Finger Schnelligkeit

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Guten Abend allerseits,

ich wollte mal wissen wie ihr eure Fingerschnelligkeit auf der Gitarre übt/trainiert... Oder vlt auch Trockenübungen?:gruebel:
Was mir bei mir immer auffällt: immer wenn ich anfangen will schneller zu spielen kommt's mir so vor als gehe ich mit den Fingern ziemlich weit vom Griffbrett weg... denke, dass das auch meine Schnelligkeit bisschen einschränkt.

Wär cool wenn ihr mir bisschen berichten könntet :)

LG Biffy
 
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Hi,

hier mal 2 Threads zum Thema; sind auch Beispiele enthalten....:

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Das mit der Schnelligkeit ist eigentlich ein umfangreiches Thema, aber der Haupthinweis ist sicherlich üben, üben, üben:)
Was die Trockenübungen angeht; du kannst auch wunderbar ohne Verstärker üben, falls du das meinst?

Ich würde früh versuchen: 1. möglichst kleine Bewegungen zu vollziehen, 2. die Koordination von li. + re. Hand nicht zu vergessen und 3. mir die Übung vorher ansehen, damit es quasi "vorm geistigen Auge" etwas überschaubar ist. Übt sich dann leichter weil man weiß worum es geht. Oder anders: wenn klar ist was man üben möchte, kann man sich besser auf den Übungsvorgang konzentrieren...In den Links ist es besser beschrieben......
 
Schnelligkeit wird imo völlig überbewertet.
Das kommt vom Üben ganz alleine.
In 99 Prozent der Fälle ist nämlich nicht das Problem dass die Finger an sich zu langsam sind, sondern dass dein Hirn die Informationen zu langsam verarbeitet.(Sprich ÜBEN NOTWENDIG !! ;))

Schau dir bspw mal Rusty Cooley an.
Einer der schnellsten Gitarristen der Welt. Und bei dem seinen Fingern hab ich manchmal das Gefühl dass die das Griffbrett garnicht berühren wollen, so weit sind die abgespreizt.
Andy James ist ein ähnliches Beispiel.
 
Hallo,

ich würde mich auf keinen Fall darauf konzentrieren die Finger nur geriingstmöglich wie nötig vom Griffbrett zu nehmen, Beispiele von Leuten die das auch nicht machen hat Mantas schon geannt. Die Finger sind Lichtjahre vom Griffbrett entfernt und trotzdem sind es die schnellsten Spieler überhaupt.
 
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Ok danke für die Tipps... :) Mit Trockenübungen meinte ich irgendwelche Übungen ohne Gitarre falls es da was gibt... Wenn's in der schule mal langweilig wird ;P
 
Neee wichtig für schnelles Spielen ist die Synchronisation beider Händen. Schnelle Greif und Schlaghand nützen nichts wenn sie nicht synchron zusammen arbeiten...
 
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Ich halte diese Petrucci Übung für völlig sinnlos. Sie hat keinen Realitätsbezug. Ich meine, welche Soli bestehen denn aus diesen Läufen? Nehmt doch einfach ein Stück das ich spielen wollt und übt das. Wenn ich schneller Sprinten will fahre ich doch auch nicht Fahrrad sondern würde Sprinten trainieren in dem ich mir Gewichte an die Füße mache.
 
Trockenübungen wüsste ich jetzt auch keine außer natürlich das (un-?)beliebte Spielen ohne Verstärker / Distortion. Es ist einfach wahnsinnig hilfreich, mal wirklich zu hören, was man eigentlich spielt. Ansonsten bin ich ein großer Freund von Guthrie Govans "Tipps und Tricks", was die Treffsicherheit und Akkuratesse der linken Hand angeht. Eine Übung ist z.B., dass man einfach mal alles nur mit Hammer-Ons spielt, also auch absteigende Linien und Saitenwechsel. Da kann es vorkommen, dass man sich am Anfang ein bisschen dämlich vorkommt, aber es bringt den Fingern eben unabhängig voneinander bei, wo sie hinsollen. Wenn man dabei die Hammer-Ons schön laut ausführt, bekommen die Finger quasi nebenbei auch noch einen gewissen Speed beigebracht.

Das Schöne an solchen Sachen ist, dass man sich seine Übungen selbst basteln kann und sich auf schwächere Finger mehr konzentrieren kann, wenn es nötig ist. Im Gegensatz zu den etlichen Läufen, die man von Petrucci und Konsorten vorgelegt bekommt, die dann Note für Note gelernt werden müssen, und nachher hat man eine bestimmte Technik immer noch nicht voll unter Kontrolle, sondern sich genau einen einzigen Lauf reingekloppt.

Diese Hammer-On-Geschichte braucht natürlich auch ihre Zeit. Es gibt eben einfach nicht den Tipp, der alles von jetzt auf gleich verändert, wie soll das gehen? Aber es ist eben eine Methode, die wirklich die Treffsicherheit, Unabhängigkeit und sogar Timing der linken Hand ohne Umwege direkt anspricht. Was Besseres ist mir noch nicht begegnet! ^^ Cheers
 
Üben, üben und üben. Und immer schön mit Metronom! Langsam anfangen und dann langsam steigern. Ob man jetzt Übungen wie die Petrucci-Übungen macht oder sich einfach interessante Soli raussucht und übt, da muss man seine eigenen Erfahrungen machen. Sinn der Übungen ist es Sachen wie Fingerunabhängigkeit, Synchronisation schwischen den Händen etc. zu trainieren. Mein Ding ist das auch nicht, ich verliere da immer ganz schnell die Motivation und dann werde ich auch nicht schneller. Ich spiele lieber einfach. Aber das muss jeder für sich raus finden.
Zu empfehlen wären an der Stelle noch die Bücher von Troy Stetina und German Schauß. Da sind Übungen bis zum umfallen drinnen.
 
Ok danke für die Tipps... :) Mit Trockenübungen meinte ich irgendwelche Übungen ohne Gitarre falls es da was gibt... Wenn's in der schule mal langweilig wird ;P

was für hosen trägst Du ? oft verläuft da seitlich an den beinen eine naht von oben nach unten. sind die hosen nicht zu weit geschnitten, kann man an dieser naht wunderbar anschläge mit dem plek üben.

fingerhantel. gripmaster z.b.. der nutzen wird zwar von vielen angezweifelt, aber mir hat es etwas gebracht. vor allem für die greifhand. stärkt die muskeln, wodurch man lockerer wird, was dem schnellen spiel zugute kommt.

gruß
 
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fingerhantel. gripmaster z.b.. der nutzen wird zwar von vielen angezweifelt, aber mir hat es etwas gebracht. vor allem für die greifhand. stärkt die muskeln, wodurch man lockerer wird, was dem schnellen spiel zugute kommt.
zweifele ich auch an:
erstens verstehe ich nicht, was stärkere muskeln mit lockerheit zu tun haben sollen, und zweitens ist schnelles spielen imho eine frage der koordination, nicht der kraft.

meine langweiligen tips:
  1. vom Einfachen zum Zusammengesetzten
  2. vom Leichten zum Schweren
  3. vom Allgemeinen zum Speziellen

Das Koordinationstraining kombiniert die Ausführung sicher beherrschter Bewegungsfertigkeiten und Techniken mit einer systematischen Erschwerung oder Variation der Informationsanforderungen (vor allem im Hinblick auf die sensorische Vielfalt), und Bedingungen und führt letztendlich dadurch zu ungewohnten und anspruchsvollen Aufgaben, die eine bessere Koordination nach sich ziehen.

und ausserdem: üben.
 
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Das Koordinationstraining?
 
genau das.
Stichworte: motorisches Lernen, Bewegungskoordination.
-> Transfer
 
@ iTunes:

Du kannst gerne so viel zweifeln, wie Du willst. von meiner ansicht, daß kraft für das gitarre spielen von relevanz ist, werde ich nicht abweichen. wie oft liest man hier von verkrampfungen beim schnell spielen ? was verkrampft da ? die muskeln ! ein gut trainierter muskel verkrampft nicht so schnell, wie ein nicht so gut trainierter. bist Du kräftiger, fällt Dir das greifen und schnelle anschlagen nicht mehr als so kraftaufwendig auf, wie es bei einem anfänger aller wahrscheinlichkeit nach ist (zumindest bei mir war es so). daurch ist es für Dich beim spielen eben lockerer. koordination hat damit zugegebn erst mal gar nix zu tun. aber das ist beim kraft aufbauen auch nicht das primäre ziel. es wurden nach trockenübungen für z.b. die schule gefragt. da bietet sich so etwas wie der gripmaster eben an. natürlich ist es besser mit der gitarre auf dem schoß zu lernen und üben. in der schule wird da aber der lehrer etwas dagegen haben.

bei jemandem, der seit 20 jahren krafttraining macht wird das tragen eines z.b. 50Kg steines recht locker aussehen. jetzt stell Dir dazu im ergleich mal einen 1,80m großen, 65Kg schweren "spargeltarzan" im vergleich dazu vor...

oft sieht man einem gitarrenspieler die kraft gar nicht wirklich an, die hinter seinem spiel steckt. d.h. aber nicht, daß sie nicht da ist. z.b. legato spielereien. das sieht bei einem kömmer meist recht locker aus. ist es auch, weil dahinter gut trainierte muskeln stehen, denen man den aufwand nicht ansieht.

vielleicht verstehst Du nun, warum stärkere muskeln in der tat etwas mit lockerheit zu tun haben. übertreiben kann man das natürlich auch. wenn man vor lauter museln und kraft seine finger nicht mehr bewegen kann, ist etwas schief gelaufen...

gruß
 
verkrampfen bedeutet eine höhere muskelspannung.
häufiger auslöser: stress.
was hat das mit kraft zu tun?

wenn die muskulatur verkrampft ist, wird man das los durch massage, wärme, evtl. dehnen - wie soll das mit kraft zusammenhängen?
eine gewisses minimum an kraft ist natürlich erforderlich, aber das bezweifelt keiner.

du hast genug kraft, wenn du 10 mal sauschnell dein plektrum hoch- und runtersausen lassen kannst.
was darüber hinaus geht ist ausdauer und koordination.
 
Werde einfach mal paar Tipps ausprobieren und dann werd ich ja sehn ;)

Danke schön :)
 
@iTunes - motorisches Lernen, Bewegungskoordination... Hast du es auch in noch vager? Genau zu dem Thema habe ich ja im Prinzip eine Übung vorgeschlagen, was dann das Phrasengeschwurbel à la "Das Koordinationstraining kombiniert die Ausführung sicher beherrschter Bewegungsfertigkeiten und Techniken mit einer systematischen Erschwerung oder Variation der Informationsanforderungen..." irgendwem helfen soll, sei mal dahingestellt. Wie stellst du dir denn wirksames Koordinationstraining vor? Außer der bloßen Erwähnung desselben hast du ja nicht viel dazu erklärt.

Was ich wohl ähnlich sehe ist die Sache mit der Kraft. Bei der Gitarre ist wohl eher eine gewisse "Schnellkraft" gefragt, was grundsätzlich andere Muskelfasern bewerkstelligen als diejenigen, die ich mit diesem idiotischen Gripmaster trainiere. Bei unserem "Sport" kommt es immer darauf an, eine bestimmte präzise Bewegung auszuführen, und nicht wie ein Blöder zuzudrücken. Schließlich kommt es ebenso darauf an, im rechten Moment die richtigen Finger auch wieder problemlos vom Griffbrett wegzubekommen. Also wenn ihr mich fragt ist das wieder eine der vielen Möglichkeiten für anstrebende Gitarristen alles Andere zu machen außer Gitarre zu spielen. Ich glaube, das gibt es so bei keinem anderen Instrument. Es würde mich sehr wundern, wenn irgendwer einem Saxophonisten raten würde, doch mal mit aller Power in einen Korken zu pusten, um einen längeren Atem zu bekommen. Sorry.
 
bezüglich des gripmasters noch einmal: gefragt wurde nach möglichkeiten ohne gitarre etwas für sein spiel zu tun. z.b. wenn man in der schule hockt und einem stinklangweiligem lehrer zuhören muß. da hat man nunmal keine gitarre zur verfügung. also warum nicht ?

einerseits wird zugegeben, daß man zum spielen kraft braucht, andererseits wird kritisiert, wenn einer (ich) herkommt und die meinung vertritt, daß man das auch gezielt ohne gitarre trainieren kann. ich finde das widersprüchlich und logisch nicht nachvollziehbar.

@ Mr Seczko: das es unterschiedliche arten von "muskelkraft" gibt, ist mir bewußt. ich vergleiche das gerne mit läufern. ein kurzstreckenläufer hat seine muskeln anders trainiert, als ein langstreckenlüfer. im bezug auf das gitarre spielen meine ich eher den langstreckenläufer. vielleicht leigt mein fehler darin, daß ich bei beiden von krafttraining rede ? die anderen instrumente betreffend: der gripmaster ist z.b. auch für pianisten gedacht.

ich habe den gripmaster jahrelang in der schule benutzt. schnell spielen kann ich auch einigermaßen. in wie fern das jetzt am gripmaster liegt, oder an dem zusätzlichen krafttraining kann ich natürlich nicht beurteilen. aber ich kann sagen, daß es zumindest auch nicht geschadet hat. vom gefühl her eher das gegenteil. beim spielen weiß ich inzwischen, welche muskeln ich wann anspanne (z.b. halte ich den brustmuskel auf der saite der schlaghand auch für sehr wichtig ! aber ich sehe es schon kommen von wegen "was hat die brust mit dem gitarre spielen zu tun..." :p). diese muskeln kann ich auch ohne gitarre trainieren. wie kann man da sagen, daß das nicht geht, nichts bringt oder unnötig ist ? das entzieht sich meiner logik...

gruß
 
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Hier gibts einen ganzen Thread dazu Klick

Ich finde ihn gar nicht so schlecht, auch die Idee mit den Quing-Going-Kugeln (o.ä.) im Thread...einfach weil das alles die Hände flexibler macht. Zumal sie ja heute sowieso zu eintönig genutzt werden, glaub ich.

Mit dem Gripmaster hatte ich auch eine Zeit lang rumgespielt, weil mir mein kleiner Finger beim Fingerpicking etwas zu schwachbrüstig vorkam (trotz Schlosserpfoten). Man kann ja die einzelnen Tasten separat drücken, Kombinationen darauf "spielen" und auch die Schnelligkeit/Beweglichkeit üben. Für Muskelaufbau wie bei Arni ist das Ding ja sowieso zu labbrig:)

Den Dauerstreit darum verstehe ich auch nicht ganz; der Preis ist nun wirklich überschaubar und die Erwartung, dass man durch das Gerät automatisch zu Steve Vai mutiert, hat ja wohl auch keiner. Ein durchaus praktisches Spielzeug, was man ruhig mal ausprobieren sollte.
 
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