Fender Stage 185 - Rauschen (mit ausklingender Saite abnehmend)

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Hallo Leute,

mein Fender* Stage 185 rauscht. Bei Saitenanschlag wird dieses Rauschen dezent lauter und klingt mit ausklingender Saite ab. Könnte ein Tausch der beiden Netzteil-Siebkondensatoren Abhilfe schaffen?
 

Ich glaube nicht, dass sich das pauschal beantworten lässt. Eine kurze Beispielaufnahme des Effekts könnte vielleicht etwas zusätzliche Infos liefern? Dann wüsste man schon mal, ob es tatsächlich Rauschen, oder Brizzeln oder Brummen oder was sonst ist (bitte bei minimaler Signalkette, also Gitarre, Kabel und Amp).
 
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  • #3
Hier eine Aufnahme mit meinem Smartphone direkt vor dem Speaker. Die Lautstärke des Brummens bleibt gleich laut; ich habe zu Beginn mein Smartphone gedreht, was den Lautstärkeunterschied in der Aufnahme verursacht.
 

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Klingt eigentlich wie eine externe Störung. Stell die Kiste mal testweise in einen anderen Raum und probiere nochmal.
Wie alt ist der Amp? Es könnte natürlich auch defekte Elkos (z.B. im Netzteil) sein. Je nach Alter des Amps kann es Sinn machen, diese pauschal zu tauschen
 
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  • #5
Auf der Platine steht 1988. Gebaut wurde von 88` bis 93`.
 
oh ja, dann ist es nicht unwahrscheinlich das einige Elkos das zeitliche gesegnet haben. Ist eigentlich kein großer Aufwand, WENN man einigermaßen löten kann UND sich der Gefahren (hohe Spannungen!) bewusst ist
 
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  • #7
Hast du einen Tipp für mich, wie ich die beiden Elkos sicher entladen kann?
 
entweder lange warten oder besser mit einem Widerstand entladen. Der Widerstand sollte nicht zu groß gewählt werden. Ich denke, so 100 - 500 Ohm sollte gut passen. Mit diesem einige Sekunden entladen. Ganz wichtig: Anschließend die Spannung messen und wirklich sicher gehen, dass da nichts mehr ist.
Ich hoffe, ein Multimeter ist vorhanden? Wenn nicht: Besorg dir eins, es tut auch ein günstiges
 
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  • #9
Ja, ein Multimeter ist da. Ok, die Elkos haben 3300uf. Das Kabel mit Widerstand geht dann an Masse? Und spielt es eine Rolle, an welchen der beiden Pole ich das Kabel lege?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Nur mal so als Beispiel. Wäre das so richtig? Das sind jetzt 470 Ohm.

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Grund: Bild eingebunden
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  • #10
nee, du sollst die beiden Kontakte der Elkos damit brücken. Also benötigst du 2 Kroko-Strippen ;-)
Natürlich erst das Gerät vom Strom nehmen (!!!) und zur Sicherheit 15-30 Minuten warten. Dann die Elkos brücken, anschließend Kontrolle mit dem Multimeter
 
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  • #11
Alles klar, verstehe. Vielen Dank für deine Hilfe!
 
  • #12
du sollst die beiden Kontakte der Elkos damit brücken.
Da die auf einer Seite auf Masse liegen, ists das selbe, wie wenn man den Pluspol über den Widerstand mit Masse verbindet. Ich hab immer eine Klemme ans Chassie gehangen und die andere Seite an den Elko gehalten. Ging wunderbar. Mein Werkzeug war hiervon inspiriert:
und zur Sicherheit 15-30 Minuten warten.
Wieso warten? Wenn der Amp Bleeding-Widerstände hat, ja. Aber da unbekannt, sollen die ja händisch entladen werden. Da erübrigt sich das Warten.
Nur mal so als Beispiel. Wäre das so richtig? Das sind jetzt 470 Ohm.
Mir sieht der Widerstand etwas arg klein aus. Ich hab damals einen 5-Watt Widerstand genommen. Bei so einem Miniding, die sonst in 9-Volt Effektgeräten verbaut werden, hätte ich Schiss, dass mir der durchbrennt.
 
  • #13
Ich hab was gefunden :juhuu: (oder Suche nach "Fender* stage 185 schematics" ... es gibt soviel schaltpläne online, da kann man sich gar nicht entscheiden)

Da die auf einer Seite auf Masse liegen, ists das selbe, wie wenn man den Pluspol über den Widerstand mit Masse verbindet.
Will hier nicht den Schlaumax geben, aber laut Auszug aus o.g. Schaltplan

1779005317781.webp


liegen die Elkos für die negativen Betriebsspannungen C79 und C81 mit ihrem Pluspol direkt an Masse.

Dem Geräusch nach kenne ich so ein Britzeln aber auch von Einstreuungen (z.B. Leuchtstoffröhren oder Dimmer?). Dann meine ich das auch von früher von Live-Venues zu kennen, wenn die Anlage in Pausen schön vor sich hinschnurrt, da war's aber hat man mir erzählt häufig die PA-Beleuchtung.

Da ich mir nicht sicher war, ob das nicht eine Brummschleife ist, hab' ich nochmal recherchiert. Das soll keine Werbung sein, sondern verlinke ich hier nur, weil ab ca. 3:40 etwas kommt, das sich fast genauso anhört. Kann mir aber nicht erklären, wie das in Deinem Fall entstehen soll, wenn bei Dir doch nur ein einziger Amp beteiligt ist.
 
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  • #14
Da die auf einer Seite auf Masse liegen
Das ist nicht immer der Fall ;-)
Wieso warten? Wenn der Amp Bleeding-Widerstände hat, ja. Aber da unbekannt, sollen die ja händisch entladen werden. Da erübrigt sich das Warten.
Du hast Recht, warten muss man technisch betrachtet nicht. ABER: Da der TE offensichtlich kein E-Fachmann ist, macht dieser Hinweis trotzdem Sinn! Selbst wenn er nicht genau weiß was er tut und wo er hinlangen kann minimiert das Warten die Chance auf einen potentiell tödlichen Schlag... Better safe than sorry
 
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  • #15
So, hab die Dinger jetzt mal rausgelötet und werde mir mal neue bestellen. Ich habe es übrigens überlebt=)
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  • #16
Guck dir, bevor du bestellst, auch die anderen Elkos an. Wenn welche schon verdächtig aussehen (Wölbung usw..) sollte man die direkt mit tauschen
 
  • #17
Du hast Recht, warten muss man technisch betrachtet nicht. ABER: Da der TE offensichtlich kein E-Fachmann ist, macht dieser Hinweis trotzdem Sinn! Selbst wenn er nicht genau weiß was er tut und wo er hinlangen kann minimiert das Warten die Chance auf einen potentiell tödlichen Schlag... Better safe than sorry
Da die Dinger theoretisch die Spannung auch monatelang halten können, würde ich für diesen Zweck empfehlen, den Amp ganz normal anzuschließen (inkl. Gitarre), dann anschalten und warten, bis Ton rauskommt. Volume und Gain voll aufreißen, Netzstecker einfach ziehen und dann schnell kräftig in die Klampfe kloppen. Damit saugt man Teile der Restpannung aus den Elkos raus.
Das ist nicht immer der Fall ;-)

Entladen kannst sie auf Masse meines Wissensstands aber immer. So oder so. Man möge mich korrigieren, wenn ich irre.
 
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  • #18
Entladen kannst sie auf Masse meines Wissensstands aber immer. So oder so. Man möge mich korrigieren, wenn ich irre.
Ja, normalerweise stimmt das. Zumindest wenn es, wie hier, um die Kondensatoren im Netzteil geht. Es gibt aber auch andere Anwendungen und spätestens wenn mehrere Massen und/oder galvanische Trennungen ins Spiel kommen, kann man nicht mehr pauschal davon ausgehen, dass man jeden Elko einfach "gegen Masse" entladen kann.
Aber wir schweifen ab ;)
 
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  • #19
Guck dir, bevor du bestellst, auch die anderen Elkos an. Wenn welche schon verdächtig aussehen (Wölbung usw..) sollte man die direkt mit tauschen
Die sehen soweit gut aus. Das tun die Netzteil-Elkos zwar auch, aber das heißt ja nichts. Ich werde jetzt erstmal abwarten, was die neuen Elkos bewirken und mir dann die Gainstufe anehen. Die Zerre klingt oll. Da vermute ich die Clipping-Dioden als Ursache, da der Op-Amp zumindest die Lautstärke bringt, das Clipping sich aber trotz zwei Dioden asymmetrisch anhört, als ob zumindest eine ausgefallen ist und Cleansignal durchlässt.
 
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  • #20
Diese beiden 7-Watt-Widerstände haben auch bessere Tage gesehen und werden gegen höher belastbare mit 10 Watt getauscht.
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