Erfahrungsbericht: Warmoth Erstbau

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Anfang des Jahres (2018) habe ich Warmoth entdeckt und die Selbstbaulust hat mich gepackt. Hier meine Erfahrungen, ich versuche möglichst viele Infos für alle die vielleicht auch eine Warmoth Bestellung in betracht ziehen mitzugeben. Und natürlich gibts Fotos.
1. Spezifizieren
Am Anfang steht das Zusammentragen aller Daten. Da ich vor das vor allem gemacht habe um etwas über Gitarren zu lernen hat mir der Teil eigentlich am meisten Spaß gemacht.
Wichtig ist zu Wissen was man will: welche Sattelbreite, welches Halsprofil, usw. Für mich war hier PRS eine Präferenz, da mir diese von der Bespielbarkeit äußerst gut gefallen, wobei ich auch da einen kleinen Fehler gemacht habe: das PRS-ähnlichste Halsprofil entspricht eher einer Custom wobei mir der etwas dickere McCarty Hals besser gefällt.
Natürlich muss auch alles am Ende zusammenpassen. Da ist viel Recherche notwendig.
2. Zoll/Einfuhr und Gesamtkosten
Korpus und Hals habe ich im Warmoth-Editor spezifiziert, also kein Teil aus dem aktuellen Shop gewählt, welche ein bisschen günstiger sind.
Insgesamt verlief sich die Bestellung dann auf 1312,15$ was damals mit 1114€ zu Buche schlug.
Warmoth hat den Hals getrennt von allen anderen Teilen verpackt und verschickt. Die Rechnung war auf dem Paket mit dem Korpus, was DHL dann direkt verzollt hat: 261,61€ (inkl. Steuer etc.). Mit der Rechnung musste ich dann zum Zollamt tigern um den Hals auszulösen (da keine Rechnung außen angebracht war), was nochmal 80,59€ waren. Den Hals habe ich als 2x verzollt, was den netten Zollbeamten leider nicht zu erklären war. Daher !Tipp!: Unbedingt Warmoth mitteilen entweder alles in ein Paket zu packen oder die Rechnung (inkl Versandkosten) entsprechend aufzuteilen.
Gesamt muss man also mit 24% bzw. 30% (in meinem Fall) Zoll und Steuer rechnen.
Pickups, Mechaniken und Elektronik habe ich in Deutschland bestellt, da kommt auch noch was zusammen.
3. Out of the box
Nach dem schmerzlichen Teil zum angehnehmen, auspacken: Als erstes fiel das Finish auf dem Korpus auf (Tobacco Sunburst), eine absolute Wucht! Die Farben sind klasse und es hat einen tollen Tiefeneffekt. Die Bilder tragen ihm keine Rechnung. Der ungewöhnliche Farbe des Halses aus roasted-maple ist ebenfalls Klasse, genauso das Feeling ohne Finish.
Guitar3.jpg Guitar4.jpg
4. Zusammenbau
Die Warmoth Teile passen sehr gut zusammen (besonders wichtig bei der Halstasche, was kein Problem war). Wie oft erwähnt liefert Warmoth hier wirklich Customshop Qualität.
Trotzdem sollte man hier kein Lego erwarten, man muss immer noch eine Gitarre bauen.
Meine Problemzonen waren da: String Ferrules einsetzen, die Mechaniken alle gerade einzusetzen, Pickupmontage (ohne Rahmen). Montage von Brücke und Hals waren dagegen problemlos, ebenso waren die Bünde schon perfekt. Im Warmothforum liest man aber desöfteren dass diese noch abgerichtet werden müssen.
Die Sattelkerben von Warmoth sind standardmäßig für 9er Saiten gesägt. Ich habe 10er aufgezogen und momentnan leider noch Probleme mit der Stimmstabilität. Die werde ich noch bei einem Gitarrenbauer nachfeilen lassen, da die Sattelfeilen vorraussichtlich teurer sind.
5. Ergebnis
Nach dem Zusammenbau habe ich noch die Halskrümmung, Brücke und Intontation eingestellt. Die Bespielbarkeit ist klasse geworden, da der Hals eben perfekt ist. Auch tönt sie super, über Weihnachten werde ich noch andere Pickups testen (vorraussichtlich P-Rails), da ich sehr neugierig auf den Sound mit Singlecoil ähnlicheren Pickups bin. Hier bin ich mir bis heute nicht ganz sicher ob Humbucker die richtige Wahl für mich waren.

6. Fotos
Und jetzt die fertige Schönheit:
IMG_20180826_203326.jpg


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