Erfahrungen zur Erholungsdauer der Stimme nach schwereren Erkrankungen

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Hallo Grüss Euch! Wie sind denn so die Erfahrungswerte - falls schon jemand dieses Leid teilen musste - nach einer so richtig "leiwand schweren" Lungenentzündung mit einhergehenden Stimmverlust?
Wie lange Pause habt ihr euch da bewusst zugestanden? Bzw. wann seid ihr wieder "voll" ins Singen eingestiegen, nur um dann zu merken, das war jetzt leider dich viel zu bald?

GLG Bernhard
 
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FerdinandK
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Wenn es darum geht, ab wann man wieder beginnen kann, dann würd´ ich sagen, sind die Bänder gesund und ich verspüre wieder die Lust zu singen, dann warum nicht.
.
Wenn es darum geht welche Auftritte abzusagen und ab wann man wieder ein volles Programm singen kann (und eben nicht mittendrin wenn es zwickt aufhören kann) dann ist es schon viel schwieriger. Im Zweifel lieber Monate als Wochen.
 
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noslash
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hy. ja es geht „dummerweise“ genau um letzteres... monate... ja das habe ich befürchtet :-/
 
Vali
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Hallo Bernhard!
Es kommt drauf an wie trainiert du vorher warst, wie kaputt die Stimme jetzt gerade ist und wie gut dein Stimmtraining funktioniert. Das Problem ist ja die lange Singpause, die du gemacht hast. In der Zeit hat sich die Muskulatur abgebaut. Wenn du aber vorher schon gut trainierte Stützmuskeln hattest, generell eine gute Technik hattest und vorsichtig, aber fleißig trainierst, könntest du vielleicht in ca. 8 Wochen wieder auf dem alten Niveau sein. Kürzer eher nicht, weil Muskeln auch Zeit zum Wachsen brauchen. Wenn du dir die Stimme durch schlechte Technik kaputt gesungen hast und vorher schon eher schwache Stützmuskeln haben, fängst du quasi von 0 an und dürfte mind. ein halbes Jahr dauern. So war es bei mir, als ich mir vor Jahren die Stimme richtig kaputt bis zum absoluten Stimmverlust durch ständige Stimmbandentzündungen gesungen hatte. Das scheint bei dir aber vom Lesen her nicht der Fall zu sein. Also fang wieder an zu üben und schau einfach wie es deiner Stimme geht. Vielleicht könnt ihr in den nächsten Wochen das Set so gestalten, dass du keine anstrengenden Parts hast. Dann nach und nach den Schwierigkeitsgrad anziehen.
 
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noslash
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danke für euren Input... ich werde es beherzigen (und weiterleiten - weil ich bin nur die stimme im off, aber nicht die tatsächliche singstimme :-D ;-) )

nicht von ungefähr finde ich, dass die stimme zwar das billigste aber auch das schwierigste musikinstrument ist. sehr sensibel und komplex. eine sehenscheidenentzündung bei der hand als gitarrist ist imo viel leichter zu handeln...
 
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cyril
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Hi Bernhard
Mir ist es ähnlich ergangen. Ich hatte ca 2015 bis 2016 eine schwere Nierenerkrankung und habe mir damit den ganzen Körper vergiftet. Der Stimmapparat war und ist immer noch zestört, die Stimme ist also verloren. Ich habe seitden garnicht mehr gesungen. Zufälligerweise habe ich jetzt vor einer Woche wieder damit angefangen und festgestellt, dass die Stimme zwar nicht mehr richtig funktioniert, dass ich aber die damals gelernten Techniken insbesondere die Stütze noch voll drauf habe. Jetzt singe ich -nennen wir es- ohne Stimme, aber irgendwie klappt es.
Ich glaube, dass ich einen anderen Gedanken fassen muss: Ich habe meine alte Stimme verloren und kann vielleicht eine neue einüben. Immerhin stimmen die Töne noch und auch die Phrasierung ist noch da. Ich merke auch, dass die Stütze sehr gut wirkt.
Was ich damit sagen will: Egal, was passiert, Pause machen und dann einfach von vorne anfangen. Wenn´s nicht klappt dann klappt es eben nicht. aber wenn es klappt, dann um so besser.
 
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SingSangSung
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Hi,
ich hatte vor ein paar Jahren mal im Sommer eine Kehlkopfentzündung, das hat auch ca. 8 Wochen gedauert.

Jetzt im Winter hatte ich mehrere Erkältungen, aber trotzdem weiter die Stimme beansprucht, was dann wieder zu hartnäckigen Problemen führte - wieder etwa 8 Wochen.

Ich unterscheide allerdings etwas zwischen Lead- und Backgroundgesang. Leadgesang mache ich nur, wenn ich topfit bin, background mache ich, so lange mein Falsett gut funtkioniert (da ich eh meist die höchste Stimme singen muss).
 
Bell
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Zufälligerweise habe ich jetzt vor einer Woche wieder damit angefangen und festgestellt, dass die Stimme zwar nicht mehr richtig funktioniert, dass ich aber die damals gelernten Techniken insbesondere die Stütze noch voll drauf habe. Jetzt singe ich -nennen wir es- ohne Stimme, aber irgendwie klappt es.
Ich glaube, dass ich einen anderen Gedanken fassen muss: Ich habe meine alte Stimme verloren und kann vielleicht eine neue einüben.

Hey .... das finde ich super. Genau die richtige Einstellung, wenn man trotz Handicap Musik machen will: dann muss man sich eben neu erfinden. Das Handwerk ist ja nicht verlernt! Denk mal z.B. an Django Reinhardt: der hatte seine Spieltechnik an seine durch einen Unfall verkrüppelte Hand angepasst und wurde zu einem der Größten seines Genres.
 
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