde, poste ich mein Anliegen nochmals.


Vorgeschichte (kann übersprungen werden):
Ich möchte mir spätestens zu meinem Geburtstag im April eine neue Gitarre kaufen. Leider schwanken meine Vorlieben jeden Tag zwischen verschiedenen Modellen:
- Eigentlich bin ich Strat-Player und liebäugele daher mit einer vernünftigen Strat (z.B. Fender Road Worn Player)
- Ich stehe aber zudem auch noch tierisch auf SGs mit P90! (z.B. Gibson SG Special 60s, Junior)
Alles in allem schwanken meine Vorlieben also zwischen zwei echten Klassikern in verschiedenen Versionen.

Fest steht: Es soll eine Hochwertige Gitarre sein die am liebsten den Sound beider Klassiker einigermaßen auf Lager hat.

So kam ich irgendwann auf die Idee mal in modernere Lager zu schielen da ja bekannt ist, dass Hersteller wie Ibanez versuchen "Best of both Worlds" in seinen Modellen zu vereinen.

Ich habe nicht so den Plan von Ibanez-Solids (Besitze aber bereits die Ibanez AS73T-TCR und bin sehr zufrieden), bin aber schon soweit, dass alle Modelle mit dem Kürzel "RG" wohl auf Metal ausgelegt sind. Solche Modelle kommen für mich nicht in Frage da ich eher im Blues, Funk, Rock, maximal Noise-Rock zuhause bin.

Preislich wäre ich bereit 400-800€ auszugeben. Für mich bieten sich da die Modelle der S-Serie also an.
Optisch finde ich die Ibanez S420er schöner als die S570. Von der Technik (HSH!) würde sich mir aber glaube ich eher die S570 anbieten.

Womit wir bei meinen Fragen wären:

- Sind die genannten Modelle Qualitativ gut genug für einen ambitionierten Gitarrist der seit 3 Jahren spielt und die Gitarre gerne die nächsten 5 Jahre intensiv nutzen möchte?

- Inwiefern werden die Modelle dem Statement "Best of both Worlds" gerecht?

- Sind die genannten S-Modelle überhaupt für die Richtungen Blues, Funk, Rock, Noise-Rock geeignet?

- Was sind typische Vorteile dieser Modelle?

- Was sind typische Nachteile dieser Modelle?

Im Internet findet man immer nur die Meinung von Metal-Gitarristen zu diesen Gitarren und in Videos wird immer nur so High-Gain geshredde auf den Modellen gedudelt. Selbst der Olli von Session zeigt keine Overdrive Sounds auf der S420 im Video :/.

Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen!

Danke für eure Aufmerksamkeit!

Edit: Bitte nicht wieder Antworten wie "Fahr in den Laden und spiel die Gitarren an!". Ich weiß dass das stimmt und dass ich das tun sollte! Leider wohne ich mitten im Kaff und habe als Schüler ohne Auto nur sehr begrenzte Möglichkeiten in einen Gitarrenladen zu kommen. Natürlich werde ich vor meinem Kauf die Gitarre anspielen! Ich kann aber leider nicht den ganzen Tag im Musicstore verbringen und muss mich daher von Anfang an auf einige Modelle beschränken die in die engere Auswahl kommen. Neben Squier Classic Vibe, Gibson SG Special 60s und den Road Worn Modellen von Fender möchte ich jetzt schonmal klären ob Ibanez auch in den Hut geworfen wird :)
 
Anonymeee

Anonymeee

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
01.08.13
Mitglied seit
05.12.10
Beiträge
240
Kekse
329
Also die Ibanez S-Serie besticht in meinen Augen vor allem durch Gewicht, Form und Optik. Meine S5470 TKS ist eine der schönsten Gitarren, die ich bisher gesehen habe.
Klanglich sind sie dann doch modern ausgelegt, aber ich persönlich komme in allen Stilrichtungen gut klar, ich spiele in einer Coverband, einer Deutsch Rock/Pop Band und alleine spiele ich am liebsten Funk, Jazz, Rock und Blues. Wenn du allerdings einen Stratsound suchst, wirst du ihn auf der S-Serie eher nicht finden. Meine ist ein HSH-Modell und diesen perkussiven Stratsound kriegt man nicht so klasse hin, auch wenn man mit dem Poti auf dem Singlecoil oder in den Zwischenstellungen ein Bisschen was rausholen kann. Also man kann auf jeden Fall in die Richtung kommen, aber eine S ist eben keine Strat ;) Ich denke trotzdem, dass man mit den S-Modellen Blues, Funk und Rock spielen kann, wenn man mit dem Volumepoti arbeiten kann. Mir persönlich fehlt im Ton etwas die Wärme, aber das ist so subjektiv, dass man sich selbst ein Bild machen sollte. Ich weiß auch gerade nicht ob die S420 und 570 auch einen Mahagonikorpus besitzen.
Meine Gitarre ist sehr gut verarbeitet und die ganzen "kleineren" S-Modelle die ich in der Hand hatte, waren das auch.
Typische Vorteile sind für mich Form, Hals, Gewicht und Tremolo, Nachteil sehe ich etwas im Klang, ich werde mir demnächst mal neue Tonabnehmer einbauen.

Meine Empfehlung für dich: Versuche, falls das für dich in Ordnung geht, eine S Prestige gebraucht zu ergattern, oder probier, falls möglich, aus, ob die Tonabnehmer der S420 und 570 für dich in Ordnung sind. Es sind jedenfalls gute Gitarren, aber weder Strat noch SG ;)
 
broke

broke

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.09.14
Mitglied seit
11.04.11
Beiträge
133
Kekse
273
Danke schonmal!
Ja das habe ich mir schon gedacht, dass die Gitarre nicht 1:1 wie eine Strat oder eine SG klingen kann ;)
Aber mir geht es auch mehr um die Tendenz. Also möglichst vielseitig zu sein!
Hm. Das mit dem "kühlen" Sound gefällt mir nicht so, da eine gewisse Wärme vorallem bei angezerrten Sachen ja wünschenswert ist.

Mahagonikorpus ham die S420/S570 auch!

Mal schauen ob ich in meinem Budged ne gebrauchte Prestige bekommen würde. Kosten neu ja schließlich um die 1.500€ wenn ich mich nicht irre...
 
olerabbit

olerabbit

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
30.11.20
Mitglied seit
22.06.11
Beiträge
643
Kekse
1.156
Ort
Tief im Odenwald
Die S-Serie gibt es ja schon sehr lange in unterschiedlicher Form. Ich selbst spiele in einer Cover-Band und habe mich Anfang der 1990er Jahre für die Ibanez RoadStar PRO Saber 540S HSH entschieden. Das ist ein Sondermodell, bei dem ich jeden der beiden Humbucker splitten bzw. jeden Pickup einzeln komplett an- und abschalten kann. Somit habe ich 18 Pickup-Positionen, die alle sehr unterschiedlich klingen. Sie ist wunderbar bespielbar, die Töne gleiten nur so aus den Fingern, und mit dem Floyd Rose spielst du verstimmungsfrei.

Dieses Sonder-Modell gibt es heute zwar nicht mehr, aber die Pickup-Bestückung der heutige S-Serie sollte immer noch genug Soundvielfalt bieten.
Meine S540 hat mich im harten Band-Alltag über 20 Jahre hinweg zuverlässig begleitet und sich als Allround-Arbeitspferd für alle Fälle bewährt.
Ich konnte mit ihr alles spielen, was so im Laufe der Jahre fürs Repertoire gebraucht wurde: von kristallklar Clean über rotzig-funky bis härterer Classic Rock ist alles locker drin.
Für stahlhartes Metal reicht es nicht, aber das spiele ich eh nicht.

Leider ist sie jetzt langsam in die Jahre gekommen und ich werde sie dieses Jahr schweren Herzens in ihren wohlverdienten Ruhestand schicken.
Aber als Backup-Gitarre wird sie mich auch auf ihre alten Tage noch auch zukünftig auf jeden Gig begleiten.
 
tom181

tom181

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.02.21
Mitglied seit
21.08.06
Beiträge
1.277
Kekse
1.780
Hallo,

ich spiele die S470 (3 Jahre alt) in HSH-Ausführung.

Von der Verabeitung her gibt's nix zu mäkeln, schöne Gitarre, gute Technik (ZR-Tremolo) und absolut verstimmiungsfrei. Dir muß nur klar sein, daß dies vom Klang und auch vom "Feeling" des Halses her keine Strat ist.
Klanglich wie schon beschrieben ist alles drin (ich spiele Covermusik).

Mein Tipp: Spiele auf jeden Fall die HSH-Versionen (S470, S570, etc.) an. Ich möchte die zusätzlichen Möglichkeiten der Zwischenpositionen bzw. dem SC nicht mehr missen

Gruß

Tom
 
broke

broke

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.09.14
Mitglied seit
11.04.11
Beiträge
133
Kekse
273
Danke für die Antworten :)
Flexibel scheinen die S Modelle also zu sein...
Habe mal in diverses Kleinanzeigen und bei Ebay geschaut und leider keine bezahlbaren Prestige Modelle der S Serie gefunden. Schade! Die in "Black Haze" sieht so unglaublich sexy aus o_O ...

Schade finde ich, dass es die S570 nur in 3 Farben gibt die total hässlich sind! Ein kitschiges Rot, ein ebenso kitschiges Weiß und ein Hochglanz-Schwarz (Ich erinnere mich noch daran dass ich meine erste Egitarre mit Freuden zerschlagen habe weil das Hochglanz-Schwarz ein absoluter Staub- und Schmutzfänger war :D).

Die S420 hingegen gibt es im schicken transparenten Rotwein-Rot und in einem genialen Weathered-Black... Leider hat die S420 nur HH bestückung! Argh...

Eine Alternative wäre die S770FM. Die hat eine aufgeleimte Ahorn-Decke und sieht auch sonst recht schick aus. Bin aber eigentlich nicht bereit nur für "Abalone Inlays" und besagte Ahorn Decke (die ja dem anscheinend eh schon "kühleren" Sound bestimmt nicht gerade mehr "Wärme" beschert) 100€ mehr auszugeben!

Man, man, man. Immer so eine Sache mit den Gitarren!
 
tom181

tom181

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
21.02.21
Mitglied seit
21.08.06
Beiträge
1.277
Kekse
1.780
Hallo,

dann nehme doch die S670 (gibt's m.W. nur noch gebraucht):

Ibanez-S670FM-Antique-Burst-Flat.jpg

Gruß

Tom
 
skerwo

skerwo

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
11.04.21
Mitglied seit
13.05.05
Beiträge
2.090
Kekse
17.386
Ort
nähe München
Schau dich doch mal nach gebrauchten SC-Modellen um, das C steht für Classic. Eine SC 420 geht normalerweise zwischen 450 und 500 weg, das sind feine Gitarren mit mehr klassischer Ausrichtung, Mahagonikorpus, zwei Humbucker und 5-Weg-Schalter mit einigen Split-Stellungen. Kräftigere Hälse, also nicht der übliche Ibanez-Flitzefingerhals.

Gebraucht deswegen, weil die seit einigen Jahren nicht mehr gebaut werden.

ibanez-sc-clasic-foto-bild-53891333.jpg


Gruß Rainer
 

Ähnliche Themen

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben