external Sync via Madi ?

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efjay

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Hi zusammen !

Ich habe vor, eine x-madi Karte ins X32 und ein madiface usb von RME an die macs zu bringen. Hat jemand mit dem external Sync
via Madi schon Erfahrungen? Der Reiter in dem Config-Menü zeigt ja neben Internal / AES / auch die Card als Sync-Quelle an.
Somit nehme ich jetzt mal an, das ich das Pult darüber external syncen kann........???!!!

Wie immer danke für Eure Bemühungen!!

Fred
 
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efjay

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Ich werde mir die Frage bald selbst beantworten können, da ich mir Testweise die Konstellation bestellt habe.
Werd eine kurzen Testbericht nachschieben.

Fred
 
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efjay

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So, die Geräte sind eingetroffen. Wie versprochen lege ich einen kleinen Testbericht nach.

Der Einbau und die Einstellungen waren schnell gemacht.
Das X-Madi ins X32 reinschrauben , Firmware 2.10 drauf und fertig. Vorkonfiguriert sind in den Einstellungen im X 32 unter Setup - Reiter Card - Madi Channel 1-32. Der Madi Adressraum erlaubt aber auch andere Einstellungen von 9- 40 / 17-48 / 25-56 / 32-64. Das X 32 gibt halt nur 32 Kanäle raus.

Im RME Madiface USB gab es auch keine Fallen. Den aktuellen Treiber für Macos 10.9 von RME geladen und in mein Macbook Pro gespielt.
Ein Firmware-Update für das Madiface war nicht nötig. USB-Kabel angeschlossen und das Madiface mittels Lichtleiter ans X-Madi im X32 angeschlossen. Das Madiface braucht keine zusätzliche Stromversorgung ( Buspower ) Auch in den Einstellungen im RME-Treiber waren 1-32 vorkonfiguriert.
In meiner DAW über das Madiface sind jetzt 32 ( und mehr ) Kanäle verfügbar. Bei RME lässt sich nachlesen, was Madi da zulässt.

Das ganze verhält sich im Prinzip jetzt so, wie die X-USB und XUF ( usb und firewire ) von Behringer.

Der Grund, warum ich jetzt diese Lösung gewählt habe, ist schnell erklärt. Die X-USB und die XUF funktionieren für die meisten Anwendungen prima. Das aufzeichnen und abspielen der Kanäle vom X 32 läuft komplett stressfrei ( Liverecording und virtueller Soundcheck z.b. )

Bei der Einbindung des X32 im Studio bei Verwendung von Echtzeitinstrumenten und EFX über die DAW kommen beide Behringer-Karten bei Verwendung von geringen Latenzen dann doch ein ihre Grenzen. Wir nutzten Live und im Studio u.a. virtuelle Schlagzeug und Keyboard-Sounds
( Superior-Drummer etc, Spectrasonics plugs und mehr.........alles, was zur Zeit aktuelle im Plugin-Universum so fleucht...... ).
Die Behringer-Karten arbeiten prima, aber hier sind die RME-Treiber/Geräte dann doch performanter.

Dies bedeutet, bei geringen Latenzen die DAW / iTunes / u.a. knackfrei digital ins X32 zu übertragen.


Ein weiterer Pluspunkt ist eigentlich eine Nebenerscheinung, hat mir aber auch ein Lächeln ins Gesicht getrieben. Von den Yamaha-Konsolen bereits bekannt kann eine externe Clock den Klang der Wandler positiv beeinflussen. Schlicht klingt das Pult bei externer Clock besser.
Nun hat das X32 erst einmal keinen physikalischen Clock-Eingang ( BNC ). Bei Einbau der neuen Dante/Madi/Adat Karten erlaubt das X32 dann aber doch von der internel Clock auf AES oder auch Card umzuschalten.

Gesagt....getan. Man kann also im laufenden Betrieb von interner auf die Card-Clock umschalten ( 1 Sekunde Versatz etwa ). Und tatsächlich......
unser geliebtes X32 klingt besser. Der Unterschied ist sicher nicht kriegsentscheidend, aber doch hörbar. Der Tieftonbereich klingt straffer, besser definiert ( z.b. Bässe /bd / etc. klingen weiter vorne, die Noten beim Bass sind klarer herauszuhören ). Dies ist nur von mir einfach beschrieben, jeder kann sich halt selber davon überzeugen. Ich kann nur sagen, es ist wahrnehmbar und - wie gesagt - ein schöner Nebeneffekt.
Da ich immer einen Rechner am X32 laufen lasse ( Zuspieler Bäckings/ mp3 und und ), werde ich jetzt immer extern syncen.

An dem RME-Madiface gibt es noch eine tolle Funktion. Die 32 Kanale aus dem X32 können , da über Lichtleiter ins Madiface geführt intern gespiegelt und über den koaxialen Ausgang an das Madi-Netzwerk weitergegeben werden. Trotzdem stehen die Signale ohne Performanceverluste am Rechner zur Verfügung. Wirklich toll. Ich binde das X32 an andere Pulte an ( Digico Soundcraft etc ) und kann dennoch Recorden bzw. Plugins einbinden.
Der Test vom Wavesrack und Logic X zum einschleifen der geliebten Plugs in X32 steht noch aus.

Fazit:
Im Studio und auch Live eine weitere tolle Erweiterung für das X32, wenn Latenz eine Rolle spielt.
Fred
 
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siebass

siebass

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danke für den bericht! horst
 
dabbler

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Bei Einbau der neuen Dante/Madi/Adat Karten erlaubt das X32 dann aber doch von der internel Clock auf AES oder auch Card umzuschalten.

Auf AES? Das Pult hat keinen AES3 Eingang... und mir sind keine Erweiterungskarten mit solchen bekannt?! Was meinst Du mit "AES"?
 
HenrySalayne

HenrySalayne

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AES50? :rolleyes:

@efjay: Kannst du den Unterschied zwischen den verschiedenen Clockings mal irgendwie festhalten und hier verlinken? Ich würde mir davon gerne mal selbst ein Bild machen.
 
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efjay

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Hi Dabbler !! Hi Henry !

Sorry, war etwas unpräzise. Das X32 hat im entsprechenden Reiter ja die Möglichkeit auf intern - oder AES50 ( gemeint ist eine zweite AES50 Quelle - z.b. ein zweites X32 als Clock-Master aus dem AES50 Audionetzwerk) oder auf die Card ( Dante /Madi/Adat ) als Clock Referenz ( z.b. 44,1 ) umzuschalten. Bei der Adat-Karte ergibt sich dazu die Möglichkeit, die BNC zum Clockeingang umzufunktionieren ( wie schon mal hier beschrieben ) . Dante hab ich noch nicht in der Hand gehabt, aber ich gehe davon aus, das wie bei Madi ( bei mir ist es mein RME Madiface ) ein Externes Clockmaster Signal ( aus dem Dante Netzwerk / Pult ) ins X32 sendet und somit zum Clock-Master wird.

Ich hoffe, ich liege damit richtig in der Erklärung, ansonsten kann einer unserer Spezies ja den Technischen Hintergrund noch ausführlicher beschreiben.

Fred
 

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