Fantom 0 ersetzen – Kronos, Montage, MODX, Nord?

  • Ersteller Ersteller der.marder
  • Erstellt am Erstellt am
der.marder

der.marder

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.04.26
Registriert
21.03.10
Beiträge
233
Kekse
846
Hallo zusammen,
ich überlege, meinen Fantom 0 zu ersetzen - bin aber unschlüssig ob und in welche Richtung. Vielleicht könnt ihr mir mit euren Erfahrungen helfen.

Setup
  • Covermusik Rock/Pop
  • Unten: 64 Tasten Hammermachanik als reine Midi Tastatur
  • Oben: 61 Tasten leichtgewichte Tastatur
Warum ich den Fantom 0 gekauft habe:
  • Das Gewicht !!! (Ich wohne im 4. Stock ohne Aufzug)
  • Die Keyboard-Switch Groups
  • Viele Controller & Anschlüsse
  • Eigene VA Synth-Programmierung möglich
  • Roland-Bedienung war mir sofort vertraut (früher hatte ich lange Roland gespielt)
  • Grundsätzlich zuverlässiges Arbeitstier

Was mich inzwischen stört
  • Ich stoße regelmäßig auf Systemgrenzen (Anschlüsse doch nicht so verwendbar wie gedacht, Editierung doch nicht oder nicht so leicht möglich, keine Splits auf Midi Controller möglich… )
  • Kein komfortabler PC-Editor für Szenen / Setups um die Einstellungen einfach, schnell und übersichtlich mal am PC zu machen
  • Die A-Pianos, E-Pianos, Clavinet und auch Bläser könnten deutlich besser sein
  • Die Synth-Programmierung ist nicht so intuitiv und toll wie ich sie erwartet hatte
  • Ich möchte auch einfach mal Musik machen können und einfach mit dem Gerät Spaß haben - und nicht nur arbeiten und organisieren
  • Einige der Punkte könnte ich zwar durch Workarounds umgehen (z.B. einen zusätzlichen Dexibell Rack, Roland Synth zur Programmierung und übergabe der Sounds, …) aber ist das wirklich sinnvoll?

Folgende Geräte hatte ich mir schon mal angeschaut:
  • MODX: Beim Vergleichstest bin ich so überhaupt nicht mit dem System des Gerätes zurecht gekommen. Es war einfach nur frustrierend! Ich habe es nicht mal geschafft eine Muster Szene zu erstellen.
  • Kronos: Den Kronos hatte ich vor vielen Jahren ein paar Monate gespielt und ich fand ihn an sich richtig toll. Auch die tolle und große Community hat mir echt gefallen. Jedoch hatten mich die Bootzeiten (mal kurz was anspielen war halt nicht) und die schlechte Verarbeitung (klappern und knarzen beim spielen) tierisch genervt.
  • Nord Stage: Es ist zwar ein völlig anderes Bedienkonzept und echt mächtig - aber habe ich da die gleiche Flexibilität wie an einer Workstation? Im direkten Vergleich mir dem Kronos fand ich den Sound etwas blasser und weniger durchsetzungsfähig - dafür etwas natürlicher.
  • PC als Klangerzeuger: Klanglich ideal - aber ich verliere mich zu sehr im Detail

So, nun steh ich da, und weiß nicht weiter …. Dem neuen MODX M nochmal eine Chance geben? Den Kronos (oder vielleicht dem Nautilus) nehmen und die Bootzeiten akzeptieren? Einen (gebrauchten) Nord kaufen und mal schauen, an welche Grenzen ich dort stoße? Oder doch den großen Fantom oder den Montage?

Ihr seht, ich brauche etwas Hilfe! Wer stand an einem ähnlichen Punkt und kann berichten? Wer hat Ideen dazu?
 

PC als Klangerzeuger
Den Gedanken finde ich gar nicht verkehrt, nur ist Windows dafür denkbar ungeeignet und es wird damit offensichtlich immer schlimmer.
Aber wenn Du dich zu MacBook und MainStage informieren magst, wäre das ein denkbares Konzept und Du braucht nur ein Controllerkeyboard - Studiologic SL 73?

Ich habe den MODX M7 und erlebe die steile Lernkurve selbst. Mein Tip wäre dazu ein gewidmetes Wochenende mit Handbuch und YT-Video-Tutorial samt Ausprobieren der Erläuterungen am Instrument.
Was ich bisher verstanden habe, übertrifft jede Erwartung für dessen moderaten Preis: die Möglichkeiten des Instruments sind schlicht gigantisch.

Gruß Claus
 
Grund: kl. Korrekturen
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Als Fantom-0 User sage ich das ungern, aber wenn es ein aktuelles, neues Hardware-Keyboard (ohne Computer), leichtgewichtig und für Coverband-Einsatz geeignet sein soll, bleibt eigentlich nur der MODX-M. Da hast Du dann auch eine riesige Auswahl an Sounds für Coversongs (z.B. von Narfsounds oder Soundmondo), wenn Du nicht alle Sounds selbst programmieren willst. Der Fantom hat in der Preisklasse mMn aber immer noch die besseren Hammond-Sounds (Tone Wheel Organ Engine).

Kronos dürfte alles abdecken, ist aber vom Preis und Gewicht her eine andere Liga. Der neue/aktuelle Kronos3 hat deutlich beschleunigte Bootzeiten - ich glaube unter 50 Sekunden (da ist der Fantom-0 mit knapp 20 Sekunden aber immer noch ungeschlagen).
 

  • Ersteller
  • #4
Den Gedanken finde ich gar nicht verkehrt, nur ist Windows dafür denkbar ungeeignet und es wird damit offensichtlich immer schlimmer.
Aber wenn Du dich zu MacBook und MainStage informieren magst, wäre das ein denkbares Konzept und Du braucht nur ein Controllerkeyboard - Studiologic SL 73?
Ja, die Sachen habe ich mir schon angeschaut. Windows ist da nicht unbedingt das falsche System - man muss nur wissen, wie man es richtig einstellt … Aber wie gesagt, bei Software verliere ich mich leider immer den Details. Daher ist das leider nichts für mich.

Als Fantom-0 User sage ich das ungern, aber wenn es ein aktuelles, neues Hardware-Keyboard (ohne Computer), leichtgewichtig und für Coverband-Einsatz geeignet sein soll, bleibt eigentlich nur der MODX-M. Da hast Du dann auch eine riesige Auswahl an Sounds für Coversongs (z.B. von Narfsounds oder Soundmondo), wenn Du nicht alle Sounds selbst programmieren willst. Der Fantom hat in der Preisklasse mMn aber immer noch die besseren Hammond-Sounds (Tone Wheel Organ Engine).

Kronos dürfte alles abdecken, ist aber vom Preis und Gewicht her eine andere Liga. Der neue/aktuelle Kronos3 hat deutlich beschleunigte Bootzeiten - ich glaube unter 50 Sekunden (da ist der Fantom-0 mit knapp 20 Sekunden aber immer noch ungeschlagen).
Ja das stimmt - das MODX ist das Einzige, welches beim Gewicht mithalten kann. Mich schreckt wie gesagt eher die Bedienung ab und dass ich die Yamahas gar nicht kenne - ich hab es ja noch nicht mal hinbekommen den Fantom gegen den MODX richtig zu testen. Hast du den MODX?

Der Preis ist weniger ein Kriterium, da ich dann eher auf den Gebrauchtmarkt ausweichen würde - daher habe ich auch den Kronos und den Montage mit im Auge ...
 
Hallo,

hier mal ein paar Hinweise zum Nord Stage in Bezug auf das was du geschrieben hast:

Nord Stage: Es ist zwar ein völlig anderes Bedienkonzept und echt mächtig - aber habe ich da die gleiche Flexibilität wie an einer Workstation?

Nein, die Flexibilität einer Workstation bietet dir der Nord Stage nicht, sein Konzept ist auf die direkte Bedienung der Parametert für die drei Sound Engines Piano, Organ und Synth ausgerichtet, wobei der Synth je nach Generation des Nord Stage sehr eingeschränkt ist. Workstations bieten in vieler Hinsicht einen weitaus größeren Funktionsumfang, sind aber auch weniger intuitiv oder, bei bestimmten Dingen, garnicht mal so eben während eines Auftritts auf der Bühne in der Lage Parameter zu verändern.

Kein komfortabler PC-Editor für Szenen / Setups um die Einstellungen einfach, schnell und übersichtlich mal am PC zu machen

Den hast du mit dem Nord Sound Manager, allerdings sicher nicht so wie du das von Workstations her kennst, was dem speziellen Konzept des Nords geschuldet ist, und auch nur bei angeschlossenem Instrument funktioniert - eine „offline“ Bearbeitung und spätere Übertragung zum Nord ist dort nicht vorgesehen. Dafür hast du mit dem Nord Sample Editor ein mächtiges Werkzeug zur Erzeugung eigener Samples, die du in den Nord laden kannst - die Verwendung eigenes Samples ist ein weiterer Vorteil des Nord Konzepts.

Ich möchte auch einfach mal Musik machen können und einfach mit dem Gerät Spaß haben - und nicht nur arbeiten und organisieren

Das (!) ist einer der großen Vorteile des Nords, wo er sein Konzept voll ausspielt - du schaltest das Instrument ein und ein paar Sekunden später kannst du loslegen (sofern deine Abhöre oder der Kopfhörer ebenfalls parat ist).
 
PC als Klangerzeuger: Klanglich ideal - aber ich verliere mich zu sehr im Detail
Für diesen Verwendungsszweck empfehle ich die Software Gig Performer. Die gibt's sowohl für Windows als auch für Mac und ist weitaus flexibler als MainStage, vor allem ist man nicht an das AU-Format gebunden.

Es gibt hier einen eigenen Faden dazu:

 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • Ersteller
  • #7
Nein, die Flexibilität einer Workstation bietet dir der Nord Stage nicht, sein Konzept ist auf die direkte Bedienung der Parametert für die drei Sound Engines Piano, Organ und Synth ausgerichtet, wobei der Synth je nach Generation des Nord Stage sehr eingeschränkt ist. Workstations bieten in vieler Hinsicht einen weitaus größeren Funktionsumfang, sind aber auch weniger intuitiv oder, bei bestimmten Dingen, garnicht mal so eben während eines Auftritts auf der Bühne in der Lage Parameter zu verändern.
Sehr gut, dass du dich als Nord-Kenner meldest 🙂
Als ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe, sind mir nämlich ein paar Live-Szenarien eingefallen, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie mit einem Nord sinnvoll umsetzen kann – und ob es sich daher lohnt, das Thema weiterzuverfolgen.

Vereinfachtes Beispiel aus meinem aktuellen Setup:
Songbeginn: unteres Key: Piano + Pad (Layer)
Songmitte: oberes Key: links Pad-Synth und rechts Lead-Synth.
Songende: unteres Key nur Piano und oben rechts weiter Lead-Synth.

Aktuell muss ich dafür nicht mal was umschalten. Wenn ich das richtig sehe, müsste ich beim. Nord das ganze über mehrere Programs lösen, die exakt hintereinanderliegen und live durchgeschaltet werden. Oder? Ist das in der Praxis eher unkompliziert oder doch eher umständlich?

Den hast du mit dem Nord Sound Manager, allerdings sicher nicht so wie du das von Workstations her kennst, was dem speziellen Konzept des Nords geschuldet ist, und auch nur bei angeschlossenem Instrument funktioniert
Das finde ich nicht mal so schlimm. Hauptsache nicht an diesem Mini Display stehen müssen und alles mühevoll mit Drehrad und Knöpfchen im hundertsten Untermenüs ändern müssen...


Das (!) ist einer der großen Vorteile des Nords, wo er sein Konzept voll ausspielt - du schaltest das Instrument ein und ein paar Sekunden später kannst du loslegen
Ja, das ist mir beim antesten damals auch positiv aufgefallen 👍



Für diesen Verwendungsszweck empfehle ich die Software Gig Performer. Die gibt's sowohl für Windows als auch für Mac und ist weitaus flexibler als MainStage, vor allem ist man nicht an das AU-Format gebunden.
Ja, Gig Performer hatte ich auch schon mal getestet. Aber wie gesagt: Klanglich ideal - aber ich verliere mich zu sehr im Detail bei Software.
 
Aktuell muss ich dafür nicht mal was umschalten. Wenn ich das richtig sehe, müsste ich beim. Nord das ganze über mehrere Programs lösen, die exakt hintereinanderliegen und live durchgeschaltet werden. Oder?
Nicht zwingend. Mit Layer Scences und Expression Morph würde ich das wahrscheinlich auch am NS4 hinkriegen.
 
Wenn du bis nach Dortmund kommst, kannst du mich besuchen...

Ich habe im Grunde die großen da... Kronos, Fantom, Montage M... die Unterschiede zum kleinen sind auch klar. Nord Stage 3 hatte ich vorher und für den 4er gebe ich Workshops.

Wenn ich jetzt kaufen würde, würde ich einen Modx M nehmen. Nord ist nett, aber kein Vergleich was die Vielfalt und Flexibilität angeht.
Die Bedienungen sind grundsätzlich komplett unterschiedlich, was auch daran liegt, dass der Soundaufbau grundverschieden ist.
Der Kronos wiegt wieder eine Ecke mehr und die Verarbeitung hat sich nicht geändert. Wenn dir das nicht gefallen hat und du kein Montagsgerät hattest... dann wirst du da jetzt auch Probleme haben. Wobei ich das nicht nachvollziehen kann muss ich sagen.

Das Problem mit Software kenne ich zu gut und deswegen steige ich wieder auf Hardware um. Nicht weil es besser wäre, sondern weil ich mich nicht im Griff habe 😉

Aber ich habe gerade wieder einen Workshop auf dem Fantom 07 gegeben und würde gern mal nachfragen, was auch die Beurteilung für ein Ersatzgerät deutlich einfacher macht:

Anschlüsse? Was genau geht da nicht? Und wieso keine Splits auf dem Controller möglich? Was genau meinst du damit? Bei Yamaha brauchst du dann auf jeden Fall einen M. Der alte Modx ist da gar nicht brauchbar.
Editor: Hat im Grunde nur Yamaha mit dem M und ESP. Alle anderen sind da auch nicht der Hit. Für den Fantom gibt es doch ein third party editor? Hast du den mal getestet?
Sounds: Das kann ich auch nicht nachvollziehen... ich kann jetzt nicht sagen, das er schlechter klingt als die beiden anderen hier. Anders, aber nicht schlechter.
Synth Programming wird bei Korg etwas besser, wenn du eine dedizierte Engine nutzt bei Yamaha und der AN auch etwas, aber da würde ich keine Wunder erwarten....

Viele Grüße
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • Ersteller
  • #10
Wenn du bis nach Dortmund kommst, kannst du mich besuchen...
Hätte ich das gewusst - letzte Woche war ich geschäftlich in Düsseldorf ! 😅 Aber auch so: Durch Erfahrung und Kennen verschiedener Geräte kann man sich ja auch ein zusätzliches Bild machen bzw. Hinweise zu Dingen bekommen, die man so im Laden nicht wahrnimmt.

Ja das stimmt die Bedienung der Geräte sind verschieden - nur das Yamaha hatte damals mich im Laden richtig frustriert und war daher (zu schnell?) aus dem Rennen. Bei allen anderen Keys (Kurzweil, Korg, Roland, Nord) konnte ich meine Muster Scene / Combi / Performance in groben Zügen recht schnell erstellen - beim Yamaha bin ich schon an einem einzelnen Sound gescheitert 😖.

Mein damaliges Kronos hat beim Spielen (je nachdem welchen Ständer ich verwendete) aus dem Bereich der Kunststoffseitenteile entweder geklappert oder geknarzt. Entweder Montagsgerät oder das ist mit ein Grund für die Holzseitenteile der neueren Geräte. Aber wenn das bei den neueren Geräten kein Thema ist, ist das ja gut!

Nun zu meinem Fantom 0. Die Implementierung des USB-Anschlusses ist sehr eigenwillig. Manche Midi-Keyboards können angeschlossen werden, andere werden nicht erkannt. Mein selbstgebauter USB-Midi-Footcontroller zur Steuerung meines Setups läuft auch nicht - ja geht auch ohne, aber mit wäre es eben bequemer.
Mit den Splits meinte ich folgendes: Ich möchte z.B. links ein Pad und rechts ein E-Piano spielen. Auf der Tastatur vom Fantom mache ich einfach einen Split. Will ich nun genau das Gleiche mit einem angeschlossenen Midi-Keyboard machen, wird der Split "ignoriert", da ich nur auf einem einzigen Kanal sende. Ja, da muss ich halt mehr Switch Groups anlegen, aber mit wäre eben einfacher.
Apropos Switch Group, der Sound des Midi Keyboards kann mit Hilfe der Switch Group nicht geändert werden (da ja immer auf dem gleichen Kanal gesendet wird). Ob das bei anderen Geräten geht weiß ich nicht, wäre aber genial.
Mit den Editoren meinte ich Tools, mit denen ich meine Scenes / Combi /Performance editieren kann. So ähnlich wie das PCG Tool .
Das Yamaha ESP ist ja das Pendant zum Roland Zenology pro bzw. dem Tool von Benis, oder?
Ja, das stimmt, bei den Sounds muss man genauer differenzieren (was ich oben der kürze halber nicht gemacht habe). Ja, alle Sounds an sich sind brauchbar und auch auf einem guten Niveau und als "Arbeitstier" auch echt gut. Aber ich finde sie einfach zu wenig natürlich, zu statisch, zu wenig lebendig, zu sehr erwartbar (Schwierig, das in Wort zu fassen).
Dazu kommt, die Erweiterungspacks (insb. die A-Pianos) sind gut aber nehmen auch wieder viel Speicherplatz weg, für andere Erweiterungspacks mit Sounds, die ich gerne nutzen würde. Könnte man bei den Erweiterungspacks nur einzelne Sounds nutzen, wäre das mit dem Speicherplatz auch wieder kein Problem. ... Oder ein Dexibel Rack, dann wäre der Sound wie er mir gefallen würde und auch genug Platz auf dem Fantom 0.
Die Synth Programmierung ist auf dem Fantom 0 extrem mächtig! Aber dadurch auch leider wieder schwierig in der Bedienung (viele unübersichtliche Seiten auf einem kleinen Display). Die Lösung wäre dann natürlich entweder eine Model-Expansion zu kaufen oder einen zweiten Synth (z.B. den Juno-X), dort die Sounds erstellen und per Zen-Core an den Fantom 0 zu übergeben.

Es ist bei mir also nicht DER eine Grund warum ich am Überlegen bin ein anderes Gerät zu kaufen bin, sondern viele kleine. Ja, die meisten Sachen kann man durch irgendeinen Workaround lösen - aber wenn ein anderes Gerät doch besser zu mir passt, warum dann nicht das nutzen ...
 
  • #11
Da bin ich bei dir,

deswegen die tiefergehenden Fragen um herauszufinden ob dir ein anderes Gerät mehr hilft und es nicht nur ein: ich will haben ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #12
Nun zu meinem Fantom 0. Die Implementierung des USB-Anschlusses ist sehr eigenwillig. Manche Midi-Keyboards können angeschlossen werden, andere werden nicht erkannt. Mein selbstgebauter USB-Midi-Footcontroller zur Steuerung meines Setups läuft auch nicht - ja geht auch ohne, aber mit wäre es eben bequemer.
Mit den Splits meinte ich folgendes: Ich möchte z.B. links ein Pad und rechts ein E-Piano spielen. Auf der Tastatur vom Fantom mache ich einfach einen Split. Will ich nun genau das Gleiche mit einem angeschlossenen Midi-Keyboard machen, wird der Split "ignoriert", da ich nur auf einem einzigen Kanal sende. Ja, da muss ich halt mehr Switch Groups anlegen, aber mit wäre eben einfacher.
Apropos Switch Group, der Sound des Midi Keyboards kann mit Hilfe der Switch Group nicht geändert werden (da ja immer auf dem gleichen Kanal gesendet wird). Ob das bei anderen Geräten geht weiß ich nicht, wäre aber genial.
Ich denke dass das Problem mit dem Split auf der Fantom Tastatur, der sich auch so von einem Masterkeyboard spielen lassen soll, eher mit diesem Masterkeyboard zusammenhängt als mit dem Fantom. Das Masterkeyboard muss ja auf die Splits am Fantom abgestimmt sein, sowohl was den Tastaturbereich als auch die Midi Kanäle angeht auf denen der Fantom für die Split Bereiche jeweils empfangen kann.

Soweit ich weiss lassen sich bei den Studiologic SL Masterkeyboards bis zu vier Zonen einrichten, wovon man jeder Zone einen eigenen MIDI Kanal und einen Keyrange zusweisen kann - sicher bin ich da aber nicht das ich selbst keines der Masterkeyboards besitze, aber vielliecht gibt es ja hier Kollegen die da praktische Erfahrung haben.
 
  • #13
Das geht aber auch im Fantom alleine 🙂 mehrere Timbres können den gleichen midi Kanal haben meine ich.
 
  • #14
Die Implementierung des USB-Anschlusses ist sehr eigenwillig. Manche Midi-Keyboards können angeschlossen werden, andere werden nicht erkannt.
Du meinst den "Ext. Device" USB-Anschluss (Typ A)? Der ist in der Tat sehr eigenwillig und unterstützt offiziell nur einige, wenige Roland Master-Keyboards der A-Serie. Es gibt eine Liste (evtl. hier im Forum zu finden, sonst irgendwo im Internet) von nicht/funktionierenden Keyboards von anderen Herstellern. Ich glaube User @microbug hat zu der Liste wesentlich beigetragen.

Sofern man nicht zufällig eines der unterstützten Keyboards hat, taugt der "Ext. Device" Anschluss letztendlich nur als Stromversorgung für USB-Geräte (mit wenig Stromhunger, ich glaube es werden max. 500mA bereitgestelt).

Mit den Splits meinte ich folgendes: Ich möchte z.B. links ein Pad und rechts ein E-Piano spielen. Auf der Tastatur vom Fantom mache ich einfach einen Split. Will ich nun genau das Gleiche mit einem angeschlossenen Midi-Keyboard machen, wird der Split "ignoriert", da ich nur auf einem einzigen Kanal sende.
Probier mal die Funktion "Remote Keyboard Switch" aus (Menu > System > MIDI). Damit wird das extern angeschlossene MIDI-Keyboard so behandelt, als wäre es das interne (MIDI Kanalinformation werden ignoriert).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Der ist in der Tat sehr eigenwillig und unterstützt offiziell nur einige, wenige Roland Master-Keyboards der A-Serie.
Das steht zwar in der Anleitung, aber es werden alle Classcompliant MIDI Controller unterstützt, die MIDI Daten auf deren ersten virtuellen Port senden. Das mit dem Port ist insofern wichtig, als man am Fantom im Gegensatz zu den aktuellen MPCs den Port eines angeschlossenen Controllers nicht auswählen kann und es Controller gibt, die nicht auf dem ersten Port senden. Dieses Problem haben aber auch andere Keyboards mit USB Host Port.

Ich glaube User @microbug hat zu der Liste wesentlich beigetragen.
Ich habe diese Liste erstellt und in beiden Threads zu den Fantoms gepostet. Sie wird auch nach wie vor von mir gepflegt.

Das mit den Splits über externe Controller ist aber normal, das können andere Synths auch nicht, da muß man immer ein Keyboard anschließen, welches Splits unterstützt.
Das mit dem Remote Keyboard Switch funktioniert leider nicht so gut wie bei einem Kurzweil, denn da wird iirc ein Omni Mode aktiviert, wo alle Daten unabhängig vom eingestellten Kanal des sendenden Keyboards die internen Sounds spielen.

Zum Fantom-0 gibts IMHO nur wenig Alternativen. MODX find ich irgendwie bedientechnisch seltsam und von der Tastatur her schlechter als der Fantom-0 (weil billige Segmenttastatur wie in MO(X/F) und MX49/61, das soll sich angeblich mit dem M und der FSB-Tastatur aus dem CK61 gebessert haben.

Es gibt inzwischen wieder einen 61er Kurzweil, den K2061, den sollte man sich mal genauer anschauen, weil solide, klingt gut und, typisch Kurzweil, mit vielen nützlichen Features für Livenutzung. Für mich ein würdiger, lang ersehnter Nachfolger des PC361, zumimdest von dem her, was ich bisher lesen und am Gerät antesten konnte. Gibt sicher auch einen Thread hier im Forum dazu. Hätte ich nicht schon Fantom und MPC, wäre das für mich ein feiner Kandidat, zumal ich von 2011 bis 2019 Kurzweil PC3-User war.

Was die MPC angeht, so erneuert Akai gerade die gesamte Linie, und offenbar ist auch eine Nachfolge für die MPC Key 61 geplant, zumindest sind im aktuellen MPC OS bereits die Gerätecodes für die neuen Modelle hinterlegt. Die Key 61 hatte ich auch bis letztes Jahr auch live eingesetzt, bis ich mir aus gesundheitlichen Gründen eine Live MKI dazu kaufte, die leichter zu transportieren war (die ich aber nie mochte, weil da wirklich alles über den Touchscreen gehen muß). Weiterer Nachteil der ersten Generation Touchscreen MPCs: Ladezeiten und das Limit auf 8 Plugins per Projekt. Mal eben schneller Soundwechsel ging maximal bei den Plugins unter Nutzung bei den Key Ranges, alles samplebasiertes dauerte immer ein bissl, trotz eingebauter SSD (die MPC one und Key 37 bei denen man keine SSD einbauen kann und alle Peripherie incl SD Karte über USB2.0 laufen waren an dieser Stelle eine Katastrophe).
Das hat sich bei den aktuellen MPCs der neuen Generation (Live III und XL) grundlegend geändert, denn der neue Prozessor stellt sowohl schnelle Schnittstellen für den internen Speicher bereit (NVME statt bisher MicroSD oder eMMC und SATA3 für eine optionale SSD), und der Unterschied ist sehr deutlich spürbar. Ich habe kurz nach den Erscheinen meine beiden MPCs durch die neue Live III ersetzt, da ich diese sowohl zuhause als Zentrale als auch live einsetzten kann. Der Soundwechsel ist zwar immer noch nicht so „immediate“ wie beim Fantom-0, sondern eher wie wenn man am Fantom eine Performance mit Sequenzen umschaltet (die brauchen auch einen kurzen Moment zum Laden) aber eben trotzdem ungefähr doppelt bis 3x so schnell wie vorher.
Durch die neue Struktur mit der Clipmatrix und dem Arranger ist es zudem möglich, daß man alle seine Songs in eine einzige Performance packt und einfach die Sequenzen umschaltet (dieses Pro-Pack für das aktuelle OS gibts auch für de bisherigen Modelle als kostenpflichtiges Addon).
Die neuen Modelle können jetzt auch 16 statt wie bisher nur 8 Stereo Audio Spuren, sodaß man bei Bedarf komplette Backingtracks abfahren kann. Das hat bei mir zB zum Verkauf meiner MC-707 geführt, die ich bisher als noch portableren Lieferanten für Roland-Sounds genutzt hatte. Diese Sounds kann ich jetzt als Audio vom Fantom in die MPC aufnehmen und dort abspielen und kann den zuhause lassen, wenn das ganz kleine Besteck gefragt ist.
Bei den aktuellen Plugins (bei denen man jetzt bis zu 32 pro Projekt nutzen kann) in der MPC findet sich auch eine virtuelle Orgelemulation die der im Fantom zumindest meinen Ohren nach (ich bin allerdings kein Orgler) um nichts nachsteht und zudem noch den Vorteil hat, nicht so limitiert zu sein wie im Fantom, wo VTW nur 1x und nur in Zone 2 geht. Hier ginge bei Bedarf nicht nur eine zweimanualige Orgel, wenn man 2 Tastaturen anschließt, sondern sogar mehr.
Die MPC Live III hat 2 USB Hostports, die alle virtuellen MIDI Ports auflistet und man dank des eingebauten MIDI Monitors auch den richtigen Port aktivieren kann, auf dem die Daten ankommen.
Es gibt zudem zwei DIN MIDI Paare, also 2x In und 2x out.
Da meine Tastaturen für Live gerne wechseln und ich im Heimsetup Andere benutze, bin ich dazu übergegangen, diese NICHT über USB anzuschließen (auch wenn das bequemer ist), sondern über DIN MIDI - auf diese Weise muß ich zuhause vorbereitete Projekte nicht auf die Live Nutzung anpassen (was bei einem USB MIDI Keyboard eine Anpassung jedes Tracks bedarf, in dem es eingestellt war) sondern schließe diese einfach an die beiden DIN MIDI INs so an, daß die Performance so gespielt werden kann wie vorbereitet, die Auswahl der Sounds erfolgt über die Kanäle in den Key Ranges. Dort kann man auch Splits einstellen, und das sollte auch mit einem nicht splitbaren MIDI Keyboard gehen, hab ich aber bisher nie benutzt, ich meine aber es gäbe da Videos die das zeigen. Die Splits sind dann AFAIR auch immer aktiv und nicht wie beim Fantom erst dann, wenn man zwei oder mehr Zonen gleichzeitig aktiviert - was allerdings auch nachteilig sein kann.
Für mich hat die MPC Live III den Vorteil, daß ich da bei den Tastaturen maximal flexibel bin, das ist mir inzwischen wichtiger als ein schneller Aufbau, wie ich ihn bei alleiniger Nutzung des Fantom-0 hätte.

Das nur mal als Stoff zum Nachdenken.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
  • Ersteller
  • #16
deswegen die tiefergehenden Fragen um herauszufinden ob dir ein anderes Gerät mehr hilft und es nicht nur ein: ich will haben ist.
Hättest du einen Tipp für mich?
Ich denke dass das Problem mit dem Split auf der Fantom Tastatur, der sich auch so von einem Masterkeyboard spielen lassen soll, eher mit diesem Masterkeyboard zusammenhängt als mit dem Fantom. Das Masterkeyboard muss ja auf die Splits am Fantom abgestimmt sein, sowohl was den Tastaturbereich als auch die Midi Kanäle angeht auf denen der Fantom für die Split Bereiche jeweils empfangen kann.

Soweit ich weiss lassen sich bei den Studiologic SL Masterkeyboards bis zu vier Zonen einrichten, wovon man jeder Zone einen eigenen MIDI Kanal und einen Keyrange zusweisen kann - sicher bin ich da aber nicht das ich selbst keines der Masterkeyboards besitze, aber vielliecht gibt es ja hier Kollegen die da praktische Erfahrung haben.
Ja genau, jedoch muss ich ja dann vor dem jeweiligen Song den Split am Keyboard einstellen.
Vergesse ich es, dann spiele ich mit anderen Sounds als erhofft
Das geht aber auch im Fantom alleine 🙂 mehrere Timbres können den gleichen midi Kanal haben meine ich.
Ja genau, Layer übereinander funktioniert. Nur wollte ich gerne die Sounds rechts links haben.
Probier mal die Funktion "Remote Keyboard Switch" aus (Menu > System > MIDI). Damit wird das extern angeschlossene MIDI-Keyboard so behandelt, als wäre es das interne (MIDI Kanalinformation werden ignoriert).
Dann habe ich aber die Sounds der Tastatur vom Fantom auf dem Masterkeyboard und nicht andere Sounds. Mein Gedanke ist z.B. folgender: Am Masterkeyboard will ich links ein Pad spielen und rechts ein Piano. Auf der Tastatur am Fantom einen Synth Sound. Das würde mit dem Remote Keyboard Switch nicht gehen. Da hätte ich den Synth auf beiden Keyboards.

Das mit den Splits über externe Controller ist aber normal, das können andere Synths auch nicht, da muß man immer ein Keyboard anschließen, welches Splits unterstützt.

Ich dachte, genau das hatte ich damals mit dem Kronos so gemacht. Oder täusche ich mich da?

... MODX find ich irgendwie bedientechnisch seltsam ...
Was meinst du damit?

Was die MPC angeht, so erneuert Akai gerade die gesamte Linie, und offenbar ist auch eine Nachfolge für die MPC Key 61 geplant, zumindest sind im aktuellen MPC OS bereits die Gerätecodes für die neuen Modelle hinterlegt.
Ja die MPCs hatte ich schon seit vielen Jahren immer wieder mal im Blick. Aber bis jetzt konnten sie mich vom Workflow her noch gar nicht abholen und auch von den Umschaltzeiten her. Aber das scheint sich ja mit den neuen Modellen vielleicht zu ändern.... Gibt es da schon hinweise darauf, wann die neuen Modelle rauskommen?
 
  • #17
Ja genau, jedoch muss ich ja dann vor dem jeweiligen Song den Split am Keyboard einstellen.
Vergesse ich es, dann spiele ich mit anderen Sounds als erhofft
Bei den genannten Studiologic SL MK2 Masterkeyboards kannst Du dafür insgesamt 100 Programme anlegen und die Zone Einstellungen wie Splits jeweils pro Programm (pro Song) abspeichern, genauso wie die Program Changes für die Umschaltung der Fantom Parts oder Scenes (habe keinen Fantom und kenne daher die richtigen Begriffe nicht)
 
  • #18
Ich dachte, genau das hatte ich damals mit dem Kronos so gemacht. Oder täusche ich mich da?
Da ich den Kronos im Detail nicht kenne, kann ich dazu nichts sagen.

Was meinst du damit?
Irgendwie unintuitiv und mit seltsamen Einschränkungen behaftet, genauer hab ich es nimmer im Kopf.

Gibt es da schon hinweise darauf, wann die neuen Modelle rauskommen?
Bisher nichts Offizielles, außer den schon erwähnten Model Codes in der aktuellen Software, die aber nur denen aufgefallen waren, die das neue OS untersuchten (manche würden sie auch als "Hacker" bezeichnen). Es wurde ja zuerst die Live erneuert, dann die X, und ich gehe davon aus daß als Nächstes die One (und damit die Key 37) drankommt und dann vielleicht eine neue Key 61.

Fantom Parts oder Scenes
Fantom-Nomenklatur: Scene ist eine Ansammlung von Zones (incl. Pattern und Song), die dann entweder Tones enthalten, für Samples aus den Pads reserviert sind oder externe Geräte bedienen.
 
  • #19
Ich würde gerade einen Modx m nehmen. Das ist das beste Paket.
Mit dem Fantom hast du innerlich glaube ich abgeschlossen.

Die Bedienung ist machbar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
  • #20
Das mit den Splits über externe Controller ist aber normal, das können andere Synths auch nicht, da muß man immer ein Keyboard anschließen, welches Splits unterstützt.

Ich dachte, genau das hatte ich damals mit dem Kronos so gemacht. Oder täusche ich mich da?
Nein, tust du nicht. Der Kronos kann auch auf/von externen Tastaturen splitten. Ich habe auch eine externe Tastatur dran und kann sowohl auf der als auch der internen "beliebig" viele Splitzonen und/oder Layer erstellen. Halt insgesamt 16 Timbres, aber das kann man voll ausreizen, auch wenn die externe Tastatur nur komplett auf einem festen Kanal sendet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Zurück
Oben