Felix Mendelssohn: Sei stille dem Herrn

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Hallo zusammen,

ich hab das gerade gelesen, da hab ich gedacht, das hab ich doch auch schonmal probiert, sogar auch einmal mit meiner Gesangslehrerin, sie meinte allerdings, das sei nicht meine Stimmlage. Weiß auch nicht, warum nicht.
Nun, hier ist mein Versuch von gerade, ich habe versucht, mehr zu sprechen als zu singen. Vielleicht zu wenig gesungen?
Hört selbst und berichtet mir gern!
https://soundcloud.com/silvieann/sei-stille-dem-herrn-mendelssohn-bartholdy
 
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Ich bin, fürchte ich, "betriebsblind" weil ich es selbst probiert habe zu singen, und quasi meine Interpretation im Kopf habe, bzw. die Klangvorstellungen habe, die meine GL von mir verlangt hat. Und sie sind halt andere, als deine Version. Du hast oben Sopran-Leichtigkeit und Luftigkeit - irgendwie auch schön! Aber ganz anders, als das was ich im Kopf habe.

Sprechen fand ich an sich schön, aber ich hätte ein kleines bisschen mehr "dramatisches" erwartet - gibt es da eine Kulmination? Was ist die komplette dynamische Entwicklung. Was sind die Inhalte? Da kommt ein Engel zu Elias an dem Höhepunkt seiner Verzweiflung. Ein wenig anders höre ich das innerlich, etwas "ernster" vielleicht?

Intonationstechnisch kann ich mit dir aber nicht mithalten, du bist einfach perfekt :rolleyes::great:, zumindest für mein Ohr ;-)
 
Hallo Silverann,
danke für die Hörprobe, ich kannte das nicht, und das Stück und wie du es singst, gefällt mir sehr, sehr gut.
Für mich ist das ein Ermutigungs- und Hoffnungslied für Elias und in meiner Vorstellung ist es ein starker und kraftvoller Engel der Elias das Vertrauen zuspricht.

Und JA!, das gefällt mir sehr gut, mit dem mehr „gesprochen“, das kann sogar noch mehr Kern haben. Ich höre da auch noch etwas „Heiseres“ im Stimmklang, was ggf. durch noch mehr Stimm“angriff“ verschwindet? Oder hattest du vor der Aufnahme schon eine ganze Weile gesungen. Bin mir aber nicht sicher, hab keine Idee, wo das herrührt. Im Zweifelsfall mit noch mehr „Hals auf“ probieren??
Wenn man näher an der Sprache ist, so finde ich, liegt die Kunst darin, keinesfalls den Legato-Bogen zu verlieren.
Da hilft es, so glaube ich beispielsweise, wenn du sehr genau darauf achtest, alle „geschobenen h‘s“ zu eliminieren. Man hört ja, dass du das kannst, du tust es anfangs nur nicht konsequent.
Ansonsten vermute ich, könnte es dir hilfreich sein, noch mehr immer zum Ende des Bogens zu denken und zu sprechen. Stets die ganze Phrase als zusammengehörig sehen, sprachlich im Fluss darauf zu zielen: wo muss das hin?
Mein Eindruck ist, das wird am Ende deiner Aufnahme deutlich besser: Der Bogen, das Legato, der Textfluss, auch ein paar R sind da besser hörbar und auch die mit mehr Griff gesungenen Anfangsvokale. Für mein Ohr verträgt das Gesprochene NOCH deutlich mehr Artikulation, zum Beispiel besonders bei He R Z. Dann kannst du vermutlich auch die „Aura des Wortes und die Stimmung des Moments“ noch gelungener transportieren.
Vielleicht kannst du mit dem ein oder anderen etwas anfangen, ansonsten ist’s einfach nur subjektiver Eindruck!
Danke auf jeden Fall, hab ich sehr gerne mehrfach mir angehört.
Herzlichen Gruss
Karin
 
Die hier ist wirklich hörenswert, sie „spricht“ in einer deutlichen und dennoch relativ natürlichen Form und „malt“ schöne Bögen,



Lieben Gruss
Karin
 
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Ich muss nur lachen, das ist genau die, die ich auch am Besten fand, und vorgestern in diesem Zusammen in dem "Klassik - was probt ihr zur Zeit?" Thread erwähnt habe ;-)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Und ein anderes Beispiel von dem Gegenteil. Als ich "Sei Stille dem Herrn" geübt habe, habe ich mir viele YT Aufnahmen angehört. Am Besten hat mir die Aufnahme einer jüngeren Sängerin Alice Lackner gefallen. Ich habe mir dann auch andere Stücke von ihr angehört. Dabei bin ich auf ihr Projekt in der Ostukraine gestolpert. Da haben echte ukrainische Omas aus Dorf in dem echten Volksstil ihre Hauslieder wunderbar gesungen, und sie dann auch mit ukrainischer Musik als Kunstlied konzertiert. Was soll ich sagen...das klang so authentisch ukrainisch, dass ich mich gefragt habe, ob sie selber aus der Ukraine kommt, oder zumindest ein ukrainisches Elternteil hat oder so. Ich habe sie über YT gefragt, und eine Antwort bekommen, dass nein, sie hat es nur mit ihrer GL so aufgearbeitet. Ich war sehr beeindruckt, was alles möglich ist!
 
Wo ist der „ was probt ihr gerade threat?“
lieben gruss
karin
 
Wo ist der „ was probt ihr gerade threat?“
Plauderecke

Oder du klickst bei meinem Zitat aus diesem Thread auf "Original zeigen" rechts oben in der Zitat Kopfzeile.

Ich weiss leider noch nicht wie man hier links auf die Themen erstellen kann.
 
Gefunden, cool!!! Tolle Anregungen
Danke
 
Die hier ist wirklich hörenswert, sie „spricht“ in einer deutlichen und dennoch relativ natürlichen Form und „malt“ schöne Bögen
So unterschiedlich sind die Geschmäcker!
Ist nicht mein Fall.
Konsonanten sehr überbetont für meinen Geschmack.
 
So, ich hab's gerade nochmal versucht.
Besser oder nicht?

https://soundcloud.com/silvieann/sei-stille-dem-herrn-mendelssohn
 
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Wenn die Töne on-spot sind, finde ich deinen Gesang sehr schön, und würde deiner Gesangslehrerin glatt widersprechen. Das ist aber auch subjektiv...
In der Version zwei gibt es wenige Tonunreinheiten (beispielsweise neunte - zehnte Sekunde der letzten Version).

Grunsätzlich ist "Sei Stille dem Herrn" von Mendelssohn, ein wunderschönes Stück, das aber zwingend tonrein gesunden sein sollte! (Betrachte das nicht als Kritik, eher als wohlwollendes und liebgemeintes Feedback).

vlg
 
Mir fallen im Gegenteil keine besonderen Tonunreinheiten auf, bzw. sie höre sie, wenn ich mich extra darauf konzentriere, aber sie stören mich für die Wahrnehmung des Stücks in deiner Aufführung überhaupt nicht.

Wenn ich deine Variante als Tonunrein sehen soll, dann dürfte ich selber wahrscheinlich überhaupt nicht singen :rolleyes: ...und das kommt nicht in Frage :engel:

Das was Dynamik und Co vetrifft, ist eine Interpretationssage, und auch Geschmack. Deswegen lasse ich das mal außer vor. Du hast halt einen eher leichteren und weissen Engel, und manche Engel haben etwas schwerere Flügel :)
 
Ja, ich hab meine Tonwacker auch, gerade nochmal probiert, ich glaube aber, es ist nicht wesentlich besser geworden, da verzichte ich dann mal auf das neuerliche Einstellen. Es sei denn, ihr wolltet das unbedingt hören.
Ja, irgendwas ist immer, und sei es, dass die Armbanduhr zwischendurch Geräusche von sich gibt ...
 
Hey Silverann,
das ist klasse, so viel runder!
Ich finde das sehr, sehr sauber gesungen.
Um an Tonwacklern zu arbeiten und den Ton zu stabilisieren hilft mir Gedanke des Staunens.
Noch ein Gedanke, falls du mit dem Stück noch weiterexperimentieren wirst:
Vielleicht kriegst du noch mehr Leben Spannung in das Stück, wenn du der Engel BIST! Was ist für Dich als Engel das ErSTAUNliche? Wo begegnest du als Engel dem Elias? In welcher Verfassung ist er? Berührst du ihn? Siehst du sein Erstaunen? Einem Engel begegnet man ja nicht jeden Tag. Ich finde die Frage gut: Was für ein Engel bist du? Ein beruhigender, zuversichtlicher, gütiger, liebevoller vermute ich!? Kann Elias das in deiner Stimme hören?
Ja, total gerne höre ich mir noch mehr von deinen Inspirierenden Aufnahmen an.
Ich bin sehr beeindruckt!
Viele Grüße
Karin
 
Gerade hab ich's nochmal versucht und aufgenommen.
Beim Abhören ist mir das dann aufgefallen:
Seltsamer Weise scheint genau die erste Phrase "warte auf ihn" das größte Problem zu sein.
Und wenn der Anfang schlecht ist, möchte man ja auch nicht weiter hören.
Dann werde ich wohl den Anfang noch etwas stärker üben und besser durchplanen müssen.
Wie notiert Ihr Euch, wenn Ihr einen Vokal mit Glottisschlag beginnen wollt?
 
Hihi, ich notiere mir die Ausnahmen, wo es mal nicht der Fall ist mit einem Bindebogen bei den Buchstaben mit einem Ausrufezeichen. Ist meiner bisherigen Erfahrung nur bei (für mich zu) hohen Stellen der Fall oder bei tricky schnellen Wortverbindungen.
Ich weiß auch nicht, ob wir wirklich vom gleichen Sprechen. Ich rede vom ANSPRECHEN von Anfangsvokalen,
das mach ich immer, außer ich vergesse es und man kann das total unterschiedlich
stark machen.

Ja, der Anfang ist schwer, ich finde man muss das als einen Satz denken und singen. Einfach, schnörkellos, natürlich und ruhig!
Quasi so als eine universale Botschaft, nicht nur für Elias, sondern für diese ganze aufgescheuchte Gesellschaft und jeden Zuhörer! Diesen Rat jedem von ihnen zuzusprechen, könnte vielleicht der Zauber sein, das Interesse zu wecken?!

Herzlichen Gruss
Karin
 

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