Erster Versuch des Unbegabten

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Rude Mood
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Wie im anderen Forum geschrieben...habe es mal gewagt.

https://soundcloud.com/user368941759/billy2

Bitte beachtet die folgenden:

- Dies ist mein allererster Versuch, zu singen. Und ich habe mir den Song heute Nachmittag herausgesucht, es ist lediglich Take 2 von 2. Wirklich!!!!
- Ich war ungefähr so aufgeregt, wie damals vor meinem ersten Sex, und ich verstehe bis jetzt kaum, wie ich mir so viel Mut sammeln konnte, da ich weiss, dass es grauenvoll ist.
- Ich weiss, dass ich niemals Ronnie James Dio sein werde. Alles, was ich will, ist es, zur Blues-Gitarre "shouten" zu können, ohne ausgelacht zu werden. Ich bin mir im klaren darüber, dass ich als Sänger extrem schlecht bin.
- An alle aus dem E-Gitarren-Forum: BITTTTTE schließt hieraus nicht auf mein Gitarrenspiel! Das ist viel besser, glaubt es mir.
 
Eigenschaft
 
Also ein Brummer - wie du selbst befürchtet hast - bist du ganz sicher nicht.

Du bist einfach ein ganz normaler Anfänger - und gar nicht mal ein besonders schlechter. Sonst nichts. Und das ist weiß der Himmel nichts Verwerfliches.

Halt noch ein bißchen leise, ein bißchen ungenau, ein bißchen tief, ein bißchen wackelig. Sonst nix.
 
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Ja...die hohe A-Note muss ich immer aus mir "herauspressen" und fühle mich dabei so, als ob wich jemand würgen würde!
 
Dann lass' sie vielleicht vorerst weg. Würgefühle sind beim Singen nicht so der Bringer. ;)
 
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Womit kann ich sie denn erserzen? Oder einfach stumm bleiben bei dem Teil? Dann lerne ich es doch nie, oder?
 
Naja, aber durchs Pressen machst du dir auch nur die Stimme kaputt. Was soll das bringen?

Du kannst die Stelle, bevor du deine Stimme ein bisschen trainiert hast (siehe her FAQ im Forum), ja auch einfach anders singen.
 
Ich schließe mich antipasti an. Definitiv kein Brummer !
Ich höre eine unsichere Anfängerstimme, das heißt: sie gehört zu einer Person, die ihre Gesangsstimme noch gar nicht richtig kennt. Der Stimmumfang ist noch nicht aufgeschlossen, da geht noch einiges nach unten und nach oben. Die "Würgegefühle" kommen meist daher, dass man die Kehle zumacht, anstatt sie zu öffnen, daß es an Aufrichtung und Atemanbindung fehlt. Deshalb wackelt wohl auch die Intonation - denn grundsätzlich hast du ja ein Gefühl für die Melodie! Was du brauchst, ist Handwerk - bzw. jemand, der dir das vermittelt. Und das wäre ein guter Gesangslehrer/in.
 
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Danke, Bell. Also meinst Du auch, dass ich kein absoluter Katastrophenfall bin und mit viel Übung noch halbwegs passabel zur Gitarre spielen lernen kann. So etwas schwebt mir als Ziel vor:

http://www.youtube.com/watch?v=UCD_UmsmtSg

Natürlich bräuchte ich hierzu auch die Persönlichkeit von Warren...aber die kann ich ja nicht "klauen"...
 
Ich finde es für den Anfang auch nicht schlecht. Das wird mit der Übung!

(...)


EDIT by Vali: Eigenen Thread öffnen und nicht anderer Leute Thread kidnappen!
 
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Sunny_Hunny
  • Gelöscht von Vali
  • Grund: Bezugspost, erledigt, danke!
Habe mal diesen Vormittag genutzt, um ein weiteres Verbrechen zu begehen. Es sind nur die ersten 6 Strophen, aber hier könnt ihr sehen, was ich im anderen Thread schon angedeutet habe: die hohen Noten bereiten mir irgendwie Schwierigkeiten. Interessant ist es, dass es mir besonders schwer fällt, wenn ich sie leise singen muss. Dies könnt ihr hören, wenn ich versuche, die hohe Note über den Am-Akkord zu singen (z. B. bei "Didn't have to much to SAAAYYY in der 1. Strophe). Die nächste Note (No one dared to ask his business...) fällt mir leichter, da sie - obwohl sie noch ein wenig höher ist - lauter gesungen wird.

Hier der Link:

https://soundcloud.com/user368941759/bigiron
 
die hohen Noten bereiten mir irgendwie Schwierigkeiten. Interessant ist es, dass es mir besonders schwer fällt, wenn ich sie leise singen muss.

Das ist absolut normal :) Das kommt daher, dass Du presst, oder anders ausgedrückt, drückst. Mir ist eine Antwort abhanden gekommen, das Netz spinnt hier :( Da hatte ich geschrieben, dass Du aufhören (also, nicht generell, sondern nur mit dem, was Du gerade machst) sollst, wenn etwas wehtut beim Singen. Das war dann nämlich verkehrt.

Denke Dir die hohen Töne als Pfeil nach unten, der sich durch das Kinn bohrt. Die tiefen dagegen bohren nach oben, durch Nasenwurzel, Stirn oder sogar die Fontanelle, je nachdem.

Was Du brauchst, ist nicht Enge im Hals, sondern Weite. Und dazu wieder muss die Luft im Bauch sein und bleiben und nur ganz wenig davon nach oben kommen, bildhaft gesprochen. Das ist höllisch anstrengend (im Bauch, bzw an den Flanken) und erfordert einiges an Training :) Die Töne müssen fließen, wie Wasser, das so vor sich hinplätschert, wenn man einen Wasserhahn vor einem Gartenschlauch wenig aufdreht.

Verabschiede Dich fürs Erste mal von dem kräftigen Klang Deines Vorbildes. Das kommt dann schon wieder, keine Angst (vielleicht ein bisschen anders, vielleicht auch "leichter" vom Klang her, aber trotzdem mit Volumen, je nach Stimme, die Du hast). Aber erst einmal achte darauf, dass sich der Hals beim Singen weit und angenehm anfühlt und dass die Töne passen. Und entdecke Deine Stimme. Die muss nicht unbedingt so klingen wie die von dem Originalsänger ;)

Für die Weite wird hier gern je nach Geschmack die Vorstellung, man inhaliert den Duft einer Blume oder die Gähnstellung angeboten. Letztere hilft mir sehr viel, bietet aber wohl die Gefahr, dass man verkrampft, was dann wieder kontraproduktiv ist.
 
Danke...

Also ein Indianerpfeil, mit dem ich auf die hohen Töne schießen muss. Und ich dachte mir schon, dass ich den Texas Red mit meinem Schießeisen niedermachen kann...;)

Was bedeutet eigentlich "pressen"? Ich weiss nur, dass mein Vater - der ein großer Wagner-Fan war - öfters gesagt hat, dass Sänger wie z. B. René Kollo bei ganz schweren, anstrengenden Partien (Siegfried, Tristan, etc.) "pressen". Seitdem habe ich den Begriff nicht mehr gehört...

Noch was: wenn ich mich irgendwie bei Euch revanchieren kann, dann schreibt mich an. Ich kenne mich recht gut mit E-Gitarre und Blues aus!
 
Hmmm... ein Pressen (im Sinne von: mit zuviel Druck auf den Hals/aus vollem Hals singen/Stimme überschreien) höre ich jetzt eigentlich nicht. Es ist das gleiche wie beim ersten Soundbeispiel: keine Atemanbindung. Du "steigst" mit den hohen Tönen mit (ich wette, deine Schultern gehen nach oben, das Kinn nach vorn?), verkleinerst das Instrument, anstatt es zu verlängern. Wenn du gelernt hast, deinen gesamten Körper als Instrument einzusetzen und mit Länge, Weite und Aufrichtung zu arbeiten, dürfte sich das Problem erledigt haben.
 
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Ohgottogott...hast Du eine Geheimkamera in meinem Zimmer eingebaut? :redface:

Noch gestern habe ich mich mit Kamera aufgenommen, und ich musste feststellen, dass ich bei den hohen Tönen im Hinblick auf die Körperhaltung in etwa so aussehe, wie eine dieser komischen Figuren, die Hieronymus Bosch gemalt hat....ist das ein typischer Anfängerfehler?
 
Hi Rude Mood ...

erst mal ... ich sitze im gleichen Boot !!! Unausgebildete Stimme, aber mit der Erkenntnis, dass "selbst" zum Blues nun mal das Instrument Stimme gehört ;) ...

Daher - wie oben mit voller Absicht geschrieben - es geht darum ein weiteres Instrument zu erlernen ...

Aus eigener Erfahrung sind mir da bei deinen Aufnahmen jetzt 3 Sachen aufgefallen ...

- du hast dir da für den Einstieg ganz schön viel - und auch komplizierten Text - vorgenommen ... da geht einiges an Gehirnschmalz schon mal weg für, den du besser in Konzentration auf das WIE investieren könntest ..
- auch wenn die Gitarre wahrscheinlich nach der langen Zeit schon mit dir "verwachsen" ist ... vielleicht kannst du zusätzliche Ressourcen frei räumen, wenn du es nicht parallel probierst, sondern mit 2 Spuren arbeitest ...
- ich nehme an, du hast die akustische Gitarre im Sitzen gespielt ... nur bedingt "hilfreich" um dir den Raum für den Oberkörper zu schaffen und ihn "aufzurichten" ...

Ansonsten schon mal vielen Dank an die Anderen hier im Thread, da ist auch für mich schon was dabei gewesen ...

Gruß
Martin

... und z.B. Antipasti möge bitte abwägen, ob hier eine "Gruppentherapie" möglich ist, ohne den Thread zu "hijacken" ... (und im Zweifel diesen Teil des Post abschneiden) ... Mein Gedanke war, das ich gerne verhindern möchte, dass ihr die "Grundsatzaussagen" mehr als ein mal schreiben müsst ...

Bei mir klingt es z.b. so ...

http://www.youtube.com/watch?v=_SYFkeCMTZU

oder so ...

http://www.youtube.com/watch?v=dJ6IwzI3q6o

... zwar für mein Ohr keinen "groben" Schnitzer drin, aber Druck und Durchsetzungskraft ist was anderes :gruebel: .. Da würde ich durchaus gerne noch etwas zulegen ... wobei es - ähnlich wie bei Rude Mood - kompatibel zum "gleichzeitigen" Gitarrenspiel sein sollte (= x Prozent der "Aufmerksamkeit" müssen für Gesang reichen ... Sitzposition/Haltung ....) ...

Merci
 
Danke, Martin.

Du hast Recht. Besonders Big Iron war schwer, da ich obendrein noch versucht habe, den Text ohne Spickzettel zu singen. War schwer, da ich mich tatsächlich konzentrieren musste, was als nächstes kommt. Und das, obwohl mein Englisch eingentlich relativ gut ist...

Mit der Gitarre magst Du Recht haben, aber ich möchte mich halt von Anfang an darauf spezialisieren, beides gleichzeitig zu machen wie SRV und Jimi...

Einen Halter werde ich mir besorgen, damit ich auch im Stehen über kann!

Zu Deinen Aufnahmen möchte ich eigentlich nichts sagen, da ich von Gesangstechnik nicht einmal weiss, wie man es schreibt. Ich weiss nur, dass Freddie Mercury (technisch) besser war, als es Lemmy Kilmister ist, aber da hört mein Wissen auch auf.

Gegen "Gruppentherapie" habe ich nichts einzuwenden, im Gegenteil. Und ja: wie Du schreibst, sitzen wir im gleichen "Boot". Vielleicht werden wir keine Admiräle, aber vielleicht machen wir beide mal den kleinen Segelschein im Singen!

- - - Aktualisiert - - -

Noch eine Kleinigkeit zu Deiner Golfer's Blues-Aufnahme (ein wenig OT): ich würde Dir dazu raten, slide immer Fingerstyle zu spielen. Ich habe mal etwas interessantes von Slide-Gott Duane Allman gelesen, der ja bekanntlich ohne Slide immer mit Plektrum, mit Slide aber immer fingerstyle spielte: er sagte, dass Du den Kontakt zwischen Deinem Körper/Deinen Fingern und der Gitarre verlierst, wenn Du beim Sliden ein Plektrum benutzt. Beim normalen Spiel hast Du diesen Kontakt, da Du die Seiten berührst, beim Sliden nicht, also musst Du ihn mit der rechten Hand wiederherstellen, indem Du fingerstyle spielst.
 
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Mit der Gitarre magst Du Recht haben, aber ich möchte mich halt von Anfang an darauf spezialisieren, beides gleichzeitig zu machen wie SRV und Jimi...

Kommen wir zu dem zurück, was wir aus dem Gitarre lernen kennen ... Nehmen wir Fingerpicking ... Schritt 1 wäre erst mal den durchgehenden Bass in den Daumen zu programmieren ... dann mal mit einem Finger einen Melodie-Ton einbauen ... und darauf aufbauen.

Auch wenn das Ziel natürlich ist und bleibt beides gemeinsam zu machen (Gitarre und Gesang), finde ich es nicht verwerflich es erst mal getrennt von einander anzugehen. Gebe dir doch mal die Chance dich voll in den Gesang fallen zu lassen, indem du die Gitarrenarbeit auslagerst ...

... und nebenbei würde mich auch interessieren, wie das dann im Vergleich klingt ...

Gruß
Martin

P.S. zum Nachsatz ... probiere ich mal ...
 
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Noch eine Frage: etwas, was mich sehr an den Aufnahmen stört, ist dass meine Stimme sehr "dünn", also leise und kraftlos klingt. Ich hätte sie gerne etwas voller und lauter. Kann man hieran etwas ändern, oder ist dies gegeben und angeboren?
 

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