Erfahrungsbericht "Low-Cost"/"High-Quality"/"Semi-Live"-Aufnahme im Proberaum

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Hi,

ich treibe mich ja praktisch nie hier im Recording-Forum rum, habe aber am letzten Wochenende eine Erfahrung gemacht, die ich hier teilen wollte - vielleicht ist ja dieser Ansatz für andere Bands auch was.

Hintergrund: Wir sind eine 10-köpfige Soul-Combo (Gesang, 2 Gitarren, Bass, Keys, Percussion, Drums, 2 Trompeten, Sax), ambitionierte Hobbyband (das heißt: wir proben und üben intensiv, treten in schönen Locations auf, haben aber keine professionellen Ambitionen) - und wollten endlich mal "gescheite" Demos bzw. Material für erste selbst produzierte Tonträger. Dafür kam natürlich nur unser selbstgeschriebenes Material in Frage.

Wir lassen regelmäßig einen Recorder im Proberaum mitlaufen (Zoom H-4 über die eingebauten Mikros), ebenso bei Gigs - da kommt bei unserer Riesen-Besetzung natürlich nichts wirklich gut gemischtes bei raus. Bläser viel zu laut, dafür keys zu leise, Soundbrei von überall - also man kann sich's schon anhören (besonders wenn wir bei Gigs vernünftig abgenommen wurden klingt's ganz gut), aber eben nichts in vernünftiger Demo-Qualität.

Und natürlich fehlt uns einerseits das technische Equipment (man bedenke nur an die nötigen Mikros für die Anzahl Musiker/Instrumente), andererseits das technische Know-How für die vernünftige Bedienung von Hard- und Software für's Recording. UND da wir eben eine Hobby-Band sind, hat auch keiner wirklich Lust und Zeit, sich hier wirklich intensiv ins Recording reinzufuchsen und auch noch diverse Euros aus der eigenen Tasche da zu investieren. Und eine Anschaffung aus der Bandkasse kommt nicht in Frage - wir wollen "Bandequipment" vermeiden, um Stress bei Besetzungswechseln etc. von vornherein auszuschließen.

Drittens kommen wir mit dem Ansatz "jeder spielt seine Spur ein" (Drummer nach Klick und dann der Rest nach und nach drüber) nicht wirklich weiter, weil wir eben viel Energie aus dem gemeinsamen "Groove" ziehen UND weil wir auch nicht absolute Profis sind, die mal eben "nur ihre Parts" runterzocken könenn - dafür hören wir zu viel auf die Gesangsmelodie bzw. Bläserparts und haben die Abläufe eben nicht 100% "drin".

ABER wir haben einen gut gedämmten Proberaum mit "anständiger" Akustik, und da ist uns folgende Idee gekommen: Warum nicht einen "Profi" mit entsprechendem Equipment zu uns in den Proberaum "einladen" (=bestellen und dann natürlich auch bezahlen) und sehen, was man daraus machen kann?

Gesagt, getan - ein Wochenende gefunden, an dem alle Zeit haben, über gute Kontakte ein entsprechendes Tonmeister-Team für Aufnahme, Mixing & Mastering gefunden, mit denen besprochen, was wir so vor haben, etc. etc.

Unser Ansatz war dabei: Tag 1 "Rhythmusgruppe" (Drums, Bass, Gitarren, Keys sowie Percussion als Overdub), "Soli" (ein paar kleinere Soloparts), Tag 2 "Vocals" (Lead & Backing Vocals) und "Bläser".

Unser Ziel: Mindestens zwei Songs vernünftig einspielen, maximal hatten wir fünf auf der Liste. Zwei komplette Tage haben wir uns dafür genommen (jeweils von 10:00 Uhr bis ca. 19:00 Uhr - Aufbau des Equipments bereits am Vorabend, Abbau erst am Tag danach). Nochmal einen Tag Arbeitszeit würden die Kollegen dann in Mixing & Mastering investieren.

Die Einschränkungen waren uns natürlich klar: Durch die "Live"-Aufnahme der gesamten Rhythmusgruppe im selben Raum kommt es zu Übersprechungen bei den Mikros, man kann einzelne Parts nicht wirklich optimieren/korrigieren, hat nicht überall das "saubere" Signal, etc. - da wir uns aber kein "richtiges" Studio mit Einzelkabinen etc. leisten konnten UND aus den obengenannten Gründen (Live-Groove / nicht jedes Instrument einzeln) auch nicht wollten, war das für uns ein akzeptabler Kompromiss. Zumal bei unserer Soul-Musik ein bisschen Retro-"Dreck" auch nicht schadet, wir wollen ja ganz bewusst keine hochmoderne Pop-Produktion draus machen.

Am ersten Tag hat es dann eine Weile gedauert, bis wir uns so auf die Rahmenbedingungen eingestellt hatten. Der Bass kam dann aus Soundgründen nur über den Kopfhörer, das Piano auch... und weil dann doch ein Ausgang im Kopfhörerverstärker zu wenig da war, hatte unser Pianist gar keinen Bass auf dem Kopfhörer, sondern hat über den Kopfhörer nur sich gehört und die anderen nur aus dem Raum... dann lägeres Probieren, alle mit einem Klick zu versorgen... das war schon etwas anstrengend. Letztlich hat's aber funktioniert, aber erst, nachdem nur unser Drummer den Klick im Ohr hatte und wir - wie sonst auch - auf sein Timing hören.

Eine ziemliche Anspannung war schon da - die ersten Takes waren recht verbockt/verkrampft... und dann kam eben dazu, dass es nicht wie sonst der Gesang da war, sondern "nur" unser Trompeter und Musical Director als "Dirigent" bzw. "lautloser Vorsänger" - wie gesagt, wir haben alle gemerkt, wie sehr wir uns sonst auf den Gesang verlassen, ab und an hat es uns aus der Kurve gefegt... was bei einer Live-Aufnahme eben heißt, dass man auch dann wieder von vorne anfängt, wenn man ganz am Schluss beim letzten Chorus was verbockt. Over&out, Take wegwerfen, nochmal von vorn.

Mit ach und krach hatten wir dann nach vier Stunden so anderthalb Tracks eingespielt... ein guter Take des ersten Songs, ein mittelmäßiger des zweiten. Dann war so ein toter Punkt erreicht. Es lief nix mehr, kein Take gescheit durchgespielt, schlechte Luft im Proberaum, Ermüdungserscheinungen/Stress - Zeit für eine Pause. Auch die haben wir effizient genutzt - während die eine Hälfte beim Burgerkaufen war, wurden fix noch ein paar kleine Gitarren-Overdubs und erste Percussion-Parts aufgenommen.

Dann aber erstmal Pause, entspannen, was essen und trinken, für die Raucher auch eine Zigarette oder drei - was so eine Pause für Wunder wirkt, haben wir direkt im Anschluss gemerkt.

Wir haben den mittelprächtigen Take des zweiten Songs einfach so sein lassen und uns an den dritten Song gewagt - und schwupps, nach einem Probe-Take haben wir auf Anhieb (!) mit der Aufnahme so ziemlich die beste Version des Stück eingespielt, die es jemals gab. Auf dieser "Welle" sind wir dann weitergesurft und haben verdammt zügig auch die verbleibenden zwei Stücke in wirklich "amtlichen" Versionen aufgenommen.

Frohgemut haben wir uns danach noch an die Gitarrensoli gemacht (das hat dann wieder einig Takes gebraucht) und danach kam noch ein längeres Herumgewürge mit den Percussion-Parts - unter anderem deswegen, weil die Metaller aus dem Proberaum nebenan zum ersten Mal seit 27 Jahren auch am Samstag gespielt haben und wir dann gemerkt haben, dass die Dämmung eben doch nicht superperfekt ist und dass die Percussion-Mikrofonierung recht "kitzlig" ist, was Nebengeräusche angeht. Ging dann aber auch, haben die mit Bieren versorgt und nett drum gebeten, dass wir grade mal aufnehmen dürfen...

Am Abend waren wir alle total platt, hatten aber auch wirklich 5 "verwertbare" Takes unserer 5 Songs eingespielt. Alles - wenn man genau hinhört - nicht "perfekt", aber in Summe im allerallerersten Rough mix schon ein verdammt geiler Sound. Wie gesagt - etwas "roh" und "low-fi" darf es bei unserer Musik ruhig klingen, aber das Ergebnis ist deutlich besser, als ich mir unter den Bedingungen erwartet hatte.

Tag zwei lief dann ähnlich - hier kann ich nicht so ausführlich berichten, weil ich als Gitarrero "frei" hatte. Aber auch hier sind alle Gesangs- und Bläserparts sauber im Kasten gelandet. Auf finale Gesamtergebnis warten wir noch - derzeit laufen auf Basis erster Rough Mixes noch Feinheiten. Da diverse Bandmitglieder aber mit den Kollegen schon diverse CDs aufgenommen haben, und da es auch so schon gut tönt, mache ich mir da keine größeren Sorgen mehr.

Summa summarum haben wir alle verdammt viel gelernt, es hat verdammt viel Spaß gemacht, war auch verdammt anstrengend - aber das Ergebnis ist schon überzeugend.

Warum ich das hier so zum Besten gebe? Weil es vielleicht auch ein Ansatz für andere Bands in ähnlichen Situationen ist. Natürlich haben wir hier Geld in die Hand genommen, die Kollegen machen das ja nicht nur als Hobby und wir haben zwei lange Tage Aufnahme und noch mindestens einen Tag Mixing & Mastering zu bezahlen. Aber das war nicht "unbezahlbar". Wir hatte im Vorfeld diverse Studios abgecheckt und waren da im Schnitt für unsere Besetzung so bei rund 1500 insgesamt gelandet - jetzt landen wir bei weniger als der Hälfte dieses Betrags. Wenn man dagegenrechnet, was wir alles an Equipment besorgen hätten müssen und vor allem auch, wie wenig wir allesamt von Recording etc. verstehen, halten wir das auch rückblickend für eine sinnvolle Investition aus unserer Bandkasse.

Im Nachhinein würde ich sagen, für eine klassische 4-köpfige Rockband würde ich mir in einem ähnlichen Setup mittlerweile sogar zutrauen, im Proberaum entsprechende vernünftige "Live"-Demos zu basteln - mit unserem komplexen Set-Up inkl. Bläserparts etc. hätten wir es nie geschafft. So ging's aber.

Das klappt dann aber nur, wenn man als Band - wie unser Tonmeister sagte - "bemerkenswert konsequent" funktioniert, nicht rum-eiert, sich konzentriert, die Stücke gut kann und auch persönlich wirklich gut miteinander auskommt bzw. superprofessionell zusammen arbeiten kann. Damit's läuft, ist Stress, gegenseitiges anpflaumen, miese Stimmung usw. absolut zu vermeiden - und man muss einander soweit vertrauen, dass man als Gitarrist schon mal sagen kann "für mein Solo bitte mal alle außer Toningenieur und Kollege B raus, sonst wird's nix", und alle tun dann genau das.

Für uns also ein wirklich guter Kompromiss aus "Home-Recording" im Proberaum mit eigenen Mitteln und "Professionelles Recording" im richtigen Studio. Naja, wie ich anfangs sagte - vielleicht ist ja für Andere eine Anregung dabei...
 
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Schöner Bericht. Für einen Anfänger ist es immer gut zu wissen, welche Möglichkeiten es zwischen "Ich lege mein Handy in den Proberaum und schneide mit" und "wir gehen ein paar Tage in ein Studio" gibt. Du hast da ein paar wichtige Punkte genannt:
hat auch keiner wirklich Lust und Zeit, sich hier wirklich intensiv ins Recording reinzufuchsen und auch noch diverse Euros aus der eigenen Tasche da zu investieren.
Wenn man sich dazu entscheidet selbst aufzunehmen, dann sollte es in der Tat einen in der Band geben, der das Recording auch durchaus als Hobby ansieht. Ansonsten macht das nicht soviel Sinn.

Ihr seid jetzt auch nochmal etwas "exotischer" durch eure große Besetzung, das macht die Sache ja doch aufwändiger und teuer.
Drittens kommen wir mit dem Ansatz "jeder spielt seine Spur ein" (Drummer nach Klick und dann der Rest nach und nach drüber) nicht wirklich weiter, weil wir eben viel Energie aus dem gemeinsamen "Groove" ziehen
Das kann ich nachvollziehen...
UND weil wir auch nicht absolute Profis sind, die mal eben "nur ihre Parts" runterzocken könenn - dafür hören wir zu viel auf die Gesangsmelodie bzw. Bläserparts und haben die Abläufe eben nicht 100% "drin".
...das aber nicht unbedingt. Ich hab das bisher immer eher umgekehrt gesehen. Wenn man wirklich Profi ist, dann ist das gleichzeitg einspielen insofern gut machbar, weil man eben möglicherweise schon beim ersten Mal den Song perfekt durchspielt. Anfänger dagegen werden vielleicht ziemlih frustriert sein, wenn sie bei einem Fehler ständig ganz neu anfangen müssen. Beim einzeln einspielen hat man ja eben den Vorteil, dass jeder so oft spielen kann, bis alles klappt; einzelne Parts wiederholen kann ohne von vorne anfangen zu müssen usw. Wobei die Frage ist, ob sich dass "nicht-Profi-sein" dann eher auf die Erfahrung im Studio bezieht, oder die Beherrschung seines Instruments. Das mit der fehlenden Gesangsmelodie sprichst du nachher auch noch mal als Problem an, und das verstehe ich wirklich nicht. Nach Klick habt ihr ja sowieso gespielt. Dann wäre es ja an sich auch kein Problem gewesen, wenn der Drummer bzw. alle Musiker mehr als nur den Klick hören. Also wenn ich mit meiner Band aufgenommen habe, dann haben wir vorher erst eine Pilotspur erstellt, je nach Song teilweise nur aus Gitarre und Gesang bestehend. Schnell gemacht, Qualität ist egal, hautpsache das Timing passt. Die Spur wurde eh nachher wieder gelöscht, sie diente nur dazu, dass der Schlagzeuger nicht auswendig spielen muss, sondern eben zusätzlich zum Klick auch Gitarre und Gesang hört.

Dass Keys und Bass nur über Kopfhörern gehen ist auch keine schlechte Möglichkeit, wenn man einerseits nicht vollständig einzeln einspielen will, aber andererseist auch nicht das Equipment bzw. vor allem nicht die Räumlichkeiten hat alle gleichzeitg ohne großes Übersprechen aufzunehmen. Beim Bass ist es ja eh nicht unüblich, diesen nur direkt aufzunehmen (also anstatt Ampabnahme per Mikrofon), bei Gitarren zunehmen auch. Da geht das dann ganz gut.

An sich vereinfacht das einzeln Einspieln so einiges, bzw. bekommt man es da im Prinzip hin mit einfachen Mitteln und wenig Geld gute ufnahmen zu machen. Knackpunkt ist dann eigentlich nur noch das Schlagzeug, weil man dafür dann doch ein Interface mit vielen Eingängen braucht, entsprechend viele Mikros, und auch die Raumakustik eine größere Rolle spielt. Wer dann sowieso ein E-Drumset hat, der ist fein raus :) Wenn dann Bass und Gitarre auch ohne Mikros aufgenommen werden (Keyboards ja sowieso) dann kann man bis auf den Gesang alles gleichzeitig einspielen ohne Kopfhörer zu benutzen.

Eine Mischform wäre auch, dass man zwar im Proberaum selbst aufnimmt (also ohne Profis zu engagieren), aber in einem Studio von einem Profi abmischen lässt. Da hätte man dann den Vorteil, dass man in Ruhe aufnehmen kann, bis alles perfekt ist, auch schon rumschnippeln, arrangieren etc. Ohne dass jeder einzelne Aufnahmetag Geld kostet. Aber das richtig Mischen erfordert dann doch nochmal viel Erfahrung (und gute Monitore in gute Akustik), und das überlässt man dann einem Fachmann. E-Gitarren liefert man dann am besten als DI-Spuren ab, denn die kann man auch im günstigen Heimstudio in guter Qualität aufnehmen, und die könne dann vom Mischer im Studio gereamped :)ugly:) werden. Manche machen es auch so, dass sie nur das Schlagzeug im Studio aufnehmen, weil das eben doch mehr Equipment erfordert, die Gitarren aber selbst usw. Sind jetzt aber eher alles Tips für klassische Rock/Metal-Bands, bei größerer oder exotischerer Besetzung wird das natürlich auch entsprechend aufwändiger.
 
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Ich hab das bisher immer eher umgekehrt gesehen. Wenn man wirklich Profi ist, dann ist das gleichzeitg einspielen insofern gut machbar, weil man eben möglicherweise schon beim ersten Mal den Song perfekt durchspielt. Anfänger dagegen werden vielleicht ziemlih frustriert sein, wenn sie bei einem Fehler ständig ganz neu anfangen müssen. Beim einzeln einspielen hat man ja eben den Vorteil, dass jeder so oft spielen kann, bis alles klappt; einzelne Parts wiederholen kann ohne von vorne anfangen zu müssen usw. Wobei die Frage ist, ob sich dass "nicht-Profi-sein" dann eher auf die Erfahrung im Studio bezieht, oder die Beherrschung seines Instruments. Das mit der fehlenden Gesangsmelodie sprichst du nachher auch noch mal als Problem an, und das verstehe ich wirklich nicht. Nach Klick habt ihr ja sowieso gespielt. Dann wäre es ja an sich auch kein Problem gewesen, wenn der Drummer bzw. alle Musiker mehr als nur den Klick hören.

Um's nochmal klarzustellen: In Summe haben wir nicht nach Klick gespielt, nur unser Drummer hatte ihn im Ohr. Es gibt bei unserer Musik durchaus mal mitten im Stück eine geplantes Ritardando, ebenso haben wir ein Stück, wo wir es ganz bewusst etwas "laufen lassen" und am Ende diverse Beats schneller sind als am Anfang - ist halt ne Tanznummer, da darf bzw. soll das so. Ist Teil des Konzepts der Band sozusagen. Und wie gesagt, wir spielen ansonsten live bzw. im Proberaum, "leben" allesamt vom Zusammenspiel und "Groove", der sich da einstellt - haben daher aber auch massive Probleme, mit der "Master"version im Ohr dann einen entsprechenden Groove wieder zu starten. Daher unsere Lösung, die Rhythmusgruppe als Fundament live aufzunehmen und dann "nur" Percussion, Vocals, Bläser und Soli separat.

Ist halt "unsere" Lösung, für uns gut so - ich gebe Dir aber absolut Recht, dass viele andere Bands mit "jeder spielt seine Spur ein" / "Basis ist eine Pilotspur" wahrscheinlich besser fahren!
 
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In Summe haben wir nicht nach Klick gespielt, nur unser Drummer hatte ihn im Ohr. Es gibt bei unserer Musik durchaus mal mitten im Stück eine geplantes Ritardando, ebenso haben wir ein Stück, wo wir es ganz bewusst etwas "laufen lassen" und am Ende diverse Beats schneller sind als am Anfang - ist halt ne Tanznummer, da darf bzw. soll das so. Ist Teil des Konzepts der Band sozusagen. Und wie gesagt, wir spielen ansonsten live bzw. im Proberaum, "leben" allesamt vom Zusammenspiel und "Groove", der sich da einstellt - haben daher aber auch massive Probleme, mit der "Master"version im Ohr dann einen entsprechenden Groove wieder zu starten. Daher unsere Lösung, die Rhythmusgruppe als Fundament live aufzunehmen und dann "nur" Percussion, Vocals, Bläser und Soli separat.
Ok, verstehe ich alles an sich durchaus. Nur warum hat der Drummer dann überhaupt einen Klick? Das ist jetzt keine Kritik an eurer vorgehensweise, sondern eher eine Respektsbekundung an den Drummer :D Weil es ist doch völlig verwirrend, wenn man einen Klick im Ohr hat, nach dem man dann auch spielt, aber zwischendruch dann einfch mal schneller oder langsamer wird. Weil dann muss der ja bewusst gegen das Metronom spielen. Oder habt ihr den Klick programmiert, also inklusive Ritardando etc.?
 
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Klick ist nicht programmiert, der ballert stupide durch. Ist vor allem da, um am Anfang im "richtigen" Tempo zu bleiben und auch um die Chance zu haben, nach Breaks/langsamen Passagen/etc. wieder was "einzufangen". Grundsätzlich hast Du Recht, ohne Klick ging's wahrscheinlich auch - aber ihm ist es lieber so, und da funke ich dann nicht rein...
 

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