Farfisa Super Syntaccordion

von Klangsucher, 26.03.20.

  1. Klangsucher

    Klangsucher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.20   #1
    Hallo,

    habe mir heute auch ein Farfisa Super Syntaccordion gegönnt.

    Fazit: sehr schöner Scandalli-Klang, tolles Musetteregister, super Mechanik.

    Ich werde die Elektronik ausbauen und den Klang offen lassen. Er flirrt dann so schön.

    Bei diesem Instrument geht beides. Es hat auch einen tollen Effekt wenn man das Diskantgehäuse
    nach Ausbau der Elektronikregister durch Kunststoffplatten o.ä. verschließt.

    Zur Schönheit der Farfisa: Musik hat zuallererst einmal etwas mit Klang zu tun - erst danach mit Optik.:D


    Kann mir jemand sagen, was ein Super Syntaccordion damals bei der Anschaffung neu gekostet hat??

    Gruß

    Klangsucher
     
  2. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.03.20   #2
    30.jpg

    Hier gibt es ein englisches Prospekt von 1982 ,
    als kleiner Preisvergleich :
    Im selben Prospekt kostet eine Hohner Morino V genau 1000 Pfund weniger ...
     
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  3. chnöpfleri

    chnöpfleri Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.20   #3
    Das wären, umgerechnet mit dem damaligen Wechselkurs £-DM (l£ = DM 4.24) und DM zu € ca. € 6350.
     
  4. Landes

    Landes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.20   #4
    Diese Farfisa hatte ich auch mal, das ist ca. 45 Jahre her, also quasi letzte Woche. Das waren Zeiten, da war ich beim Wienerwald Alleinunterhalter neben dem Studium.
     
  5. suxeedJo

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    Erstellt: 27.03.20   #5
    Hoffentlich wurdest Du nicht in Naturalien bezahlt, soviel Henderl verträgt ja keiner :popcorn2:
    --- Beiträge zusammengefasst, 27.03.20, Datum Originalbeitrag: 27.03.20 ---
    Ich habe auch so ein Scandalli-Farfisa im Keller - allerdings die "kleinere" Version. Die Elektronik habe ich komplett ausgebaut. Nun wartet das Gerät auf ein neues Diskantverdeck.
     
  6. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #6
    Ich hatte auch mal so eines ,
    konnte mich jedoch nicht durchringen die Elektronik auszubauen,
    da alles wunderbar funktionierte. Hab es dann für ein Taschengeld
    an einen älteren Herrn abgegeben, der damit noch aufgetreten ist.
    Die eingebaute Orgel ist natürlich technisch überholt ,
    aber der Vintage-Sound durchaus wieder salonfähig.

    Die inneren Werte sind wirklich erste Klasse , feinste Stimmen ,
    Stimmstöcke und Tonraum aus Tropenhölzern.
    Leider ist es aussen mit einem Kunststoffgehäuse verkleidet,
    also nicht nur die Diskantunterseite, wo die ganzen Platinen sitzen, sondern
    komplett alles. Meine damalige Scandalli Polifonico XIV mit den schwarzen Saxophonklappen
    hatte auch Kunststoffverkleidungen und sogar bei der Super VI waren sie temporär verbaut.
    Die sind recht schlag und kratz empfindlich und brechen an den Balgschrauben (keine Balgnägel) weg.
    Haptisch auch nicht gerade eine Offenbarung , das Schlimmste jedoch ist,
    daß das Plastik beim Spielen quitscht und knarzt , als hätte man eine Playmobilburg auf dem Schoß...

    Alle Akkordeonhersteller haben sich ja mit überbauten Orgeln versucht.
    Da Scandalli damals von Farfisa aufgekauft wurde, die ja schon lang eine Größe bei Elektroorgeln waren,
    lag diese Symbiose ja nahe. Hohner hat das auch lang mit Erfolg betrieben , sie hatten ja auch schon früh Orgeln parallel im Programm.
    Andere Hersteller, wie Excelsior , Victoria und Giulietti haben sich mit externen Einbauten versorgt.
    Dort wurde einfach ein Stimmstock weggelassen und ein ausladenes Verdeck mit Registerschaltern angebaut,
    um Platz für die Elektronik zu machen. Dort ist der Rückbau auch einfacher , die sehen ausgeräumt dann nicht so enstellt aus.

    Soweit ich weiß gibt es von der Farfisa noch die Transivox , die dann dreichörig daherkommt.
    Es gibt auch noch ein dreichöriges Modell , bei dem zwei Stimmen im Cassotto liegen ,
    ich glaube die heißt dann Super Transivox .
     
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  7. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #7
    Vielen lieben Dank an Alle für die umfangreichen Informationen.

    Ich hatte mit dem Instrumentenkauf Glück!
    Die Kunststofftasten sind nicht vergilbt. Die Stimmung ist noch sehr gut. Koffer und Gehäuse alles in Ordnung.

    Eines ist sicher ich werde es so lange ich spielen kann behalten und in dieser Preisklasse bekommt man
    kein besseres Akkordeon. Die Diskant- und Bassseite gehen ab wie "Schmidts Katze".

    Gruß

    Klangsucher
    --- Beiträge zusammengefasst, 27.03.20, Datum Originalbeitrag: 27.03.20 ---
    Ach, ja ich habe irgendwo gelesen, dass diese Instrumente damals zum Teil teuerer waren als eine Scandalli Super 6.
    Kann denn das sein? Gibts da noch irgendeinen Preisvergleich?

    LG Klangsucher
     
  8. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #8
    ...Du must jetzt ganz stark sein :

    23.jpg

    Scandalli war nicht wirklich teuer,
    eine Morino IV kostete knapp über 1550 Pfund,
    eine Weltmeister (in England Vermona) Supita nur 660 Pfund.
    Da war die Welt noch anders verteilt...

    Nur die Hohner Vox III ,
    also die Atlantik mit Orgeleinsatz und separatem Vox III Gerät war noch teurer.
     
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  9. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #9
    Ja klar kann das sein - Elektronik war damals noch richtig teuer .- viele viele Transistoren, Widerstände Kondensatoren, Drosseln und Spulen ... alles handgelötet auf Platinen. Nix CPU und Chip und so. Das hat richtig Geld gekostet. Außerdem war das der Mode letzter Schrei und damit konnte man auch Geld verdienen. Drum waren die elektronisierten Gerätet damals schlichtweg teuer... und teurer als die Akkordeons, die "bloß" akustisch waren.:cool:
     
  10. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #10
    Was? Ich hatte mal eine Vox III. Das kann ich kaum glauben.

    Dann müssten bei diesen Preisverhältnissen die Qualität der Stimmplatten und die Innereien bei dem Farfisa Super Syntaccordion mindestens
    genau so gut verarbeitet sein wie bei der damaligen Scandalli super 6.

    Könnte man das so betrachten? Natürlich kein Casotto, aber die Stimmen und Verarbeitung an sich?
     
  11. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #11
    Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann war das auch so.
     
  12. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #12
    Farfisa Super Syntaccordion.jpg
    --- Beiträge zusammengefasst, 27.03.20, Datum Originalbeitrag: 27.03.20 ---
    2 Fotos von dem Teil habe ich bereits hochgeladen.
     

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  13. suxeedJo

    suxeedJo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #13
    Ich bin mir nicht sicher meine aber gehört zu haben dass da sogar ein Cassotto drin steckt !? Die Stimmplatten müssten A mano sein.

    Gruß, Jochen
     
  14. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #14
    Ich hatte das baugleiche Instrument von Farfisa bereits einmal in einem wesentlich schlechteren Zustand.
    Es hat in dieser Ausführung kein Cassotto. A mano, ja. Es gab aber auch andere elektronische Modelle von Farfisa mit Cassotto.

    Gruß

    Axel
    --- Beiträge zusammengefasst, 27.03.20, Datum Originalbeitrag: 27.03.20 ---
    Es ist aber dafür 4-chörig im Diskant mit einem sehr schönen 8+8+8 -Musetteregister.
    Mit Elektronik wirkt dieses etwas gedämpft sobald diese ausgebaut ist hat es einen sehr schönen frischen Musetteklang.
     
  15. polifonico

    polifonico Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #15
    Die Cassotto Farfisas habe ich bisher nur bei ebay in Amerika gesehen ,
    sind mir bisher in Deutschland noch nicht zu Gesicht bekommen.

    Anbei noch Bilder von meinem dreichörigen Modell Transivox
    und meiner altern Polifonico , mit ebensolchem Plastikgehäuse : scandalli_1.jpg scandalli_2.jpg scandalli_4.jpg scandalli_2275.jpg scandalli_5.jpg
     
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  16. suxeedJo

    suxeedJo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.03.20   #16
    Na dann nix wie raus mit der Elektrik - dann spart man auch noch einiges an Gewicht...
     
  17. Landes

    Landes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #17
    Ich würde sagen, jetzt wird's Zeit für Klangproben.
     
  18. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.20   #18
    Hallo,

    ich werde die nächste Zeit ein paar Klangproben einstellen, kann aber noch ein paar Tage dauern.
    Zuerst mit Elektronik drin, später zum Vergleich dann ohne.

    Gruß
     
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  19. Klangsucher

    Klangsucher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.20   #19
    So, jetzt habe ich mal eine Klangprobe drin. Hier der Link
    Bitte nicht auf Fehler achten. Bin gerade mit Brennholzspalten beschäftigt, da geht dann die Feinmotorik etwas flöten:rolleyes:
    Allerdings habe ich 2 Register nicht angespielt und zwar 16/8/8 und 16/8/8/8 aber man kann es sich trotzdem ungefähr vorstellen wie der Klang sein könnte.

    Gruß Klangsucher
    --- Beiträge zusammengefasst, 31.03.20, Datum Originalbeitrag: 31.03.20 ---
    Irgendwas ist schief gelaufen. Egal. In Youtube unter Akkoklang ist das Video auch sichtbar.
     
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  20. Klangsucher

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    Erstellt: 02.04.20   #20
    So, die Elektronik ist zumindest im Diskantbereich und im Balginnenraum größtenteils ausgebaut.
    Das Gewicht hat sich somit so um ca. 1,7 kg reduziert und das macht sich schon bemerkbar. Insgesamt sieht es im Innenraum noch sehr gut aus und die Stimmung
    ist auch noch recht ordentlich. Bin bis jetzt sehr zufrieden damit. Das Diskantverdeck ist noch unverkleidet und dämpft dann den direkten Sound wieder etwas.
    An die Kabeldurchführungen habe ich mich nicht rangetraut. Die Kabel habe ich kurz davor abgeklemmt und dafür die Dichtheit des Instrumentes ohne großen Aufwand erhalten.
     
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