Eure schlimmsten/bizarrsten/außergewöhnlichsten Proberäume

  • Ersteller finerip
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Wir hatten schon Probe mit einer Deathmetal-Band im Dachgeschoss unseres Schlagzeugers. Gefühlte 5m², mit Jamhub, E-Schlagzeug und InEar. Das war speziell.....
Unser jetziger Proberaum (seit 30 Jahren...) ist ein ehemaliger Hühnerstall. Der besteht aus zwei Räumen (für verschiedene Bands in denen ich zum Teil auch spiele), hat keine Fenster und keine Heizung. Fließend Wasser und Toilette sind Fehlanzeige.
Strom bekommen wir kostenlos, da der Vermieter ihn selbst produziert. Daher haben wird im Winter E-Heizungen für eine gewisse Grundtemperatur. Bei den Proben wird dann mit Gas aufgewärmt und gut is.
Unsere Mitbewohner sind diverse Mäusefamilien und unzählige Spinnen.
Das Ganze ist mitten auf dem Land. Ich würde die Proberäume (um es vorsichtig auszudrücken) als nicht gerade besenrein bezeichnen......
Wir achten allerdings auch nicht auf die ausgewogene Raumakustik. Wichtig ist dass jeder das hört das er benötigt. Den guten Sound gibt´s dann auf den Aufnahmen oder auf der Bühne....
 
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@ teledeluxe: genau dieses.

Grüße,

Michi
 
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Ich habe als Jugendlicher in mehreren https://de.wikipedia.org/wiki/Bunker_in_Bad_Wildungen geprobt. Da stimmt das, was Heinz Strunk später in "Fleisch ist mein Gemüse" auch über Proben im Bunker schrieb: es roch nach verlorenem Krieg. Der Vorteil an den vielen Bunkern in B.W. war, dass es dadurch viele Proberäume gab und sich dadurch in den 80ern/90ern eine gute Rockszene entwickelt hat.
In genau so einem Bad Wildunger Bunker bin ich mit meinen jetzigen Bands:biggrinB:

Mein erster Proberaum war im Keller einer Klinik. Feuchte Wände waren das eine, die Schwimmbadtechnik neben an war das andere. Das ganze Jahr über hatten wir 35 Grad in dem Raum. Gemischt mit der hohen Feuchtigkeit war das schon Grenzwertig.
Proben konnten wir nur von 16:00 bis 21:00 Uhr. Aber trotzdem war es ne tolle Zeit.
 
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Unser seltsamster Proberaum war 1979 auf der Kölner Hohe Straße (Große bekannte Einkaufs-Fußgängerzone).
Wir waren eine klassische Punk Band.
Der Mieter (ein Kollege des Vaters unseres Sängers) wollte vorzeitig aus dem Mietvertrag raus und hat uns in seinem Büro im 1. Stock proben lassen.
Die Amps waren auf den Bürotischen, die Drums in der Ecke. Es war Sommer und wir "durften" bei offenem Fenster proben.

Ist ungefähr einen Monat gut gegangen, dann war er raus aus dem Vertrag. Ha, ha...
Nach ein paar Polizeieinsätzen und staunender Gesichter unten auf der Einkaufsmeile war es vorbei.

Wir standen jeder vor einem Fenster und haben unser Programm gespielt. Es gab sogar Leute, die unten standen und applaudiert haben.

Ich ärgere mich, dass ich keine Fotos davon habe.

:)
 
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'79, da könntet ihr euch ja glatt mit Klaus dem Geiger draußen auf der Gasse "gebattlet" haben?!

Gruß,
glombi
 
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Mein, also unser erster Proberaum war soweit okay, nur halt irgendwie eng. Eins achzig mal zwei neunzig, zu dritt...

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Im ersten Bild der Gerry, seines Zeichens Schlagzeuger.
 
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Dann will ich auch mal beitragen. :) Wobei so richtig schlimm und bizarr sind bzw. waren die Räume gar nicht, aber mir sind beim Zusammenschreiben viele, zumeist schöne Erinnerungen wieder gekommen...


1. Kellerraum im Wohnhaus

Der Proberaum meiner ersten Band war ein simpler, ungedämmter Kellerraum im Wohnhaus des Sängers. Seine Eltern waren offenbar sehr tolerant und lärmunempfindlich (oder entsprechend abgehärtet), so dass sie uns da unten beliebig Krach machen ließen. Dafür gebührt ihnen rückwirkend ein riesiges Dankeschön.



2. Ehemaliges Fabrikgebäude in der Innenstadt

Bevor es abgerissen und durch einen neuen Wohnblock ersetzt wurde, stand ein ehemaliges Fabrikgebäude mitten in der Innenstadt über einen Zeitraum von anderthalb Jahren der Musikschule als Ausweichquartier zur Verfügung. Dort fanden in verschiedenen Räumlichkeiten (zum Teil ehemals Verwaltung, zum Teil auch ehemals Fertigung) Instrumentalunterricht und auch Proben der Musikschulband statt. Den umliegenden Anwohnern hat diese Phase wohl weniger gut gefallen, denn hinsichtlich Geräuschdämmung wurde rein gar nichts unternommen. :)



3. Kellerraum einer Grundschule - überflutet beim Pfingsthochwasser 1999

Eigentlich war das ein idealer Proberaum, er war gut ausgestattet, hell und wohnlich, wahlweise gut belüftet oder beheizt und in den Abendstunden hat die unweigerlich entstehende Lautstärke niemanden gestört. Beim historischen Pegelhochstand der Donau im Frühjahr 1999 wurde das Schulgelände von dreckigem Flusswasser überflutet und auch der Proberaum lief wie der gesamte Keller meterhoch voll. Das Musikequipment wurde dabei zerstört oder massiv beschädigt bzw. verschmutzt, einzig die Gesangsmikros überlebten, sie schwammen in einer Kunststoffkiste auf der Wasseroberfläche. Zum Glück hatte ich dort keinen eigenen Verstärker oder gar eine Gitarre stationiert!

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4. Schallkabine des Schlagzeugers (umgebaute Sauna?)

Ich spielte eine Zeitlang in einem Bandprojekt mit, bei dem wir uns beim Schlagzeuger im Keller seines Elternhauses in einer von ihm selbst gebauten, schwingungsentkoppelten und mit allerlei improvisierten Materialien gedämmten Schallkabine trafen. Der andere Gitarrist und ich saßen quasi direkt neben dem Schlagzeugset und die Lautstärke und die Beengtheit waren unfassbar. Zum Glück hatte er an eine Lüftung gedacht! Aufrecht stehen war unmöglich; die Kabine machte auf mich eher den Eindruck einer umgebauten Sauna und ähnlich heiß wurde es da drin auch, uff.



5. Geschützkasematte in einem 170 Jahre alten Festungsgebäude

Im Untergeschoß eines Außenforts der Bundesfestung aus dem 19. Jahrhundert, das vom Stadtjugendring verwaltet wird, gibt es mehrere Proberäume in den ehemaligen Geschützkasematten. Das heißt: Ein Gewölbe aus Kalk- und Backstein, ganz klassisch mit muffigen Eierkartons ausgekleidet, um den schrecklichen Sound einigermaßen in den Griff zu kriegen. Bei 3 Meter Wandstärke der Mauer gab's draußen kaum was zu hören, aber innen drin war's trotz Eierkartons kaum auszuhalten :). Seitdem trage ich immer Ohrenstöpsel beim Proben. Das größte Problem waren aber (a) die erhöhte Luftfeuchtigkeit und (b) die vielen Stufen runter ins UG - die Schlepperei vor und nach Auftritten machte echt keinen Spaß.



6. Ehemaliges Fabrikgebäude am Ortsrand

Als Glücksfall hat sich unser aktueller Proberaum erwiesen. Wir sind in einer ehemaligen Fabrik aus der Nachkriegszeit, im ersten Stock eines Verwaltungsgebäudes - der Raum könnte früher auch zu einer Hausmeister- oder Betriebsleiterwohnung gehört haben. Er ist nicht allzu groß, aber trocken, beheizt, hell und einigermaßen wohnlich. Das ganze Gelände steht seit vielen Jahren unter Zwangsverwaltung. Viele Proberäume gibt es dort nicht, hauptsächlich sind es kleine Werkstätten, Ateliers, Lagerräume und so. Es traut sich kein Investor ran, da der Erdboden mit irgendwelchen Chemikalien aus der Produktion verseucht ist und höchst kostspielig ausgetauscht werden müsste, bevor das Areal neu bebaut werden kann. Von daher werden wir voraussichtlich noch eine geraume Zeit dort bleiben können. Einziger Nachteil ist die Nähe zum Wohngebiet, das bedeutet, Proben nach 20 Uhr sind nur bei geschlossenen Fenstern erlaubt - aber damit kann man leben.
 
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Einer unserer Proberäume war im Kellergeschoß eines mehrstöckigen alten Hauses, in dem Gewerbeverbände untergebracht waren. Die Bausubstanz war dermassen porös, daß es am ersten Abend (starker Regen) wirklich in einem Strom aus den Wänden gelaufen ist. Ein anderer Raum auf der gegenüberliegenden Seite des selben Geäudes - im Heizungskeller nebenan (ca. 2m tieferer Boden) war ständig 30 cm Wasser. Als mal renoviert wurde im Gebäude, haben die Bauarbeitet die Stahltür unseres Raumes aufgesperrt, geöffnet und dann ein paar Stahlbolzen so in die Decke geschossen, daß dadurch die Tür nicht mehr zu schließen war. Mit "nicht schließen" meine ich, komplett offen an die Wand gedrückt. Obendrein war der Haupteingang Tag und Nacht offen. Mit offen meine ich nicht "unversperrt", sondern OFFEN. Aufgespreitzt. Völlig unvorhersehbar wurden viele Dinge aus unserem Proberaum gestohlen, ich meine, nur weil Tag und Nacht offen war und niemand von den Arschlöchern es nötig hielt, uns Bescheid zu geben über mehrere Tage und Nächte.
Das Gebäude wurde dann "komplett renoviert" - und die Mieten gingen steil nach oben. An der Bausubstanz des Kellers wurde nichts verändert, die ist immer noch porös und Schrott und es steht immer noch jeden Tag min. 30 cm Wasser im Heizungskeller. Dh. renoviert wurden ein paar Fassaden und das wars. Wenig überraschend sind dort auch keine Proberäume mehr. Auch sonst blieben sich die Vermieter in ihren unbekümmerten Umgang mit Verträgen, Kunden oder Gesetzen treu.
 
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Dann kann ich auch noch zwei zum Besten geben, die lange vor meiner Zeit in der Band waren.

Das muß in den 80ern gewesen sein, da hatte die Band einen Probenraum, der nur über eine Wendeltreppe zu erreichen war. Klingt erstmal nicht schlimm, wenn man eine einfache Rockband ist und nur ein paar Zupfgeigen, Combos und stückchenweise das Schlagzeug zu schleppen hat. Das war aber eine Funkrock-Combo, und der Keyboarder hatte eine echte Hammond, die da zu jedem Gig runter und wieder rauf mußte.

Ein anderer Raum war so räudig, der hatte Löcher in den Wänden, wo immer mal wieder Mäuse rauskamen. Das wußte die Band deswegen, weil die Mäuse sogar während der Proben rauskamen. Die ließen sich nicht mal vom Radau der Band abschrecken. Die Lösung war einfache Eigeninitiative: verschlissene Drumsticks in die Wände gestopft und abgebrochen, daß sie nicht überstanden.


Martman
 
Gartenhaus. Trotz Isolierung im Sommer sauheiß und im Winter trotz Ofen arschkalt. Wir haben uns um den Ofen geschart. Vorne zu heiß, hinten zu kalt. Permanent hat sich einer gedreht ... intern waren wir "die Grillschweine". :weird:

Talstation von nem Sessellift mit Plexitor. Permanent kamen Touris ... von Beschwerden, Zuhörer, Klugscheiser, Musikwünsche, Polizei (wieso ruft jemand der aufm Parkplatz nur die Skischuhe auszieht und die Ski aufs Dach schnallt die Polizei?!?), Feuerwehr ... da war alles dabei. Dafür wars auch das eine oder andere mal genial. Spontankonzert mit Snowboardern ... am Ende warens locker 2-300 Leut und die Polizei hat ein Auge zugedrückt. War Nebensaison und die Station war ab vom Schuss. (y)

Keller vom Drummer, so zugemüllt, dass Bass, Gitarre und GEsang im Flur vor dem Raum standen. Da war ich einmal und meinte dann Murthaug Style, dass ich zu alt bin für den Scheis. Hatte auch das gewisse Odeur nach toter Katze :igitt:

In nem Zimmer bei der Ommma die während der Probe das Hörgerät rausnahm ... die war so lieb. Gab immer Kekse und Kakao für die armen Buabn - alle damals schon Ü30 :giggle:
 
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Im Keller unter einem netten Orient-Markt. Im Kellerflur vor der Raumtür standen immer Paletten mit altem Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln, sodass dackelgroße Nager übliche Mitbewohner waren. Unsere Musik hat sie erstaunlicherweise kaum abgeschreckt, wenn nicht sogar im Gegenteil :ugly:
 
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